Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1930)
- Issue
- 16 (3.9.1930)
- Date
- 1930-09-03
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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i'i»!jiCi:i: I> i'nuubew] viinuicfi’ltc sodann H^e, ^Jidc und C ijMiitiar.vMi b»i üüiumu idjabbu*. tir fnt)ttc it. a. an*: Jie ^viU'.ul):.nid o.v iKiiiih'it rtiulietaii* m« jetue» idifliujen, ethiseheu iir; ’u;u;in ,’ln mtiliumeu iji eine i'iiuuDtuiDeiiiini Des jtuatt! -\.i bie ,\iineti nimmt De* 'abbat Die tateiiuuirtK .i.-imiumt .mb '»inlitmmi allei niuj;en iuovbcii'ii Hur Hfine. umbe bii 'nenn: bei Vd'Cii-biiiii'll jetue* aalet»*, Die ieele -me.- b;bi:.'!.>.;m.. ,.n linjeiei;)eu aber iji Dev 'abbat in li.u'i mintenj bebinli:, i-Deni |nbtirt-en Menschen tnirD e* schwer kutuu't, „Mit i.ibbn;\b;e biene;u wahren. Eigreisend i>l da* L>..'.el,..t abbattienen Huben inijeier;Jeit, Dm eine nnsicht >>. A'i'.i.b: -»tieeDei;u l.tniii tiai]bateu L psern für jemeu i etu; i'be. zu Denen ir lUie-iOumt ju’inflt. a teje il.artn ijt a-a:- .i.urbm.uui.b inntjibajtiirt) .iujialer '.'iatnr. £u mußte eine v i.taittt.itiuu iteMiajfen werben. Die alle jjbbatbejal)euÖeu Mmtte i.u ben duiueliitampi vereinige» foll. Üs entstand Die bui.b:, .me alliuDtjdie, gar organisierte tliettnngsaltion ein;» u;:v;u bl».- bieder irilenutui* tieiaii* ijt Der 'bbeltuerbanb pn fanbutia ü», nt:; jemem abjulutcn nberparteilichen Eharatter -;.:iuuD-u, nnb;n Dem iienaiinten inerte iji dieser Tabbat ieeitiumiui; embemjen warben. Ter Mungrei; wird »bei ver .. i-beue U'uijibniiinl'e Proiekte uiiD ’^lane der Vlbtplj« beraten .mb ein'»rertienb^ l;eirtilnj|e jaj|en. T er Weltverband für Tab .'.uirtinv joll b;e Toiidai i|iernng der oiesaiiitjitdenheit mit dein £.;ebn: bewirlen. '.’lnjprnrtje nun Legalioitsrat Professor Tobertiheiiii. Tie rtiewe der Begrnßnugsansprartieu eropnete Herr rietia!wn.-ra: 'l-iei-nei et. .bi Tuber »heim. Irr snhrte au«: ib le rtieirtc. uiiieuniij nnb bie preußische Ttaaisregiernng Ii.tb.n wir ben diieuuelleu An st rag erteilt, dein Munjuej; De« P-i.'-iMbunbe* tut ben Tabbat|chnh anläßlich seiner Tagung in -.1 ü-uli-.-iianp-itabt ihre onnj;e;u nberbringen. bei Berband, t nnbi ni.iieueUe jjinede neriulgi, juuDern im Tiensle der b nubiulunini eine« bullen leligiusen i'ieiepe* siehi, neremigi nirtii .im b'.Uniiei bei |ubi|rt)en rHeligton i i n l e r e Ba t e r l a 11 d e *, jun in .ijiu.it ii.li au.li »bei weile Teile der linde. Tie lieber >ti.i iii.t. bai; nie 0 iiiieinin.i eine« gebeiligien Ruhetage* eine su ■,:.ne '.'lUiiuenbi.ileit in, i|i Inngsi .'lllgenieingni, wie da» die tüe!>ng.b»ng aller Bollei bewerp. Tie Reichsregieruug und die pi-ngintie Ttaat-.-iegieinng haben ihr Berstandni* lind ihre T tnnpatliie i»r obre ideale.r'lrben stetebewiesen, indens sie die ei'.mmm.uiut.u bei T-eriaiiniig in weiiher;iger 'ibeije gehandhabi nnb im be|unbeien bafuv gearbeitet Ijabeii, dag auf. Die heran m. iiinenbe ..innnb bei bei r-eubartiinnii be-ö Tabbai« in weitem .Hing. :'{u.fiietii .Vnuiuuien wird. Tie begrugi e-r lebhasi, das-, in b.ig.ing in Berlin siaiisinbei und wnnjrtii ahnen einen er 'miieiiinben '^eilanj ah rer T-eialnng. ^egriii,ii»gen der grogen Lterbände der Welt^udenheil. veu a-tine« »''>ulb|ilnnibi spriihl tut '.Hamen De* 'T-ursianbeb •'vf ,aib!|il!ui i'ienieiube;n Berlin nnb de» brengisihen VauDe-> n. ib.iube-:- >nbis.hei .•inbbmei Tr. '.l'ieiei vilbe-.-heiiner nbeniiineli bie oiriige der iliaetmirtien Tiinagugengenieinbe .'Ibas; ifruel zn 'IVrlin, de« ,'ieiinihbeu Vaube-.-neibanbe:- gesehe«>reiier Twiagugengeineinben nnb de-.- il-uuDe-.- iie|ene»iienei inbisiher l'iemeiuben Tenisthiand«, mn va.bersiabi. :Kabbinei b v. Unna Mannheim befeitnt jiil) naiuen-j De* tra bi:iuii.ll iieiene-.-uenen :K.ibbmeineibanbe«, be» Cbemale« der ä meinen m '^abeu, be-:- hesjisrhen i'u-meinbeueibaiiDe* und an -. n . inbbeaijibei snbisrtier T rganisaiiunen;n den t>',r»ndlage!i .me dem i'l'.bei!«nrngianuu de« Tihumre Tihabbu« 'T-erbande*. Te.-glenben rtiabbinei Tr .'Iik-ImiIut jnv'beu uvtbubui.en :Knb mnerneibaiib^ v .liabbinei Tr Mar Tr-iener Berlin sprirt» »amen» de* su *,!at. ii :’ln*tiluijie-. be* alhinneineli Denifilieu :)iabbinevuevbani\e* nnb im ben.liberalen rtiabniiiernerbanb. ' :>inbbmer. Meir T-erlin. mit einer grugen Cnatiun eniman a. u, bunnsii m hebinijibei i'lnshrartie ben biungres; namen* der '.■nniiiinbeu ibiecunne, bei;iunijiijilien a-uDevaiiu» Mi*rartii nnb - 'inaab Ve'nnu in aernsaleni. >erb :>iuienlieim ,'yvanfhut a. M., J.;iajibeiii bei .'Ignba*/ .'.nruei -Tr-eUuraaniiaiien, iprirtii, ebensall* jinrinisih applaudiert, me t-Un.lwnn'we seine* T-eibanbe*;»r l^riinbnng einer spezielle» i. tbbn: Tilmnuiganisa'.iunen an«, ibr sieh! in diesem M-eibanbe;-.e namiaertebene WnunDiaiie snr Die n>>esamiurganisaiiun de* liiDi'ebei: 'b-uile* im iieiibeii be* Tabba! al* seine* b'eitfierne*. Oinei :>iabbi Tr. vernug au* JuWiu larlautf) Hali iiuuiueljv 'ein rtieieia; aber ..: er Tabbal al* heiligende birasi in asrael". tri inll; beu Tabba: al* kleinen! ,ber Vebcn*freilDe dar und de» .-i ii.iit’f im: lim ne* beu Manu'f der lienügen '.hiensrtiheil um die ienieu t'ieiie tfue* geiing muialiirtien Tem*. Tr. Paul Tnl; beiger. il!i;epre.iiben: de* i!«eltueibaiibe* der Trtwnrre Teliabbu* ii. il: fein iUeieiai »bei . Tabbai und 'bririsrtiasi". Ter :>ied»er en:e nn*e:nanDei. wie man n'ixii.iiaftli.il Dem Trtwmre Trtiabbu* betieu laiin. Ta* T.bli^iwr'ii ball 'Tberrabbiner Tr.- ar'ses (Tarlebarti m« bl.iuna vr beeeirtme: ben Tabbai al* da* ginge „srtiaar!>anii«rarti", btiuli ba* die ii>eiainljndenlieil den 'Trieg;nriiefiindel;nni Tempel be* uitDeinmu*, der nun den Prupheten gelneinl .i*i al* bei Tempel bei Meni'iblieii. eUefctate über Ataleuberrcfotm. — Nachms aus Luticu Wolf. Mi: grugei Tpaniiiing angehur: werben „Neteraie;m Ma .enbeiiefuiiu'': \ ’ Rabbiner Tr. Rusenlhal.flnln ruck! in den Miilelpnukl seiner Tarlegmige» die religiöse Bedeniung de* stabilen Labbat Tage*: ,,','lm Tabbat rnhreti, heißt am Wnitlitbeit .rühren". Ta* haben Irhristeniittu »»d uslam eriniesen, die die Ausgabe der guitlirt-en Ei»ein;igkeii synibulisieri habe» dnrrtt die Ausgabe de* Tabbat. ,.u der '.Witte zwischen den sveierlagen von ujlai» nnb Irhristenliim hat der Tabbat seinen Crt gesundet: al* Mit trlpiinf: religiösen Leben* und geistiger .tinllnr. ohn;» er halten ist Ausgabe der 'uibcit. Ta* Muneferal halt Rabbiner Tr. Leinenstein Zürich, zu gleich al* Nerireter de* „viileriialiunalen siidisilieii Rumitee* be tressend .ttalenderrejorm". Wahrend diese* Referate* Halle den .Kongreß Rarttrirt,: bum Ableben Lttcien Wulf* erreirtit. Tpuiiian erhoben sich alle An wesenden. Tr. T. Lewensteiu gedarttte de* großen Tohne* und begeisierien Burkampser* non Mlal xiIsrael, irr würdigte l'ticieu Wulf* Perdieuste um den Mampf für Tabbat und gegen Mn leuDctrvfurm nnd sein lebte* große* Berdieust um die jiidijrtie Lehre, seine hernorragende Milwirkting bei der Besreinng der Minsker Rabbonim non Hast »nd schwerem Perdartst. Tie Rart> rirtst vom Ableben Lneien Wols* hat in allen.Mreifen De* Man giesse* tiefe Trauer ansgelösl. u» der 'Tpgtabendsihnng referierte Tladlrat Morein Bnda .pesl über „Tonntag*rnhe, Mircheu »nd Tozialpolitif". Lucien Wolf gestorben. Ein begabt«; Historiker und Publizist, ein leidenschaftlicher und erfolgreicher Miimpfer für jüdische ttleichberechtignng und jüdische Interessen. London. <oTA.) Am Tonttabend, den »:i. Anglist, abend* ist Herr Lucien Wols im Alter non 7:1 fahren in London ver siorben) Lucien Wolf* Raine war iibeiall, wo uiiDen leben, be tanitt, er hate aber auch in der inlernalionalen polilisrtten Welt einen guten Mlang. Lucien Wolf wurde IH.Ti in London geboren. Tihun sehr früh widmete er fiel) der jüdischen Pnbli;ii>it und jüdisrtien gesrtii»chtlichen Ttndie». Er erwarb fiel) auf diesen We bieten einen geartttelen Rainen. Tpater wandte er fiel) der ak tiueu Politik im Tiensle der jüdisrtien viileressen;:: und wurde ein leidensrtiaslliiher Mäuipser für jitdisrtie lüleirtiberertitignng in allen Landern. Teil Pestehen de* Pölterbunde* hak Herr Lucien Wolf da* Trtiwergewirt» seiner Taligkeil ans Wettf verlegt. Tie von Lucien Wolf im Rainen de* ,u'inl iroreign Eummillee den. uewish Board os Tepnlie* und der Angln .u'wijh Association regelmäßig vorgelegien Berirt>Ie über die Lage der ottden in den nersihiedenen Landern gaben einen Einblick in die itnermüdlirtte Tätigkeit diese* Manne* im Tiensle de* 'utbetttnm*. Bun IST! bi* 1S!W war er Redattenr der Leitung „,u'wish World", l^'.t.', veröfsenllirtile er eine grußangelegle Menugraphte über Muse* Montesiore,;»sa»imeii mit ,eoses 0>aeub versaßle er eine Bibliographie der lüesrhichle der Hilden in England. Tem Hils*verein der Tentsrtten ,1»beu war er ein treuer freund. ,f» den lehten Zähren seine* Leben* war er fast vollständig erblindet. Was eine junge Emigrantin wünscht. Mitgeteilt von Tr. Rosen ak. Rarh den, Mliege. Tie große Wanderbewegniig der U>t glürtlirtien der Erde hat wieder eingeseht. Anrt) Miitlerrtien Rußland laßt die nnglürtlirtien Tpser zaristisiher Pogrönie in ninaden ziehen. Tie Trtirecken der Blntherrsrttast sind ihnen in* srleisrh gebrannl, den Trtilas ihrer Rärt»e trüben, niiaii*löslhbar, Bilder de* iÄranen*. Tert>*köpsig tuinnil eine Ha milk nach Bremen: Batet, Mutter, C-lroßmtitter und drei Minder. Ta* gütigste, lljährig, ein zarte*, lieblirtte* Madrtien, mit Haaren so schwarz wie die Rart» und mit Augen so blau wie Der „'uiui Himmel, aber mit einet schmerzenden Wunde im Hl ei sch .'. . Bugromierende Mn jäten haben Das arme MinD angeschussen, der Tchns; ging in* Bei», die sgiwarende Wunde ward znm Bazillenherd ... Ta* arme Mind geht einher mit Muudien Titberknlose. \ Tie Hamilie reift über da* große Wasser. Rart) ein paar Tage» die Hreiheit^statne. Tie Hamilie paßiert die Aerzte nnd Einwanderiing-btummissare. Tie alle werden eingelassen, ziisam men mit hunderten altderer Leidensgefährten, die öenjelben '>r-eg hatten. Rur da* Mind'steht hinter dem Olittcv nun Ein* H*lanb nnd meint, wehmütig blickt e* den Eltern »nd (R-scltwistern nart>, die da* neue Land versrtilnckt. lind znjanimen »til der alten igrußmntter, die e* znrürtbringt. kummt es wieder nart) Bremen. Ter Hilssverein der Deiitscheu Hilden in Meinen registriert in seine Bürtier: . I. August l!EL. .Mind .1'., ll siahre alt, geboren in Rußland, non Amerika ^iriietgemiickt. Wahrend fiel) die (fitem vergeblich mit Arbeit bemühen, be iiiüht iirt) da* .Mind und bemühen wir nn* vergeblirti um -Heiluug. Rach fünf Hahren fahrt die Elrußmittter wieder zurück nach Amerika. Wenn sie ihr Haupt zur Rulie legt, die alte herzkranke Hra», nturtite fie bei ihrem Tohne sein, der ihr Tohn nt, anrti wenn er keine Arbeit hat, und der seit fünf Ha breit aitf seine Minier uiiD feilt Mind wartet. Endlich entscliließt sich der Hilssverein, einen ernsthasten operativen Eingriss martie» zu lassen/ Er gelingt. Wieder vergehen N« Hahre. Aber die