Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 50 (10.12.1937)
- Date
- 1937-12-10
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Aktuelles!ius der jüdischen Welt Bei den französisch-polnisch s prechungen in Warschau ist im iolonialproblems auch die An ichkeit für Jud<n aus Polen in Kolonien (Madagaskar) berühr! Die Jahresversa l ieh in London sla cl’Avigdor Golds Referat über di Siedlungssituatioi 1 Schwierigkeiten ü: Regierung der Deutschland auf ICA. bereitet w mid hiejt ein jüdische Wa er wies u. , die voin der Ansiedlung vo(i 1 in n Min^sterbei Rahmen des nsiedlunbsmögfranzcjsischen worden. mmlungder IGA. fand kürzlatt. Ihr Präsident, Sir (psmond ausführliches iiderungfs- und a. auf die brasilianischen Juden aus dem dortigen Grundbesitz def erden. , j Auf einer'großen jüdischen Kundgebung zti Ehren des Präsidenten fon Uruguay! ergriff auch der Außenminister! das Wort, Um der j idischen Bevölkerung namens des Präsidenten /1 danken.! I i Vom Rat des Rreuß. Landesverb. jild. Gemeinden wurde; einstimmig ein Antrjag an genommen, den Zusammenschluß aller Gemeinden bzw. Gemeindeverbände in Deutschland in einem Verband der jüd. Gemeinden im Deutschen Reich herbeizuführen. Eine Veranstaltung des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden in der Synagoge Fasanenstraße, Berlin, am letzten Monlag, nahm einen eindrucksvollen Verlauf. Auf e ne Begrüßungsansprache des Präsidenten Kammergerichtsrat a. D. Wolff folgten Sachrefer: ite über die verschiedenen Arbeitsgebiete,! die <:in Bild von der segensreichen Tätigkeit c es Landesverbandes gaben; Referenten: Rabb. I)r. Julius Galliner, Rabb. Dr. Seligsohn-Bonn, Rabb. Richter-Stettin, R. A. Dr. A. Klee. An der schönen musikalischen Umrahmung waren Kam. Willi. Guttmann, Godfried Zi elander, das Orchester der Künstlerhilfe un er Stabführung Dr. Schildbergers beteiligt. * Bei einer Chanukka-Veranstaltung der jüdischen Gemeinde Schanghai wurden zwei jüdischen jungen Leuten Ehrendiplome überreic lt. Sie hatten unter eigener Lebensgefahr während des Bombardements neun Thorarollen geret et. * Bei einer in Prag abgehaltenen Röntgei 10logen-Tagung kamen vier jüdische Röntgei io- Berlin ion A-Z [ Ankauf I Herr.« u. Damen-Garderobe PELZE (•tragen sucht dringend P»relm»nn,Uhlandatr.14 Tel. 310661 Altpapier, Akten Btantortpfofig Mtcr OartnU« Sehott N— Frfdrtdivtr 4. 52 II 44 \nkauf von Fiaachan L er Sorten. PUedwgrofchendloni MAX VICTOR f 63, Kelkmrtfcetrefce 18 TeL 2$ 69 SO Aenctllch« kntrunente HOSPITALIA Arxtand Kreaktabeaehedart Harry Zotkowtkl 1 WM AoCebargerstr. 61. 35 881* Vertreter AUont Welnstock (Bandeekemered) Autoralfan lortneilenI VnlkenMer-Werkstatt Imon PreBmann Bis. NO<3, Neos KSnldstr. M, Tel «318» referiert sSmtUdM Betten ap. Autobereifung ] Autoklempnerei ] Adolf Feingold AutOklfmpn«r«l Spct.t BUebtrelbirbcitco Li dttvpH. Frankfurt erAHevIli. SCSI 17 Autosattlerei rl Plellfer, Sattlern., - -leMu. II regfsand Karnsoer TAt-ENSEE. 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Berlin, am 14, Dez., mit eiijer großen Ausstellung „100 Jahre jüdische Kunst aus Berlinef Besitz“ eröffnet. Besuchszeiten; täglich lO-f-14 Uhr, außer Sonnabend. . ♦ I Zum Ordinarius an der Universität Hersch Lauterpaclj Universität London für internationales Recht Cambridge wurde Dr. t, bisher Dozent an der , berufen. * Bei einem Moirdüberfall nahe! Jerusalem wyrde ein junget Jude getötet, zwei verwundet. Auclr. sonst fanden vemchiedene Anschläge statt, u. a. wurde die landwirtschaftliche Schule für Mädchen in Nahalal heftig beschossen. In Tulkerem wurde ein Lagerhaus von Araberrt in Brand gesteckt; fünf . Araber erlagen ihfen Brandwunden. Die Ermordung von zwei arabischen Polizisten durch eine bewaffnete Araber-Bande hat sich bestätigt, die Leichname wurden gefunden. _ je In verschiedenen Teilen Palästinas fanden erneut militärische Suchaktionen 'und Haussuchungen statt. Dias Militärgericht sprach drei Gefängnisurteile wegen Waffenbesitzes aus. Chanukka-Feier Jn Frankfurt a. M. An einer von der ,,Gesellschaft für jüdische Volksbildun g." in der bis zum letzten Platz besetzten Hauptsynagoge veranstalteten Chanukka-Weihestünde nahmen zahlreiche Mitglieder des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Frankfurt als herzlich begrüßte Gäste teil Im Mittelpunkt der etwa einstündigen Feier, stand die Ansprache von Gemeinderabbiner Kam. Dr. Salzberger, der dem Reichsbund jüdischer Frontsoldaten als ehemaliger Feldgeistlicher eng verbunden ist. In eindringlichen Worten führte Kam. Dr. Salzberger aus; wie sich die beiden Feste, Purim und Chanufkka, das erst seit einigen Generationen mit stärkerer Betonung, began- " gen wird, ergänzten; wie Purim die Errettung von drohender äußerer Gefahr und Uebermächt festhält, Chanukka aber vor allem der historisch bedeutungsvollen Tatsache gilt, daß das jüdische Volk, das damals den Ver-_ lockungen der hellenistischen Welt zu erliegen drohte, wieder zur1, eigenen Religion, Sitte und Sittlichkeit zurückgefunden hat. Tapfer und geduldig tragen und mutig kämpfen, das sei — alte Tradition im Judentum, und das sei auch von den Frontsoldaten des großen Krieges beispielgebend in monatelansem Ausharren und in Angriff und Abwehr geleistet worden. „Und zu unverzagten Ausharren und Tragen eines schweren Lopes mahne uns! die Stunde und die Zeit; aber flieses stille . Heldentum habe nur dann seinen inneren Sinij, wenn sich > ihm der Glaub e, der Glaube an Gott und seine Fürsorge zugeselle. Und die Chanukkakerzen bezeugten es, daß in noch so düster “verhängten Zeit ein hell aufstrahlendes Licht nicht fehlen werde. Kam. G. Sch. 9