Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 4 (1932)
- Issue
- 1 (1.1.1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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^MT tv<^ // ^ff£*r *+a+4&+*. ' unter großer Beteiligung im vorigen Jahre in Berlin slattsinden konnte. Tein Eingreifen des Wcltverbandcs ist cS hauptsächlich zu verdanken, daß die Befürchtungen betreffs der beabsichtigten Kalendcrrcform vorläufig leine Verwirklichung finden, daß der Labbat als heiligstes Erbgut des jüdischen Volkes unangetastet bleibt. X Di« Norag brachte kürzlich mehrmals Vorträge über jüdische Themen. Anfang Tczember sprach Tr. Ernst Heppncr (Hamburg) über „Palästina, eine werdende Welt". Ter Redner verstand cs, die im Heiligen Lande geleistete Aufbauarbeit recht anschaulich darzustcllcn und insbesondere den Anteil des Judentums am Aufblühen der palästinensischen Wirtschaft zu schildern. Der Gemeindebeitrag für das 1. Quartal 1932 ist am 1. Januar fällig. Tcnjenigcn Mitgliedern, die regelmäßig in Monatsraten ihre Beiträge entrichten, ist cs gestattet, Ucbcrweisungcn der Raten bis zum U). jeden Monats vorzuuchmc». Tic Per waltungsarbeit wird dadurch wesentlich vereinfacht, wenn Einzahlungen bzw. Uebcrweisungcu auf Postscheckkonto 808:1 -Hamburg oder zur' Tanatbank oder zur Sparkasse erfolgen. I» einem den neuen Einschätzungen bcigegcbcnen Rundschreiben appellieren Vorstand, Gemcindcrat und Steucrkommission an den Gemein sinn der Mitglieder, von denen, wie bisher, verständnisvolle För ocrung der Gcnicindcarbcit und pünktliche regelmäßige Ucbcrwcifung der Beiträge erwartet wird. Verband der jüdischen ftlcmeinden Schleswig-Holsteins und der Hansestädte. Herr Rechtsanwalt Tr. Victor «Wandsbek» er stattete einen ausführlichen Bericht über die im August vorigen Jahres im Aufträge des gcschäftsführendcn LIpsschnsscs des Ver bandcs unternommene Reise. Uebcrall, wo ei» Aufenthalt zweck dienlich erschien, hat Herr Tb. Victor mit den zuständigen Ge mcindcvorständcn eingehend verhandelt, die Lage besprochen und Wünsche entgegcngcnomnien. Ter allgemein interessierende Bericht erwähnt die Gemeinden Glückstadt, Elmshorn, Itzehoe, Reu Münster, Scgcberg, Bad Bramstedt, Rendsburg, Flensburg, Schleslvig, Kropp und Fricdrichstadt. Das Dezemberheft „Jüdische Wohlfahrtspflege und Zozialpolitik" bringt einen Aufsatz von Tr. Alfred Marcus «Berlin) über „Begriff und Programm eines jüdischen Wirtschaflsinsti tuts". Tic Ausführungen ivollc» eine erweiterte .Kenntnis der wirtschaftlichen Situation der deutschen Jude» vermitteln und bejahen die Frage nach der Notwendigkeit eines jüdischen Wirtschaftsinslituts. — Ucber „Methoden der Judcumission" liefert Helene Hanna Thon (Jerusalem) eingehende Erläuterungen. Tic Judenmisjion arbeitet nach ganz modernen Gesichtspunkten und wendet sich vor allem folgenden Gebieten der Wohlfahrtsärbeit zu:, Krankenpflege, Volksbildung, Säuglings- und Kindersürsorge, Kindergärten, Elementar und höhere Schulen, Verufsansbildnug, Familienhilfe, Spar- und Leihkasse». Taß die Missionare in den jüdischen Armutsviertcln, namentlich bei denen, die auf Almosenempfang eingestellt sind, große Erfolge erzielen, ist glicht verwunderlich. — An kleineren Beiträgen enthält das Heft: einen Bericht zur Wintcrhilfsaktivii, über „Erwerbslose Jugendliche", über „Jüdische Wvblfahrtsärbeit in Breslau"; ferner: „Sozio logie der Juden" und eine Abhandlung „Jur Geschichte der jüdischen Fürsorgetätigkeit in Bremen". Hehmann & Neumann bescherten am li>; Tczcmbcr 2.',0 Kinder der öffentlichen und 70 Kindcp der privaten Fürsorge. Die Kinder wurden an schön gedeckten Tischen, die in der Kantine aufgestellt waren, mit Kuchen und Kakao bewirtet und erhielten Geschenktüten und Spielzeug zugetcilt. Bei Gesang und Unterhaltung blieb die kleine Schar eine Jeitlang zusammen. Außerordentliche Freude löste die Hauptüherraschung ans, als jedem Kind ein Gutschein für ein Paar Schuhe überreicht wurde. Die Leihbibliothek sticht allen Gemeindcangehörigcn unentgeltlich zur Verfügung. Von den bislang nicht im Gcmeindcblatt veröffentlichten Beständen sind noch zu erwähnen: i!s FAKVIIiIEKSCHIJT7 Beachten Sie unsere Leistungen! Bei einem Monatsbeitrag von Mk. 1.— beträgt z. B. bei einem 35jähr. die Versicherungssumme Mk. 463.-;4- 40jähr. „ „ „ Mk. 388.-- 45 jähr. „ „ „ Mk. 321.— 50 jähr. „ Mk.262.— 55 jähr. „ „ „ Mk. 211.— 60 jähr. „ * „ Mk. 168. Diese Summen erhöhen sich durch die Dividenden. Keine Versicherungssteuer l Keine Wartezeit I Keine Nebenkosten! Keine ärztliche Untersuchung! Diese Leistungen werden in voller Höhe durch die Lebensversicherungs-Gesellschaft Phönix (unter Aufsicht des Reichsaufsichtsamtes für Privafversicherung) garantiert. FAMILIEIUSCHUTZ Gemeinnütziger Verein für Hinterbliebenenfüriorge der Mitglieder jüdischer Gemeinden E. V. Berlin s Charlottenbnrg 2, Kantstr. 158 Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums l'.ijs, Jcilschrifi für die «beschichte der Juden iu Teutschlaud, l. Jahrg. Arthur Ruppiu, Topologie der Juden, Bd) II. Tubnow, Geschichte des Ehassidisnms, Bd. II. v «>Ioldschinidi. Ter Babulonische Talmud, Bd. l V. Kasiein, Eine «beschichte der Jude». Theilhaber, Schicksal und Leistung, Juden iu der deutschen Forschung und Technik. >Tas Ausleihen der Bücher geschieht unentgeltlich gegen Ausfullung einer vorgedrncklen Empfangsbescheinigung. Jüdischer Psadsinderbund. Nachdem sich der Bund der Junggruppen und der Jüdische Pfadsinderbund im Verband der Jüdischen Jugendvereine Teutschlands zusannnengejchlosje» haben, nmfaßi der neue Bund ungefähr 7>> Trisgruppen mit über l’«I«hi Mitgliedern: er ist zur J,eii der größte jüdische Jugendbund iu Teutschlaud. Eine bemerkenswerte Anregung veröfseutlicht der Tuisbur ger Fsraelilische Fraueuverei», indem er die Frage answirft: „Wersen Sic Ihre gelesenen Jeitnngen fort? Schicken Sic sic »ns für diejenigen jüdische!« Mitbürger, die jjch kei«> Jcitungs- Abonnement leisten können: hiesige und auswärtige;>eilungen, jüdische nud nichtjüdische, illustrierte Blatter und;',eiischristen. Wir wollöu sie zugleich mit den Lebensmiiiel» verteilen. Es gilt, nicht nur den leiblichen Hunger zu stillen." Wer seiner mo »atlichen Vsundspen^e illustrierte Blätter usw. beifügt, tut damit ein doppelt gutes Werk. Jeniral Annahmestelle beim Haus wart der Snnagoge, Garlenstr. «>. Bremer Bortragsanzcigrr. Svndilns Tr. Vogel am ü. Ja uuar, AI Uhr, Union, über „Wirtschaftsnvt u. Notverordnungen". — Prof. Tr. Schußler «Rostock« am Januar, AI Uhr, großer Saal der Union: „Bismarck als Prophet". Prof. Frobenius «Frankfurt a. M.« am lA Januar, Ai Uhr. Aula des Realgym nasinms, über: „Tie Weltgeschichte von der Eiszeit'bis morgen". — Pros. Tr. Waldmann am l:!. Janüar, AI Uhr, Kunsihalle, über: „Ter Humanismus und die große Bildform", mit Licht bildern. Prof. Tarachand Roy «Labore« am l:i. Januar, AI Uhrz großer Saal der Union: „Ter Freihciiskampf Indiens und England", mit Lichtbildern. Tr. Bruno Jordan am >-">. Ja uuar, Al.I.'i Uhr, in der Aula des Alte» «Gymnasiums über „Goethes Renaissance in Atalicn". - Karten, soweit für Mit glicder nicht frei» in den Buchhandlungen von Halcu«. Schulferien im Schuljahr IM 3:1. Tstcrfericn: Tonncrstag, Lt. März, bis Sonnabend,!i. April. - Psingstserien: Sonn abend, II. Mai, bis Sonntag, 2A Mai. - Soinincrfericn: Sonn-