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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1933-10-01 · Oktober 1933 · p. Seite 1

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1933. Bestand UB Ffm
Issue
Oktober 1933
Date
1933-10-01
Page
Seite 1 (sequence 1)
Language
German
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. - . ,? - . i- ,. , - .#„ ••' •»;■ ■■•;-..:v ' -..V,,....... .,,■/ .•-<:.,.:.': >-..■; i KORRESPONDENZBLATT über Auswanderungs- und Siedlungswesen Herausgegeben roo Hilfsverein der Deutschen Juden \ * Zentralbüro ffir jädische Auiwandfrongianjelf (tnhtiten; . ' ' '.: ' . ■ ' .;t^' . * . Vom Relchswanderungsamt anerkannte gemeinnützige Auskunftsstelle für jüdische Durch Wanderung -und Auswanderung Redigiert von Dr. Mark Wischnitzer und Arthur Gotdschmidt > l . ': . Berlin, Oktober 1933 ' » V ' .----- . \ $ ' /... .';■•„■ ■■■■*T^-—-7r-:-r--r-- ■■■■■;■ ' V" J ,.' •' -. ■■ '.>.■ '•' ■»• ' ' .>'> V .;v ••.U-.^'.mr.jr-.'.-^•-. . ' ./ ■'. .' . '*• . '"• .. . ' «*7i '*'■ ' .• V' :- " :; « VORBEMERKUNG l i '...-'.'■''■..■ - ■. 9*:* ■■- * i ' ' ";■ Im Februar 1933 haben wir ein Korrespondenzblatt Ober Auswanderungs- und Siedl un gewesen herausgegeben, das Aber die Einwanderungsbesümmungm-^erichiedener Linder Orientiert. Das vorliegende neue Koiresj>ondenzblatt soll und kann die einschlägigen Vorschriften nicht wiederholen. *: - Durch Zirkulare, die von uns seit April in kurzer «Folge herausgegeben werden (bisher sind" 5] Zirkulare erschienen), orientieren wir Ober die Lebensverhältnisse, den Arbeitsmarkt, die Bedingungen sur Ausübung akademischer Berufe usw. ' in verschiedenen Ländern. Das neue Korrespondenzblatt bildet 'nur in bestimmter Richtung noch eine Ergänzung. Durch die, inzwischen eingetretene Steigerung der Auswanderung aus Deutschland kommt eine weitere Zahl von Landern als bisher für die Einwanderung in Betracht, über die in dem Korrespondenzblatt vom Februar nicht berichtet wurde. Es erweist sich zur Raponaüsiemng ûjsr, Auswanderung als notwendig, um vor Fohlwanderun'gen und Enttäuschungen zu bewahren, auch' Auf die Einwanderungs-, Aufenthalts- und Arlieits-Bestimmungen ■von Ländern hinzuweisen, die für «ine Einwanderung die erforderlichen Bedingungen, nicht bieten. Andererseits ergibt, sich aus dem Wachsen der Auswanderang- und der Beschränktheit der Aufnahmefähigkeit, die eine Folge der überall herrschenden wirtschaftlichen, De- Eression und der Restriktiônspolitik viel* Staaten ist,- die natürliche TcriMenz, neue Wege und Ziele zu suchen, wie auch isher sich schon' bietende * Möglichkeiten stärker auszunutzen;-" Kontinente, die bisher wenig oder gar nicht aufgesucht wurden, -Kolonien in weiter Ferne treten' in den Bereich der VVanderungsziele. Es. wird in diesem Korrespondenzblatt daher auch u. a. eine Übersicht über die Visagebühreri einer großen 'Anzahl von Ländern gegebenj auf Grund schriftlicher und telephonischer Auskünfte der Konsulate und aus anderen Quellen; entsprechend den gegebenen Informationen' variieren die gemachten Angaben in ihrem Umfang. — Die bei den einseinen x Ländern angeführten Kurse sind Mittel-Kurse nach dem-Stande vom September.- *■• i, ' •" •',,'■ Auf eins muß noch besonders hingewiesen werden : Die Existenzmöglichjceiten, insbesondere in überseeischen Län- , dem, sind, was oft verkannt wird, größtenteils erst im Lande selbst zu schaffen. Die Hilfskomitees Jun in,, verein ter Arbeit ' ihr Bestes, Möglichkeiten zu erforschen und den Einwanderern nach verschiedensten Richtungen hin Vermitüungsdienste zu leisten. Aber die. vorherige Sicherung oder Erlangung von Stellungen und Beschäftigungen, die die ^uswanderungswilligen erwarten, laßt sich bei der großen Zahl in Betracht kommender Bewerber und, nach Art und Praxis bei Vergebung von Stellungen und Beschäftigungen, im allgemeinen nicht durch Vermittlung herbeiführen. Es sind Probleme; die der Einwanderer selbst durch eigene Kraft, Ausdauer und Anpassungsfähigkeit zu bewältigen hat Vongrößter Wichtigkeit, das ist nicht oft genug zu sagen,, sind Sprachkenntnisse und vor allem Kenntnis der Landessprache. V * - * Berufschancen und Placierungsmöglichkeiten, Einreisebestimmuligen,und Visagebühren sind in den einzelnen Ländern einem raschen Wechsel unterworfen, so daß Angaben darüber stets nur mit einem gewissen Vorbehalt zu machen sind. Das Gleiche gilt von gesetzlichen und administrativen Bestimmungen verschiedener Art Die eingehenden Berichte weichen in der - Beurteilung der Sachlage des öfteren' voneinander stark ab. Wir legen aber Wert, darauf, sie als Material zur Oneaiiexung wiederzugeben. _ . - . J <"_' . '■'!■ ' •','v- *» . : , •.. - Es ist noch hervorzuheben, daß sich der Einwanderung und der Arbeitsaufnahme seitens Staatenloser, die aus Deutschland auswandern, besondere1 Schwierigkeiten bzw. Hindernisse entgegenstellen. . './ Die Zusammenarbeit mit den Komitees der einzelnen Linder in der Kmigrantenfürsorge ist von großer Bedeutung. Die Emigrationsgesellschaft H ice m (Hias — lea — Emigdirect) in Paris nimmt eine führende-Stellung durch ihre weitverzweigte Organisation und ihre,dadurch ermöglichte umfassende #Verrnittlungst|tigkeit ein. Wir stehen mit Ihr in eqger. Verbindung und verdanken*ihr eine Anzahl wichtiger Informationen über die Verhältnisse in kontinentalen und ' überseeischen AuswandenmgslAadern. pie Publikationen des Reichswanderungsamte« waren uns bei der Zusammenstellung des Blattes von außerordentlichem''Wert — ' - ' . v - TnTlem nachstehend wiedergegebenen Zirkularschreiben Nr.,14 vom 17. 7. 1933 — die Zirkulare werden an Vertrauensleute und eine Anzahl Organisafionen im Reiche versandt — haben wir die Abgrenzung, der Tätigkeit des Hilfs- >erein.s auf dein Gebiete »der t Auswanderer - Fürsorge klargestellt ......-^jt Es lautet: rtUmwr Zirkular Nr. 7 hat zu der irrtümlichen Auffassung geführt, daß der Hilfsverein der. Deutschen Juden überall im Reiche Stellen errichten wolle,'die die Auswandererberatung betreiben. - j '.t .» .. ( ' '1; >m

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