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Jüdische Turnzeitung · 1902-02-01 · 2 (2.1902) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
3 (1902)
Issue
2 (2.1902)
Date
1902-02-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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No. 2. 39. Wien. Der „Erste Wiener Jüdische Turnverein" vereinigt heute, dank der während der drei Jahre seines Bestandes nie rastenden Werbearbeit schon über 250 treujüdische Turngenossen, die den muskel- und willenstählenden Turnbetrieb mit edlem Eifer pflegen. Da auf dem Turnplatze für gesellschaftliche Annäherung der Mitglieder keine Zeit bleibt, hat der Turnrat die Einrichtung der sogenannten „Turnkneipen" geschaffen, die frei zugänglich und den heiteren Musen geweiht sind. Die letzte Turnkneipe, welche Dienstag, den U.d.M. im Saale des „Hötel de France" staltfand, übertraf, von den Turnerinnen arrangiert, alle früheren Veranstaltungen. Vereinsobmann Dr. Ludwig Werner begrüsste unter den zahlreichen Gästen namentlich das Ehrenmitglied Herrn Fabrikanten Hermann König und den Kultusvorsteher Herrn Oberfinanzrath Rappaport und besprach sodann unter stürmischem Beifall die Vereinsziele, deren Würdigung seitens der jüdischen Öffentlichkeit der wackere Cultusvorstand durch eine Jahressubvention von 150 Kronen neuerdings documentiert habe. Der moralische und materielle Erfolg des Abends bestimmte den Turnrat dazu, für Anfang Mörz eine dritte Turnkneipe, und zwar eine solche grösseren Stiles anzusetzen. Jod. Volksblatt. Bern. (Eigene Mitteilung.) Der hiesige „Jüdische Turnverein Bar Kochba", welcher rein studentisch war, hat sich in eine couleurtragende schlagende Verbindung „Kadimah" transformiert. Er legt jetzt zwar das Hauptgewicht auf das Fechten, vernachlässigt jedoch keineswegs das Turnen. Turnerische Rundschau. Die soeben erschienene No. 8 der deutschen Tumzeitung enthält folgende hochinteressante Mitteilung, auf die näher einzugehen uns der späte Eingang des Blattes verbietet: Vom Ausschüsse der Deutschen Turnerschaft. Nachdem sich der Kreisturnrat des XIV. Kreises betreffs der etwaigen Aufnahme von aus dem XV. Kreise ausgeschlossenen Crenzvereinen in den XIV. Kreis im Prinzip zustimmend erklärt hat, hat er die Frage der Zulässigkeitder Aufnahme solcher Vereine dem Ausschusse der Deutschen Turnerschaft vorgelegt. Der Aufnahme steht ein Hindernis um] so weniger entgegen, als es sich nur um Vereine handelt, die laut Kreisturnratsbeschluss seit 27. Dezember 1901 wegen Nichtunterwerfung unter den Kreisturntagsbeschluss aus dem XV. Kreise ausgeschlossen sind, also um Vereine, die mit dem Kreise und dem Krelsturnrat nichts mehr zu thun haben. In dem Sinne hat sich auch der Ausschuss ausgesprochen. Der Gauturnrat des Ostrrarkgaueshatin seiner am 2. Februar stattgefundenen Gauturnratssitzung einstimmig nachfolgenden Beschluss fcefasst: „Da bis heute keine Aufklärung über das gesetzliche Zustandekommen der In der „Deutschen Turn- Zeitung", Nr. 51 von 1901, veröffentlichten Verlautbarung des Ausschusses derDeutschenTurnerschaft, das wel-

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