Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Gemeindeblatt · 1931-06-15 · 12 (15.6.1931) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
3 (1931)
Issue
12 (15.6.1931)
Date
1931-06-15
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
78% known words query
IRI
…/4916913-5966051-5966111--432-4917299
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

heuunhab Tor tfniber iirarntifcba prraiionDorriu mahlte Tvrmt Teint zur tjliroiiimrin-onheii, Der liibtido Asnlveretn eniamite sie >» '.’lmifeiniitiiit ihrer Berdtenste z»r .trprenbaine i'ortrafleahenb in der jüdischen Jugendvereinigung. Am Aiiiiwoct'. > x'\iiui. ueranitaltrt Me ,'uiiieitM'ereiiMiimiit euteu ‘i;i'rtiaivjal’enb. Beginn: piinttath -11.- llltr Thema: '.'iiiterHa A.iltrt. Miiglieder mrb ^reimbe imb liec zlichst eimtel.ibeu Warnung. Bin längerer ^eit publizierte der (£. B. im (‘se meiuJvblatt einen Bericht übet Herr» Liegsrieb Plonski, der, ob nmhl selber .riibe, sich ttirtit geschaim batte, Silben und Judentum r'jsentlich;» schmähen. '.>>»nntebr manbte sich derselbe -Herr an das .Indische Wohlfahrtsamt, rneil er sich in Rot besindet. Wir warne» vor diese,» edlen Mitbürger. Tie Loncino-Gesellschast der freunde des jüdischen Buches, der auch die Israelit (Rtmeitide Bremen als korporatives Mitglied angehbrt, hielt ihre diesjährige Tagung itt ^rauffnrt am Main unter außerordentlich zahlreicher Beieiligztüg interessierter .Streife ab. Tie Soncino vseiellschast b.'zmerft die Förderung und Pflege des schonen und guten indische» Buches nitd die 'Verbreitung von Kenntnissen und die Anregung;» Forschungen über jüdische Buch künde. Um dem jüdischen Buche neue Freunde zu werben, besieh! die Absicht, küustighi» die Tagungen nicht nur in Berlin und Tvranffnrt, sondern auch in andren jüdischen Zen treu z» verau stalte». Es wäre außerotdenilich begruszeuswert, wenn aus Rord westdentichlaub weit mehr als bisher Anschluß au die Soncino Gesellichast gesucht würde. Annahmetage für die Pfundspende des israelitischen Fraurnvereins sind am 29. und :üi. .'uihi. Hanssrauen. die sich der Au nahniestelle» nicht bedienen wollen, können ihre Spenden auch direkt dnrch ihren Mrätner an den Hauswart des jüdischen Ge »teiudehauses. l^irtenstraße abliesern lasse», doch wird gebeleu, obige Annahmetermiue eiitzuhalten und eine» Lieserschein mit In haltsangabe beilegen z» lalien. Ter Israelitische Frauenverein bittet dringend, das kleine Cpfev nicht z» scheuen, und erwartet von jeder jüdische» Hanssran angemessene Beteiligung. Meldet dem jüdischen Arbeitsnachweis ossene Stellen! Feruniniidliche Benachrichtigung unter Domsheike 2S.W. Schriftliche Meldunge» an das .Indische Wohlsahrtsamt, C^kirtcnftraRe (> 7. Tas Judentum für den Frieden! Unter diesem Motto erläßt der Indische Friedensbund einen x'lufvuf an alle jüdische» Männer lind Erahnt zur Zahlnng einer sreiwilligen jiidichsen Friedens Netter vo» l RM jährlich. Tie Bekenner allerandereu Religionen habe» sich z»samme»geschlosse». Laßt niis nicht z»rückslehen und Z»r Bildung eines gemeinsante» Friedensfonds beitragen! Kein Jude darj sich seiner Berpslichtnng entziehen! Adresse für Geldsendungen: Marcus u. Bolkmar, Pojtscheckkonto 4.740 Berlin. Adresse sur Zuschristen: Indischer Friedensbnnd, Berlin-Wilmersdors. Hindenbnrgstraße WO. Rordivestdeutscher Landesverband der Jüdischen Jugendvereine. Zur Sicherung eines tüchtigen FüHrernachwitchses berief der Landesverband eine» Fiihrerschnlnngs Kursus für die beiden Pfingsttage nach Beiden, wo ungesähr 77 junge Menschen aus Tldenbnrg. Wesermunde, Breme», Emden, H»a»»vver, Mrdcu »sw. Z» streng sachlicher .'libeitsgemeinschast z»saini»enlrafen. Iran; Hewnann Bielejeld sprach über „Jvübrertniu", Waller Stranß- Bieleteld berichtete über die Milben Arbeit, Ludwig Markreich- Breme» über die Arbeit der Junggruppe». Siegfried Bacharach- Hannover reserierte über d>is Berhältnis des jungen Juden zu seiner jiidischeu und nicht jüdischen Umgebung. Besondersinteressant gestaltete sich die Wirksamkeit der Arbeitsgemeinschaft „Bereiiisp>nlaiiientarismns". wobei anslelle theoretischer Erörterungen DenKtandiePlundsammiunodesisr.Frauenuerems ein Tdieinreierat gehalten, Zwischenrufe angebracht und aus der lebendigen Praias die Theorie beran»zuicl)älen versucht wurde. — Eurt Friedminn Düsseldors leitete die Arbeitsgemeinschaft: „Die Situation der jungen Inden", während abschließend unter Leitung von Joe Israel Hannover die Berbandsideologie erläutert wnrde. Ter junge Jude soll die Mitarbeit am Wanzen ‘über alles Treu itenTv stellen. Ter äußerst anregend verlaufenes Kursus spornte alle Teilnehmer zu 'rischer Arbeitsleistung in den einzelne» Pereinen an: die Llrbeitsgemeiuschafteu gaben ihnen neues Rüstzeug tnr ihre Wirksamkeit und trugen wesentlich dazu bei, die Arbeils ltendigkeit zu stärken. Ter gute Berlans wäre allerdings schwer lich zu ermöglichen gewesen, wenn nicht die Mitglieder der Sy» agoge» täentejnde Beiden geweileisert hätten, den junge» SMäftcu ihre Gaits>enndscha!t in alttrabitianeller Weise z» beweisen. 2o war die Tagung zugleich ein besonderes Ereignis in der kleinen, einst bliibeitbe» jüdischen Gemeinde, in die liniere Jugend, wen» auch nur sur zwei Tage, neues Lebe» brachte. Gemeindeangehörige, die sich fitt llebevuabine der Bertretung einer bäurischen Hanshaltnngswaren Fabrik interessieren und die Fabrikate in Berbindnug mit- Berkansen für andere Vertretungen absetzeu. können, werden ersucht, sich beim Jüdischen Wohlsahr's amt, Gartetistraße (> 7, zu melden Eine Ta men vielte hat der iiibiiehe Turn und -partnem» feit einigen Wochen ins Leben g rase i. Tie Beteiligung innft eine viel größere werden, weit» der neue Bersnch Tgiter und Bestand Haben soll. Alle Frauen und junge» Mädcl>en der M<v tneiube, die Lust haben, die Turuabenbe regelmäßig iuit.z»i»acl>en, werden gebeten, sich au einem der nächsteu Dienstage, abends Al Uhr, in der Turnhalle des alten Gymnasiums, Eingang Tertianatitrat'ie, einznftnde.i Borsteherbund der jüdischen Gemeinden Rordwestdeutschlands. Ter Aorddentjche Ll.'ud gibt bekam:, daß i.tj.'lg. vera >o.rter Tide die Absalir. des Taiiipsers „Eol»»tbn-s" irirt ‘ wü ags, souderit schon v.'rmittags gegen 1 o , Uhr erfolg, .i maß. nie Absicht, den Teilnehmern der Boestehertagnag die Bejich.ign.ig Z» ermögliche», wird daher kaum au.Mührbar sein. Aas jeden Fall salire» die Teilnehmer bis Zur Station BremerHaveit,, Evliinibn-skaje durch, »in bei der Absalir! des Riesenschisfes, die unter allen Umständea sehenswert i.t, zugcgöa ,z>* sein. Im aalt die Besichtigung ausfällt, begiuni' die Tagnug um ll Uhr in der „Ltadihalle" z» Bremerhaven und wird uachuattags ll>- Uhr.fortgeseyt. 3n Wilhelmshaven verstarb der langjährige Borstehcr der Lynagogeu - Gemeinde Wilhelmshaven - Riistringen, Herr Leo- Bein. Ein tückisches Leiden entriß ihn seiner stamilte und seiner Gemeinde im.'>1. Lebensjahre. Der Berstorbeue bezeigte stet» regstes .Ittleresse für alle Angelegeuheiten des jüdischen L:be,t>? iiiid beteiligte sich, soweit sein äugegrisseuer Gesundheitszusland es ihin erlaubte, wiederhvld au den Tagungen des Borsteher butides jüdischer Gemeinden Rordwestdeutschlands. Juleyt trat er auf der Emdeuer Tagnug mit einer wertvollen Aureguug Hervor, die die Drganisieruug einer gemeiudlichen Alterrsürsorge z»»t Ziehe Hatte. Bad Kiiiingen. Ter Bereit! zur Hebung des jüdischen Fremdenverkehrs in Bad Kissingen teilt mit, daß die Ft?o>iiteii,z des Badeortes an jüdiscl-en Kurgästen in den letztea Jahren >el>r zurtidgegangeu ist. Die jüdiscl)en Betvohuer Bad Kissinge ts betrachten diese Entwicklung mit großer Besorgnis: tverdeu sie doch dadurch so weitgehend geschädigt, daß man von einer Rotläge der Kijjinger jiidijrlte» Bevölkernng sprechen muß. Der jiidisci>ö Jreindenverkehrsvernn bittet dringend darum, daß die jüdischen iülanbensgenosseu wieder in so reichlicl-em Maße wie sriilier Kissingen besuclteu. Antisemitistnus tritt in Kissingeu kaum in Erscl>einung. Jeder Jude, der Kissingeu besucht, findet dort volikoutmene. Ruhe und Erholniig, zumal die leitenden Stellen des Badeortes in loyalster Weise für daS Wohlbehagen jeden Kurgastes besorgt sind. Gemeinnützige jüdische Eheanbahnungsstelle „EA.", Frankfurt a. M. Um ihre Arbeit wirksamer erfüllen zu können, hak Sie G.'tneinnülnge lüdische Eheanbahiinngsstelle „EA." beschlossen, Zweigstellen in größeren Städten $tf errichten. Diesbezügliche Berhandlungen sind bereits n. a. mit der Schwesternvereinigung der Henry Jones-Loge in -Hamburg angckniipft. Damen und Herren, welche die Gemeinnützige indische Eheanbahuunasstelle „EA." in Anspruch zu nehmen beabsichtigen, wollen ihre Anmeldungen jedoch ausschlidßlich nach Frankfurt a. M., Eschersheimer Landstraße 29, l., gelangen lassen. Der Jüdische Frauenbund von Deutschland, dem W Crt*- jirnppen und 450 jüdische Frauenvereine angeschlossen sind, ruft jeine Mitglieder;u einer Hilfsaktion für „Jüdische Kindernol in Thüringen" ans. In einigen kleinen Drte» Thüringens, besonders in Altenbnrg, herrscht größtes Elend. Der Jüdische Fräueubund hat sich stark gemacht, HO der elendesten Kinder für -mehrere Monate kostenlos oder z» ganz geringen Pslegesähen in jüdischen Heime» nnterznbringen und haAe mit einem diesbezüg licheu z'lttfruf guten Erfolg. Um die Mitidestsnmme, die für seine Aktion »ölig ist, z» erreichen, wendet sich der Jüdische Frauenbund i(tit der Bitte um Geldspenden über seinen Mitglidderkreis hinaus au alle, die sich initverantwortlich fühlen, dieser besonderen jüdi scheu Kindernol abznhelfen. (Postscheckkonto Berlin: % S02, Ii't discher Fratienbnnd.f Das Heim des Jüdischen Frauenbundes in W y k auf Föhr ist i» vollem Sommerbetrieb. lieber 70 Kinder und Jugendliche, die eine Kur dort benötigen, bevölkern die beiben Häuser, genießen das Strand und Badeleben, die gute Pflege »nd das betont jüdische Leben im Heim. Für die Sommer monate stehen nur noch wenige Plätze;ttr Verfügung, doch wird schon jetzt auf die nach nnserer Erfahrung besonders wirksamen Herbst und Winterknren hingewiesen, für die baldige Anmeldun gen (an die Geschäftsstelle des Jitdi'chen Franenbnndesf erbeten werde». Eine besonders schvtße Olepflogenheit ist unter den Mil gliedern des Jüdischen Frauetlbnndes seit Jahren durch die Per ewigle Henriette May eiugesührt: jede Fra», die sich ditrch eine Reise Ansspannnng und Freude ermöglichen kann, führt an den Jüdische» Frauenbund eine „:K c i fe ft e» e v" ab. Der ans diesen Beiträgen gebildete Fonds ist für Erholungsreisen für Frauen - besonders ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in jüdisch-sozialer Ae beit bestimmt, die ans eigenen Mitteln nicht mehr reisen können, z'lnträge an den Reiseslenerfonds werden ganz diskret behandelt. Rur die Berwalterin des Fonds »»d die Bundesvorsitzende Rehme» davon Kenntnis. Wir möchten gerade z» Beginn des Sommers ans diesen Fonds des Jiidi'che» Franenbitndes Hinweisen, damit ihm Spenden ans allen Olegenden Deutschlands znfließe». (Anträge für den Fonds sind z» richten an Frau Jda Cobleuz in Düsseldorf, Herderslraße -A4J Spenden, von denen ein Prozentsatz für Erholnngssürsvrge im Wuppertal bleibt, sind mit dem Vermerk: ..Für den Reisestenersonds des Jüdischen FranenbitttdeS" an Fra» Emmy Mendels, Elberfeld, Plalanenslraße 7, z>t richten.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.