Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 9 (1.8.1929)
- Date
- 1929-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Map muß »cd batübcr einig wcr-en, daß Ahlem der Kern ist, . »in den sich alle Embleme, die sich mit der körperlichen Ertüchti. gung der jiidisclicn fugend befasse», zu drehen haben. lrigeuilich nnsaßbar, ivarum. man Ahlem nicht immer und jelbsiversiandlich in den Mittelpunkt der lrrlnchligung jüdischer .'lugend gestellt bat Alle Vorausiebungen sind dafür gegeben. Wii allen Alilemea^ muoln im Leben, könncns bezeugen. -Wir biaintie» nichi mein zn diskutieren und können darauf Hinweisen, daß alle anderen Ideen, die Nebenher und nachher geboten winden, in ihrem praktischen trrsolg und ihrer praklisctic» Losung zurucksiehen müsse» hinter den Ideen, die Konsul Linion einst ein Hannover dnnli Ahlem propagierte »lid praktisch durch fehle . i'H'miji, das Pioblein, deutsche .luden zun, Handiverk und zur Vodenknlinr in erliöhlem Umfang ^zu führen, ist nicht einfach, bergehoch lurmen sich die^Lchwicrigkeitc».- Aber sic inüssc» über-, N'iinden iverden im .lnleresse der Gesamtheit, und sic können cs, wen» man wirklich ernsihaft daran geht und sich zu einem Werk zufainmenslndel, das nur kiilinrcllcn, ethischen und Wirtschaft, lichen ^'.ieleu dieneu null, das »»berührt bleibt vom Streit und Häher der Parteien und Aichlungc». .'loch nehl der Bau. .lmmer wieder durch Fährnisse und Tchwierigkeiten glückhaft n-nd aufvpscr»»,zsvoll gesteuert von unierem Vorsihenden Alben Tilbcrberg, dessen Lebensinhalt und Lebensausgabe Ahlem in. Aber ein lrinziger kann das Werk nicht vollbringen. Tic Freunde und Weaaeiiofseu Timons scheiden nach und nach aus dieser Welt. bedauerliches. aber linuberivindliches Mciischcuschicksal. Wir trauern um sie mit :>ieden, Tenkmälern und Jahrcsgedachlnissen. Aber das ist nicht genug, nicht ausreichend. Kein 'rkrliches. aujrichliges l'ledenken und Tanken. Ahlem muß neuer, größer und schöner werden. Wie das gemacht wird'? Aun, das wir^ eine Frage sein, mit der sich die Kuratoren der Anstalt und der Vorstand des Vereins der h'heiiialigcn zu bcjchäjtich'n hat. Aber sie allein tvcrdeir lvcnig erreiche» können. Tic allein können nicht das Werk ne» begründen, das nnentbehrlich für das ganze deutsche .ludenlnm ist. Tic allen Freunde miissen »eu.aufgcrültclt werden. '.Neue Kluppen und Personlichkeilc» sind zu interessieren. Tie werden \ flhlenur beim Stoben mö pftanzen ' f sich dem Ans der Ahlcmer nicht verschließen, weil es sich hier wirk^ lich »m eine der wichtigsten, größten »nd gewaltigsten Institutionen der dentsche» Jude» haikdelt. Wer die Fugend hat, hat die Zukunst, wer de» Junge» hilft, Hilst dem dtnlschcn Judciitum. Tie Zukunft liegt für uns in der Heranbildung arbeiisgewohnler, körperlich tüchtiger Menschen, die mit Kops und Hand den Kampf ums Leben aufnehmcn, die bodenständig, wie einst ihre Väter, Ackerbau trcibeu und es im Handwerk zu großen Lcistungen bringe». Alte (Gedanken, allerseits anerkannt, nur nie bedacht, wenn cs sich darum handelt, praktische Arbeit zu tu» und praktische Hilfe;» leisten. Gedanken, die in uns in unserem Jubiläumsjahr besonders wach werden, Gedanken, die nur daun Wert haben, wenn sie getragen sind von der Tat. Und zur Tat wollen wir schreiten, zniit Aufbau auf einer glorreichen Tradition. Wir wollen den alten Boden, aus dem reiche Früchte ei» Mcnschcnaltcr hindurch aufgegangen sind, neu bcbauen'ini« neuem Geist und mit »euer Kraft, also neuen Mittel» erfüllen, damit verstärktes, vielfältiges Leben daraus sprieße, zur Freude für die, die mitarbcitc», zum Legen aber nicht nur für dieses Geschlecht, sondern weit darüber hinaus zum Legen für das ganze deutsche Judentum. mmmmmun■. V, «YTf A i ‘•’.V ‘ Ndikmcr dkl Skr vkimcncrntk