Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 7 (1.7.1929)
- Date
- 1929-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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beigeführt worden fei. Es wird beschlossen, diese Richtlinie vvrzn merken und über alle jchwehendcn Fälle aus der nächsten Tagung Bericht cntgcgcnzunchincn. Uebcr die Preisgestaltung bei Belieferung mit Mazzolh be richtet Herr Tr. He-s i Breme» i und beweist an Hand-eingeholier (Äntachien, daß von zu hohen Preisen keine Rede sein tonne. Tie Belieferung mir wirklich guten L.ualiialen bedinge auch ange inessene Preise, wobei der .>R'az;olhba»ker sein Anstoniinen finden niiisje. lieber die Preie-gesiallnng snr nächsie» Pcjjach wird ans der nächsten Tagung berichtet werden. Zur Frage der Bsanderfürsorge referiert der weiter der Ab sertigllitgssleUe des Zürjorgeausschnsjes snr jüdische Tarchwan derer Bremen, E)ciüeinderal Hugo Lev». Eine llmerbindung des 'lrsandcrbettcls von Bremen ans >ei nicht gan; dnrchznsnhren. Ruch ans dem Osnabrücker Bezirk und ans Holland, koinineii die P-an derer und bevorzugen vor allem 'Osijriesland, weit sie gcil.ru wissen, daß Ostfriesland sich dem Retz der V-anderfurjorge and der organisatorischen Belämpsnng des lvanderbettels nicht an schließen wolle. b>lrnndlegend bekämpsen könne >na» den P>.rn derbeitel nur durch Tchassung einer jüdischcu Arbeiierkolonie, lute sie die anderen .üvnsessivnetr langst in großer -Zahl besitzen, linier den Bettler» befinden sich, wie statistiich nachgewiejen, be reite;">(• Prozenl deutsche Reichsangehorige, ivvraus die Rot des jüdische» Mittelstandes in Tenischland klar erhellt. Tie Eieinei» den selbst können sich gegen die Belasligniig ihrer Mitglieder ani besten dadurch ivehren, daß sie ihre Mitglieder daran gewöhnen, den Petenten »ienials bares Eield, sondern lediglich Vsvhljalsris Tchecks zu verabreichen, deren Einlösung nur an der örtlichen AbjertigungssleUe der Ewiiteinde erjolgen könne. Herr Bvrsleher schocken lBremerhaveni behandelt alsdann das Thema: „Indische Leihkassen". Redner räl dringend ab, ein Esejamtinjtitnt für den Verband zu schassen, dies ja vielmehr 'Aufgabe der Einzclgenieinden, die selbst Torge trage» müßten, Esrnndlagen für Leihkassen zu schassen. Tarlehe», die evenl. zins los ansgegcben werde» konnten, seien durch Bürgschaften zu sichern. ' Teilens der Emdener Telegicrten wird angeregt, das Risiko der Hauptbürge» dadurch zn verringern, daß eine größere (Zahl Rüctbnrgen, -» bis :!>>, einspränge»; dies Thslein Hai sich in Emden bewährt. Eine längere Anssprachefuhrt der folgende Pnnkt der Ta gesordnnng herbei, der die Frage der Vereinheitlichung des blot tesdienstes bctrijst. Hier wird vor allem' das Problem des Fu gend EZotlesdicnsles und der besseren Heranziehung der jüdischen Fugend znni Haupt Ewilesdiensl besprochen. Tie Telegierien ans Rorden und Aurich sind in der glücklichen Lage, berichten;>i loii neu, daß infolge der langjährigen, susieinäiisch diirchgesührleu Ansbildnng der Fugend durch'die Lehrer hoch anznerkennende Erfolge erzielt worden find. Fnsolge der vorgerückten Feil die Tagnug dauerte von d'.- bis llhr wird ein iveiiers Eingehen in die Tagesord iiiing nicht beliebt. 1 Tie Versammlung beschließt, de» nächste» Vnndeslag im Lause des Tezcmber;» veranstalten. Ans Vorschlag von Herrn Auerhann iTelnienhorsli wird Vldenbnrg als Tagungsuri gewählt. Rachdem Herr B. Polak iEmdeni der Veriammlüitgs leitnng den Tank ausgesprochen hat, ivird die Bremer Tagung des Vorsteherbundes geschlossen. Weltkonferenz Mischer Zrauen. Voiii :!. «>. Fuiti tagte wie bereits berichlei, in Hauiburg die V.-e<lkonfereu; jüdischer Frauen. Tie Verhandlttngen lvare» geira den von dein Vesirebe», die jüdischen Frauen aller Lander betannl;» machen mit dcnr Problemeit, die Heine die Frauen,veil beivegen und die Berechtigung 'ihrer Mitarbeit an dein sozialeit lind politischen Lebe» der Feil zn beiveiien. Es ivurden Referate über jüdische Religions und Erzielinngssragen, über iouale und Geineindesragen, über die inlernaiionaken Angelegenlieiien. die das Fndeillu», soivie die jüdischen Frauen besondereangehen. Tie Referate, die nicht länger als A> bis :!o Miniiien dauern dursten, konnten zwar tu dieser kurze» Feit nichts Ericböviendes geben, lvaren aber fachlich und gilt »iid boien reiclie An knüpfungspnnkle für die Tisknsfio».^, Es sprachen Miß Hauds England über die jüdischen Heirats und Tcheidungsgeiebe »iid die Gegensätze zu dem Fivilrecht, ivobei die Forderung iicl, heranskristallisierle, daß die Rabbine» zniainnienireie» nnd versuchen sollten, hier eine Aendernng z>i scbas'en. die besonders die Tchwierigkeilen, die sich int Osten aus diesen t'sesetzen ergeben, beheben ninHen Fra» Bsronsk» Tenlschland referierte an Hand eines reichen sialiflijchen Materials über bevölkernngspoliliiche Anigabeu der lüdiichen Frau mit be ioildeeer Veriicliichiignug der Erhaltung der Familie ilnd den »onslitlen der >e>e„eraiionen, Mrs Heivigne-s England gab ein Bild von der Teiileiiienisarbeit in England, die insbesondere 'Fiigendpflege tind Fngendbeivegnng »i ihren Aufgabenkreto ein schließt. Mrs. Pollät Auierita berichtete über die Frau in Handel nnd Fnduflrle Tie berücliichi'igle i» ihrem Referat die besonderen Verliälitziiie in Amerila »>td betonte die Roi ivendigkeit der Bernisbc raiting, Veeufsansbildnitg nnd Arbeils veriniitlnng Außerotdenllich bedeutsam fiir die Miiarbeii der Frcrn im iäenieindeleben ivar das Referat von Fra» Cttilu- Tchönewald Tenlschland, über die Eleichberechtignng nnd Mit arbeit der Frau in der südlichen otemeinde. indeni sie die B-ichtigkeil des alt tuen tint» passiven Lr-al>Irechl-s der Fra» zu allen Fnntlionen in der nleineindeverivalittng darlegte und von den. Flauen inieniivttes Eintreten int Ertänivinng dieses üieclils forderte Tie soziale Frauenarbeit in de» verschiedenen Ländern ivurde von Frau Paula Ullendorfs Tenlicliland ein gellend dargelegi .Aus >lir>» reichen Eiiabiuug>n erlitelt inan eilt klares Bild über all da-v ivas'von den indiichen Frauen' der Bsell in dieser viiniilu geleistet umd Üe,anders „»eressai» ivare» die Referate., die sich um den inle, naiioiialeii Auge legenlieiien - beschäsiigleu Frau V.-ipenbed Franten >.'olla»d in formierte >ibee die Bedeiitnng des Voll, > oundes ini das >ü difclie Volt, das als Miuorilät .übetall un>et de» Poltern der 4tzelt lebt. Hierher geboren Frauen iiiid '.n,'adchenichntz. Tie ivracli dann eingehend über die Bedeutnng des Palästina Mandats unter dem Telmi-e des Völlerbnndes Fi» Anichlnß hieran reserierien Fra» Aniila Müller vollen -resterreich nnd Frali Helene Hanna Tlion Palästina ilber die Bedeninug der >t»ltnrarbeii in Paläsliiia für die Frauen, indeni sie betonten, daß die Fiouisten heule nicln mehr allein Träger der Arbeit seien, sondern das Fndtninm ster B.-ell iicli »litverannvorilich an diesem Ausbanivert in Eie; Firael iülile.. Ans all diesen Reseraien, aus die »äber eiuzugebeu lner zu iven führen ivlirde, ivurden Resolniionen lieransgearbetiel. die deiii z» gr,in dendeu BTelibiiiid jüdischer Frauen- Richllinien gebe» inr seine lüäislige Arbeil. Faß alle Resolniioneii ivurden ohne Tistuision einniininig aiigeliommen. Eine eriiüeie Tisfereii; entstand nur über die Fori» der Veieilignng aiii Paläninaausbaniverl. Es inust betont iverden, daß es die deuliclteii Frauen tvareu, die ziim Ersannen der Ausländer11111e11 liier eineii ableliiieiide» Ttaiid pniili vertraten. Tie Reivlniioii, die die inlennosig Förderung des Anibauivcrts leiiens aller deiii V.-ellbn-ud aiigejclilojsenen L rgai-iiativiieu svrderi, ivurde tuit '."itvln lHMt angenommen Eine >oeiiere lebliaile Tislnißon enlivan» fick» über die Resolution, die zn der Bedentung der Mitarbeit des Bselibundes an der Erneu»rillig der Heiligung des T-abbal Tiellniig nimmt. Ohne die periönlicl e Tlelliliignalime jeder einzelnen Frau zu beschräizleii, ivurde eine Resvlniion aiigenonimeii, die die Milarbeii der dem B-elibnnd angeiclilosieiien Verbände in, den C > stcrniiationen' eiiipsiclili, die sich die-Erneuerung der Heiligungdes Tabbai zur Aufgabe gemacl» haben. Telbüveiikäiidlüli' wurde and» die Reioltrinin iiber E>lejchberechlignug der Frau in der iüemeiiide einniininig angenounne». Ter BTelibund jüdischer Frauen wnrd»'. alsdann begründet unier dem größten Beifall der Anwesende». Fn seinem Vorsl»rüd >ind seiner Erelutive ar« heilen -Franc» aller größeren Länder unter dem Vorsitz von Mr---.' Rebecca >lolnii, Amerila. Tie Tlalnlen iverden den Landesorganiialjonen eingeiaudl und niiiiien innerhalb eines Fahres beraien und genehmigi iveld'en. Fnni T»hlnß der Tagung ivrach Mr-.-. »olini i'.ocl'inals iiber die Fiele iiiid B-ege. die der neu gegriindeie Böellbnnd liabe >>»d einicltlagen iiiiisie, utu wirtlich erivrieigicl e Arbeil zum Loohle des .geianilen jiidischen Volles zu leisten, llinralimi ivnrdeii die ernsleii Arbeusiagniigen von Feuverannallnugen aller Ari, deren Anilält der fenliclu- Eni piangsabend im llhlenhorner Fahrbans. den der Firael. lni maniläre Franenverel» in Hamburg ve,ansialieie, bildete. Es fandeit ferner Emviänge ieilens der deutsch liraeliiische» >R meinde >?an-bnrgs, seitens des Teuat-s >lnd der "Fa>>>il>e Bsarbnrg'uail. All diese Emviänge beivieten-die Beertichutzniig des Arbeil der jüdischen Fr»tu von jiidiicher und'»iclitjiidiiclier Teile nnd den Bennsch, diese jüdische F-ran»n^arbeil in immer siärlerem Ille I Imtslrau denkt lieul/niage nictii mehr daran. 11111111» Krals, /eit und erlieblidie Kosten an eine der sihtye-rsten Arbeiten tle'' llauslialts zu verselneenden. j;s ist ja fiir sie viel bequemer und jiiiIi bedeutend billiger, ihre Wjsilie in kürzester I risl ^dinee" weil) geieaselien, schonend behandelt und preiswert nach (iewidit berechnet wieder zur l laml zu haben. , Dafür sorgt in vorbildlidier Weise Hilfe der Ha us f r a u! Drrfkonlnfrf't.T Strafu- 36 1 Idiisa 1700, 1701,1702, 1704,1705