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Jüdisches Gemeindeblatt · 1929-04-01 · 1 (1.4.1929) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
1 (1929)
Issue
1 (1.4.1929)
Date
1929-04-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Tie ,'viiim jene» jii&ifrtik’it 'tontu'pte-j.'beijcii Miu&cimuuö uu ,mt.!ui,;nniiil) U’tuiii, f.iidK’iinm’ithafr realtfiifdi iit, Öicier grnnd i’rt?ribte aiunte, aeioln lulie T.imtenntit» und ante trtol ivnrde in M’vnt, |t!*: iilnrfliil-ciUHtii' iitu'n lein dnnnen i'>eK'UM),in»fieiö de» ,<h-«o» Ttnaelt.imiel» mm Bndapesi, Vaien und '-Ihari tientniiien, :it entern Milieu, welche», Seldildeschnintznitg, ul». eine ie,ht er l'eiieiude olngelegenheii.‘eiictieini. Al - de, Eliatni .Man.tlgtiieideil.indleil itud de, Schmnl Asierdu'i niidie „Voioloiliei" alliitnhlirti uichl .mein Vreiiehiit eienu» uv,'.eil, I!if; ein aeioitnetet;Jufall die .viitltitttniiiei mm der Zeile .Vi „■^<‘itf»ai’efui" de» flehte11 Menu finde».. Mi.tiel) ivnrden il>», ‘“ente imP 'Ji.iie gedogk». die Haute zeizunn, die Aenglein ver .dreln und du» uhnnngsloie .Mind it'inPe d-i> i'iefiif; fiiv.alle UniantH'iTeilen und u n r mb:gert-‘Aiteldole>>. welche der i'ieiit einer de 'iiiuiuieu >(iniiileiiieiieiMtieii ,all.,lH'iiMtili snz ihi Siammpndlikiiin euuiiu» imiv.ie. Tie;’,eu der „ÜMtPlu'eüet" li.it fictj längst »derledi, die ,'un- ■ de»;iete hat ain nd lich u dgewir:übui te t. .'idei der ‘‘..kleine Moritz"' i'i uedlteden. E> »ins! verschwinden. .hn'Poij.ihre leeliule ich dei Piemieie eine, ndrigen» nnter dulliumeu, ieuii dniäi.in» uu.ieuduieu judiiideu Puffe dei. klder un ',iivueit Ali ne: dei kleine IVeilt.; peifniliel) uns. ivruch, de. nahm iuh nur. wie edeu der PTindl.iii Moritz sprich! und sich deuiinui! kuineikenswerle e Wirkung: die ijch sensi de» Punch hielten. in Vartitiampfeii wunden, wen» iie Vene» »der ihn lesen edei denen, inuie» fein' deneien, ul» sie ihm leibhaftig beiieiiiteten. a.iü alle i.liemtee inb d'.e'er iinsuglichen ‘^eiuiuiiiiiU'tTtmi t>e» jii diiilu» >kandl'-> iie lienrtt iirti verkriechen weiten und die >',e . tudlien ti,i d:e.V»i, ipedieien, die (idient begannen. ' ,'uli!.inn »ul» iimluii. von einet Schandung der indischen M::: he ei e e. e ,;u iprechen. ,'lni. teie die je IN itelianiten, ven ver »iitiitea nliliiindiicher ,lugend deu.in.ienen Säiandnngen unserer .viudlieie tVein unier' Tenn die Anekdoten vom kleinen ‘Nkoritz n'tide» tv» .inden s.idiizieii, ee» .inden ninndlich iihevliefeir, en. ,i:i.'e» delutlu C t t e ‘.i l> e I e » , 'hneu. Schnurren und Jneküoten. ..Mn meinen i'ieiäiusten." Ilugi ein dluniniu»». >,gedl e» deiiri leie »nt deui C m e i; e 1) I e n. . ,\e mein iih n.hle, um w weniuei dle:di mit "? .i.inlt'kkuniie iitd eine Tus.dennhi dei Scliinnel. dem Udr m.i.dei. .'f\Tii» ivur er mit seinem Schutz uns der Z>rüste, du »und idifrrt die Udr intl. lyv Iniii-tt sie dem Uhrmacher wieder. Ti^iei iiliniieli iie ein wenig und sie geht. Auch einer Siande. kenini! .iunkel wieder. S>e stein. Ter Uhrmacher' schüttelt, die 'Vud.l'en urdeiien wieder, ‘knie nun aunkel!>tin drillen Mule ».ich e itet c'.nnde inii der Udr lommt und Schinuel sich wieder une Sämiielii inutlil, du reisti auitlel der i'iednldsuden nnd er iilnen ..'>.11' uti denn eiuenllicd ein L n l u w gekauft oder eine .llhi y ' - v Tei i>nliiiiehe Moniii. '.’linuui dune einen jüdischen- Schau iiu'iiiei. n.iiiienetkevi. n.'ll» mun diesen chnsi deim .»unit ver lenmdeie. du» er iich uns ,ii, reelitt,mitifle 'lee-iie de reiche re. eiividerie Pieiei: ...Ud ulunde e» nicht: der?.iun>in r'evi dui sich dekunnilich nitkii vur deiir-ttuldenen dlulde ttedncki> ■* .‘,n ein nsijndische». Tiudichen kuni einmul ein -',irftt*. ,'tii dteiem .Inhi» ivuren Tiere »Iler Vit, nnd nnler idnen ivur ein Put. Tu eieifliteie e» jirtv eine-:* Tu.tev, dus; der Pur un» dem -'.ivinuer -eniiviunu. Tu erlies; der 'iitili>eikvinmiiiur einen Pesedl.-dis;, tver den Puren finde, ihn eriiliKitie» snlle. Tm der Ziudi hatte mun sedr viel VIitatt mn dem ‘Puren. Tu suute ein »de;nm undern: .,P-eisu dn um»? .Ich lverde un» der Ziudi enisliedenl" ..‘P-urnin^^ ,.Püu» deis-,1 ivurnni? .'duit^dn nicht teden, dus; der .»um niiisui defudlen hat, den ‘Puren;ii intenV" ,,'.V.t. nnd warum mnsü d n dünn enislieden? Tn dii> dutd lein ‘Pur!" T.ntt der 'sitPe: „Pur allem Timten ivird mun e v it ei» mal d t e .Inden erstliluueii nnd d u »u el> itelthi» nnd deiveiie, das; dn. kein Pur l'iit." . * ■ r Ter ‘Perliner .»ummei‘.ienrui dui snr die Ildre. - si-d Tr. i'hiI nennen;it dnr'ett, uchf.i ttunsend ‘.»>urk un die Univerki lut in deeudli t'ileich dunnd dui er seinen Zudn uns die '.V inte» Tmiiie Pdilemtin taufen luisen, du mit ei ee einmal dilliuer ha he. Murin VemeiulKil tttiit e» iit aveita-i ti.tdi'ititt.i t ' einen allen i'ieülie:t»tieimti uns der Z,irus;e. im Zi'uriun;n>t, uttt :Kmf tarf und vofeiiltutL 'niievejiievt fraat er ihn, mol,in ei reise. Menen iit >n viel aeiaai," uniivuriele der t'llundenetenune. ..irli Min' uuv uni.Pn-ekend wen . . Vomeiitlntl, der üdi nicht imtumieieii les;:, duinpsi uder susuri die „vornelnne" ‘.'lnedrn.k» weise seine» .'d-rennde»: „Zdus;. P-eekend‘ ‘Muren die -jeiien ntchi d-iier, wo dn‘noch ituli PTeekend „Zchuddeo" >tesu>tl ltusi?" Ter iTieuer Tichler nnd Essektenhändler E. W. erscheint im Maffec dsenirul nnd nimmt, inmitten des überfüllten „Arcadendojd", um Vitcratcutiidi Plutz. Mit de» Äurten: „Verzeihe» Lie, dus; sch ahnen den Vücken^kehren mtch!" entschuldigt er sich bet einem ihm beraumen Herrn am Rebentisch. „Und du st Tie tut* dus Pviient kehren, lieber Meister, scheint ahnen keiner (iiitschnldignng wert'?" begriistt A. P. de» Ankömmling- ‘ Ter dentschvülkische ‘)ldgeurdnete von Hellwig hatte seinem Papagei zwei Wüte deigedrucht: ,,‘JJi i e f e r aitb!- 'JJi t c f c r a u b!" ‘Vuchdent der Tressnrukt -vullendet war,'.schenkte er das Tier den, .''.uulvgischen tourte». Und hier besichtigte ihn eines Tuges aunu» hiulddunni uns Turnvpol. Tu lies; der Vogel plötzlich sein .iinnstslülk vom Stapel und krächzte: „M i e j c r a » d!. V! ieser u d!" Trinen Vliiftcublirf erschrak auiius Wolbban.m uns Turnvpol, dünn suszte er sich und fugte verächtlich: „Sie Huden es nutwendig! Mit der ‘.V u s!" Perthuld Anerduch nnd hlnstuv Drehtag führte» gern bespräche »der religiöse trugen, wobei sie sich trotz ihrer Freundschuft nicht selten neckten, (ihimal sagte Freytu^t, es sei doch »»- vertiundlich, dus; dem anden das Schreiben um Lumstug verboten sei. Anerduch erwiderte: Sie haben-recht, es tväre besser gewesen, man Hütte Fre > iu g das Schreiben verboten. Moritz Steinschneider, der hervorragende (gelehrte, der gleich Tderdidliothekur dringe» konnte',"lsu"se als Achtziger das Unglück, von einem PTugen iilu'ifahren;n werden. Als seine Freunde, die ihn it» .ilrunkenziniiner desnch'en, ihn ob des ihm widerfahrenen Mihgeschicks bemitleideten, meinte der Alte in seinem Sarkusinns: „Ach, ivissen Sie, ich bin in »teiiiem lieben schon so oft übergangen worden, das; das Uederfahren mir nichts ausmacht". Saphir, der dekannte nngurisch-jiidische Humorist, war oft in i'>eldverlegenheit. ,'ui seiner ‘.Vot wandte er sich einmal an de» Puron Aothjchild. Tieser versprach ihm eine größere Stimme unter der Pedingting, -dusz Saphir beim nächsten Znsuinmentreffen soforl einen guten ‘P>itz mache. Als aber am anderen Tage der Hnmorist sich bei Rothschild meldete, empfing ihn dieser mit den Worten: „Ah. Sie konnnen tun ahr l'ield?" — ,,'Vein," erwiderte Saphir, „Sie kommen ntn ahr (äeld." * Als der bekannte l'ieneral v. Witzleden in den Rnhestund trat, und sich ctzinzlich der ‘.tzUlitärschrrsistellerei widmete, wollte er einige dlte Unifvrinsisicke verkunfen nnd bestellte zu diesem ^weck einen Altwarenhändler in seine Wohnung. Ter Händler begrüßte den i'ieneral: „läroße Ehre für mich, Herr v. Witz." „Sagen Sie nur Witzleben," meinte der Weiter«!. Ter Händler blickte ihn schelmisch an. ,,‘Vn, Erzellenz, so de-, l t int sind wir doch noch nicht." v Ein armer aeschiwah Pocher Hut freien Mittugstisch bei Herrn Aal,n. Es gibt dvr. jeden Tug zitm Mittugessen dasselbe und zwar: Erbsen. Eines Tages, macht der Pocher vor dem Essen keine Bruche. Auf die erslunn'te Frage des Hunsherrn entgegiiete der Pocher: „ach kenne zwar die Bruche über das, was auf der Erde wächst nnd für das, was auf den Päninen wächst, ich kenne aber keine Bruche für das, tvas einem znm Halse heranswächst." ' * . Tie Abkürzung. Ter dekunnte jüdische Arzt Markus Hertz hatte' ans seiner Troschke als Monogrumm die Buchstaben M. H. Ein boshafter Pekunnter fragte ihn, uns das ‘.tzivnogrunin, weisend: „Tas heißt wohl Mulach Huinotveth'?" iTvdesengeli. „Sie irren", erwiderte der Angeredete, diese Bnchstul'en bedetiten Mechajeh Huineisint!" sWiederbeleberi. Mendelssohn-Anekdote. Ter deimhmte Plnlo.sovd und Bibeliidersetzer' 'Moses Men delssohn wurde huitMvon .Nonig Friedrich II. zur Tafel zu gezogen. Bei dieser Welegrnheit machte Mi der Aönig manchmal den Spuß, den Welehrien vor den Wällen ^in Verlegenheit zu dringen nnd freute sich sxdjEikkVtnf geistreiche Anlivorten, mit denen sich Mendelssohn uns den oft recht verzwickten Lute herunshied. *} Einmal schrieb der >!ö»ig unfeinen ‘'.eliel die Worte: „Moses Mendeissohn isl der ersle Esel des auhrhunderts" nnd ließ ihn in der Tafel hernmgehen. Als der -jeiiel zu Mendelssohn ge lungle, lus er dochelnd den attlialt, stund uns nnd wandte sich un den .Honi,i: „Mujeslut, iit, mi .ttte\ntiv ITieje» Tiifiimetit gern als Andenken unsbewuhren. Es hätte uder einen weit, größeren Werl snr mich, wenn Majestät gernhen würde, mir den P,eitel;n nnierschreiden." ' Ter Mimi<t unterschrieb seinen '.Vaineti und reichte den eitel utvitef. Mendelssohn dunkle nnd srugle, ob er den eitel vor leien durste. Ter Mönig nickte znslimmend. Mendelssohn stund'uns und las mit lauter Sliniiite: „Moses Meikdeissohn iit der e i it e Esel des auhrhunderts Friedrich der w e i t e." Es erhob sich ein dröhnendes Welechter,-. in dus der Mönig herzlich einslimmle.

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