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Der Schild · 1937-12-31 · 52 (31.12.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
52 (31.12.1937)
Date
1937-12-31
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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I OFFIZ! ORGAN DES „SCHILD", 0SPORTB LIND DES REICHSBUNDES JÜDISCHER FRONTSOLDATEN Schiedsgerichtsbarkeit des Reichsausschüsbes Die neuen Darchiahrangsbestimmungep — Ständiges Schiedsgericht und Berufungs-Gericht Wir veröffentlichten in der „Kraft“ Nr. 148 vom 26. 11. d. J. die Einsetzung eines Schien Berichts beim Reichsaitsschuß jüdisc ler Spdrtverbände. Die Durchführungsbestimmungen des Reichsausschusses werden hierzu in Kürze erscheinen. Diese Durchführungsbestimmungen sollen ein weiterer Beitrag zur Hebung «er für den jüdischen Sportverkehr selbstverstäi dlichen Disziplin sein und Verstöße v erhinde n, die durch mißverständliche Atjslcgurgen oc|er fehlende Bestimmungen auftretjen können. Die Basis dieser „Schiei" stützt sich auf die Bestimmui Reichsausschusses. Diese Besti fest, daß der Reichsaussc sportlichen Streitfra Berufungsinstanz ist u für Berufungen gegen S p i e 1 auss c h üss e , als strafungen auf Orun stößeh gegen die Reic B estiip erichi sbarke t“ en B. V. des mungen leg:n imungen ZW2 Urte s a u si Ein Fall, der kürzlich jn Berlin durch e Schiedsgericht zur' Verhandlung kam und d i ■ Halfen Winterhilfsspiele' Im Dienst der jüdischen Wijiterhil e habi n sich die beiden großen jüdischen u*nde in Deutschland, der Spoctbund b ers sowc hl V e - S c h u IIvportve r- Schilc “ MCI Wi und der Deutsche Makkabikreij zu e nem g mcinsamen Verbandskampf im Hand- und Fu I ball mit ihren verstärkten i Meistermam schäften zusammengefunden. Als diese Mi: teilung in der vorigen Woche an dieser Stel e erschien, fand sie stärksten Beifall in alle i Teilen des Reiches. Gleichzeitig aber wurde l Stimmen laut, die darauf hinwiesen, daß die bisherigen Winterhilfsspiele oft leider nur einen geringen Erfolg erzielten Damit erho) •ich mit Recht die Frage, ob denn di« Durch• ührung von Winterhilfsspielen zwe:kmäßi[ ind sinnvoll sei. — Es ist wielerhol: vorge •onimen, daß die beteiligten Manr schäfte i «eine Mühen und auch keine finanziell« n Opie' 1 cheuten, um ein Winterhilfsspi«I zustande zu bringen. Die Vereine verzichteter auf alle Ein' nahmen, Schiedsrichter und andere Funktionär« nif Erstattung der Auslagen. Dasl Einzige aber was man an Unterstützung ler örtlicher Winterhilfsstelle fand, war ein Sammler, dei rm Ende des Spieles erschien Etwas enttäuscht quittierte er dann ein p; ar Mark, die '.■eilige Zuschauer, als Eintrittsgeld entrichtet 1 atten, und berichtete am näcl sten Tag in seinem Ausschuß von der „gelingen Unterstützung durch die jüdischen Sfortler Nein, so geht es nun einmal n cht! 4- „Wo i ichts hineingesteckt wird, komn t nichts hef- •ius“. Versäumen die zuständigen Stellen der N Winterhilfe für ein Winterhi fsspiel entsprechend zu werben, fehlen d ann < ie Zuschauer und glänzen sogar die Gemeinde-Vertreter durch Abwesenheit und er chein:. lediglich der Kassierer, dann wird das Winterj- Itilfsspiel seinen Zweck nicht erre dhen. I | Abo bitte: Bei den bevorstehei iden Spielen, Uie sie jetzt im ganzen Reich« voraereitet werden, — Zuschauer kommt un 1 helft mit! das Ständige die Bezei« hnung kommt in F ortfall als Berufungsin den Berliner Sportkreisen berechtigtes Aufsehen hervorrief und zu falschen Auslegungen der Schiedsgerichtsbarkeit des Rehhsausschusses führte, gibt uns Veranlassung, auf die neuen Reichsausschuß-Bestimmungen einzugehen: Es muß, auf Grund der neu gefaßten Ueichsausschuß-Bestimmungen B. V., streng Auseinander gehalten werden: Schiedsgericht — „Oberstes Schiedsgericht“ — und der Reichsausschuß i n s t a n z bei Einsprüchen gegen Bestrafungen aus sportlichen Gründen. Das Ständige Schicdsger cht, dessen Zusammensetzung wir in der „ kraft“ Nr. 48 bekanntgegeben haben, bestralt auf Antrag, wie schon oben erwähnt, wegei Verstößen gegen die Reichsausschuß-Bestinmungen. Berufungsinstanz bei schweren Bestrafungen durch das Ständige Schiedsgericht ist der Reichsausschuß selbst,unter gewissen Voraussetzungen, die in den Nachtragsbestimmimgen des näheren ausgeführt werden* Außerdem ist der Reichsausschuß oberste Berufungsinstanz gegen Urteile von Spielausschüssen. Hier heißt es in den Durchführungsbestimmungen: „Der Reichsaus schuß entscheidet je nach Sachlage selbst, oder durch ein von ihm einzusetzendes Berufungs- Gericht.“ Demnach hat also der R :ichsausschuß zu befinden, ob er sich selbs: mit einer sportlichen Differenz befassen will, oder ob er damit ein Schiedsgericht beaufragt. Dieses Berufungs-Gericht, welches von Fall zu Fall eingesetzt wird, darf nicht verwe« hselt werden mit dem Ständigen Schiedsgericht. Es kann also z. B. auch aus Persönlichkeiten zusammengesetzt werden, die im Orte des Streitfalles wohnhaft sind. Die Durchführungsbestimmungen, sowohl für das Verfahrer des Ständigen Schiedsgerichtes, ab auch des Verfahrens des Berufungs-Gerichts bei sportlichen Streitfragen, werden in Kürze veröffen licht und allen Vereinen zugehen. „Unentschieden" im Boxen Neue Bestimmungen des Fachamtes Boxet Die Leitung des Fachamtes Boxen des Deutschen Reichsbundes für Lejbesübur gen äußerte sich abschließend zu der Frage des Urteils „Unentschieden“ bei Amateur-I!o\- kämpfe. Die Bestimmungen treten sinngemäß ab 1. 1. 38 auch für den Sportbund „Schild“ in Kraft. „Selbstverständlich gibt es bei Amateur! oxkämpfen nach wie vor ein Unentschieden. Fine Ausnahme bilden nur die Meisterschaften ind Turniere. Ist ein Meisterschafts- oder Turnierkampf ausgeglichen und muß trotzdem ein Sieger genannt werden, so war bisher für len Punktrichter der bessere Stil entscheidend. Es sollte also der Boxer, der den besseren 5til zeigte, den Sieg erhalten. Da jedoch eine i mheitüche Auffassung über den besseren oler den schlechteren Stil nicht zu erreichen ist, hat das Fachamt Boxen in den neuen, demnächst zu veröffentlichenden Wettkampf >estimmungen neue Gesichtspunkte festgekgt, die zur Siegerfindung dienen sollen. Wenn also im Gesamtergebnis ein Meisterscha tsjf*- Äuswahlspiel in hohem Schnee zum Handball-Kampf gegen Mahkabl Süd-West Bild: Dzubu iiiiiiiniiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiN kampf ausgeglichen ist, so wird in Zukunft derjenige den Sieg erhalten, der die dritte Runde gewonnen hat, denn er ist durch -Ge-<"’ winn der dritten Runde dem Endsieg näher als der Gegner. Ist auch diej dritte Runde ausgeglichen, so soll der Bc|xer den Sieg erhalten, .der dem Ringrichter am wenigsten Grund zu Beanstandungen gegeben hat, der also am saubersten geboxt hat. Ist auch hier? kein Unterschied zwischen den beiden Boxern festzustellen, so erhält der Boxer den Sieg, der am meisten angegriffen, also durch sein Aiigreifen den Kampf gemacht_hat. Das Fachamt ist überzeugt, daß diese Gesichtspunkte eine Gewähr für ein gerechtes Urteil bei ausgeglichenen Kämpfen geben.t Dies gilt jedoch, wie gesagt, nur für dit | besonderen Kämpfe, bei denen ein Siegel unter allen Umständen genannt werden mußJi Unfere Mannfeh aften reifen Nur wenig Mannschaften führen in den letzten Spieltagen des Jahres ihre Rundenspiele durch. Zumeist ist die'Vorrunde abgeschlossen, sodaß wir in einer der nächsten Ausgaben der „Kraft“ schon eine Sammel- Uebersicht über den „Stand der Rundenspjelc in Deutschland“ bringen werden. Zahlreiche Mannschaften begeben sich nun auf die Reise und aus ihrem Zusammentreffen wird sich ein Bild über die Spielstärke der einzelnen Landessportverbände ergeben, Grundlage für eine Vorschau auf die kommenden Meisterschaften. Die Berliner Sportbund-Vercine fahren ms Reich: JSG. 33 mit seinen Handballern, der I. Männer- und! Frauenelf und-den Jugendlichen nach Leipzig, wo sich auch der JSC. Fürth zu einem Fußball-Rückspiel gegen „Schild“ Leipzig eiufindet. JBC. „Berlin” fährt nach Wiesbaden, um an einem Handball- Turnier mit München-Gladbach und Wiesbaden teilzunehmeu. Die Frauenmannschaften vaus Offenbach, M.-Gladbach und Wiesbaden treffen ebenfalls' aufeinander. Der JRC. „Triton“ weilt in Magdeburg zu Gast, sodaß in Berlin an den Feiertagen allgemeine Spielruhe herrscht. Auch die Runderispiele werden nicht durchgeführt. ln Westdeutschland treffen Düsseldorf und Köln, Bonn und Krefeld aufeinander, um damit die Rundenspiele weiter zu fördern. Sportbundeinheiten auf Reisen, das verlangt immer Opfer von Gastgebern und' reisenden Mannschaften, das verspricht aber auch andererseits erneuten Auftrieb für die Arbeit unserer Vereine im Reich, Festigung der Kameradschaft unserer führenden Mannschaften. 5 0201010223484889484848234823534848315353232323539023234848

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