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Der Schild · 1937-10-08 · 41 (8.10.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
41 (8.10.1937)
Date
1937-10-08
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nr. 41 / 8. 10. 37 JLLES ORGAN "3eS „SCHILD", PSPORTjBUND DES RBICHSBUNDES JÜDISCHER FRONTSOLDATEN Die Leichtathletik-Saison war zu kurz Eine warme Oktobersonne li:i gt über unseispi ' ginnen, ein übermütiger Herbitwina wirbelt bunte Blätter über die Aschenbahn, es ist als wollten beide sich noch schnell etwas beliebt auf so Stiche machen, die Sonne bei uns, weil sie vielen Sportfesten der Saison uns im gelassen hatte, der Wind bei d :r Aschenbahn mit einem Blätterrennen, weil sie so wenig Rennen in diesem Jahre erlebte — Ja, es war eine zu kurze Saison für unsere Leichtathleten Mitte Juni konnte erst das Trainin Jüdischen Feiertagen Anfang September fan den die Wettkämpfe ein vorzeit ges Ende, und auch die letzten Begegnungen, die am 3. Oktober stattfinden sollten, multten abgesagt iwerden. Nun bleibt, wie immer in diesen Herbsttagen, die Aufgabe, die Gesamtarbeh der Saison zu würdigen, die Leistungen unserer Athleten zu werten. Der Generationenwec Beginn wir schon in der letzten l s e 1, dessen :n Saison feststellten, hat sich verstärkt. Sjchon wurden von-Mädchen fünf von acht Titeln der Frauen errungen, zeigten die Juge die sie zu den „Fünf Besten“ klasse rechnen läßt. Je jünger, Unsere Fünfzehn- und Sechzet gen in ihrer Gesamtheit ein K igten die Jugendlichen Leistungen, den „Fünf Besten“ der Männerum so besser! njährigen zei-!< innen, das allals wiiklich gut zu gemein und omei bezeichnen ist. Wer in den letzten Wochen hatte, sah An- <:s sich in die- ALLIGATOR'^# Joi sird (j u I c lederwaron UNSERE VERKAUFSGES CHÄFTB. Barlln, TaMoMtutni« 16 Hambnrf, JnntfaxuUM 43 Kala «. Hl, Hobaaaata 115 Baaaa, Limba&sOiia 10 Baaaa Bochnm Frankfurt 1 Zantiala, Al ■ WupputaHlbarftld. Hanofataka Haaptbahahof 10 Koctnoialraka 67 M. Roimarkt 15 (plfaabach a. M. 36 objektiv /er in der Saison einen klaren Blick Sätze und Anzeichen, als habe sem Jahr nur um ein Zwischenspiel gehandelt, als seien die Bestleistungen, die in diesem Jahr nicht erreicht werden konnten, in großer Gefahr, in der kommenden Saison immer wieder unterboten zu werden. Leicht verliert man sich in Prognosen, zu denen dieses kurze Intermezzo — Leichtathletiksaison 1937 reizt,statt abwägend zu werten. Oder sini diese Prognosen schon eine Wertung, lieft nicht doch eine reale Grundlage vor, auf der sie getroffen werden? Versuchen wir einmal, 1. .Arbeit und Stand der Leichtathletik in den einzelnen Landessport verbänden zu überprüfen, dann 2. das Fa üt als Uebergang zur Wertung der Einzelleistungen zu ziehen. Nach wie vor ist Berlin durch die JSG.33 der führende Leichtathletik-Verein des Sportbundes; und, das bewies 6ie tei jedem Zusammentreffen mit dem Bar Koch ba Berlin, auch die stärkste Leichtathletik-Mannschaft im jüdischen Spo -1 in Deutschland. Das beweist auch jede Bestenliste, in der die jSO, 33 weitaus zahlreicher bis jeder ander« jüdische Verein in Deutschland vertreten ist. Andererseits zeigte die Safson den besonders starken Mangel an Sprintern bei den Männern und neuerdings auch bei den Frauen. Aber wer die Leistungen dis Nachwuchs» der JSG-, gerade auch bei djen Mädchen iah, der darf hier für die kommende Saison eine starke Besserung erwarten- Während in den technischen Uebungen die Frauen dagegen hervorragend sind, versagen s uch hier die Minner, die allerdings m den Mi:tel- und Langstrecken sämtliche Reichsme s er des .„Schild“ stellen konnten. Ein Beweis für die Stärke! der Berliner Jugend ist ihr [Sieg im Jugend-Landesverbandskampf. Daß aber hier Süd-Westdentsch- 1 a n d I den zweiten Platz errang, ze igt, wie stark Süd-West wieder im Kommen st. Ausgangspunkt dieser Aufwärtsbewegung ,var jene eifrige Darmstädter Sportgruppc, die j etzt ihre letzten Aktiven zum TSV.-Schild, Frankfurt a. M., überführte. Der TSV.-Schild bat nun endlich wieder eine Kampfmannschift, die seiner Bedeutung entspricht. Die schnelle Bahn am Buchraifiweiher, aas vorzügliche Jugendmaterial, die günstige Lage für Sportreisen, sie sollten in Frankfurt bald eine starke Mannschaft zusammenbringen. Wiesbader - Mainz, die neue Sportgemeinschaft, wird imm :r wieder ein kampfstarker Gegner für Klubkämofe^ eine wertvolle Ergänzung für die Verbau dsmannschaft sein. Westdeutschland ist in seiren Leistungen zurückgegangen, da zahlreiche füh-- renae Sportbundathleten, wir nenren nur Klaber, Burg, Rosenbaum, Marx, Ma-da Alsberg. Trude Seligmann, in andere Landesverbände abgewandert, z. T. sogar ausg« wandert sind. Altmeister Salmang ist einsam geworden, es fehlen die Kameraden, die ihm hellen, dem Landesverband die alte Schlagkraft z i geben. Hoffenilich gelingt es dem neuen Landesverbands-Obmann Heumann, aus dem sehr veranlagten Nachwuchs durch besonders zahlreiche Wettkämpfe, durch Schulungskurse di« bei der dichten Besiedlung Westdeutschland« relativ leicht Möglich sind, wieder eine neut Mannschaft in alter Stärke zu schaffen. Württemberg vermochte im Vorjahr durch äie Schüler der Sportlehrerscl ule, besonders bei den Männern, sich auszuveichnen. Seit aber nun Klaber in Fürth startet, andere abgewandert sind, liegt die Stärke 'bei den Frauen, wo wieder in erster Linie diel Schülerinneh der Sportschule (Gisela Schneider, Inge Cohn, jlTaude Lippmann z. B.) es erreichten, daß Stuttgart heute den JSQ.-Mädels‘ In einem Verbandskampf ein ebenbürtiger Gegner ist. Zwischen diesen vier Landesverbänden und den anderen des „Schild“ besteht ein deutlicher Leistungsabstand. Niederschlesilen hat sich endlich etwas verstärkt und überraschend mit Breslau die Sprintstaffel bei den Meisterschaften gewinnen können. In Oschinsky wächst ein zuverlässiger Sprinter heran, Prein konnte sich auch in diesem Jahr wieder erheblich verbessern und ist neben Klaber wohl der Vielseitigste Athlet des „Schild“. J Obejrs c h 1 es ie n hat noch nicht ganz den Anschluß gefunden, aber seine außerordentlich zielbewußte Schulungsarbeit hat eine allgemeine Leistungssteigerung zur Fplge gehabt, die erwarten läßt, daß schon das kommende Jahr eine gute OS.-Mannschaft bringt. •.~-r Martin i.ewin, Tilsit, einer Unserer vielseitigsten Aktiven, verließ uns in diesen Tagen auf der 'Buche nadr einer neuen Heimat. , Bild: Dzubis Baden, Mitteldeutschland und Nor d d eutschland haben neben einer allgemeinen großen Jugendarbeit, bisher nur wenige Einzelkönner herauszustellen vermocht Aber auch hier will es scheinen, als brächte schon das nächste Jahr einen Umschwung. Besonder^ die drei Großvereine TK. 03 Karlsruhe, Schild-Hamburg und Schild-Leipzig sollten dazu befähigt sein. Schulungskurse in den ersten Frühjahrstagen mit guten Lehrern, zahlreiche Wettkampfe mit anderen Landesverbänden scheinen der Weg zu sein. Ostpreußen hat in den Brüdern Gutmann-Königsberg einen guten Nachwuchs für Martin Lewin-Tilsit gefunden, der leider aus«- wandefte. Aber auch hier geht die Arbeit vorwärts. Ja, die Arbeit geht vorwärts, wenn, es auch auf den ersten Blick so scheinen will, als sei ein Stillstand eingetreten. Die kurze, meist verregnete Saison brachte wohl nur eine neue Bestleistung durch Klaber, ließ manchen Athleten seine Vorjahrsbestleistung nicht erreichen. Und doch hat sich die Arbeit gelohnt, «zeigtenBuch überall Ansätze zu weitaus besseren Leistungen. Neue Namen klangen auf, aus Jugendlichen sind- Männer und Frauen geworden, immer breiter wird die Gruppe der Athleten, aus der neue Bestleistungen erstehen sollten, die . nicht Ausdruck des Einzelkönnens, sondern unserer Ges^ratarbeit sind. Wir] erwarten sie im kommenden Jahr. Ein Ueberblick über die Leistungen unserer Besten, die diesem Beitrag folgen wird, soll die Anschauung bekräftigen: wir sind trotz allem wieder ein Stück vorwärts gekommen. Pym. ' Offizielle Mitteilungen Turn- und Leichtathletikobmann für Baden Der Landessportleiter für Baden hat den Sportkameraden Erich Simon, Karlsruhe, Kaiserstr. 201 zum Landesobmann für Turnen und Leichtathletik ernannt. Einen öffentlichen Verweis wegen Nichtbefolgung unseres Rundschreibens vom 18. 9. 1937 betr. Sportstätten erhalten die Sportgruppen: Baden-Baden, Burgsteinfurt, Cosel, Dresden, Dülmen, Duisburg, Eisenach, Emmendingen, Emmerich, Eschwege, Gailingen, Glogau, Göttingen, Bad Homburg, Jena, Koblenz, Mainz, Neustadt O./S., Neuwied, Oberhausen, Offenburg, Soest, Sorau, Tilsit, Weißenfels. Die Anschrift von ,Schild“ Magdeburg lautet mit sofortiger Wirkung: Emst Levy, Magdeburg, Gustav-Adolf-Str. 29. »Magister - Kirsch «■* uu« — MaatatarMBaallaaT

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