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Jüdische Auswanderung · 1938-07-01 · Juli 1938 · p. Seite 39

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Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1938. Bestand UB Ffm
Issue
Juli 1938
Date
1938-07-01
Page
Seite 39 (sequence 43)
Language
German
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< . x etwas Aber die Hilft». Dar Rückgang hat ausschließlich die Landwirtschaft betroffen. Der Anteil der Industrie stieg nur ganz geringfügig. Dagegen ist die Gruppe der mit der Verwaltung und der Verteilung dar Gfltermasse Beschäftigten »ehr stark gewachsen, wobei der Büroangeetelltenstab seinen Anteil in den letzten 90 Jahren nahezu verdreifacht hat In geringerem Maße sind die öffentliche Verwaltung, die freien Berufe und die Dienstleistungsgruppe angewachsen. Das Volkseinkommen ist zuletzt ffir du Jahr 1935 berechnet worden. Es beträgt für dieses Jahr 53 Milliarden Dollar. k Verteilung des Volkseinkommen* 19351) AaWi;K< r . s» V W irOTJMITeYTVOfM m Landwirtschaft Biliare« t i 4,8 t. a 9,0 Bergbau U Gas, Wasser, Strom U» M Industrie 1L3 21,3 Bau 1,0 1» Verkehrswesen V> XA Handel «,« 12,4 Finanzwesen M «M> Regierung1) M 16,2 Dienste« M 111 Verschiedenes 8,0 w l ". Insgesamt 53,0 100,0 Der Anteilder Landwirtschaft am gesamten Volkseinkommen ist im Verhältnis* zur Zahl der dort Beschäftigten außerordentlich gering: die 10,5 Millionen Er¬ Gruppe, die 1930 etwas ober ein iden Bevölkerung ausmachten, sind des Volkseinkommens 1935 nur mit x oder .9,0 v. H. beteiligt gewesen, hier, wie auch nach der Zahl der ernen, die-Industrie mit 11.3 Milliar- ,3 v. H. der Gesamtsumme des Volkawerbstätigen Fünftel der an der' Aufbr 4,8 Milliarden An der Spitze werbstätigen Per den Dollar oder einkommens. Dem zunächst folgen die Leistungen der Regierung -— einschließlich der von ihr finanzierten Notstandsarbeiten — mit 8,6 Milliarden 9 oder 16,2 v.H. Dieser Posten ist erst nach Einsetzen der großen Krise zu so großer Bedeutung gekommen; früher machte er etwa 9 v. H. der Volkseinkommenssumme ans. In großer Tlusammoniaasnng ergibt sich, daß die Güterprodukt tion, die die Grundlage der ganzen Wirtschaft bildet, nur mit einem Drittel am gesamten Volkseinkommen beteiligt ist, wahrend die Verteilung etwa ein Fünftel, der mehr oder minder unproduktive Ueberbau von Finanz, allgemeiner Verwaltung und Dienstleistungen etwa zwei Fünftel in Anspruch nehmen. Ueber die soziale Struktur der amerikanischen Erwerbsbevölkerung nach dem Stande von 1930 gibt folgende Uebersicht einen Ueber blick: Selbstfindige Inhaber, Leiter und Beamte darin: Landwirte Groß- und Einzelhändler Freie Berufe Unselbständige Anaestelite Vrbeiter 1000 »611 9085 6012 1787 2946 36 229 7949 / ■ Arbeiter gelernte angelernte ungelernte darin: Landarbeiter Dienstboten W* fc ». H. 25,8 19,8 12,3- V 6,0 74,1 16,3 6 283 7 976 ' •'.f- ". 41 8839 12,9 SS 8 Insgesamt 48830 100,0 In selbständiger Stellung oder in einer der Selbständigkeit ähnlichen Funktion (als Leiter einer Gesell- >) Die Aufgliederung weicht von der deutschen Gepflogenheit insofern ab, als die abgeleiteten Einkommen (aus der Verwaltung usw.) besonders ausgegliedert sind. ») einschließlich 1,3 Milliarden 9 für Notstandsarbeiten. schalt oder als Beamter) befand sich 1930 etwa ein Viertel der Erwerbstätigen. Etwa die Hälfte dieser 12,6 Millionen Personen waren Führer landwirtschaftlicher Betriebe, etwa ein Viertel gehört den freien Berufen und vom Rest sind noch 1,8 Millionen Händler (3,7 v. H. aller Erwerbspersonen) hervorzuheben. Unselbständig waren etwa drei Viertel der Erwerbstätigen; von diesen 36,2 Millionen Menschen arbeiteten 7,9 Millionen als Angestellte, 28,3 Millionen als Arbeiter (einschließlich der Dienstboten — „servant classes"). Die Betrachtung der sozialen Schichtung nach dem Geschlecht zeigt, daß unter den Männern der Anteil der Selbständigen größer ist ab) bei den Frauen:' während von 100 erwerbstätigen Mannerp 28 als Betriebsführer usw. und in freien Berufen tätig waren, waren nur 18-von'100 Frauen in solchen Stellungen. Das Uebergewicht der Männer liegt deutlich bei den leitenden Posten in Landwirtschaft Handel und Gewerbe; dagegen ist der weibliche Anteil bei den freien Berufen höher als der mannliche. Allerdings sind in Amerika in dem Begriff professional Service eine ganze Reihe in Wirklichkeit abhängiger Stellungen enthalten, wie z. B. die Lehrer. Gerade dieser Beruf aber ist in den Vereinigten Staaten ein typischer Frauenberuf; von 10+4 000 Schullehrern waren 1980 854000 (rund 90 v. H.) weiblich. — Auch bei den Unselbständigen zeigen sich deutliche Verschiedenheiten in der Zusammensetzung nach Geschlechtern. Als Angestellte arbeiteten nur 12,8 von 100 Männern, aber 28,0 von 160 . Frauen. Die gelernten Arbeiterberufe sind fast ausschließlich mit Männern besetzt; dagegen arbeitet fast ein Viertel der Frauen als angelernte und 29 unter 100 als ungelernt* Arbeiterinnen. Ungelernte Arbeiterinnen im eigentlichen Sinne allerdings sind von diesen 29 nur 7,6; die Dienstboten werden in der amerikanischen Statistik zu -den ungelernten Arbeitern gezahlt. 21,5 v. H. der Frauen aber arbeiten als Dienstboten. Die Verteilung des Volkseinkommens ist auch für vier große soziale Gruppen berechnet Von dem gesamten ausgezahlten Volkseinkommensbetrage von 63,6 Milliarden Dollar in 1935 entfielen auf: Milliw*« Dollar v. H Lonne und Gehälter 36,1 67,3 Einkommen aus Kapitalbesitz 7,3 13,6 Unternehmerbezüge 8,7 16,2 Renten und Pensionen ' 1,5 . 2,9 (Sehen dem Statistical Abstract for the V. S. wurde hauptsächlich der Band 188 der Annale of the American Aeademp oj Political and Social-Science „The American People" — November 1936 — benutzt ) '» B. Die Wirtschalt ■ Die drei natürlichen Grundlagen der amerikanischen Wirtschaft.und ihrer Entwicklung sind: der große Wirtschaftsraum, der Reichtum an mineralischen Bodenschätzen und die klimatisch und geologisch günstigen Bedingungen der landwirtschaftlichen Produktion. Diese Faktoren werden durch günstige Grundlagen für den zwischenstaatlichen und den internationalen Warenverkehr unterstützt. Trotz der Zusammensetzung aus Bundesstaaten sind die Vereinigten Staaten ein einheitliches Wirtschaf tsg e bi et, in dem der Warenaustausch durch keinerlei Zoll- oder - politische Schranken behindert wird. Dies Gebiet ist ein riesiger' Markt vonx der Größe und Mannigfaltigkeit Europas. Er bleibt zwar an- Mensehen zahl weit hinter Europa zurück, gleicht dies über durch eine höhere durchschnittliche Kaufkraft des. Einzelnen wieder aus. Die Möglichkeit, ohne Rücksicht auf politische Grenzen nach rein ökonomischen Gesichtspunkte«" den günstigsten Standort für industrielle und landwirtschaftliche Unternehmungen zu wählen, ist eine entscheidende Kraft in der Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft gewesen. Die zweite Grundlageder Industrialisierung ist der Reichtum des Bodens an Schätzen aller Art. Die Vereinig- ERSTEIN auC 0 ITmiflge nach allen OruOt^leijyoU ERL 1 N O 96 IIICNINIIIOII IT I AI I I 154 ffia t ■ - w*1'.' 39 I, k . "J. ■i.V.

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