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Jüdisches Gemeindeblatt · 1932-06-09 · 10 (9.6.1932) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1932)
Issue
10 (9.6.1932)
Date
1932-06-09
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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l'child. — 3. Juli, 3onntaa: Luchtressahrt mit Verden und .'öiiimoDcr mich Eystrup. Treffpunkt cm, Hauptbahnhof 7.Ul Uhr. Mojten: 2.20 Mark bei vorheriger Anmeldung bei Rolf Rothschild biszum 1. Juli, soust 3.— Mark. . Völkerballturnier um de» Wanderpreis der Jüdische» Jugend- Vereinigung Bremen. Weitere Fahrten werde» a» de» -Heimabenden bekaumgegebeu. jüdisches Wohlfahrtsamt Sremen. (Nach dem iu der Keneralverfamnilung der Jsraelitifche» Gemeinde ani 13. -l. 32 erstatteten Jahresbericht über das Verwaltungs- . jahr 1031.) Tie sich im Wirtschaftsleben imnier »lehr znjpitzende .(trije wirkte sich in hohem Maße auf die Wirksamkeit des Jüdische» Wohlfahrtsamtes aus und veranlaßte die Leitung, alle Mräftc zu sammeln, um der sich autürmenden Schwierigkeiten Herr zu tveroen. Ju> wesentliche» ist dies durch intensive Zujainmenarbeit sowohl mit de» genieindliche» Wohltätigkeitsver- -einen wie niit der städtischen freie» und öffentlichen Fürsorge gelungen. Hierbei sind drei außerordentliche Zuwendu »gen von der Bremer Nothilfe, von der Sparkasse in Bremen und von Herrn Leo Nenmann besonders hervorznheben, während theor.lisch die fortdauernde Berbindunq »ii. der Spiyenorgä nisatio» der freien Wohlfahrtspflege in Bremen wie mit der jüdischen, der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden (Berlin), von hohem Werte für die Sozialarbeit war. Finanzielle Leistungen ((Gesamtbeträge in abgerundeter Form): Allmonatlich wiederkehrende wirtschaftliche Beihilfen TtKH) 'JUif. Außerordentliche Beihilfen 1000 Mk. Fürsorge für (Geisteskranke.TlK) Mk. Pflegestellen für Waisenkinder. 700 Mk. Tuberkulose-Fürsorge ..400 Mk. sonstige Gefundheitsbeihilsen.200 Mk. Besondere Wirtschaf sbeihilfen an den Feiertagen einschl. Gesaugeueu-Füriorge . 400 Mk. .(tosten der.(tleiderkammer.200 Mk. Bestaitnngs-Beihilf?. 100 Mk Winterhilfe . .,.4IM1 Mk. Mietbeihilfe.soo Mk. Erholungsfürsorge für Ferienkinder.Uliio Mk. Subventionen an gemeinnützige Anstalten der jü dijchen Wohlfahrtspflege ..UM» Mk. 11000 Mk. Tie Bersendung von insgesamt 13 F er i e » k i n d e r n hat K" ') im Berichtsjahre nur dadurch ermöglichen lassen, daß du üsse seitens des Jugendamts und der Heinrich und Lene Neu berger Waisen Stiftung gewährt wurden. Bei sämtlichen Transporten mach Anrich und Norderney) konnte gute Erholung und Gewichtszunahme konstatiert werde». Tie Einrichtung der .(i l e i d e r k a m m e r hat sich recht gut bewährt: vielen Minderbemittelten konnte auf diese Weise ge holfen werden. t \ Auch die vom Israelitischen Frauenverein organisierte Pfnndspende hat zufriedenstellende Resultate gezeitigt: wäh rend in den ersten Monaten »ich Einrichtung nur lO Pakete mv tätlich ausgegeben zu werden lranchle.i. gelang?! jem an jedem erjtc» Tienstag im Monat zirka 30 Pal.'te zur Ausgabe. Tie Leitung de, Br emer Winterhilfe hat im verflos srt.e.r Winterhalbjahr vorbildliche Arbcit gelüstet »nd zur Linde rnng des außerordentlichen Notstands alles getan, was möglich war. An Le bensini t t el ka r t e n, die zu», Gegenwerte von 1.— Mark in allen Bremer (Geschäften einlösbar waren, bezog das Jüdische Wohlfahrtsamt rund 3000 Stück und brachte sie als wirtschaftliche Beihilfe zur Ausgabe. Ebenso gelangte eine große Anzahl der von der Winterhilse ausgegebenen BerbiUi g u n g s k a r t e n für Lebensmittel und Heizmaterial sowie Frei karten für Brot und Fische durch das Jüdische Wohlfahrtsamt zur Perteilung. Neben der (Bewährung materieller ('toben hat das Jüdische Wohlfahrtsamt allen Hilfesuchenden i» seinen täglichen 2 p r e ch st n n d e n mit?>iat »nd Tal zur Teile gesiandem Tank dem Entgegenkommen der Keschäflsleiliingen größerer Firmen Solang es mehrfach, erwerbslosen junge» Leuten Stellung;n ver Haffen. Ebenso wurden die Angelegenheiten vieler Hilfsbedürf tiger bei den Bremer Für)orgebehörden wie bei auslüöis^es >VoK1fsKtt8Sl7Tt Kremen. Wir gebrauchen dringend für unsere KLEIDERKAMMER Herren-Anzüge, »Mäntel, «Stiefel, Unterwäsche, Damenkleidung und anderes mehr Zusendungen erbeten nach Gartenstrafee 6 Auf Wunsch Abholung. Fernr.: Domsheide ,28588 Die Not ist grofjl öenutzt für Hluckwunsch'/ldlöfungen i üas Srirstelegramm dee Iiiü. Wohlfahrtsamts l wärtigen jüdischen Wohlfahrtssiellen durch Intervention' seitens der Leitung des Jüdischen Wohlfahrtsamts größerer Nachdruck verliehen. Auf dem (Gebiete des Tarleh » s k a j j e n w e j e » s ivnrde das Jüdische Wohlsahrisamt im Berichtsjahr iviederholt in An sprnch genommen. Soweit genügend Sicherheiten vorhanden iva re», ist den Wünschen nach Möglichkeit entsprochen worden. An eine Ansdehnnng des Tarlehnskassenwesens ist nicht zu denken. Bei der beträchtlichen Inanspruchnahme der Fursorgelatjgkeit des Jüdischen Wohlfahrtsamts ist es mehr als je notwendig, eine Erschließung n e » e r E i » n a h i» e q »eil e » durchzusuhren Zum Besten der (tinder Ferien.(Ivlonie hatte sich die Indische Jung gruppe um de» Vertrieb von Wo h l f a h r l s B ries m a r k e n lehr verdient gemacht. Es steht z» hossen, daß durch Eiusiihrnng der Wohlfahrt» B r i e s i e 1 e g r a >» in e iveiiere . Erfolge erzielt werden. Tie am Anfang und Schluß des Berichtsjahres nilternommene N o l st a » d s a k t l o » Hai leider den beabsichtig ten Zweck nicht erfüllt. Tennoch gibt das Indische Wohlsahrisamt die Hosfnung aus eine durchgreifende Unierslübnng seiner edlen Bestrebungen nicht auf. W a h r e Wohltätigkeit i si d a s >i e n n; e i ch e n d e r rein e n jüdisch e n A b st a in m n n g. SprechsinnSeii jed.'ii Montag'und Tonnerstag a i. Uhr ui Wohliahrtsbüro ('lauenjiraße 0 7. Fernruf Tönisheide 2 ». Postichecklonio Hamburg.nüos. Bantkonio: Bremer 'Bau.' Um Hilfsbedürftige »nterstüben zu können, bitten wir heimlichst um Zuwendung von Geldipenden auf obiges Post oder Bankkonto. .(tleiderkammer. Unsere Bestände sind derart knapp, daß es unmöglich ist, bei notwendige» Zuteilungen eine genügende Auswahl zu treffen. Die jüdischen Hausfrauen bitte» wir, uns soviel wie inöglich warme Winterkleidung, speziell snr Männer, zur Berfilgnng zu stellen. Fnr jüdische tOeschaflsinhaber, die bei der Inventur Anfnahme Stucke borsinden, die >ick> als entbehrlich erweisen, besteht die Möglichkeit, solche unserer .(tleiderkamnier znzuwenden. Auf Wunsch erfolgt gern Abholung. Durchreisende Bittsteller sind an unsere Abserligungsslelle Kartenstraße 0/7 zu verweisen, wo sie Unterstützung, Freifahrlschei» für die Weiterreise und Anweisung aus Verpflegung erhalten. Man bediene sich jedenfalls der gegen Zahlung des Ablösungsbetrags erhaltenen Wohlfahrlschecks. * Kleinrentnern, Kriegshinterbliebenen usw. sieht ans Antrag Auszahlung von Nenten zu. Das Jüdische Wohlfahrtsamt ist zur Erteilung von Allskünften bereit. Pflegestellentvefen. Es stellt sich immer wieder heraus, daß jüdische .(Inder in nichljüdischen Pflegestelle» nntergebracht sind. Das Wohlfahrtsamt bittet diejenigen Familien, die zur Auf» nähme jüdischer Pflegekinder (gegen Entgelt) bereit und geeignet sind, sich zu melden. Bermächtnissl. Tas Jüdische Wohlfahrtsamt ist djej:nigr (stelle, in der sich die -fest,nie gen eindliche Wahlfahrt-f siege zentralijierl und bi an allrinieistlii m leisten Hot. Dc > um > egeffe u> n niht, sit tru Jüdifck Llrhlfahrtk, nies i» l tz - loilnni P rsi sn ip> zi :ei> iie> i Iüüifche hanüwerkvt in kfremen. Bäcker: B. Kröger, Tslertor Steiniveg 77. 2. Rothschild, Tsterstraße 50 57. Kar liier : B Leviu Mo-es. Pelzer Straße .'ii». Glas e r : B. Löwenthal, i. Fa. I. H»rgemann Nachslg., Wegesende 12 13. . Ni a l e r : A. I. Nennnrk, a. d. Brake Al. Fahr r a d H a n d I u „ g u. R e p a r a t u r: I. Warschauer, Weberslr. 20. I. Lwinicki, Hohetorslr. >053. Musiker: Wilh. Mehrgnt, Rostocker Straße 6. Hanna Mehrgut «.((lavier Unterricht), Heerdeiilor-Steinlveg 34. Klempner: I. Schachtel, Nordstr. 210. j .(t ü r s ch n e r : -c. Sprei, auf Wall 171. Hutmacher: B. Spitzer, Buntentor Steintveg 5!>. N ä h in a s ck> i n e n - H andl u » g : I. Warschauer, 'iOeberftr. 26. 2 childerinaI e r: Alex Lipschih, Ansgarilorstr. 13. Schlachter: Ed. Alexander, Falkenslr. 13. Schloss e r : I. Twinicki, Fahrradhandlnng, Hohetorslr. 40/53. Schneider: >3ae. Bier, Fleetstr. 2!t. W. Ehrlich, Pelzerslr. 20. c. .(lellmaiin, Tchüsselkvrb 17.18. u>. Lnbelsky, Tielivall 7 «jur Tamen und Herren). H. Tiniche, Gerhard Rohlfsslr. 35. Walter Tleinberg, Bischossnadel 12. Hermann Weinstein, Tpielleinestr. 3. Schneiderinnen: Frau B. Spitzer. Tüsternstr. 1. Frau M. Tchlelter. v. d. Steintor 170. Schuhmacher: Jos. Koldstei», Manteuffelstr. 37. 2. Tverdlosf, Münchener Straße 66-70. T a p e; i e r e r : Sally Evhen, Tekoraleur, Roszstr. 25. J^hne 'Gewähr für Vollständigkeit.)

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