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Jüdisches Gemeindeblatt · 1929-08-15 · 10 (15.8.1929) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
1 (1929)
Issue
10 (15.8.1929)
Date
1929-08-15
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Sie ziehen um8 rownEI Dann verlangen Sie heute noch kostenlos meine Broschüre: und Sie ersparen sich viel Arger und Verdruß. FriedrichBohne Internationales Transportwesen Friesenstraf)« 28-30 Fernruf: Hansa 90,95, 97,650 Gegtündet 1663 Jüdische Nachrichten. Der preußische Landesverband fordert die Gemeinden zur Veranstaltung von Mendclosotm-Zeicrn auf. Berlin. (OsX'-’l.) Ter Borsibeildc des Rares des Prensti scheu Landesverbandes jüdischer Gcincinden ldtamniergcrichisrat Wolfs) hal das sollende Tchrciben an die Miigliedsgemcinden des Bcrbandes gerichtet: 'Am V. Tcplembcr!!>-".« jähri sich znni -im. Male der ('k burtstag Moses Mendelssohns. Tiefer Tag isl sirr das Judentum von großer Bedeutung. Biendelsfohn har in seine Gejchichrc lief cingcgrifscn, er Hai einen neuen Abschnitt in ihr erössnel. Zein Wirken har der geistigen Emanzipation der denrschcn A"den den Weg gcebiret. Es ist daher ein Akr historischer W«M)tiiifi'it, wenn das deutsche ^ndentnin einheitlich das Jubiläum dieses ihres Großen feiert. Wir richten daher an unsere Mitgliedsgeineinden das ergebene Ersuchen, soweit es angebracht erscheint, besondere Men dclssohn-Fcicrn zu veranstaltcii, in deren Mittelpunkt!>est entsprachen der Rabbiner oder Lehrer;n. stehen hätten. Ten jenige» Gemeinde», die Gcmeindcblätter heransgeben, wird in hciingestellt, besondere Mendelssohn sz-cstnnmmern erscheinen zu lassen. ,. Tic Ahlemer auf der „Gruga". Bon Tvnntag, den I l. bis Ticnstag abend, I«>. A»li, iveilten in Essen :l» Tchnler mit ihren Lehrkräften von der israelitischen Gartenbanschnie in Ahle», zur Besichtigung der Grnga. Tie Ahlemer waren während ihres Aufenthaltes Gäste, der r^lückanf Loge. Tic wurden vom Bräii denten der Loge >iach ihrer Ankunft aufs herzlichste begnistt und in die Räume der Glückauf Loge geführt, wo, wie an de» folgenden Tagen, das gcmcinsamc Mittagessen stalisand. Am Tonnlag nach mittag und Montag früh wurde eingehend die „Grnga" besichtigt, deren Aufbau natürlich die Gartenbanschüler besonders interessierte. Am Montag nachmittag fuhren die jungen mit zwei Aussichtsautos durch Essen und seine schone Umgebung. Turcki besondere Beziehungen war es sogar möglich, die Gärte» ans Hügel eingehend zu besichtigen. Ter Montag abend vereinigte die Gäste und Gastgeber zu einem geinütlicheu Beisammensein in den :>iän men der Glülkauf-Loge. Am Ticnstag wurden vormittags das R. W. E. und die Anlagen einer ^jeche besichtigt. Ter Rachmittcrg war dem Besuch des svolkwangmnsennis nnd des Botanischen Gartens Vorbehalten. Begeistert von den schonen Eindrücken, die sie in Essen empfangen hatten, nnd angenehm berührt von der herzlichen Gastlichkeit, die ihnen hier zirteil geivorden ivar, fuhren die Ahlemer Gäste am Abend wieder zn ihrer Arbeitsstätte zurück. wer stebt hinter öem Lüneburger Attentat? Berlin. tA T. A.) Wie das „Berliner Tageblatt" ans Lüneburg mitleilt, beginnen die Motive, Pie zu dem Bombenalle» tat gegen die Billa->^cs Bvrsihenden des Eeutral Vereins dein scher Staatsbürger jüdische» Glaubens, Tr. Tlranst, jeht deutlich zu werden. Gcivisse Miszstiinmigkeiteu, die gegen Tr. Ttranst in bestimmten .Urersen der Bevölkerung bestehen, resultieren ans andere», allerdings ebenfalls politischen Ursachen. Ti/ Tnnagoge von Liinebnrg ist im Laufe d« leinen drei Aahre zweimal von Bnbeuhänden besudelt ivvrdenV Beide Male ivaren die Täter siihrende'Angehörige der Rationarsuzialistischen Arbeiterpartei. A» den Prozesse»,- die gegen die Uebelkater geführt ivurdeu, hat Tr. Ttranst die Interessen der jüdischen (Rnneinde von Liinebnrg als Rebcnkläger vertreten. Tazu kommt folgendest Tie Landkrankrnkasse von Liinebnrg hat Tr. Ttranst zu ihrem Tnndikus. gewählt. Gewisse bäuerliche Arbeitgeber ans der Umgebung von Liinebnrg und «diese Aalle sollen sich in der lebten -seit gehäuft liabön> ihren sinatrziellen Berpflichtungcn gegen die-.Nasse nur nock» ungern »achgekonimen. Tr. Ttranst hat die >sasse gegen die fgunlige» Zahler vertreten. Bon der gegnerischen' Teile wird behauptet, da st er dabei ziemlich schroff zn Werke gegangen sei. Man folgert mm, nnd diese svolgernng ist ans tNrnud der bis jept festgcsielllen Tatsachen nicht unberechtigt, das; die Attentate aus keinen!>all eitler spontanen Miszsiimninng gegen Tr. Ttraust und die .Nrankenkasje entsprangen, sondern vielmehr der Agitation für den Tannenberg Bund nnd die Rationalsozialinischc Arbeiter pavtei dienen sollten. Man wollte der ländlichen Bevölkerung einen handgreiflichen Beweis iür seine politische Aktivität gebe,. Wäscheham Fink Obernitrafje I i e f e r I Qualitätsware zu kleinen Pro i s o n Komplette Braut« u nd Baby«Aussteuern »nd in diesen handgreiflichen Beweis eine Person einbeziehen, die darum im Augenblick unpopulär ist, weil sie die ländliche Bevolke rnng an ihre lozialen Pslichlen erinnert Hai. Warnung vor Neueinwanöerung nach Veutschlanö. Wir erhallen von der Haupisielle für jüdische Wand'eriui sorge in Berlin folgende sein wichtige Mitteilung: „Tie Haupisielle konnte in den lebten Woclien eine stärke Reueinwanderung sowohl aus Polen als auch ans Rumänien, Ungarn, der Tschechoslorvakei nnd Teilerreich beobachten. Es bau dell sich zuuirisi um Reneimvauderer ztpecks Arbeitssuche. Es ,il be kannr, das; Reueirrwarrderern nur in den allerselreirnen fallen Arbeit beschafft iverden kan». Auch-die Weiterreise in die west lieben Grenzlandei ist zumeist vergebens, da auch die dortige Ar beilsntarkilage leine Reneinwanderurrg rechtfertigt Tre an der «Grenze liegenden -hveigsiellen der Haupisielle geben zumeist in freigebiger Weise A-alukarien zur Weiieraeiie zu den -',enir.ilit-glen. die sich im Innern Tenlsrblands befinden. Tie Ttellen beiinden sich dann in einer ansterordenilich. icknvierigen Lage, da die Be sörderien daraus Hinweisen tonnen, dai; bereits die der Grenze näherliegeirden Ttellen ihrer Befordernng zrrgeirirnurr haben Es must deshalb unter alle» Umständeu daraus hiugcrvirkl Iverden, dast die der Grenze näher liegenden Ttellen sich einer sehr genauen Prüsuuq befleißige»», bevor sie Rerieinwarrderrr ins Innere Deutschlands zwecks Weiterreise bcsörder». Wenn dieier Bille der Haupisielle nicht entsprochen wird, so tu sicber eine Gefahr dn»g der Gesanrtorganisarion s»r die nächsreu Monare zu befurch ten. Wir bitten deshalb itm sein ernste Beachtung dieser Mil teilung." Provinzialtasse Hannover Braunschrveig für jüdische Wandersnrsorge. Was heute noch in ftanncocr rDüItigkeit Irak. H a » n o v e r. «A T. A.l „And. lib. -'.eilung" Iveist aus einen Anssab des „Torlmniider General Anzeigers" bin. in welrliem seit gestellt ivird, das; eine mertn'nrdige Tone von Polizeiverordnnngen nit Hannoverschen noch in >irast sind, da man vergessen baue, sie anszer >irafi zn leben. Tie l^eiebesterie beginnen mit den Worten: „Ernst Anglist von te'.oiles «Gnaden sionig von Hannover, kovig liclrer Prinz von t^rostbriiannien, .Herzog von Enmberland, Herzog von Branniclnveig und Liinebnrg.". Tie Themen, mit denen sich die Glvsthriiaiiiiiichen Prinzen in Hannover zn, befassen hatte». >ind höchst mannigialtig. Tä .haben sie z. B. 1 >IJ eine Andenoerordnnna erlassen, die aieüliialls heule uocki in .»traft Ausländische Anden tollen zur Riederlannna in, .Königreich nicht zngelasseu iverden. .inländische Anden durten eine ausländische «also damals - auch eine pre»sti'-che! > Audi» >-ick>! heiraten „HaI dieselbe aber ühvii siinder., »nd ivird ititln enva eine Besrliei nignng der Tbrigkeit ihrer Heimatbebörde beigebr-nlit. dast sie dort jederzeit wieder ansgei'vmrnen iverden solle. >o k>i>»en ansländische Andinnen nick>i andere als nach vorgangig.a niir ansnahnisiveise zn erteilender Erlaubnis des 'JJiin:fteianiaenomnien werde» " '.>>ur i» einem sieben die Anden deii Ebriiien wirtlich gleich „HeimaAr'se Audev Und dgn heiniatlosen Elirinen gleich zii behandeln." „,',nm mt". inal die ,!eit»ng hinzu, „gibt es iin Augenblick in Hannover leine Behoide. die sich darum knni inert, dast alle diese Geiebe richtig dnnligetiihrt iverden Aber. Gültigkeit chäben sie doch " Dnci IVith tini> Palästinri. iiiiilt. e A T ic tckie» r'oge de-- tsiiabhai-glgeo -Lide»-:- Bnei -Briih ,ve>av-iialieie z» Elnei! de> al-- stongiestdele gieue in ,',n>icli alt^i'e-enden Logenbind>> einen le'ilicl.en »>„,>> f.n* i' Aniveiend waren TAgierte an - Llnicrila. diavada. Polen. Teuiirbland, ei>lietl'>>sl»>>ri.i>ci ai-e aninderen Landcar- .in Bei Ireiiing ge> ictnveizer!i>l»l» voge Bttei Brirlr' 'teilte T^ -nl ütin Blocb ein ziva, .lanaiame-.-. abc, iletcae-- ö->>>: \ vl\.• p cla ilii'a isedanken-- :io Bnei Biitb Berbai-d s,ü 7 \ A>n> d .gwe Berlin iagie T :> «e» nndiave de- Ti^ti- Lövlil. tahrts.nbei.i :i»M der >te-aniieii .cudcailicnun ine uut >»> >-tcdanlen des Palaüti' c Aciib ins und d.r indn.l-en :>ien.n>i inee Beive'gung »be>ein. Rabbtner Litt»'.,!' ieteit» eei: aniveseuden BnndeSbriidei Zdtc'lr'iv, ii-elll'er iii''c!»er Aittivi'il izcher die Be dentnitg der hebiaiiclien Lvo,:e ..Bn>!-'B,-ih" . iprackr.

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