Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 38 (17.9.1937)
- Date
- 1937-09-17
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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IELLBS ORGAN DES „SCHILD", PSPOR ICHSBUNDES JÜDISCHER FRONTSOLIl) "BUND ATEN Nr. 38 < 17. 9. 37 Sdiild-Stuttgart bleibt Fußbali-Meister Sport gruppe Breslau vertiert In Stuttgart überraschend hoch mit 0,5. Halbzeit 0,3 Toren Beginn der neuen, \L-ar zug eich die Me sterschaft der alten Saison. Das h eß Rückblick und Ausblick zugleich, Rechenschaft über unsere Arbeit auf dem Wege der hinter uns lie^ , Fingerzeig, für die Arbeit di^ im kommenden Jahr zu leisten ist. Stuttgart holt sich auf fremden Bodeh in Hamburg in gutem Stil das Recht zur Endrunde. Breslau wurde zu H.iuse Sieger [über JSO. Berlin. Und nun fiel Bre-lau überraschend vollkommen aus. Soll man iie Schuld darin suchen, daß die Manmchaft eine löstüitdige Bahnfahrt hinter sich und nur eine Nachtruhe vor dem Spiel hatte, oder beim Mittelstürmer, bei dem sich kurz nach Spielbeginn eine alte Meniskusv :rletz ing bemerkbar machte? Gleichviel, wir missen feststellen'. Breslau war in dieser Verfassung kein Endspielgegner. Andererseits halte Stuttgart in dieser Verfassung auch größere Gegner überrannt. Aber das Spiel hielt nicht das, was man sich von einem Endspiel ve sprach! Die Mannschaften traten i i folgende? Aufstellung an: Stuttgart: VolUvcilcr, E. Scheer, Marx, Summ rfekl, Engländer, H. Schccr, Samuel, Joseph, DrcifuU, Arojisohri, Wolf. Breslau: Schüftan, Hcr*.han, B. Hosen, PicW, R. kosen, Nothmann, Gallovvsky, Kramer, Engel, rriedtinder. Stuttgart spielt an und schifft gleich in, der 1. Minute eine gefährliche Lage vor dem Breslauer Tor, erzwingt bald 3 Ecken, die es aber nicht verwerten kann. In dieser etstet| Viertelstunde kann sich Br »lau nicht freimachen. Erst in der 20. Mir ute gelingt auch seinem Sturm ein Eckball, cer ebenfalls zu kdinem Erfolg führt. Etwa > später w ehrt Breslaus rechter Läufer ein« n Ball unsa aber ab, Stuttgarts Linksaußen, der frühere I iternationale, zieht in Ruhe da* Leder vor und setzt aus 20'Metern einen unhaltbaren Schuß in den Breslauer Kasten! Großer Jubel bei den etwa 500 Zuschauern. Wohl vermag Breslau noch zwei Ecken zu erzwingen, doch Stuttgart spielt während des Restes der eisten Sriielhälfte stark überlegen. In der 38. Minute legt der linke Läufer Schee r den Ball halbhoch vor. .Dreifuß nimmt ihn auf und setzt ihh plaziert unter die Latte. 5 Minuten später vejrfehlt der linke Verteidiger Breslaus eine Vorlage von rechts. An den ein Foul reklamierenden Torwächter vorbei, geht der Flachschuß Aronsohns ins Tor. Eine Lehre für alle dije, die glauben, dem Schiedsrichter fortwährend Lektionen erteilen zu müssen! Mit Beginn der zweiten Halbzeit erscheint der verletzte Joseph auf Rechtsaußen als Statist. Redaktionsschluß wegen verlegt. Sportberichte vom in der näcisten Nummer. des Feiertags 12. 9. daher vorerst Zu hab«n lidon guten Faohgeaoh&ften Breslaus Mannschaft erscheint jetzt müdet. Aber auch die Stuttgarter spi lieh nervös und knallen manche Angelegenheit daneben. Dreifuß kaTit der 9. Minute einen von H. Scheer hereingegebenen Strafstoß direkt akks unhaltbar verwandeln, dann scheint bei Stuttgart eine Reaktion eingetreteh Breslau kommt etwas auf, kann abei ausgearbeiteten Chancen nicht verw dem arbeitete der Stuttgarter Torwart zuverlässig, während in diesen Minut« teidigung einige sehr leichtsinnige machte. Aber Breslaus Stürmer miiss mit beiden Füßen zu spielen und zu Samuel-Stuttgart, flankt schön Aronsohn lenkt zum fünften Tr vergebens wirft sich Breslaus Torwä hätte Breslau in diesem Endspiel das gegönnt, aber es gelang der Mannscf sich durchzusetzen. stark erreichotsichere 5:0 ist ein Ergebnis, das sehr d Aber es hätte leicht noch höher lauteh wenn der gute Breslauer Verteidiger nicht immer wieder im letzten A klärend eingegriffen hätte. Die Der Tag der jüdischen Schule Es war ein überzeugendes Bild Leistungswillen der jüdischen Schuh rziehung, als vor ungefähr vierzehn Tagen der besten Jungen und Mädel der (lensten Gruppen und Altersklassen, auch die zwanzig Besten aus dem Üeioh, vor ungefähr 6 00 0 Schulkindern zur düng aufmarschierten. Und diese zwar in undervoll der Luft 4ber auch zu'sein, die her- . drten. Zuruhig und n die Ver- Schnitzer :n lernen,| schießen, ein und i ffer ein, Man! Ehrentor aft nicht,. Marianne Glaset-rienin springt 1.46 m. siegte damit bei den 1.,‘ichtathletik-Reichsmeisterschaften und den Kämpfen der jüdischen Schuten Bild: Abrtham. c Itter. eutlich ist. können, Krämer1 ugenblick L iuferreihe Breslaus fiel überhaupt nicht auf, sie war' einfach nie zur Stelle, während bei Stuttgart gerade die Läuferreihe sich auszeichnete. Insbesondere H. Scheer war es immer wieder, der die aktive Breslauer rechte Seite hielt, aber auch viele Torgelegenheiten einleitete. Stuttgarts Mannschaft war deutjjch eine Klasse besser als ihre Gegner, Man sah manches technische: Kabinettstück, manches Mal aber auch übertrieben, was leicht zu Mißerfolgen führen kann! Immerhin dürfte die Stuttgarter Mannschaft zur Zeit die beste Fußball-Mannschaft im jüdischen Sport sein. Ihr gebührt mit Recht zur Zeit der Titel: Meister! Schmulewitz-Leipzig hatte das Spiel von Anfang an fest in der Hand, sodaß es jederzeit im fairen sportlichen Rahmen blieb. Ed. von' dem’ Hunderte verschiedarunter EntSchei- Entscheidungen wurden mit einer solchen lei lenschaftlichen Anteilnahme durchgeführt, w e es der Grunewaldsportplatz bei den Meisterschaften der Verbände nur ganz selten erk bt hatte. Es gab, — wie erwartet, — zahlre che güte Leistungen, meist aber durch Sch ile/, die in dem Jugendsport der Vereine früher auszuzeichnen vermochten. Und doch konnte man immer wieder zahlreiche! überdurchschnittliche Begabungen fststellcnj Marianne Glaser (Waldschule Kalisk ), unsere fünfzehnjährige Reichsmeisterin, gewann den: Dreikampf und das Kugelstoßen, sodann aber, den Hochsprung mit der feinen Leistung von 1,45 m. Hepner (Philanthropin Frank ürta. M.j Jg. 21/22),* der in den Ausscheidung ikämpfen 1,65 m übersprungen hatte, erreichte 1,60 m, Ehrlich (Ländschulhcim Caputh) gewann die 100 m in (1,8 Sek., Ellen Horwitz (Lessler- Schule) die 100 m in 13,7 Sek., Cramberg (Adass) stieß die 4 kg. Kugel 13,04 m weit, und die kleine Schreiber (4. V« lksschuki Jg. 23/24) sprang 4,52 m weit. Organisatorisch bis ins Kleinste \ orzüglich vorbereitet, diszipliniert und pünkt, lieh abgewickelt; das waren äuBepe Merk-i male dieser Veranstaltung, die iwir mit Freude feststellten. Und doch scheinen uns ein paar kritische Worte notwendig zu sein, («Jenen evtl, noch einige grundsätzliche Ausführungen zu anderen Zeiten n achfolgen sollen), um so mehr, als der hervorragende Eindruck, den die jüdische Schuljugend und ihre sportliche Erziehung mit diesem Tag gemacht haben, damit in keiner Weise beeindruckt werden kann. Der Tag wurde mit einem eindrucksvollen Aufmarsch begonnen. Jede Schulgruppe trug ein Namensschild voran, das prämiert wurde- Unsinnig wird jedoch eine Prämiierung, wenn man erfährt, daß es sich hier nicht um Schülerarbeiten handelt, sondern um Werke der ver- Neue Schwimm-Bestleistung anerkannt Ernst Tfchauer, JSG. 33-Berlin, gelang es am 1. September über T00 m-Brust die bisherige Bestleistung Kurt Kaufmanns, JSV. Köln 02, von 1,24.3 Min: auf 1,21.3 Min. zu verbessern. Die neue Bestleistung konnte inzwischen anerkannt werden. schiedenen Zeichenlehrer, daß sogar Plakatmalereien mit der Herstellung des Schulschildes beauftragt wurden. Sodann hätten wir gerne die zahlreichen Ehrengäste im Zuschauerstatt im Innenraum gesehen, wo sie die Sicht ver- ALLIGATOR 1^1 das sind gute Loderwaren UNSERE VERKAUFSGESCHÄFTE. Berlin, Tuntsksatrik 16 Hamborg, Jungfern*tief 43 Köln a. Rh., Hohe«trabe 115 E e n, Limbecka trabe 10 Besen, Am Hauptbahnhof 10 Bochum, Kortomstrabe 67 Frankfurt a. M., Rohmarkt 15 Zentrale, Offenbach a. M. WappertaUBberfeld, Henogstraie 36 5