Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5686 (1925-1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 90 (sequence 92)
- Language
- German
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von Athen. Die Sorbonne hat Professor Gide entsandt, die Royal Society Edinburgh den Städtebauer Geddes, die Londoner Royal Society Sir Arlur Shuster, das British Museum den Viscount Ullsweater, und so ging es weiter . . . fünfzig Delegierte, Konsuln, Politiker zogen langsam auf die Tribüne hinauf. Ein neuer Zug erscheint: Weizmann, Lord Allenby, Lord Balfour. Beifall schlägt über den drei Männern zusammen. Der geliebte Führer wird begrüßt — niemals war jede Kritik an Weizmann so verstumm), wie in diesen Tagen, — der verehrte Freund Balfour und der bekehrte Feind Allenby. Jeder weiß, wie sehr Lord Allenby dem zionistischen Werk geschadet hatte, wie er die Zionist Commission bekämpft, die jüdische Legion angefeindet, die hebräische Sprache zurückgedrängt halle, als er Oberkommandant in Palästina war. DaU nun dieser alte Gegner zur Siegesfeier erscheint, das erst bringt den Massen die ganze Größe des Erfolges vor Augen. Sie vergessen, daß auch diese Feier nur eine Versprechung, nicht eine Erfüllung ist. Daß die Universität erst aus einem einzigen Gebäude besteht. Daß rund um die kleinen jüdischen Inseln das arabische Meer brandet. Daß auf einen Juden selbst in Palästina noch immer fast sechs Araber kommen . . . Sie vergessen alles. Überquellend ist die Freude, hemmungs- und rücksichtslos Elwas von jener Stimmung die aus dem Siegeslied der Juden am Roten Meer kling!» zieht durch die Mtissen: „Gotl hat uns geholfen und von unseren Feinden errettet. Er wird uns weiter helfen und wir freuen uns". Neben Viscount Allenby, der offenbar Uber die Zu' sammenhänge zwischen dem Zusammenbruch der arabi' 84