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Jüdischer Almanach · 1926-01-01 · 5686 (1925-1926) · p. Seite 151

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Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5686 (1925-1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 151 (sequence 153)
Language
German
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^faum. Tod war über ihr und die Vernichtung; wie einst d'e Wasser, so schwoll nun das Feuer über die Welt, 'äh spannte sie die Flügel und schwirrte empor, sich ^'ne andere Heimstatt zu suchen als den stürzenden Wald, eine Stätte des Friedens. Sie schwirrte auf und flog über unsere Welt, um Rieden zu finden, aber wohin sie flog, überall waren diese |~'',ze> diese Donner der Menschen, überall Krieg. Ein \jeer von Feuer und Blut überschwemmte wie einstens jjj* Erde, eine Sinlflut war wieder gekommen und hastig "'gelte sie durch unsere Länder, eine Stätte der Rast zu ^spähen und dann aufzusdiweben zum Urvater, ihm das ^'blatt der Verheißung zu bringen. Aber nirgends war pS zu finden in diesen Tagen, immer höher sdiwoll die hit des Verderbens über die Menschheit, immer weiter /öß sich der Brand durch unsere Welt. Nodi hat sie die ast nidit gefunden, noch die Menschheit den Frieden nicht, und eher darf sie nicht heimkehren, nicht ruhen für 9"e Zeit.; .p Keiner hat sie gesehen, die verirrte mystisdie ^aube, die friedensuchende in unseren Tagen, aber dodi ^attert sie über unseren Häuptern, angstlidi und schon ~3e'matt. Mandimal des Nadits nur, wenn man auf- ^ctireekt aus dem Sdilaf, hört man ein Rauschen oben in er Luft, ein hastiges Jagen im Dunkel, verstörten Flug |W rastlose Fludil. Auf ihren Schwingen sdiweben all isere Gedanken, in ihrer Angst wogen all unsere Wünsche, jjrj' die da zwisdien Himmel und Erde zitternd sdiwebt, e verirrte Taube, unser eigenes Schicksal kündet sie 3 n> der ungetreue Bote von einst, an den Urvater der ,enschheit. Und wieder harrt wie vor tausenden Jahren 'ae Well, daß einer die Hand ihr entgegenbreite und enne, es sei genug nun der Prüfung. 139

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