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Jüdischer Almanach · 1936-01-01 · 5696 (1935-1936) · p. Seite 72

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5696 (1935-1936)
Date
1936-01-01
Page
Seite 72 (sequence 74)
Language
German
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72 Dr. Ernst Mechner sind und keine weiteren Zuschüsse an nationalem Kapital brauchen, so erleben wir eine Widerlegung der Zweifel, die doch mancher in allen Jahren gespürt hat. Kolonisation durch Juden, der Typus des jüdischen Bauern. Rentabilität von gemeinwirtschaftlichen Siedlungsbetrieben, nationalisierter Boden, die neue Arbeits- und Lebensgemeinschaft der Kwuzah — hier ist das alles unbestreitbare Wirklichheit. Wieviel wurde über die Aufforstungstätigkeit des Keren Kajemeth Lejisrael gespöttelt! Ich erinnere mich an die skeptischen Bemerkungen früherer Touristen. Sie haben damals den Wald vor lauter Sehlingen nicht gesehen. Heute würden sie beschämt und erfreut auf der Landstraße nach Nazareth Halt machen, um den Blick auf die bewaldeten Hänge zu genießen, an deren Fuß die Kwuzah Ginegar liegt. Noch nicht ganz klar ist die Frage der intensiven Wirtschaft und ob es möglich sein wird, genügend Bewässerungsmöglichkeiten im Emek zu schaffen. Man sieht an vielen Stellen die mächtigen Bohrmaschinen und die Fachleute glauben fest daran, daß in einigen Jahren das Antliß des Emek wieder völlig verwandelt sein wird, es werden hier statt 7000 Seelen an die 7000 Familien Pla(j haben. An die Stelle des extensiven Getreidebaus, der »f/ac/ia«, die man auf weitgedehnten Feldern mit den großen amerikanischen Maschinen betreibt, wird die Garten- und Gemüse-Kultur treten, die die großen Städte mit ihren Produkten versorgt. Wer Zukunft zu fühlen versteht, wird tief beeindruckt sein von einer Fahrt durch Wadi Chawarith, das jeßt Emek C h e f e r heißt. Man fährt durch meist straßenlose Steppen über kleine Hügel und durch niedrige Mulden, bedeclst von spärlichen Büscheln von Kamelgras. Aber der Boden ist die rote Erde zukünftiger Pardessim, es ist Chamra, der beste Orangenboden der Welt. Dieses große neue Sied- Der Scraper zieht eine neue Straße durch die Steppe

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