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Jüdisches Gemeindeblatt · 1930-09-03 · 16 (3.9.1930) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
2 (1930)
Issue
16 (3.9.1930)
Date
1930-09-03
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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JÜDISCHES GEMEINDEBLATT MITTEILUNGSBLATT DER ISRAELITISCHEN GEMEINDE AMTLICHES ORGAN DER GEMEINDEVERWALTUNG Das Jüdische Gemeindeblatt wird den Mitgliedern der Israelitischen Gemeinde Bremen unentgeltlich zugestellt Nachdruck nur mit Quellenangabe und mll Genehmigung des Verfassers gestaltet Verladeort Hassel \ BREMEN Verantworflidt für den lokalen Teil: M. Markreich Nr. 16 Bremen, den 3. September 1930 2. Jahrgang Renovierung -er ^üüischen Volksschule in Emöen. Zn einer itmnuiiitfV>oolloirlLk'ilwk'i hatte» ii.t am » '.'liniiji Dchnlvorstand und Öcmciiibc»ominitiiiifl, die Vcljvcv und Miiibcv nMb der Ifitcvnbcivcit der jüdische» Bolksschttle ziisainnrengesiin den. Es fiii11, die durch äußeren Umbau und innere Arisgeslal tnng ne» in Dtand gesevien Dchnlrünine wieder ihrer Beslini »inng;n übergeben. Nach einem wundervoll vorgelragenern Ma tanivu und einem eigens für diese freier verfaßten Borspruch vorgei ragen von einer Dchülerin der erslen .»lasse — nahm Herr Dchnlvorsieher V v » i s W o l f f das Wort zu seiner Festrede Meine sehr geehrten Damen und Herren, liede .minder! irren bin beivegten Herzens begriiße ich Die. ach begrüße insbesondere unseren vrrehricn Herrn ^andrabbiner, die Berlreler der (>>e nieindeverwaltnng, die Berlreler des Elternbeirats und Die ane, meine, Tarnen und Herren, die Die zu dieser Weiheslnnde ge kommen sind. Als vor etwa vier Wochen die Dommerferien begannen, da ahme wohl niemand von Euch, liebe minder, daß nach Dchlnß dieser Denen Eure Dchulränriie so schön und so modern ein gerichtet seien. Und wenn wir am heutigen Tage mit Euch hier versammelt sind, nm eine Dchnleknweihungsfeier zu begehen, so ist es unsere Pflicht, der Bergnngenheil einige kurze Worte des bledenkend s» ividmen. Es gehört;»tN Wesen des denkende» lind fühlende» Menschen, daß er auch;n de» leblosen Tinge» seiner Umgebung oft in ein recht inniges Perhälinis tritt, ein Perhältnis, das sich ans Erlebnis und Erinnerung gründet. Ta kan» das Ting selbst sein wie es will, nnbedentend und häßlich, es wird groß und schön dnrKl das, was sich in der Erinnerung mit ihm verknüpft. Und da möchte ich nun in dieser feierlichen Dlnnde, bevor wir alles wieder der eigentliche» Bestimmung übergeben, eine Pslichi der Tankbarkeil »nd Anhänglichkeit erfüllen durch leinen kurze» Rückblick auf die (beschichte dieses Hauses und ans das, was wir blnles in ihm erlebt, xfm aahre IS'.U verfügie die Regierung, daß in den Dchulrünine» der jüdischen Dchnle der Unterricht nicht weiter erteilt werden dürfte? Tie Räume seien nicht mehr zeitgemäß, das »Inventar zu entferne». Man schuf daranshi» ans drei Rän men im Erdgeschvß zwei Helle lustige Dchnlränme, »nd oben, wo bisher nur Bodenräume waren, wurde eine »lasse für den Re ligionsnnterricht eingebaut. Deitdem sind nun säst vier Dahr zehnte vergangen, der Zahn der Zeit nagle an dem ,'inveiilar, »nd was vor beinahe vierzig wahren geschehen, es geschah auch jetzt wieder. Ter Bertreter der Regierung, der Herr Dchnlrai, bezeichnete unsere Danile als vollkommen »»modern und nicht mehr der Zeit entsprechend, und es war daher Pflicht »nd Dänil digkeit der Dchnlverwaltnng. sich nun allen Ernstes mit der Drage der Dnsiandjehnng der Dchnle zu bejchästigen. Meine Tarnen und Herren! Mich beseelt in dieser Dlnnde eine große Tankbarkeit gegen b'wti, daß ich ans dieser alten ehrwürdigen Dchnle hervor^egangen bin, »nd heule von dem Peruaner, der (Gemeinde getragen als Dchnlvvrsieher in dieser osfiziellen Eigen schast zu Dhnen spreche» darf. Tie Zeit, wo wir als A B E Dchühen durch das große Tor da draußen geschritten sind, wo wir dicht geschart ans den Dchnlbänken, die jept entfernt sind, gesessen haben, in längst vorüber, und so folgte in den fast vier. Aalir zehnten bleschlecht ans bleschlechi. An allen Hai die Dchnle »n ermiidlich ihre Pflicht getan, sie hat sie »nierrichiei und erzogen, damit sie im Veben ihren Plag anssüllen können. Die Hai diese Pslicht ersnllt in ruhiger stetiger Arbeit, darum haben wir das Recht, von einer schönen Bergangenhrii der Dchnle zu sprechen, darum haben wir das Recht, siolz zu sei» ar'lf ihre beschichte und die jungen Männer, die in den vergangene» vier aal>r;el,»len hier geivirkl und in dieser Z,eit an der Dpipe der Dtlmlvein'.il tnng gestanden haben, Dch nenne zunächst de» versioibeue» Vand rabbsner Tr. Vöb s. A.: ich nenne ferner meinen verstorbenen Boi gänger Aakob Pels s. A., der säst fünf aaln zehnte D»bnlvoiiiel>e> gewesen in, und stets mit einem warmen Herzen und ansrUbiiger Viel»' für die Interessen der jüdischen Bollsschnle eingeiieien in ach irenne ferner die Herren Hanpllehrer Delig und deiner Api, die beide über vier »nilirzehnte segensreich gewillt und bieneraiio ne» für das ^eben vorbereitet haben. Wenn wir »och einmal im b>eii'i diese Z,ei> dirrrlrivandern, so können wir frohen Herzens znrnäblirkeii ans die Diane, ivo ivir so viele »»ihre in biliuf, Dorglosigleit und Drob»»» verbrarin haben. Und nun möchte ich noch kurz dem Manne einige Wone des Abschieds ividmen, der jalnzelniielang Dänilvorslandsiniiglied gewesen ist, und der wegen eines schweren, nnlieilbaren beiden-.- sein 'Amt als Mitglied des Dchnlvorsiandes. tiiedergelegt bat, de.- Herrn Danitätsrat Tr. Dternberg. Dchon damals, int aalt re 1 I, ivar Herr Tr. Dternberg Mitglied des Dchnlvorstandes, und Hai laikrajiig und zielbewnßi niitgetviili an der Ansiandsevung der Dchnle. Und aml> je»i iviedei bei den entscheidende» Dihungen trat Herr Tr. Dternberg soson energisch für die vollständige Renovieinng ein. ach glaube ivolil in ahrer aller Dinne zu handeln, wenn ich in dieser seietliäien Dlnnde Herrn Danilalsral Tr. Dternberg, der »bei vier aal»zelinie in »nerinndlicher Pslichiersnllnng der jndischett Drlmle in Emden die Treue gehalten ha>,. danke snr all das, ivas er in diesen vierzig »fahren feiner ehrenamtlichen Taiigteit rinserer Drlmle geleistet hat. Meine Tarnen und Herren? viebe -»inder! an feierlich ernster Weise wolle» Ivir »nn unsere renovierten Dchnlrännie, unser neues anvenlar seinem iveilien „Lchnlweihe". jo tönt es Heine mit fesiliclr srolieni .»lange hinein in da.- All lagsleben der Dchnle. Ter Plan, unsere .'irdische Polk.-jrhnle der Theater platz tqelöitetos E I n g SpözIalqoschUft bringt dom Käufer vielseitige Vorteile Rerrzeri entsprechend einznrichten, ist Wirkirchkerl geworden, b - isl daher versrandlich, iverrn Dchnlverivalirrng, ivenn vehrer »nd Miitbcv diesen Tag freudig begrüßen. E-.- ü> nicht '.t>enerrrng -srirl» geiveierr, die dieser. Plan hat zur Wirtlichkeit iverden lassen: »nt» »leid ans das schönere .»leid anderer Vehra»,lallen ivar e-. der die Dänrle sich so lebhast nach einer» Herren «»eivarrde selrrreri lieg: nein: die Erhaltung unserer indischen Boll-r'chrrle hat ir:> die wir an verarliivoririrrgsvoller Dielte sielten rrnd die Arl>eit arr unserer äugend als nniere erste »rrd vvtiielirnile Ausgabe l'etraclr lerr, den Ansschlag ,.-'geben. an Z,eilen der Rot trat da-.- .»ind an erster Dielte Anspr.rnh ' ans Hilfe Dieser bekannte Dah gilt »Ul» alleirz im die eiten unmittelbarer Lebensgefahr, sondern ganz besonder-.- in Z,eilen wirischasilicher Rot. v-iewiß sind Die alle hierher gelommen mit

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