Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 44 (29.10.1937)
- Date
- 1937-10-29
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Pinczower hat mit dieser Arbeit, bei der Rabbiner Dr. Freimann, Berlin, und Prot Dr. Klein, Jerusalem, ihn unterstützten, einen wichtigen Teilbeit>r>g zur Geschichte der Leibesübungen im Judentum gegeben. Er hat aber zugleich auch mit dem erarbeiteten Material erneut festgestellt, — vielleicht sogar unbeabsichtigt, — <J*ß Leibesübungen in unserem heutigen Sinrie in der biblischen Zeit wohl kaum getrieben wurden. Die starke Zweckgebundenheit kommt gerade bei dieser Darstellung stark: Zum Ausdruck. Pinczower zeigt die Entwicklung seines jüdischen Läufers von der Laufjagd, Kriegsführung, zum Boten- und Meldeläufer, zum Vorläufer jener Leibgarde des prachtliefc^nden Salomo. Einigehervorragende Gestalten, wie der Läufer von Aphek, der königliche' David, Assael und Achimaaz werden eingehend gezeichnet, wie überhaupt die Bibel Wort um Wort durchsucht wurde, um jede Erwähnung des Laufs anzuführen. Daiß P. hierbei leicht zu Hypotheken greift, unj_eine Anschauung zu belegen, daß er z. B. de« Urtext mit „laufen*“ übersetzt, wo andere, wie z. B. Bcrnsfeld nur ,,eilen“ lasen, das wifd mit von jdem Willen bestimmt, in den« mddernen jüdischen Athleten nur eine Renaissance des „Jüdischen Läufers“ der biblischen Zeit zu sehen.: Dieser Versuch kann aber, — - besonders gegen Ende des Buches, — nicht überzeugen. Es entsteht aber das eindringliche Bild von, der Wehrhaftigkeit des alten Juda und Israbl. Harte Kämpfe um die Pun tte überall im Reich Fußball In Frankfurt noch Gesellschaftsspiele Ergebnisse vom 24. OktoberBar Kochba Frankfurt I. gegen JSpV. Offenbach I. 5:1 (2:1); Bar Kochba Frankfurt II. gegen JSpV. Offenbach II. 6:0 (3:0); Schild Frankfurt I. gegen Bar Kochba Offenbach I. 2:3 (0:3); Schild Frankfurt Jugend II. gegen Bar Kochba Frankfurt Jugend II. 1:4 (0:2); Schild Frankfurt Jugend t. gegen Bar Kochba Offenbach Jugend I. 2:1; Schild Mainz gegen Schild Frankflirt komb. 6:1 (3:1) Philanthropin Frankfurt Schüler I. gegen Schild Frankfurt Schüler I. 2:0 (2:0); Philanthropin Frankfurt Schüler II. gegen Schild Frankfurt Schüler II. 0:0. Das Verlustergcbnis des Schild, Frankfurt gegen die Offenbactier war eine böse Ueberraschung. Wenn auch für Eckstein und Leib Ersatz gestellt werden mußte, so hatte es doch zu diesem Ende nicht kommen dürfen. Die Schild-Leute kamen erst nach Seitenwechsel auf und holten d«nn doch noch zwei Treffer auf. In Wiesbaden trat gegen Mainz eine aus AH.«Leuten und Reservespielen] zusammengesetzte Mannschaft an, die natürlich .gegen diese harte Elf nicht bestehen konnte. Gegeo BK. Frankfurt leisteten i die Offenbacher sehr tapferen Widerstand. In der ersten Hüfte sah es durchaus nicht nach einer Ueber~ legenheit des Makkabimeisters aus. Die meisten Treffer fielen allerdings erst in der zweiten Hälfte. L w. Boxen Schönes Jugend-Boxen in Berlin Ausgeglichene Paarungen waren das hervorstechende Moment der Veranstaltung des 1BC. Berlin, mif def dieser Verein .erstmalig nach der Sommerpause vor die Oeffentlichkeit trat. Bei verhältnismäßig gutem Besuch, — es handelte sich zumeist um Schüler- und Jugendkäfnpfe —, gaf) es bei den schnellen Begegnungen nicht jveniger als sieben Paarungen, did unentschieden aufegingen. Die anderen; Kämpfe hatten folgenden Ausgang: Meidemana — Rc^vald II boxen unentschieden; Blumenthal schüft Alexander; - Rosenthal schlagt- Fcinberg; E.sner — Brahd boxen unentschieden; Lewinski II schlägt Loewenthal; Jakbfrowitz.— Arnheim, Goldbarth — Leiser II und Prager — Ostrowski kämpfetl unentschieden; Herzog schlägt Seelig; Leit. — Krawitz b'Äen unentschieden; Lewinski I — Schnell: Schnell siegt durch Abbruch nzch d. 1. Rd. wegen Ohrverletzung von Lejvinski I; Hirschberg schlägt Reiwald I; Ztcgrtmann — Kokctzki kämpfen unentschieden; Leiser I wirti von Leven geschlagen. H. N. Dagegen schon Punktespiele in Westfalen Das erste Punktespiel im Bezirk Westfalen sah die] Favoriten aus Dortmund und Bielefeld im Kampf. Angeblich wurden die Bielefelder zu spät; benachrichtigt und spielten unter Protest, da sie nur 10 Leute mitgebracht hatten. Dortmiftd gewann den harten Kampf 3:2 (0:0) durch "ganz am gezeichnete Leistungen seines Schlußtrios. Im übrigen wäret die .Mannschaften sich ebenbürtig. Bielefeld verwandel e einen Elfmeter, ein Dortmunder Spieler wurde des Feld« s verwiesen. ... un Am Mittelrl < durchge f mit 6:C U am Mittelrhein „Handballsonntag“ wurden im Bezirk nur einige wenige Fußballspiele Neuwii die I. Sc bach 6:i ührt. In Bonn gastierte Neuwied, das (3:0$ glatt überspielt wurde. 2 unterlag 0:2 in Bonn und in Köln siegte lülermanaschaft des JTV. gegeo die aus M.-Glad- € 1 33 di: Hockey \ Wer ist die. ^stärkste Mannschaft“? "Anläßlich de? „Hakoah-Tages“ ' wurde die Elf, der Hakpah-Köln als „die beste jüdische Mannschaft in Deutschland“ bezeichnet. Daß sie diestn Ruf nicht verdient, bewies eine durch Nachwuchsspieler stark ergänzte Mannschaft des S c h i 1 d - F r a n k f irr t, die Köln sehr glaitt mit 3:1 Toren besiegte. JSG. Eine spätere fluß zugespi lassen Intm^i gute sten vor JSG. 4:1; J, 1. Jugend Hagiber Hagiber An Sp all: Hakoali JSG. 33 besiegt Tennis-Bar Kochba Die-- Hockeysaison der Berliner jüdischen Vereine begann mit einem Gesellschaftsspiel zwischen JSG. i3 I und Tennisclub Bar Kochba. Nach ausgeglichenem Spiel gelang es Ostrowski (JSG.). durch das einzige Tor des Tages den knappen, aber1 infolge des größeren Eifers ira ganzen verdienten Sieg sicherzustellen. Haf. Schildl-Dresden kommt in Form Turnen Vortumerstuhde im Westen lm LV. Westdeutschland soll in der kommenden Zeit das Turnen besonders stark propagiert werden.; Als einleitende Veranstaltung wurde in Kölp in der neuen Gemeinde-Turnhalle eine Verbands-Vorturnerstunde durchgeführt. Aus 5 Vereinen waren 16 Turner und 3 Kampfrichter* erschienen. Vormittags wurden die für das ijn Januar in Köln vorgesehene Verbandswettqrnen auszuschreibenden Uebungen durchgenommen und nachmittags die Uebungen für die" Reichsmeisterschaften. Im Dezember soll noch einmal eine Vortumer- »tnnde stattfinden, in Aachen oder Köln. Fauätball Spiele in Breslau schlecht beschickt Zu [den Faustballwettkämpfen der Sportgruppe Breslau hatten sich leider nur die Mannschaften der Sportgruppe und des Bar Kochfaja-Breslau eingefunden. Es siegte Bar Kochba I mit 4131 Punkten. Bar Kochba II belegte den dritten Platz. Äandball ünchen wird Bayernmeister Die Handballmannschaften des Itus München lind ISC. Fürth standen sich im Punktespiel, l m die bayrische Meisterschaft gegenüber. Fürth, das «eine Mannschaft durch 4 Jugendspieler ei fänzt hatte, konnte bald eine 3:0 Führung erringen.« fl uneben fand sich allmählich auch mit den ungewohnten P atzverhältnissen ab und man sah an der Folgezeit ein b sonders schönes und faires Spiel zweier gleichwertiger S annschaften. Nach einem 6:6 Stand entschied in den U tzten . Minuten die größerer Routine der Münchener ürmer das Spiel zu Gunsten der Jtus Elf 8:6. t München hat damit die Handballmeistersfchaft der Männerklasse in Bayern errungen. 1 lünchens Damen "unterliegen Number« Gegen die noch etwas unerfahrene Münchti-.. Mannschaft hatte es die Nürnberger Mannsrhaft nicht schwer zu einem 4:1-Sieg und c en Punkten zu kommen. R. St. unterlag Bar Kochba-Hakoah 0:2 matte erste Hälfte, da nützte auch das Drängen nichts, in der zu allem Ueber- Ausgleichschancen in Form von zwei fochenen Elfmetern leichtsinnig ausgewurden. rhin .glauben wir, daß die Elf, die lagen zeigte, sich im Laufe der nächiele noch besser ausammenfjndet und u Dingen einsatzbereiter wird. 4 — Hagibor 4 2:0; JSG. 5 — Hakoah 4 :>G. Alte Herren —JSK. 2 1:0; JSG. — JSK. Jugend 6:3; JSG. 2. Jugend — 3. Jugend 4:1; JSG. 2. Schüler — 2. Schüler 3:0; JSG. 3. Schüler — 3. Schüler 0:1. , N...I Noch einige Privatspiele in Südwest Ergebnis vom 24. Oktober^ Philanthropin Frankfurt Jgd. I gegen Schild Frankfirt Jgd. I 5:3 (3:1); Schild Mainz Damen j egen Schild Frankfurt Damen II 1:5 (0:1); S child Mainz Jgd. gegen Schild Frankfurt Jgd." II. 5:1 (3:0). Mainz «pielte zum ersten Male wieder gegen Schild F ’ankfurt ohne Wiesbaden, nachdem die Spielgcmeinschaft a ifgelöst ist Die Frankfurter Damen hatten mit ihrem S cg wenig Mühe. Bei den Jugendeinh^ten konnten die F ankfurter keine vollständige Elt mitbringen, sodaß einige.’ F aßballer mitwirken mußten und den Verlust tnitvers huldcten. L w. I West startet schon in großer Form Nach den Fußballern gingen am 24. 10. di: 1 landballer Westdeutschlands an den Punktes:art und dabei zeigte sich, daß sie sich gu> vorbereitet hatten. Denn die Spiele in Kölu i nd Düsseldorf wurden so schnell durcheefihrt und erbrachten so gute Leistungen, dau nan auf die weiteren Treffen sehr gespannt1 i;t. Leider gab es aber auch schon einige 1 'latzverweise in Köln und Düsseldorf. vMit viel Olück holte sich die Spietgemcinschaft Aachep/ l üren. in Düsseldorf einen 7:6 Sieg, nachdem die Gastl eber beim Seitenwechsel noch 3:3 führten. Die neuf »rmierte Düsseldorf/Krefelder Elf wurde vom Mittelläufer i nd Mittelstürmer ausgezeichnet geführt, und einen Halb- I nken, der allein 5 Tore warf. Die Oaste mußten in oer; weiten Halbzeit umstellen, um den glücklichen Sieg' I crauszuhoten. Sie hatten im Mittelläufer und der rechten! turmscite ihre besten Leute. — Vorher hatten die Krefe! I tarnen Aachen/Düren mit einer >8:0 (5:8) Niederlage «dacht. Beide Einheiten traten unvollständig an, was aber < er westdeutschen Meisterelf wenig ausmaebte. Meister M.-Gladbach-Rhsydt zeigte in Köln vom JTY-i .ie man Torgelegenheiten ausnutzt. Daher auch der ver- iente 5:1 (2:1) Sieg, obwohl die Kölner 4m Feldspict I leichwertig waren. Etwas Pech hatten die Kölner schon, aß ihnen 2 Tore nicht anerkannt wurden, auch mußte i lr Torwart zwei Treffer verhüten. . Die Damen aus M.-Gladbach-Rbeydt holten sich einen 30 Steg, der in der .ersten Halbzeit bereits feststand. Die I ölnertrmefr konnten später den Wind aicht ausnutzen, pieltcn zu eigensinnig und gerissen. Oo. Nacff reichlich halbjähriger Pause trat Schild- Dresdeü wieder zum Fußballkampf an. Ein Spiel gegen Bar Kochba-Dresden II. zeigte die 10 Männ starke Schildmannschaft überlegen. Trotzdem wurden zahlreiche Torchancen verpaßt. Ergebnis: 1:1 (1:0 für Schild). Ein (Spiel, das Schild-Dresden gegen JSG.- Berlin III. austrug, brachte, nachdem Berlin sich die Führung hatte nehmen lassen, Dresden immer! mehr in Front. Dabei fehlten ihm zwei seiner besten Leute. Berlin drückte später stark, kam aber nach der Pause nicht mehr zum Schuß. Ergebnis 2:1 (1:1) für Dresden. 1 G.J. Wicht Kölns, andern Bonns Damen siegten! In der „Kraft“ vom 22. 10. d. Js. hieß es fälschlich i i der Ueberschrift „Kölns Damen schlagen Bonn“. Wie : ch aber schon. aus dem Text ergab, siegte Bonn. berliner Schild wird wieder stärker SG. 33 nur knapp geschlagen! Wer hätte vor dem Spiel geglaubt, daß es < 1er noch dazu ohne ihren besten Stürmer ntretenden JSG.-Mannschaft gelingen würde, den Bar Kochbanern ein so knappes Resultat bzutrotzen? Die Reichsmeisterelt hat jedeni älls mit diesem Spiel bewiesen, daß sie die i pielereinbußen der letzten Wochen über- ' unden hat, während der Sportbund damit (as erfreuliche Fazit ziehen kann, in der 1 leichshauptstadt nunmehr neben der JSO. i och mit dem Boxclub Berlin, also mit zwei i pielstarken Einheiten in der ersten Klasse t errieten zu sein. Nach einer Halbzeitführung von 5:3, zogen die Bar Kochbaner auf 93 davon und es s:hien, als sollte das Resultat der letzten Bei egnung im August d. J. eine Wiederholung f nden. Aber diesmal setzten die JSG.er einen inheimlichen Kampfgeist ein,, der ihnen bis l um Schluß noch vier schöne* Tore einbrachte. A