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Jüdische Turnzeitung · 1901-12-01 · 12 (12.1901) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
2 (1901)
Issue
12 (12.1901)
Date
1901-12-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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No. 12. 155. in dem kommenden Vereinsjahre mehr derartige Turngange werden durchgeführt werden können. Besuchen Sie regelmassig die Turnabende und lassen Sie sich nur durch den aussersten Zwang abhalten, am Turnplatze zu erscheinen, dann werden Sie bald sehen, wie unser Verein als Ganzes mächtig aufstrebt, wie jeder einzelne in seiner turnerischen Fertigkeit fortschreitet. Wir werden dann berechtigt sein zu sagen, dass wir unser redlich Teil zur physischen Kräftigung des jüdischen Volkes beigetragen haben, dass durch uns das Solidaritätsgefüh! des jüdischen Volkes seine bedeutendste Festigung erfahren habe." F......g. Bielitz. Bericht über die am 11. November abgehaltene ausserordentliche Generalversammlung. „Bei der am Montag d.en 11. Novbr. unter zahlreicher Beteiligung zum Zwecke der Ergänzung des Vorstandes abgehaltenen ausserordentlichen Generalversammlung wurde zum Obmann Herr Dr. Julius Haas und zum Kassierstellvertreter Herr Magister E. Silberbusch per Akklamation gewählt. Herr Dr. Haas gedachte in anerkennenden Worten des überaus gedeihlichen und erspriesslichen Wirkens des gewesenen Obmannes, Herrn Direktor Goldberg, dessen unfreiwilliges Scheiden aus seinem- Amte mit aufrichtigem Bedauern zur Kenntnis genommen wurde. Es werde nun sein Bestreben sein, den Verein auf jener Höhe zu erhalten, auf die ihn Herr Goldberg aus bescheidenen Anfängen gebracht, bezw. die Leitung in dessen Geiste zu führen. Auf seine, des nunmehrigen Obmannes, zukünftige Thätigkeit übergehend, entwickelte er in kurzen, aber scharfen Umrissen seine beifällig aufgenommenen Ansichten über das Wesen des jüdischen Turnvereines. Der jüdische Turnverein werde den Frieden zwischen der jüdischen Gemeinde und seinen eigenen Mitgliedern suchen, ohne darum auch nur das Mindeste von seinen überkommenen Grundsätzen aufzugeben. Er müsse bleiben, was er war: eine Schule für diejenigen, welche bereits der Schule entwachsen, sich aber bewusst sind, noch immer etwas Neues und Schönes lernen zu können, ein Sammelpunkt makelloser Juden jeglicher Parteirichtung. Spott und Hohn werde ihn nicht bekümmern, denn beide seien morsche Waffen ohnmächtiger Schwächlinge. Das Recht auf die Öffentlichkeit werde sich diese Körperschaft keinesfalls verkürzen lassen, da kein Grund vorhanden sei, die Blicke eines grossen Publikums zu scheuen. Dieses Prinzip dürfe nicht als Aufdringlichkeit gedeutet werden, weil dann jedwede strebsame Gesellschaftsklasse, welcher politischen Gesinnung

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