Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5698 (1937-1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 102)
- Language
- German
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96 DR. ERVIN ARNSTEIN ///. Die Leistungen der aschkenasischen und sephardischen Kinder. Vorbemerkungen. Die Einteilung der Kinder nach den Gemeinden ist statistisch sehr mangelhaft. Die große Mehrzahl der Prüflinge gehört zu den aschkenasischen (europäischen) Juden. Die übrigen Kinder sind von verschiedenster Abstammung. Es werden z. B. folgende Gemeinden angegeben: jemenitisch, sephardisch, kurdisch, kaukasisch, marokkanisch, adenisch, grusinisch, persisch. Doch ist die Zahl der orientalischen Gemeinden noch größer und meistens ist es für den Lehrer schwer, die richtige Angabe zu machen. Außerdem ist aber die Zahl der nicht aschkenasischen Kinder gering, etwa 12 Prozent, sodaß die einzelnen Gruppen nur sehr spärlich besetjt wären. Aus diesen Gründen haben wir es beim Untersuchen der eventuellen Leistungsunterschiede nur auf eine Zweiteilung ankommen lassen. In Tafel 5 sind die Zahlen der Kinder beider Gruppen angegeben, so wie sie bei der Prüfung im Lauf festgestellt wurden. Aschkenasisch Sephardisch Alle Knaben 1401 (88.9 %) 175 (11.1 %) 1576 (100 °/o) Mädchen 739 (86.9 %) 111 (13.1 °/o) 850 (100 %) Zusammen 2140 (88.2 °/o) 286 (11-8 °/o) 2426 Tafel ä. Die Einteilung der im Lauf geprüften palästinensischen Kinder nach den Gemeinden. Bei der statistischen Bearbeitung wurde folgendes Verfahren angewandt: Für jeden Prüfling und jede Leistung wurde ermittelt, ob sich dieselbe oberhalb oder unterhalb des Durchschnittswertes der betreffenden Alterstufe befindet. Dies ermöglicht das Zusammenfassen von Resultaten verschiedener Altersstufen und das Berechnen von Prozentsägen der Plus- und Minus-Leistungen. Vergleichungen. In der folgenden Tabelle (Tafel 6) sind die Leistungen der aschkenasischen und sephardischen Kinder verglichen. Im Lauf sind die aschkenasischen Kinder beider Geschlechter klar überlegen. Im Sprung dagegen haben die