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Jüdischer Almanach · 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 162

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5691 (1930-1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 162 (sequence 164)
Language
German
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162 Meter hoch) drückt eine uns bekannte Vorstellung aus; mit den Emblemem des Kultus versehen, zeigen sie alle Gestalten oder Episoden, mit denen wir so intim vertraut sind, — sie symbolisieren unsere heiligen Feste, die zwölf Stämme u. a. m. Aber auch in der elliptischen Umrahmung der heiligen Lade ist farbiges Glas gebraucht. Ausserordentlich muss die Wirkung sein, welche die durch dieses Glas durchgehenden Lichtbündel auf dem schwarzen Marmor des Hechais hervorrufen. Vielfach müssen diese Strahlen reflektieren, himmlisch ihr Glanz auf der heiligen Lade, die so kostbaren Inhalt verwahrt! Die Türen des Hechais sind belegt mit blankem Metall. Davor der Vorhang (Parouches), mit einer sinnbildlichen Darstellung des Lebens; eine Flamme — das volle Leben, dann Rauch und Schatten — der plötzliche Abbruch. öffnet sich der Vorhang, dann zeigen sich die heiligen Gesetzesrollen, badend in einem Meer von Licht. Wenn bei Tageslicht die farbigen Glasbilder der Stimmung den Ton geben, sind es am Abend die Kronleuchter, ausgeführt in rotem Kupfer, die den Innenraum mit ihrem reich gespiegelten Licht erhellen Zum Schluss folgen noch einige Anmerkungen über die verschiedenen Hölzer — Koromandelholz bei der Bima, slavonische Eiche bei den Sitzen des Rabbiners, der Tempelvögte und der Wandverkleidung, Purpurholz bei den Sitzreihen der Gemeinde — und Angaben über den Marmor des Flurs und Gewändes..... Dies die Aussagen von drei Künstlern — drei Talenten und Charakteren — über die neue Synagoge. Man wird darin nicht wenige und wesentliche Verschiedenheiten sowohl in bezug auf die Form wie auf den religiösen Geist, aus dem sie hervorgeht, vorfinden. Am interessantesten vielleicht, dass sich auch bei dem „liberalen" Wiener und zwar rein aus der Vertiefung in den Sinn des heiligen Brauches die traditionelle Ordnung ergibt. Wir für unsern Teil stehen mit unserm Glauben auf dem Boden dieser Tradition.

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