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Jüdische Auswanderung · 1938-07-01 · Juli 1938 · p. Seite 13

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Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1938. Bestand UB Ffm
Issue
Juli 1938
Date
1938-07-01
Page
Seite 13 (sequence 17)
Language
German
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>>"■' -'■££'..-y. II. Das Land f; A. Di« Naturgegebenheiten 1. Natur «ad Haupteinteilung des Landes c I. Grenzen und Größe '*'■•; Nordamerika wird, obwohl es mit Südamerika durch den Landatreifen Mittelamerika verbunden ist, allgemein als besonderer Erdteil bezeichnet. Seine Große, seine geographische Gestalt und «ein wirtschaftlicher Auf - bau bereohtigan dam. . _ " '. » Nordamerika erstreckt sich vom 24. bis zum 83. Grad nördlicher Breite, und reicht auch ohne die arktische Inselwelt bis zum 72. Breitengrad hinauf. Davon entfällt daa Gebiet zwischen dem 49. Grad und dem 83. Grad auf Canada und Alaska und daa Gebiet zwischen dem 24. Grad und dem 48. Grad auf die Vereinigten Staaten. Der Breitenunterschied ist also ebenso wie die Fläche betrachtlich größer als die Europas. Mit insgesamt 18900000qkm ist Nordamerika nach Asien und Afrika der drittgrößte Erdteil und nahezu dop* pelt so groß wie Europa (9900000 qkm). Die größte nord-südliche Ausdehnung betragt gegen 7500 km, die größte West-östliche (Die Zeitabweichung zwischen New York und erika; ohne eninhalt nach Mexico fort Es ist ein verhältnismäßig junges, gewaltig aufgetürmtes und gefaltetes Massiv, dessen drei parallel verlaufende Züge durch ausgedehnte Hochländer getrennt sind. Die westlichste Kette steigt gleich von der Kaste empor; sie trägt danach ihren Namen Coast Ranges. Ihre höchsten Erhebungen erreichen 8000 m. Landeinwärts schließen sich die Längstäler Oregons und Californiens (Pugetaund, Sacramento, San Joaquin) an. Hinter ihnen baut sich der westliche Hauptzug der Cordilleren auf: im Norden die bis Ober 6000 m Höhe ragen- 'den Seealpen, sudlich daran schließend das Kaskadengebirge und schließlich die Sierra Nevada, das höchste und landschaftlich schönste Gebirge der Vereinigten Staaten, Die östliche Kette, die Rooky Mountains (Felsengebirge), ist durch weite Hochbecken von der westlichen getrennt, vor allem in nordsüdlicher Reihenfolge vom Columbia- Plateau, vom Großen Becken (Great Basin) und dem hochgelegenen Colorado-Plateau. Die wichtigsten Züge der Rocky Mountains sind: Front-, Sawatch-, Saagre de Christo-, Uinta-, Vahsatch-Gebirge. Nach Osten fallen die Rocky Mountains steil in das Präriengebiet ab. Die Breitonausdehnung der Cordilleren ist gewaltig, auf der Höhe von San Francisco erreicht sie 1700 km. Die Flora zeigt vorwiegend Nadelholzwald, in Celifornien immergrüne Hartlaubgewachse. Die Appalachen im Osten Nordamerikas sind bedia Cnrdillnrpri nnd auf Mittelgebirgshfihe abgetragen; im Charakter gleichen sie den nordwesteüropäisehen Gebirgen. Im Norden an der Labrador-Küste reichen sie bis an den Atlantischen Ozean, weiter südlich lassen sie zwischen sich und dem Meer eine fruchtbare Küstenebene. Sie sind aus zwei parallel verlaufenden, von einem breiten Talgebiet getrennten Ketten zusammengesetzt: dem Cumberland-Plateau im Westen und d|m Hauptzug, den Alleghanies, mit dem ihnenöstlich vorgelagerten Piedmont-Hochland. Die Alleghanies steigen in zusammenhängenden Kämmen bis zu 2000 m im Süden empor. Ihre wichtigsten Züge sind hier: Unaka-, Smoky-Mountaina, Black Mountains, Blue Ridge. Im Norden ist das Gebirge häufiger unterbrochen, die wichtigsten Züge sind dort: die Adirondacks, die Green- und die white Mountains. Insgesamt erreichen die Appalachen bei einer Breite von 200 km eine Länge von 2600 km. Im Norden überwiegen die Nadelhölzer, im größten Teil herrscht reich gemischter Laubwald vor, im Süden finden sich subtropische immergrüne Gewächse, wie Kakteen, Agaven, Palmen usw. Zwischen den Gebirgen breitet sich ein riesiges Tafelland, das sich von beiden Seiten zum Flußtal des Mississippi senkt. Oestlich des Mississippis erstrecken sich das Mississippi- und Ohio-Becken, westlich die Prärien* tafel Canadas und dar Vereinigten Staaten, das zu USA. gehört, in Canada~TteoUyb Felix und Melvilie; Der durch die Missiaaippifurcfae markierte Ostteil der nach Süden, zu Mexico gehörig: Niedercaliforruen. Die*- Prärien ist infolge seiner geringen Höhenlage und der aaswichtigsten Inseln sind: die arktische Gruppe, ferner reicher^ Feudrös^ ein nichtige« -^anm^ar^nd» Wiesen! and mit einer Vielzahl von Grasarten und «wer reichen, freilich kurz blähenden Blumenflora; für zusammenhängenden Baumwuchs reichen der kalte Winter und der trockene Sommer nicht ans. Das Prärienland ist zum sehr großen Teil ' durch Umpflügen in Ackerland verwandelt worden, -nicht immer zum Segen des Bodens und der Bewässerungsverhältnisae; der seit der Zerstörung dar Grasnarben ausgetrocknete Boden wird für die Landwirtschaft weiter Gebiete zur Gefahr, wie im Abschnitt aber das Klima (S. 22) ausgeführt ist. . In den nöjieren westlichen ReAonen, dem Gebiet der großen 1 Ebenen, ändert sinh das Jandachaftsbild mit zunehmender Trockenheit: Nor lückenhaft ist dar Boden mit Büschelgras und Staudengewächsen. Dorngestrüpp, Kakteen, Agaven usw. bestanden, bis im Südwesten der Uebefgang in Stepp« und teilweise Wüste erfolgt. Daa Tafelland zwischen den Cordilleren und Appalachen kennzeichnet «ich um so mehr als eine Verknüpfung der beiden Gebiete, als es in dem größten regen 4280 km. . San Francisco beträgt 3V« Stunden!) auf das Gebiet der Vereinigten Staaten von Alaska und die Außenbesitzungen betragt ihr noch 1800 000 qkm. ________ Der Erdteil wird im Norden vom Nördlichen Eismeer, im Osten vom Atlantischen, im Westen vom Pazifischen Ozean begrenzt. Nach Süden verjüngt sich der Kontinent .—und.wird vom Golf von .Mexico auf der Höhe der Landenge von Tehuantepec abgeschlossen Somit hat der größte Teil des Kontinents Meeresgrenzen, insgesamt 75 000 km. „ T Davon entfallen auf die'Vereinigtea Staaten ohne Alaska 22 700 km,-nämlich 11300 km am Atlantischen, 5900 km am Pazifischen'Ozean, 5600 km am Golf von Mexico. Die Gliederung der Küsten ist überwiegend gering. Am Atlantic findet sich als ozeanischer Einschnitt die Hudeon-Bay. Die nordatlantische Küste ist reich gegliedert und weist viele Buchten und natürliche Häfen auf, während die südöstliche Küste wenig zugänglich und hafenarm ist. Das gleiche gilt rar die südöstliche p az if ische Käste, in die aber der Golf von Californien tief einschneidet. Halbinseln derOatseite sind in Canada: Labrador, Neu-Braunschweig uncTNeu-Sphoitland; in den Vereinigten Staaten: Florida. An der Westseite erstrecken sich Alaska, im Osten Neu-Fun dl and und im Westen die Äleuten und Vancouver (Kanada). IL Geographische Gliederung Nordamerika ist bedeutend weniger gegliedert als z. B. die europäisch-asiatische Landmasse. Während diese in der west-östlichen Richtung mehrfach geteilt ist, verlaufen die 'den nordamerikanischen Kontinent gliedernden Gebirgszüge lediglich hl der' nordsüdlichen Richtung. Er läßt sich nach dem natürlichen Aufbau in drei Gebiete aufteilen, die wieder Untergruppen, gleichfalls in der Dreizahl, aufweisen Sowohl die Westseite wie die Ostseite sind von gewaltigen zusammenhängenden Gebirgszügen fast im gesamten Verlauf der Küsten durchzogen. Zwischen ihnen breitet sich ein mächtiges Tafelland vom Eismeer im Norden bis zum Mexikanischen Golf im Süden, das durch keine Gebirgsbarriere unterbrochen ist Das Gebirge im Westen* die Cordilleren, setzt Flußsystem'der Erde, dem Mississippi-Missouri, sieh von'Alaska im äußersten Norden des Erdteils bis tief eine mächtige Verkehrsader in der Nord-Südrichtung und 3,ufi'aüj, zielt'Uh - uti4 ifitQhVMtuH! V ' I . -. \ 13 \ »

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