Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 43 (22.10.1937)
- Date
- 1937-10-22
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 43 / 22. 10. 37 Und nun Andfiff im Fußball LLES ORGAN DES „SCHILD", PSPORTfiUND CHSBUNDBS JÜDISCHER FRONTSOLDATEN Der letzte Sonntag brachte iun auch die ersten Rundenspiele im Fußball. Ihr Beginn nicht einheitlich, teils fiel :ii schon die sten Tore während man in anderen Teilen des Reichs noch überlegt, wer nu i in welchen Klassen spielen wird. — Aber trotzdem läßt ich jetzt schon ein Gesamtbild gewinnen. In Berlin hat der „Spielausschuß Jüdischer •ußballvereine“ die Spiele in 3 Männer-, 2 [Jugend- und 2 Schülerklassen ausgeschrieben, -s sind, wie im Handball, 48 Mannschaften J gemeldet, wenn man die Fr; uen-Handballf Mannschaften hier nicht in Anre rhnung bringt. Jen Sportbund „Schild“ vertrit die Jüdische port-Gemeinschaft 33 (JSG.), einstmals der rste Fußball-Reichsmeister des Sportbundes, .„.lang, lang ist es her. —) Den Deutschen \1akkabikreis vertreten: Bar-K ichba-Hakoah, .Magibor, Jüdischer ’ Sport-Klub (JSK.). JSG. meldete 6 Männermannschafte:, 2 Jugend- und 3 Schüler-Einheiten, d. h. also 15 von 48 Mannschaften. Während im Handball zahlenmäßig die beiden Sport verbände sich die Wage halten, überwiegt beim Fußball der Deutsche Makkabikreis b< sonders stark, bei der Jugend im Handball dagegen der „Schild“. Im vergangenen Jahre spielte man in West- .cutschland noch innerh ilb der drei ’*zirke. Da aber in diesem Jahre einige v creine keine Fußballmannschaf :en mehr stellen können, ist eine Neueinteih ng notwendig geworden. In der kommende i Saison wird nun in 2 Abteilungen gespielt werden. Dabei "urden die Vereine des in der Mitte liegenden ndustriebe/irks nach Westfal :n und Mittel- ’iein aufgeteilt. -dm Bezirk M i 11 e 1 r h e i i mit seinen >iets>arken Mannschaften werde der westutsche Meister Bochum zuieteilt, so daß •Jiehr die Klasse A mit 8 Mannschaf- ( in die Rundenspiele ei: zieht. Bochum, M.-GIadbach, Bonn, Krefeld, Düren, eldorf und Neuwied bewerben sich um ^Meistertitel. Zweifellos nin mt Bochum die triienstelle ein, doch wirf der Bezirks- Jrteidiger Köln, in neuem Aufschwung W*"» Slc'1 nicht ohne i weiteres „kaltw lassen. Auch mit Bon i ist wieder zu Schwächer geworden st M.-GIadbach, ■daß man jedoch von „ohne jede Chance“ Tn kann. DieSpielgemeinschaft Aachen/ J wurde kürzlich Pokalm eister vom Mitli und ist so spielstark geworden, daß ACn »Js e,?e Sroße CI ance hat. Die Mannschaften werdet nicht in die *jigeschehnisse eingreifer können, viel- J bringt aber Düsseldorf eine Ueber- Anßi Gewissermaßen nebenher läuft der . Spielbetrieb der anderen Fußballklassen, in der Klasse B vereir igten 2. Mann-! L°n *5.ö,n> Bonn’ M- Gladbach, Kre- | ^achen/Düren und Bochum werden sich I harte Kämpfe liefern vie die Schüler I 1t.“: Der JTV. Köln sowie Gladbach-! ‘^»teilen je 2 Schülerm.innschaften, die j Bonn, Krefeld, Düsseldorf und I ac. .^i/puren je eine. I n, e Spiele in der Abteilunj W e s t f a'I e n j * in von Dortmund, Gelsenkirchen, Münster, ’ jjld und Minden beschi:kt. Möglicherf stoßen noch Duisburg und Wiedenj ' - hinzu. M Die große Zahl der spielenden Vereine schafft hoffentlich auch eine Leistungssteigerung, denn bei den Endspielen um d e Fußlall-Reichsmeisterschaft 1937 fiel Westdeutschland ziemlich aus. I In Süd-Westdeutschlan-d snd die Einteilungen noch nicht getroffen worqen. Am weitaus spielstärksten erscheint uhs die Neckar-Rhein-Gruppe (Süd), wo wcihl der beste Fußball im jüdischen Sport in Deutschland gespielt wird. Der zweimalige] Reichstneister des Sportbundes „Schild“'Stuttgart ist weiterhin ungeschlagen, aber auch der jTCK. 03 Karlsruhe, die Heilbronner, .spielen einen guten Fußball. Ulm, Pforzheim, Göppin- Igen z. B. sind noch im Kommen. In der jMain-Gruppe wurde Schild-Frankftrt a. M. j Pokalsieger, zeigte sich also ebenso wie die Stuttgarter, seinem Lokal-Rivalen überlegen. iWenn auch die endgültige Einteilung noch nicht feststeht, so darf man doch schon sagen, daß im Süden des Reichs der Sportbund zahlen- und leistungsmäßig die Fühlung im Fußball besitzt. In Mitteldeutschland wird man — wie im Handball — versuchen, nun in diesem Jahre Rundenspiele durchzuführen. ' Leipzig, Jena, Chemnitz, Dresden, Meiningen find noch einige andere Vereine, sollten diese Aufgabe — wenn auch unter großen Opfern — lösen können. Ober- und Niederschlesiem, Ostpreußen werden sich wieder mit Gesellschaftsspielen begnügen müssen. Hoffentlich Sin lernen zu lehren Aus dar Sommerarbeit des Kurs C der Jüdischen Sportlenrersdrale (Instit. Rioch) In Stuttgart I Aufnahmen: Edwin Halle haben die Breslauer dazu recht viel Gelegenheit, denn in der letzten Saison kämpften sie sich [bis zur Endrunde durch. ln Nird-Westdeutschland sollten wieder Schild-Hamburg und Bremen, VTH- Hannover und vielleicht auch die eifrige Auricher Sportgruppe in der 1. Klasse spielen, Hamburgs, Bremens und Hannovers Reserven in der 2. Klasse mit dem Jücf. Jugendbund^ Leer una der Sportgruppe Emden zusammen^ treffen, wenn es dieser gelingt, eine Mannschaft zu stellen. Eine endgültige Einteilung steht aber noch aus. ~ ~ Auf dife neuen Fußballregeln hat der Reichs- Obmann I hingewiesen. Sie sind mittlerweile in Kraft! getreten. Die Verbindlichkeit seines Hinweises auf die Durchführung von Schiedsrichterlenrgängen wird hoffentlich auchdiese Frage «klärt haben. Die Einteilungen der Rundenspiele sind oder werden . in den nächsten Tagen noch getroffen. Und nun-kann der Anpfiff ertönen, die Spiele beginnen und wieder werden Sonntag um Sonntag unsere Mannschaften um die Punkte* um den Titel des Meisters kämpfen. Pym. Endlich ein Schwimmkamj)f gegen Makkabi Breslauer Internationales mit Hakoah Wien, Deutscher Malkabikreis und Sportbund „Schild" N Unsere Schwimmer haben es schwer. Die Wettkämpfe sind selten, die Training imöglichkeiten sehr beschränkt, die Gegner feh len. Einen ganzen Sorfimer, nach unseren Reicl ismeisterschaften, haben sie nun geschwommen, ohne daß ein Wettkampf für die Trainingshrbeit ein bestimmendes und anreizendes Ziel I bot. Am Beginn der Hallen-Saison wird Jiun das große internationale ScHwimmf e s t sein, das der Jüdische Schi wimmverein Breslau für den 31. Oktober ausgeschrieben hat. Zum ersten nlale seit langer Zeit treffen nicht nur unsei e Besten wieder einmal aufeinander, sondern zor allem zum ersten Male seit zwei Jahren v ieder aut den Deutschen Makkabikreis, w eder im Rahmen einer internationalen Veranstaltung, bei der damals die Tschechen unjl Ungarn des Makkabi-Weltverbandes startetei und unsere Frauen sich so besonders ausijeichneten. Diesmal ist es Hakoah-Wien* die der Einladung des Jüdischen Schwijnmvereins nachkommen wird. Eine W a s g e r b a 11 - Mannschaft wird auf eine Makkabi-j und^eine Schild-Mannschaft treffen. Wie weit außerdem die Wiener noch in Einzelrennen upd. in den Staffeln starten werden, läßt sich ipi Augenblick noch nicht feststellen. Es Wäre aber sehr zu wünschen, denn gerade ihre Frauen sind Weltklasse, ein Gegner für unsere Schwimmerinnen, wie wir ihn im ( jüdischen Sport Deutschlands leider nie findep werden. Hakoah-Wien ist mehrfacher Oesterfeichischer Meister gewesen, seine Jugendlichen und Frauen baller „Fünf“, hat, jahrzehnjt zu bestell auf dies sentative sieht. Die 31. Oktö auch heute noch führend, die Wasserirrste Klasse. Gewiß wird unsere die noch niemals zusammengespielt. en eine Mannschaft, die auf eine elange Tradition zurückblickt, wenig len haben. Und doch freuen wir uns es Spiel, das endlich mal eine repfä- Sportbund-Mannschaft im Wasser Kämpfe beginnen am Sonntag, den ber im Breslauer Hallen-Schwimmbad Zwei Bestleistungen Bei entern Leistungsschwimmen der JSG. 33 wurden; trotz ungünstiger Bahnverhältnkse zwei neue Schild-Bestleistungen aufgestellt. Die Lagen)-Staffel konnte die 3X100 m mit Meysel, I Tischauer und Trapowski in 4,0 5.5r Min. zurücklegen und damit ihre eigene Bestleistung) von 4,24.7 Min. beträchtlich unterbieten. Ernst Tischauer, der vor kurzem erst eine netie Bestleistung über 100 m Brust aufstellte, Tdurchschwamm die 200 m in 3,05.7 Min. unid unterbot damit seine bisherige Bestzeit uni 3,3 Sekunden. j i B«rnd Mertel ist wieder bester geworden und schwamm 100 m Rucken in 1.29,6 Min., die! Jugendlichen zeigten einen weiteren Leistungsanstieg: Trapowskl crawtte 100 m in 1.13,1 Min. Marx gewann das 53 m Crawlschwimmen für Knaben in 0.36.8 Min., Wendt die 50 m Knaben-Brust in 0.41,3 Min. Ursel Robinsohn siegjte im 100 m Brust* schwimme4 der weibl. Jugend mit 1.45,9 Min., Sybille Meysel crewlte 100 m in 1.38,2 Mm.