Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 4 (1903)
- Issue
- 1 (1.1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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16 No. 1 Auch im vergangenen Monat hatten wir das Vergnügen, einen werten Gast bei uns begrüssen zu dürfen. Herr Moritz Jacobsohn, Vorstandsmitglied des Turn-, Fecht- und Lesevereins „Aurora" zu Bukarest hielt sich einige Tage in Berlin auf und benutzte diese Gelegenheit, um sich durch den Besuch unserer Abteilungen eine genaue Kenntnis unseres gesamten äusseren Turnbetriebes zu verschaffen. In der Vorturnersitzung am 29. Dezember gewann er den gewünschten Einblick in das innere Getriebe der turnerischen Leitung unseres Vereins. Er sprach sich ausserordentlich befriedigt über das Gesehene und Gehörte aus und will verschiedene Einrichtungen für seinen Verein verwerten. Die hierdurch mit dem Bukarester Verein geknüpften persönlichen Beziehungen halten wir für ausserordentlich wichtig und hoffen, dass sie fördernd nach manchen Richtungen hin wirken mögen. Die Bücher- und Zeitschriftenbestände des Vereins sind einer genauen Katalogisierung unterzogen worden und können nunmehr von jedem Mitglied auf dem Turnsaal direkt vom Zeugwart oder durch die Abteilungsleiter entliehen werden. Näheres siehe Anschlag am schwärzen Brett, wo auch die Kataloge selber zum Aushang kommen. Die Bibliothek enthält neben Werken turnerischen und jüdischen Inhalts auch Wanderbücher und Karten. Hamburg. Jüdische Turnerschaft von 1902. Statistik tür die Monate April bis Dezember 1902: Turner Abende Durchschnitt April .... 99 4 25 Mai .... 110 4 27 Juni .... 159 5 32 Juli .... 110 4 27 August.... 113 4 28 September . . 137 4 34 Oktober . . . 131 5 26 November. . . 119 4 30 Dezember... 97 4 24 Somit turnten 1075 Turner an 38 Abenden, mithin 28 Turner durchschnittlich. H. Seligmann, Schriftwart. Köln. Die am 20. v. M. stattgehabte Makkabäerfeier des Jüdischen Turnvereins ist zu einem Ereignis für die hiesigen jüdischen Kreise geworden, so gross war der unserem Feste zuteil gewordene Beifall. Idee und Ausführung bildeten ein harmonisches Ganze. Nachdem die einleitenden Worte unseres Vorsitzenden, Herrn Abraham, und das erste allgemeine Lied verklungen waren, nahm Herr D. Wolfsohn in Vertretung des Herrn Dr. Klee, Berlin, das Wort zu seiner Festrede und gab in packender Weise ein lebhaftes Bild der Makkabäerzeit, die er treffend und unter reichem Beifall mit gewissen Erscheinungen von heute verglich. Liedervorträge von Frau Sophie Hiller bildeten den nächsten, überaus beifällig aufgenommenen Teil des Programms; dann folgte unter