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Jüdisches Gemeindeblatt · 1930-01-15 · 1 (15.1.1930) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
2 (1930)
Issue
1 (15.1.1930)
Date
1930-01-15
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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fiinttbciliiiene ‘.Uiittilicbcr bas i;u.H)ramm bei Abends. - - Tev Ifriolfl bteier '■iH-viiui'ialtuiiji, ebenso li’ic Die Tpezialfeier bev ^uiiuiiHiiVbe beit die •ii1id)iiiifeii auch des geselligen Wirkens er nein bewiesen. Torge jeder dafür. baß Die ivenigen Madels mib ,'umiu’ii, bie bev .uibiidieu .'uuieiibueieimiiuiu} noch iiidit »mie Horen, halb betneteu nnb üeti au beti leaolmafciflen;',usnnunen knnfien jebeii Minwöch abend -.:!«> lllir « Junggruppe jeben Tiens lag abend » Ulm ini Velnfaal bes silbischen i^eineinbehonsee' ('iiineiifiiiiRe 7 beteiligen. Jüdische Junggruppe.;!u gleicher Zeit wie bie Ehannkah toter bei Jngendvereinigung veransiallete bie Jnnggrnppe ihren (veftdbeiib in ihre,» 'beim.;'llle waren mit Feuereifer au bie ^orbe.reitnnch'n gcga>«ge>>, nnb so hatte man ein reichhaltiges Progranlni znsaniuiengebradii. 'Rad> bei» Lid»eran;i»iben iviir; len heiieie, znm Teil selbsiverfaßie Pvrtrage bas reichhalnge Fesl mahl, Tara» schlossen, sidi Preisrätsel nnb bie Bekanntgabe von Heu .man zeigen, bereu Persasser erraten werben mußte, Für bie besten Losnngen ivaren wertvolle Preise ausgesetzt. Tas Ganze war von miliilaliidien. Tarbielungen nnirahnst. Red» spat irennie üd> bie vollzählig ersdiienene Mitgliedersdiar; sie hatte einen ivvhlgeliingeiten Eliannkahabend verlebt. Wilde Lannnlungen. 'Wiederholt haben ivir daraus hingen», sen, nur iold'en Sammlern llnkerstiitznng zu gewähren, beien L.imnielline ben Tlenivel des «'iemeinbevornanbes trägt. In ben letzien sagen haben unlbe Sammler, bie angeblich für anslänbiid.e ch-aiienliänser taut Hielten, «Sesdiästsleute heinigeindtt. B.-er iidi vor L.lnvinblern schütze» will, venveise jeben Laminier anba-s i'iemeinbebüro. Wer den Wunsch hat, «'laben zu verteilen, beule an unser südliches Aliersheiin nnb an unsere anderen brei»iid:e» Jnsiiinlionen, bie heule alle schiver zu känipsen habcm nnb iür >ebe Gabe, auch bie kleinste, bankbar sind. Miiibcrfcit bev ofrnctitiidicu Frauenvereins. beit herrlidie» Ra »men ber „i'llode" veransialiete der Franeuverein am Lvnutag, ben 20. Tezember, sein Ehauukah xinbersesi? Trotz der iingnnsiigen Winerung hauen sich brltein nnb Miitbcr in großen .blasse» eingesnnben nnb harrten erwartungsvoll der Abwickinng bes Prograinins, bas von einigen Tanten bes Franenvereins mit großer Muhe vorbereitet worben war nnb iid) zur irrende aller Teilnehiner glan abwiekelte. In langen Reihen ganden die reidi Sie Eheschließungen nach -cm Neligivnsbekcnnlnis -er Ekeschliehen-en 1Y11.26 Nann cv. Mann Fath. Mann jü-isch Mann dijs. Zrau jü-. § rau jü-. Zraujü-. eo. katb. biss. §rau jü-. Freistaat Bremen li*11' 2 — 0 2 — 1012 :i - 0 2 — - >o>:> 2 i 0 4 — 1014 :t 1 0 7 - 2 — mir» t 4 7 I 1 — 1010 1 7 I — — loiv;» 2 .1 2 - — 1018 — 0 .7 — — . — 1010 1 24 1 - 1 -- 1020 I - 21 :i — 1 1021 1 2 18 10 1 — -- 1022 4 1 1:1 11 - - 102.1 I — -/ 12 0 — -- _ 1024; .1 — 12. s 4 — — — 102.7 0 :> - i — 1020 I 1 7 0 — - - Stadt Bremen 1011 1 7 1 — _ 1012;i 7 2 — - — 1010 2 1 7 4 - — 1014 2 1 0 7 2 1015 — .1 4 11 — 1010 I 0/ 1 -- - 1017 .! .1 2 — — 1018 — 0 - 7 — — 1010 — 1 1 22 \ y 1 102() I _ 18 .1 - I 1 1021 1 2 17 8 I - — 1022 0 1 - 1:1 10 - — ■ — 102.1 1 II 4 - — 1024 I - 10 .1 . - - — 102.7 0 7 1 — 1020 - 1 5» 5, — — ' — gedeckten Tische, mit Tdiokolade, .buchen und andern Leckerbissen voll angesiillt, und eine stattliche Kinderschar, 120 an der Zahl, tat sidi an dein reichen.Mahl gütlich, das ihnen der Israelitische Franenverein kredenzte. — Nachdem Gerd Tivinitzki den Prolog gesprochen hatte, erösfneken Hanna, Fränzi und Lia Lteinberg den Reigen der Portrage, mit dem „Ehannkah"-Ttiick, das sich „Tilld»en nnb Billdien" betitelte. Tann sprach Adolf Rothschild die Tegenssprüche beim Auzündeu der Ehannkahlichter, wonach das Ehannkahlied gemeinsdic>stlid> gesnngen wnrbe. Besonders einstudierte Tanze sühnen Edith und (iriln Tidianer vor nnb janben i» ihrer gsdimackvollen Tracht nnb durch anmutige Art ihres Auftretens großen Beifall. Zum Schluß zeigten sich als „goldene Trenbeldien": Tiegbert (Lohn, Lotte Tahn, Tntti Roger, Lisa Rosenbai»», Hans Egon Hopp, Gerb nnb Benno Twinitzti, Hermann Grnnberg und SUcins Meyer. Tie kleinen Künstler, sowohl Tilldien wie Billchen »Ich Trenbeldien, wurden durch sich immer ivieberholenben Beifall belohnt: die nteislen feierten bei dieser Gelegenheit ihr erstes Tebut und bewiesen, baß sie auf den Brettern, die die Welt bebente», bereits ihren Mann stehen. Bei Tpiel und Tanz vergnügten fid) bann die .»leinen und erfreuten sidi der. vielen Ueberraschnngen, die der Franenverein in Form von Papiermützen, Malbüd>er», Tüten mit Leckerli nsw. zur Berteilnng brachte. — Als;nm Lchluß bie ehrwürdige Präsidentin des Israelitischen Frauenvereins, Frau Tora Körbchen. die Kinbersdwr uni fiel) versammelte, um sie;n einem Hoch auf bie Tarnen zn veranlasjen, denen dies >d>öne Fest hauptsächlich zu verbanken sei, ba bradt alles in ein jubelndes -Lwch ans und eitel Ehannkahfrende leuchtete ans den Auge» der Jugend. Möge es dem Borstand des Israelitische» Franenvereins gelingen, in glei- > d>er Weise wie bisher zur Forderung des jüdischen Lebens in Bremen, beizntragen: er bars des herzlidisten Tankes Aller sicher sein. Gehe hin und lerne! Innerhalb unserer Ortsgruppe des Eentralvereins dentsd)er Staatsbürger jübisdien Glaubens haben jid> mehrere Franen zu einer Arbeitsgenieinjchast zujaminengesunben. Aber viele fehlen nod>, nnb diese >nvd)te id) hierdurch anfforberii, sid> nys anzuschließen und an unseren Zu|am»ien fünften teilzunehmen. Tie Zentralstelle, an die man sich mit Anfragen, Aeußernngen nnb Borschlägen wenden kann, befindet fiel) bei ber Unterzeichneten. Wir wollen etiva alle 14 Tage zusaninienkoinmen. Wir betrackiten unsere Ziisaminenkünfte vorläufig hanptsädiljd) als Ld,nl»»gsk»rsus nnb daher trägt unsere Arbeit rein belehrenben Eharakter. Wir wollen uns mit aller Literatur, die vom E. B.-Ltanöpunkt aus für uns Fnteresse hat, beschäftigen. Radi einer Lesestunbe folgt eine Aussprache, ebenfalls in Synthese des E. B., denn wir wollen nicht über bas, was trennt, bispntieren, sondern nur über das, ivas eint: Bekämpfnng^bes A n t i s e in i t i s »i n s. Auserwählte Bücher und wedijelfeitiger GebankenauStausdi werben uns manche Anregung bringen. Tie Frage nad> Berechtigung dieser Zilsamiiienkünfte beantivortel sich eigentlidi ganz von selbst dadurch, baß es vielseitiger Wunsch war, der jeht Tatsache geworben ist. Nicht an der rediten Gejinnnng, sondern an dem rechten Wissen fehlt es vielen, die sick) noch in Abseitigkeit versdiließe». Tod> bie Erkenntnis an dem Wert unserer Arbeit wird immer weitere Kreise bnrdidringen. Eine Anregung dazu zu geben, ist der Zweck dieser Zeilen. — Näd,ste Ziisanimenkunft Tienstag, den 21. Januar, bei Frau LÜßkind, Waditmannstraße 88, uni 4.80 Uhr nad)- mittags. H e I e n e Ginsberg, Hohenlohestraße 10. Agubas Jisroel, Ortsgruppe Emden. Am 8. Tezember spraä) hier im vollbesetzten Tivolisaale Herr Oberrabbiner Tr. Earlebad; zAItonal über bas Thema: „Agndas Jisroel in Gegenwart nnb Znknnst". Ter Redner legte in lid)tvoller Weise seinen Ltanbpiiiikt zu ben Aufgaben der Agubah dar. Im allgemeinen gelte für »ns das Prvphetenwort: Eines wesd)olau»i. Aber in bewegten Zeiten wie den heutigen müßte uns die Megillvhbotsd)ast: Tiwre scholanm weemes zum Leitstern bienen. Nur so könne sich Agndas Jisroel segensreid, innerhalb des Judentnms auswirken. Redner sprach bann von der Londerstellung des jiidisd>en Bolkes inniitie» der Bolker der Welt und seiner groszen Anfgaben für sich selbst nnb für die Menschheit und sprad) ferner von jiidisdier Politik. Tas Judentum kennt,nnr religiöse Politik im hodisten Tinne, und verlangt Moral nicht nur vom eiiizeluen. sondern aud> vom Ttaate. Ten Tatz: „'Macht geht vor Recht"./ kennt bas JndentnUi nid)t; jüdisd-e Politik ist Moral. Redner;eid)nete bie .»onslikte, bie entstehen könne» »id)t nur zwischen Gut und Böse, jozibern auch zwischen Gut und Gut, und zwischen Jung nnb Alt. Mit packenden Bildern aus dem jüdischen Leben der Bergangenheit nnb Gegenwart deutete er die Lösung an. Keren-Hatvrah Arbeit, die Entstehung der Bes Jakanw Lchnlen, das Leben in den Jeschiwans ivnrbe uns i» fesselnder Weise geschildert: im Gegensatz dazu, an Hand von statistischen, Material, der ersdireckenbe Niedergang jiidisdien Wissens bei »ns. Mit ein bringlidien Worten rief Redner zur Aktivität, zum Lelbstlernen »üb zur Förderuug des Thoralernens auf. Zu allem gehöre ein heiliger ernster Wille. Redner führte nns als lenditenbes Beispiel hierfür Franz Rosenzweig an, dessen Leben nnb Bedeiitung er kurz skizzierte, nichtahne,id, daß der Tob so schnell uns diesen große» Menschen entreißen würde. Ter Bortrag machte eine» außergewöhnlid) tiefen Eindruck ans alle Zuhörer. Audi die Fernsteheubslen bekamen durdi die Worte des Redners den Hauch der Thora zu spüren..

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