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Jüdischer Almanach · 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 106

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5691 (1930-1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 106 (sequence 108)
Language
German
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IRI
…/4919024-4919342--0426-4919450
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106 trugen. Die Postanstalten der verschiedenen Mächte wurden aufgelöst, und von Gaza bis Metullah gab es eine einheitliche Marke, die E. E. F.-Marke, die das Wort Palästina in den drei offiziellen Landessprachen Englisch, Hebräisch, Arabisch aufgedruckt erhielten. Aber auch das war nur eine provisorische Regelung, die im Jahre 1927 durch die endgültige Palästinamarke ersetzt wurde. Diese neuen Palästinamarken sind in einer 14 Stück zählenden Serie herausgegeben worden. Sierepräsentieren Werte zwischen 2 und 200 Müs. Der Text enthält ausser dem Wert nur das Wort Palästina in den drei Landessprachen. Ihre Zeichnungen geben Bilder des Landes wieder, Plätze von Bedeutung für die Bevölkerung, Symbole für alle jene Träumer, die Palästina zu dem gemacht haben, was es jetzt ist, ein Land des Glaubens und der Geschichte, der Tradition, und der Zukunft. Vier verschiedene Bilder schmücken die palästinensischen Marken. Eines stellt das Grab dar, eines der ältesten jüdischen Grabdenkmäler, halbwegs zwischen Jerusalem und Bethlehem, direkt an der Landstrasse gelegen. Die Stammutter Rahel war dem Herzen der jüdischen Frau stets besonders nahe. Andere palästinensische Marken zeigen den Davidturm. Stolz erhebt der Turm sein graues Haupt über die grauen Mauern Jerusalems. Die alte Zitadelle, breit und majestätisch, ist sein Fundament, das bis heute allen Stürmen getrotzt hat. Der Felsendom, die Omarmoschee ist das dritte Bild auf den Palästinamarken. Ein herrlicher Bau, eines der sieben Weltwunder. Dieser Platz ist der heiligste der Welt, „der Thron und das Heiligtum Gottes auf dem Berge". Heute trägt er eines der grössten Heiligtümer der islamischen Welt; einst stand dort unser Tempel, dessen Erinnerung in uns lebendig ist und dessen letzter Rest in der alten grauen Westmauer (Klagemauer genannt) die Jahrhunderte überdauert hat. Im Jordantal, zwischen den Hügeln von Untergaliläa und Gilead, liegt der durchsichtige, blassblaue Tiberias- oder Kinereth-See. Ihn sehen wir auf dem

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