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Jüdische Auswanderung · 1938-07-01 · Juli 1938 · p. Seite 28

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Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1938. Bestand UB Ffm
Issue
Juli 1938
Date
1938-07-01
Page
Seite 28 (sequence 32)
Language
German
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heiße Sommer und kalte Winter. Der Westen kennt keinen Schnee, aber um so mehr Regen. Die Hitze ist nicht übermäßig. ■ \ Seattle hat eine Durchschnittstemperatur von 10,5° C Im Jahr, 4,1* C im Januar, 17,3" C im Juli; 76 klare Tage. 2. Oregon zerfällt gleichfalls in die ozeanische Hälfte westlich des Kaskadengebirges und die trockene Osthälfte. Im Westen sind die Winter durch die warme von Japan kommende Meeresströmung mild, die Jahreszeiten unterscheiden sich nicht nennenswert. Frühling und Herbst fehlen praktisch. Der Regen fallt im Winter, vom September bis Februar/Marx. Gewitter sind selten. Portland (int Westen) hat gelegentlich Eisregen. 3. Californien ist in seinem Klima vorwiegend von den ozeanischen Einflössen abhängig. Die Küste, die durch eine das ganze Jahr andauernde gleichmäßige Temperatur ausgezeichnet ist, ist kühler als des Innere des Landes, das in den südlichen Regionen bis zur Wüstenglut erhitzt ist. Sie hat im Winter starke subtropische Regen, der Sommer ist trocken, so daß künstliche Bewässerung notwendig ist. Das Klima ist erfrischend und belebend, aber im Sommer herrscht infolge der Trockenheit St aubplage, und es herrschen Nacht- und Morgennebel an der Küste. Nach Süden steigt die Temperatur beträchtlich und ebenso die Trockenheit. San Francisco .hat eine Durchschnittstemperatur von 13,4° C im Jahr, 9,9° C im Januar, 14,7° C im Juli Aber durch das Goldene Tor wehen ständig Seewinde landeinwärts, je größer die Hitze, um so starker. So kommt es zu Juni-Temperaturen von 7 C, die warme Kleidung verlangen, während im Dezember die Lilien blühen. Kräftige Sonnenstrahlung bei 167 Idaren Tagen. Los Angeles im Süden hat eine. Durchschnittstemperatur von 16,8° C im Jahr, 12,5° C Im Januar, 21,2° C im Juli; starke Sonnenstrahlung, 179 klare Tage. Fresno im Innern hat eine Durchschnittstemperatur von 17,2* C ha Jahr, 8'C im Januar, 27,8° C im Juli. Starke Sonnenstrahlung bei 231 klaren Tagen. * * i B. Kultur, Verfassung and Verwaltung * / 1. Verfassung und Verwaltung Die Verfassung der Vereinigten Staaten datiert vom Jahre 1787. Sie ist seitdem zwar durch Zusätze (amendments) ergänzt, jedoch nichr entscheidend geändert worden. Bis auf den heutigen Tag beherrschensomit die 1767 aufgestellten Prinzipien das Staatsleben. Grundlage der Verfassung ist die Ausgestaltung der Vereinigten Staaten zu' einem „Bundesstaat". Das bedeutet: Die achtundvierzig nordamerikanischen Einzelstaaten (Ohio, Kentucky, Texas, Massachusetts usw.) bilden in ihrer Gesamtheit einen besonderen staatsrechtlichen Organismus, eben den Bundesstaat. .„Vereinigte Staaten", ohne daß die Existenz jedes Einzelstaates als Staat dadurch berührt wird. Es gibt also in den Vereinigten Staaten eine, zweifache Staatsgewalt: die des Bundes und die seiner Mitglieder. Beide Gewalten werden von der Verfassung ihrem Umfang nach gegeneinander abgegrenzt. Beispielsweise hat der Bundesstaat das Recht, Krieg zu erklären oder Geld zu prägen, während die eini m$* Elektro-Ilerde r«fe llsdvr Kühlsduänkr Waschmaschinen \Vüstlieman gel n besonder« preiswert .Leopold Brandt Berlin-* l.arlottenburg. Mommsenstr. 11 Fernsprecher: 31 59 88 i '£ "■% , ».'»'w ' \t; \;' . \ i ' y .l.K ■ '• \ I 4 i * m ' -A L zelnen Gliedstaaten die Kompetenz besitzen, Gesetze etwa straf- oder familienrechtlichen Inhalts zu erlassen. Neben der Kompetenzverteilung zwischen Bundesstaat und Mitgliedarn enthalt die Verfassung von' 1787 Vorschriften über die Organe des Bundes. Sie geht hierbei von der Anschauung aus, daß Träger der Staatsgewalt daa Volk ist Im Rechtssinne gelten deshalb die Staatsorgane nur als Institutionen, die die dem Volke zustehende Gewalt ausüben. Im einzelnen unterscheidet die Verfassung drei Gruppen von'Staatsorganen: . I. Zur ersten Gruppe gehören die Organe, die die gesetzgebende Gewalt ausüben: der Senat und das Repräsentantenhaus. Beide zusammen bilden den Kongreß, dessen Sitz das Kapitol in Washington ist. Das Repräsentantenhaus wird vom Volk unmittelbar auf 2 Jahre gewühlt. Die Mitglieder des Senats dagegen werden von den Parlamenten der Einzelstaaten auf 6 Jahre entsandt; jeder der 48 Einzelstaaten — unabhängig von seiner Bevölkerungszahl! — wählt 2 Senatoren. : Die Voraussetzungen des aktiven Wahlrechts für das Repräsentantenhaus sind von den Gliedstaaten geregelt; die einschlägigen Vorschriften weichen zwar im einzelnen voneinander ab, doch beruhen fast alle auf dem Grundsatz, daß wahlberechtigt die .über 21 Jahre alten Männer und Frauen sind, die die amerikanische Staatsangehörigkeit besitzen. Wählbar in das Repräsentantenhaus sind dagegen nur die Personen, die ein Alter von wenigstens 25 Jahren erreicht haben und seit sieben Jahren Bürger der Vereinigten Staaten sind. Senstor kann nur werden, wer mindestens '30 Jahre alt ist and seit neun Jährte das amerikanische Bürgerrecht besitzt Senat und Repräsentantenhaus üben die gesetzgebende Gewalt gemeinschaftlich aus. Doch kann jede "der beiden Kammern selbständig Gesetzesvorschläge machen. Zum Zustandekommen eines Gesetzes ist grundsätzlich ein übereinstimmender Beschluß der beiden Häuser erforderlich. IL Neben den Funktionen der gesetzgebenden Körperschaften regelt die Verfassung die Stellung des obersten Regierungsorgans: des Präsidenten, der auf 4 Jahre von Wahlmännern der Einzelstaaten gewählt wird. In welcher Weise das Volk die Wahlmänner wählt, richtet«' sich nach den Verfassungen der Einzelstaaten. ■Der Präsident ist gegenüber dem Kongreß unabhängig. Nur mittels Staatsanklage (fmpeachment) kann er aus seinem Amt entfernt werden — ein Verfahren, das man seit Bestehen der amerikanischen Verfassung lediglich einmal und erfolglos eingeleitet hat. Die machtvolle Position des Präsidenten kommt auch darin zum Ausdruck, daß das Kabinett kein staatsrechtlich selbständiges Organ ist, sondern daß die Kabinettsmitglieder (Staatssekretäre) lediglich die Stellung von Gehilfen de« Präsidenten haben, die von ihm nach Belieben ernannt und entlassen werden können. Eine Verantwortlichkeit der Staatssekretäre gegenüber dem Kongreß besteht nicht Die Kompetenz des Präsidenten umfaßt eine Fülle von Aufgaben und Rechten. So steht ihm der Oberbefehl über Heer und Marine zu; ferner ernennt er die Bundesbeamten; auch kann er Gesetzes Vorschläge im Kongreß einbringen. Verabschiedet das Parlament Gesetze, so werden sie erst wirksam, wenn der Präsident zugestimmt hat Falls Elektrische Kühlschränke, Waschmaschinen, Stpubsauger, Herde u. Kleingerate, Radi o-A p p a r a t e, Gas- und Petroleum-Herde Fachmännische Beratung auf Grund unserer Ober 30 jährigen Erfahrung, günitigtte Bedienung K. BLATT. 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