Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 3 (1902)
- Issue
- 6 (6.1902)
- Date
- 1902-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 6. 107. Rpformbestrebungen in Bezug auf die Lebensweise und Lcibcszucht Geltung zu verschaffen und durch sein Beispie! zum Siege zu verhelfen, hat er sich im Jahr 1898 und in jüngster Zeit an sportlichen Leistungen beteiligt, die in der Geschichte des Sports einzig dastehen. Mann wusste. wie er selbst sagte, vor seinem Unternehmen, dass er vielleicht einen dauernden körperlichen Schaden davontragen könnte. Aber er scheint zum Glück ohne einen solchen davongekommen zu sein, die physiologischen Störungen scheinen nur vorübergehende gewesen zu sein trotz einer Leistung, wie sie nach der Aussage eines Kavallerieofficiers ein durchschnittliches Kavalleriepferd zu bewältigen nicht imstande ist. Man war allgemein über die körperliche Elasticität und geistige Frische des Siegers verwundert. Und was verhalf Karl Mann zu seinem Erfolge? Seine Lebensweise, die vernünftige Leibeszücht und harmonische Ausbildung und — seine Willenskraft, auf ihr höchstes Mass gesteigert durch den Gedanken, für seine Ideen zu kämpfen und für sie siegen zu müssen. Er selbst war erstaunt über den Erfolg, den ihm das Sandowsystem, die Lungengymnastik und das Nacktturnen gebracht hatten. — Bis zu welchem Grade würde die Menschheit ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigern können, wenn diese Art vernünftiger Leibeszucht durch Generationen fortgestezt würde! Die Leistungen des Durchschnittsmenschen würden die heutigen Höchstleistungen überragen. Richard Blum. Mitteilung der Redaktion. Trotz Verstärkung dieses Heftes auf 20 Seiten war es uns nicht möglich, den Schluss des Blum'schen Aufsatzes über „Das Turnen der Madchen und Frauen", die Berichte über die Pfingstturnfahrten des „Bar Kochba" sowie eine Erwiderung auf den-Arndt'schen Artikel der vorigen Nummer aufzunehmen. Fürs praktische Turnen. Übungsgruppe für Barren. 1. Aus dem Querstand rückl. am Ende des Barrens, Felgaufzug In den Grätschsitz hinter den Händen; Wende über den linken Holm in den Querstand. 2. Aus dem Querstand rückl. am Ende des Barrens, Felgaufzug in den Grätschsitz hinter den Händen, Heben der Beine und Einschwingen in die Holmengasse, beim Rückschwung Scheren der Beine in den Grätschsitz vor den Händen, Wende mit Va Drehung nach aussen in den QuerstBnd (Drehwende). 3. Aus dem Querst, am Ende d. B. Felgaufzug in den Grätschsitz hinter den Händen, Heben der Beine u. Einschwingen in die Holmengasse, Stützhüpfen rückw. mit Armwippen bis in die Mitte des Barrens, Kreisspreizen des recht. Beines über den recht, bis auf den linken Holm, 8/i Drehung rechts in den Seitliegestütz vorlings, flanken rechts Uber beide Holme in den Aussenseitstand rücklings.