Jüdische Auswanderung
- Journal
- Jüdische Auswanderung
- Volume
- 1939. Bestand UB Ffm
- Issue
- Januar 1939
- Date
- 1939-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Aski-Mark bedeutende VaOHle "für den peruftnschen' Importeur. Zur Ingangbringung des Aaki-Verfahren^ war ein Verrechnungsabkommen nötig. Im übrigen gehört Peru zu den wenigen Ländern Südamerika», die keine Devisenbewirtschaftung haben.. - - ■ r *x £: _5.^Wirtschaftliche Entwicklung der fetzten , Z, Zeit ■-:-■- " der Hauptstadt, wo die Kaufleute schon sahireich' sind. Die einpfehlen»wertesten Städte wind: Piura, Chiclayo, Tnujillo, Huanacayo,' Arequipa, Cttzco, Puno ' usw.' Die bisner dort eingewanderten Vertreter finden alle mehr oder minder gut ihr Auskommen; wieweit Plate für ":w*rt«rn Vertreter ist, muß von Fall zu Fall geklärt werden. -~ « Die Weltkrise Von 1929 hat Peru sehr schiteil überstanden. Von. 1939 an stiegen die Ausfuhr und -die Einfuhr und Überstiegen schließlich die sehr hohen Ziffern von 1929. Die Wahrung, die sich bis in das Jahr 1934 noch entwertete, stabilisierte sich dann, und zeigt seitdem nur noch verhältnismäßig geringe Schwankungen. Der y Staatshaushalt weist seit 1936 kleine Ueberschflsse auf. Die Einnahmen (und Ausgaben) für das Jahr 1938 werden auf 165,5 Millionen Soles veranschlagt; infolge der günstigen Entwicklung der "Wirtschaft konnten die dem Staatshaushalt zugeführten Betrage von Jahr zu Jahr .erheblieh erhöht werden. —. In letzter Zeit wird von einer leichten Verschlechterung der Wirtschaftslage berichtet,'die auf die Unsicherheit der allgemeinen Lage vor der bevorstehenden Präsidentenwahl, schlechten Ausfall der Ernte, Rückgang des Preises für Baumwolle u. a. zurückgeführt wird. IV. Aussichten für Einwanderer - Im Anschluß an einen Bericht der Hicem und auf der Grundlage der neuesten Berichte stellen die-Aussichten, die Peru dem jüdischen Einwanderer bietet, sich zur Zeit folgt dar: kann zur Zeit nicht in Betracht kommen, eine Starke Einwanderung -nach Peru zu lenken, aber es existieren Möglichkeiten für qualifizierte Kräfte, die nach vorherigem Einvernehmen mit dem Artlichen Komitee herausgesandt werden. Die Verwendung auslandischer.. Arbeitskräfte ist in Peru strengen Bestimmungen unterworfen, aber wenn man die Neuankommenden Aber das Land verteilt und es vermeidet, Menschen herauszuschicken, die sieh mit Hausierhandel und dem Verkauf auf Ratenzahlung befassen, dann gäbe es schon jetzt für folgend« Berufe Beschäftigungsmöglichkeiten: .: _ 1. Handwerker Durchaus aufnahmefähig ist Peru für Handwerker; insbesondere werden Herrenschneider, Damenschneider, Friseure, Schuhmacher, Tischler, Uhrmacher, Mechaniker usw. genannt. In Betracht kommen Lima und acht bis zehn wichtige Städte - Perus. Sie können leicht drei bis fünf Soles taglich von Anfang an verdienen (1 Dollar — 4 Soles). Wenn sie mit der Arbeit vertraut sind und die Landessprache beherrschen, kann sich ihr Einkommen auf fünf bis acht Soles täglich Stellen. Wenn die Handwerker ein-kleines Kapital motTois 2000-Soles) besitzen, sind die Aussichten viel besser; denn, sie* können sich dann auf eigene Rechnung nieder!aasen und zehn Soles täglich verdienen, vielleicht auch mehr. Sie konnten außerdem anderen Landaleuten innerhalb der Grenze des gesetzlich vorgeschriebenen Prozentsatzes Ihrerseits Arbeit gewahren. ** V " * * i '* ."■ r~~~-t*.' 2. Kauflaute Angehörige dieses Berufszweiges müssen natürlich gewisse Kapitalien besitzen, um sich niederzulassen. Man kann zu einer angenehmen Existenz kommen, aber ebenso wie bei den Handwerkern darf man sich nicht nur in Lima niederlassen, sondern vorzugsweise in den kleinen Städten und Dörfern, des Innern, wo ein größeres Tätigkeitsfeld besteht unT weniger Konkurren« herrscht als in 3. Arbeiter ►.**' 77 Diese finden Beschäftigung in Bergwerken ■ oder bei landwirtschaftlichen Arbeiten; auch gelernte Textilarbeiter finden Beschäftigung. Der Tageslohn beträgt 'drei bis vier Soles; aper man muß, in Rechnung stellen,.daß die Arbeit nicht leicht ist, und daß Neuangekommene, die daran nicht gewöhnt sind, Schwierigkeiten haben, werden, besonders wenn sie keinen kräftigen Körnscbau besitzen. Für die Arbeit in Bergbau und Landwirtschaft wird man immer den Eingeborenen bevorzugen. 4. Angestelite Wegen der gesetzlichen Vorschriften werden kaufmännische Angestellte Schwierigkeiten . haben, schnell ihren Lebensunterhalt *u verdienen. Wenn sie aber die Landessprache Spanisch und daneben noch fremde Sprachen beherrschen, könnten sie vielleicht bei Importfirmen Beschäftigung finden. Man kann nicht ganz die Möglichkeit leugnen, nach einem Aufenthalt von einigen Monaten und nach Erlernung der Landessprache Stellung zu finden. Je nach den Fähigkeiten kann ein Angestellter 100, 150 oder sogar 200 Soles verdienen, manchmal sogar mehr, wenn er Buchführung und Büroarbeiten wirklich gründlich versteht und mehr zu leisten imstande ist als die Einheimischen *~' ' ' 5. Techniker Ingenieur-Chemiker, Metallfachleute und andere Techniker werden ziemlich leicht und mit leidlicher Hoffnung auf Erfolg in den verschiedenen, Bergwerken .und Industrien, die im Lande bestehen, Arbeit finden. Sie dürfen aber nicht für den Anfang schon auf große Bezüge hoffen, sondern können zuerst höchstens 200 bis 300 Soles monatlich verdienen; je nach ihrem Beruf: 6. Mediziner -- Für Mediziner besteht last gar kein« Wahrscheinlichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, und zwar wegen der großen Schwierigkeiten, auf die sie stoßen, wenn sie ihren Titel für gültig erklären lassen wollen. Selbst für die Beschäftigung als Krankenpfleger, Assistenten oder auf - 'irgendeinem anderen Poeten in Krankenhäusern, besteht dieselbe Schwierigkeit. Die Aerzte müssen zunächst 2000 Soles als .Examensgebühr bezahlen, müssen 'ihre vofw peruanischen Konsul in Berlin visierten Diplome rot legen und haben keinerlei Gewißheit, das Examen zu bestehen, dann man tut das Unmöglichste, um sie durchfallen zu lassen, und in diesem Fall ist die. hinterlegte Summe von 2000 Soles verloren. Es existieren einige Universitäten in Peru, und selbst die Akademiker dieser Universitäten sind langst nicht sicher, Arbeit zu finden. Deshalb will man nicht, daß Fremde ihnen Konkurrenz machen und gestattet diesen nicht, einem Eingeborenen die Stellung wegzunehmen. ._7. Industrielle ' . All« möglichen Kleinindustrien können sich in den Zentren von Peru niederlassen, ohne Beschränkung auf ein bestimmtes Arbeitsgebiet und mit guten Aussichten auf Erfolg. Natürlich braucht man dazu ein gewisses Kapital, wenn es auch nicht sehr hoch sein muß. Die Regierung betrachtet mit größter' Sympathie einen jeden, der mit I«TMl Silber. Ulo C2 ' *ü ' , " otttti iinj Uk an - uu4 ifitkcuHiii 79