Jüdische Auswanderung
- Journal
- Jüdische Auswanderung
- Volume
- 1939. Bestand UB Ffm
- Issue
- Januar 1939
- Date
- 1939-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Mit. ' De (Ueber Feuerland: siehe anch den Abschnitt „( D. Andenron«. Die Anden bilden die Crense nach Chile zu. Hier gilt ebenfalls das im Abschnitt „Chile" Dargestellte. In ihrem, südlichen Teil nur schwach besiedelt,' bildet die Andenregion jedoch im Nordwesten, beim Uebergang nach Bolivien, einen für ein Gebirge verhältnismäßig gut bewirtschafteten Landstrich. Diese Hochflachen; Täler and Bergabhänge, die Puna, tragen bedeutendere Städte wie Salta and Jujuy. Argentiniens Verkehrsverhältnisse liegen trota der geringen Aufgeschlossenheit seiner Meeresküste, die nur wenige brauchbare Häfen aalweist, nicht ungunstig. Ein verhältnismäßig dichtes Eisenbahnnetz aberzieht die Pampe, und die großen Strome des Landes — La Plate, Uruguay, Paraguay and Parese — sind bis weit in des Landesinnere hinein schiffbar. Auf diesen Strömen gelangen selbst Seeschiffe tu den wichtigsten Städten des Binnenlandes. 2. Klima Das auf 2,8 Millionen Quadratkilometer geschätzte Gebiet Argentiniens erstreckt sich vom 21. Breitengrade bis' aber den 55. hinaas, d. h. auf insgesamt 84 Breitengrade der südlichen Halbkugel. Bei dieser riesigen Langsaasdehnung müssen auch die Klima-Unterschiede des Landes gewaltig sein; sie werden noch verstärkt durch die großen Höhen-Unterschiede innerhalb Argentiniens and andere Faktoren. Man kenn Argentinienklimatisch etwa in drei Zonen, einteilen: 1. Die Andenregion weist sehe schwankend« Temperaturen auf. Dia Temperaturen steigen nicht aar, je mehr nun sich vom Westen, den Andengipfeln, nach Osten, der Ebene zu, nähert, sie wechseln auch an Ort und Stelle häufig um 10—80* C innerhalb eines Tages. Die Durchschnittotemperaturen liegen je nach Jahreszeit zwischen 10 and 24° C. In Tucaman beispielsweise, das 485 m hoch liegt, ist die Jahresdurchschnittstemperatur 18,2«, die des kältesten Monate, Juni, 10,5» und die de« wärmsten Monats, Januar, 34*. 2. Nach Süden zu fallen die Temperaturen immer stärker. Die •Temperaturen Patagoniens ähneln den norde aropätschen, doch ist das Klima rauher; das Ltd wie* von schweren, regenreichen Stürmen aeimgesiirht. 3. Z e u t r al - A r g e n t i n i e n hat ein durchschnittlich subtropisch-gemäßigtes Klima Die Temperaturen nehmen von Osten, der Küste, nach Westen und Nordwesten, dem Inlands za, zu; das Küstengebiet hat also durch kühle Seewinde gemäßigtere Temperaturen' als die Ebenen ead gar erst die Urwälder des Landesinneren. Zugleich nimmt die Regenmenge ab, je weiter man von Nordosten and von der Küste her ins Landesinnere vordringt. Aach hebt sieb die sommerliche Regenzeit (Oktober bis März) von der winterlichen Trockenzeit (April bis September) immer stärker ab, je weiter man nach Westen kommt Die innerargentinische Ebene ist überwiegend Trockengebiet Hier wechseln .die Temperaturen stark während eines Tages. — Schwüle, heiße Wochen werden in Zentral-Argentinien plötzlich durch „Pamperos", kalte Sturmwinde, unterbrochen, die, von Gewittern and Platzregen begleitet große Staubwolken mitbringen, aber auch die ersehnte Abkühlung verschaffen. In Buenos I Aires treten Im Jahre etwa TT Pampe ius auf.Da* Klima ÄStadt gilt als sehr angenehm. Die Jahresdurchtstemperutur beträgt etwa 17° C, die Durchschnittstemperatur dee wärmsten Monats, Januar, beträgt 28° C, die des kältesten Monate, Juli, 10° C. Es. sinken jedoch die Wintertemperaturen zuweilen bis auf 3—4°C über 0, ' ja unterschreiten euch den Nullpunkt; bisweilen fällt sogar Schnee, so daß ee in unheizbaren Wohnungen, die in der Mehrzahl sind, oft empfindlich kalt ist. Im allgemeinen kann man sagen, daß die klimatischen Verhältnisse In ganz Argentinien günstig sind. Es gibt kaum eine Gegend des Landes, in der der Nordeuropäer nicht leben und körperlich arbeiten konnte. 3. Bevölkerung Nach einer offiziellen Schätzung betrag Anfang 1887 die Gesamtbevölkerung Argentiniens 12561361 Einwohner. 1 . Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern Südamerikas ist Argentinien ganz überwiegend weißrassig. Man findet kaum Neger und nur verschwindend wenig Negermischlinge, ebenso nur einen geringen indianischen Bluteinschlag. Man nimmt an, daß in ganz Argentinien nur etwa 30000 reinrassige Indianer leben. — Am Aufbau der argentinischen Nation haben die romanischen Vfilker — und zwar außer den Spaniern vor allem die Italiener -4 den stärksten Anteil gehabt; Frankreich hat nicht viele Menschen an, Argentinien abgegeben, verfügt aber übe)- einen sehr starken kulturellen Einfluß. . . Im letzten Jahrzehnt vor dem Weltkrieg zeigte die argentinische Einwanderungsstatistik ein sehr starkes Ansteigen der Ziffern für Rußland and flssleiieilh TTngss■ Diwan Zuwanderung bestand zum größten Teil ans Jaden, deren ee heute in Argentinien weit über eine Viertelmillion gibt. — Nach dem Weltkrieg ist, infolge des. stark gestiegenen Auswanderungsdranges in Mitteleuropa, ein stärkerer .Zustrom dieser Nationalitäten erfolgt Die weitaus stärkstes Einwandererzahlen eher auch nach dem Kriege Spanier und Italiener, deren - che, kulturelle, sprachliche und religiöse Verwandtin Argentinien leicht zu einer neuen Nation vor-.. läßt In den letzten Jahren stellte Spanien die stärkste Zahl der Einwanderer, was mit den Auswanderungsdea italienischen Faschismus Zusammenhing. Prozentsatz der in Argentinien lebenden Aasländer ' 28* sehr hoch. Der bei weitem größte Teil dieser Aassind Spanier and Italiener. '- i letzte Volkszählung wer im Jahre 1914. Seitdem hat die Bevölkerung sich sehr stark (am über 4V« Millionen) vermehrt; die Bevölkerung der Pampa allein hat sich mehr als verdoppelt. Dieser Vorgang ist in erster Linie auf die sehr hohe natürliche Vermehrung zurückzufahren, zu etwa 20 «j aber auch ■ni die Einwanderung. 4. Regierang Die Verfassung der Bundesrepublik Argentinien ist der der Vereinigten Staaten von Nordamerika nachgebildet. Die gesetzgebende Geweit vertritt der Nationalkongrcß mit zwei Kammern, der Abgeordnetenkammer und dem Senat Die ausübende Gewalt wird vertreten durch den Präsidenten und acht bevollmächtigte Minister. Die Umzugstransporte nach dem Ausland« und Uebersee von Haut zu Haut v Verpackungs-Spexicifaren für komplette Einrichtungen, Kunatgegensrände, Gemälde Gepäckdiexist zu dem Dampfern nach aHen Häfen de» Kontinent» ■ .' — - INTERNATIONALES SPEDITIONSB0RO y BROKERHOFF * LIPSCHÜTZ fi BERUH C 2 / FROMMELSTRASSE 1a / TELEFON: 42 06 22