Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 9 (1.8.1929)
- Date
- 1929-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Die Misthe lanöwirtschastliche Kolonisation in Palästina. Jn'H Tr. A. Rnpprn, 'u'ntialcm 1 'SLMMM :v' mciamk-i# %; - T 3hm f i~5 <*g»; V“.'*V .S.irm eine« flhlcmcr in »aliifrimi ^diilcrs ipmttn'lind flaue' Tie eiiten laiienbe» .'ii'U'iuiiiiii'H'MH'vim'tH' in 'iMilaimni iuljv :iii um .Vilii.e l'.Vi vun ‘,'liifiini lim» fleinen 2maiit* bei 'uifio rmub ■.Vu'iiv '»ümtetioie, int ,'uihrc I'Tn zur i'ininbnmi der Acker iMMntuile ■»iitioeh ,'\iuiel bei ,\ana d'irib b'biule» 'Jieitei, den Aer netei der •.'lllnince Zira,-lire Unioeiielle, und inr ,uilne 1m> -,n de» einen Bodeitkiiisen bei '.binlebbt», dem ii'ateien Peiach 2if n'.ib. daub iui.nine Hilden an* .u'iiiiiilem. Tas eiiieufliclie '.'ln i.unv i.iin der l,rndwrrtiäiastlicherr Moloniiation in Palästina in tbei d.iibt I":', in ineliliem 'Hetiirt» 2ikwah definitiv beiiedeli rmd die .'lolonien Rischpn 1’;’,ion, 2idnon oaafob und' Rösch lün.ih dniib .'uiben. .me- Rnszland und tüniminieii iKflviinbet imtiben. '^»11 dieier;’,eii an fnlm eine imtliintenbe liiiiuncfliinn .Muli .'Inl.i.K ttitmee neuer »oUrnten bss in nnieee 2iuie. ■.bi ui t,»im in der .»oloniiation drei, Epodien unter sdieideni I Ami 1". tue- Idie;',eit der pairialduilcidieii Moloni '.uim: de-.- A irons Aoiliidüld >ins der Basis des B-eiiiliaxs. -.Ami l'.mii bi”;iim B.-ekilriege, die;’,eit der iDiieiiuitiidte»;biUintuH’jiiben MoUmiiatieu »ns der Basis des Eletrerdebarres d»i,,i die lewnli Evloitiiaiwit;'liioet,itu'it und der evfien foloniia tmiiil’en £ilnine bei;’,imuiiiiiiien Ci'iianiiation: and) die An iiiiuie de» C i,ituieiiluine-:- djirdi »rimite ’ .Miipitiiliftcn stillen in dteie , lei!. . n Am» BSeltlrieae bis >^vi, die;',eit der ane-eu'bebnte» ',imii 'Hüben .noioniMtiox auf der j!\iii* der eiemihhteii 'iöii tidmit (mit -ViiKljn’titiitv.iit als v>iiivi'eiiii und der . Ausdehnung des C i liiiieiib.iiu'”. 2ie .'u'loittüuion der einen t*'»ortie irmrde iietniiien vmr »eile nnv beaetiieuen iiunieit \\ubeti ans :>rns;land und Rriinairien,die ebne eienmienbe '.biitiel und .»enitMiiiie innli Palästina kamen und i» Baum Edinnnd mm üivtbidiild einen Broiektpr sanden, der ilrnen dnr>b (»elb »nd s.chliveriiandiae nbee die schwer sie;’,eit bin wer b.ilr »krd dnub b;ininlnniui des 'kr-einbanes/iind den Ban araizer zei'.ir.iler 'i”eintellen'ien in t'litdum le Zion »rrd Tidnon .m i'iu' iluei Aairisibaii eine beiiimmie tliiditnng gab. '.biit Recht wird der Brum Raibübild ^r!s der ^A.ater der indischen Mel mit ’irit'i in A il nin.i bezenlnei Am Ende dieser Epecbe waren in b t! i'tM.i •" mdiinie Antiedinnaen mit einer landwirtschaftlichen Bem'ller»na mm etri'a :!(((»> 2eelen m'rbanden. , d..;',e:: n.Mi dem A-eltlrieae wurde durch die Balimir den 'raf an und .die Uebeuutn»'» der Berwaltninr Bale.ilinas an id'»r..i!td das .»itterene weiter (»dis »er .Nreiie für die B ileitina .Nei if» ■ er.mnti » s slanen der; »ionifiiielten C m mii.itimi bnub tbre beiden 2amnielirnids, den .indischen, biarimialsmids rmb den-eieien viie'ir'd. air'Ne uieldmittel ',», die es rlir e»im'silieliten, >1!»''.' i ^aminenb, naende Badeiislache» im bttnek >u'ireel;n er weiben »nd mit eine» imieinaiiidien .ririlmiiiatimi;n be>riiinen;!;t,iU‘tili winde durch die u>riindiin>t einei landwirtschastlicben Aeii.i.l sn.inan die »laninasriae wiiienichastliche ^'ismschiunr der landwirtschaftlich technische» Probleme eimu'leitct.- Tie netten l>anancnptantagc in (icrjeliab iPaldfllna) 2iedlnrr,reii b.iben eine „crernrschte B>irtschast", d. b. neben der '.biilchwirischast bestellt auch Getreidebau, Untterban, (iieslitaeli»cht, r'-iemnseb.rn, Bienen',»cht, Ba>im>islan;niicren. Tie £iedlnit,ieii be rnlien entweder ans dem niriiiidsa» des brirr;eibesitres -u.blaschaw 'Twdimi, wubei jeder 2iedler seine bestimmte Parzelle bewirt schäftet, »der aus dem virnndsave der dlcillektivwirtsjjMt (»wrizahi, wvbei eine o!nt»i>e mm Liedlern eine gliche re Badenslache gemein sai» bewirtschaftet und vrnn brrtrchge geineinsaiif lebt. Ter Boden in den zirnristifche» Liedlrrngerr gilt als bi'igerrtrrrrr des indischen Balles, das dr^rch. den „jüdische» Aatirnialfmids" re»ri,sentiert wird, und wird de» Liedlern in Erbpacht nberlasse». ntisgesaint wurde» vm» Weltkriege bis!!»JS etwa än zionistische Liedlniigeir ne» gegründet, lrinige neue Liedlunge» »erdanken auch der' 'u (L. A oder privater niritiative ihr Entstehen. Besonders gewachsen ist die n-lache der von Privatpersonen mit eigenen Mitteln an gelegten 'Trangenpslanznngen, da die ,uissa Tränge wegen ihrer vorzüglichen Qualität in England zu hohen Preisen gekauft wird. x insgesamt gab es nach einer Zahlung der Zionistischen^Epe kntive im April l!>.'7 in Palästina etwa ll»l jüdische landwirt schaftliche Liedliingen mit einer flache von etwa Itinnnii .Hektar »»d einer Bevölkerung von :!n.1ii(> Teelen, wovon etwa zwei Trittel von ikandwirtschast lebten. Bon der gesamten svlache von Ion nun Hektar waren fast :!>»»> Hektar mit Trangen, .'iiitio Hektar mit andere» ,vrnchtbänme» (hauptsächlich 'it'ciii und Mandelns bezä'laitzi. Tie .Kolonisation i» Palästina hat vor der »oloniiation in alli^ii anderen Länder» einen wichtigen Aorzng: die Liedler sind liier nicht unter dem Trinke der Rot. sondern sreiwillig ans innerem 2nun»' zur t'onMb'ivtidintt libergegangen sie Italien Üe als Berns gewählt, weil sie als Zionistenam -Aniban des jüdischen nationalen HeimS in Palästina »igwirten wollen und in der l.'andwirtschast und einem indischen' Banernstaiide die sicherste uiriindlage des zr> schassenden indischen ii>emei»wesens sehe». TaS gibt ihnen eine feilere Aerbindnng mit dem Boden als irgendwo anders. Tas bringt üe auch dazu, ihre g'inder mit l'iebe zur Landwirtschaft zu erfülle» und ihre Erziehnng' in de» Tieitit dieser Zdee zu stellen Tie kommen dadurch über viele Lchwierigliiten binweg, a» denen Siedler in anderen Ländern scheitern sie bemühen sich anrjj-Jn Palä'tina neue einträglichere .und weniger einsörmige ,voniten des iandwirtichastlicle» Be triebeS eiiizniüliren, damit üe iure geistigen tdaben beiter ans nniu'n. und einen nandard oi liie anirecliterl alten können, der üe »nd ihre elinder befriedigt Ten Prniitein für den A.-erk und den Be.'taitd einer »oloniiation liefert .nicht die elfte, sondern die zweite (»eneratio». Tie in de» zionistischen Liedliingen ge borene zweite ('l.nenitiVii, die je in im 'vs.littlalte-v l'telit. ift voll von Begeisterung für den Berns ihrer Eltern nn'd für Palästina »nd enoeelt die beiten Honiiring.» Zwar ist üe noch zri jung, als drrp. wir a.ni utnnib ihrer »oüiinen Utiiftellniiii zur Land Wirtschaft die »oloniiation bereits als e neu voll.n Erfolg bin »eilen lönnten Aber soviel las» sich jedensallS mit Besiimmklieit, sagen, das; die Ansüchte» auf das Heranwa.chsen eines anireeliten, bernisstolzen und mit der 3d»ollelvufU'ael’ieiioii iiibiidien Bauern standes nirgends besser sind als l^ier.