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Der Schild · 1937-07-09 · 28 (9.7.1937) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
28 (9.7.1937)
Date
1937-07-09
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Aktuelles aus der jüdischen Welt j Der amtliche Bericht der Königlichen Untersuchungs-Kommission für Palästina (Peel-Bericht), dessen Bekanntgabe für den 8. Juli vorgesehen ist, liegt uns bei Redaktionsschluß r-jph nicht vor- Demgemäß stellen will auch aaS, was vom Standpunkt jüdischer Frontsoldaten dazu zu sagen sein wird, heut^ noch zurück. Die amtliche Bekanntgabe des 'Peel-B|e: (gleichzeitig in London und Jerusaletn) in Palästina bereits durch militärische rungsmaßnahmen vorbereitet und durcl Enteendung eines britischen Kriegs^c unterstrichen. Der Oberstkommandierende der bri i: Armee in Aegypten, General Wyer, w Palästina und hielt Besprechungen ' stellvertretenden High Commissioner Battershill und dem palästinensischen kommandierenden General Dill ab. mi: richte wurde Sichelt die :hiffes ischen eilt in dem D. Ober- W 18 000 Mann Militär und Polizei I Alarmbereitschaft erhalten, da Unruh Ider Verkündung der Regierungserklirun F die neue Palästina-Politik befürchtet haben nach? über werden. er Zuverlässig wird erwartet, daß die Königliche Kommission eine Aufteilung dis bisherigen Mandatsgebietes Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat vorschlägt. Der erstere soll die ganze Mittelmeerküste mit Haifa, Galiläa, den Em:k und den größten Teil des Beisan-Gebieteä umfassen. Vorgeschlagen soll ferner sei n ein ständiges britisches Mandat über Jerisalcm, Bethlehem und Nazareth sowie ein ara rischer Korridor zwischen Jerusalem und Jaff i. Der Araber-Staat soll das übrige Palästina und T ransJordanien umfassen Das englische Kabii i< der Regierungserklärur | -tfhapoittik beschlössest ihichzeitig mit dem lission veröffentlicht »s Kabinett die Hau i. lssion gutgeheißen. Bericht der Peel-Kon soll in 14 Tagen statt i ett hat den g über die neu die am Do: llericht der Kgl wird. Gleichzeii' ibtvorschläge de, Die Debatte üs mission im inden. Im Senat der Verb Amerika ist die Frage im Hinblick auf die Palästina-Konvention gekommen. Schritte gierung wurden geformt liehen polnischen Kreit ilan unter dem Gesicl . anderungsmöglichkeit^i ' it zugewandt. inigten Staatep der Teilung englisch-ameril^ ' on 1924 zur r amerikanisc!ert. — Adch wird dfeäi T ijtspunkt jüdische: n größte Aufm de nen rd ine Die Jüdische Gemei: c.iischen Regierung e: überreicht, m der sie luden Griechenlands lung von Ruhe und ( für die Fürsorge, die d ischen Bevölkerung Ausdrutk bringt. M J. Metaxas erklärte in diese Kundgebung' seinen schweren griechische Presse heß gebung der Athener Gi :i Haltung der griechtec h Die wissenschaftliche einigung des Ungarisch Museums hielt ihre ralversammlung ab. keilen der ungarländ—. ihnen die Universitäte i Pfeiffer, Dr. Heinric i Mahler und Dr. Ignat: vertretende Staatesekr Toth nahmen daran Kultusministeriums an: VI örtlaut i Palännerptag Körnig hat Komden erhaus her Uri ästmas anische Sprache Reamteilungsr Aus- :rksamle Athen hat der griee Ergebenheitsadresse die Dankbarkeit der für die Wiederherstel- •rdnung imj Lande und die Regierung der jüangedeinen lädt, zum ii listerpräsident General linem Antwortschreiben, ge>e ihm neue Kraft zu ifgaben. Dße ' gesamte it anläßlich de Kund* imein de die pat riotische * len Judenheit hervor. und künstlerische Veren Jüdischen Landesrdentfiche Jahr es-Gene- Führende [ Pr rsönlichi^chen Judenhe t, unter rofesBoren Di - Ignatz Alapy, Dr. Eduard Kunos und der atellejtär a. D. Dr. Stephan tjeil. Der Vertreter des wortete akf die Be- Damals Im gleichen „Loch“ Der zweite Vorsitzende unserer Ortsgruppe Würzburg, Kam. Ernst Schloß, früher Leutn. d. Res. 5. Battr. 2. Bayer. Feldartillerie- Reg, schreibt an die Schriftleitung wie folgt: Würzburg, 5. Juli 1937. „Mit großem Interesse las ich Ihre Nummer vom 11. Juni unter der Ueberschrift: „Damals 1914/18“. Ich begrüße diese Erinnerungen, denn der Zusammenhang mit ehemaligen Kameraden, die man in irgendeiner Lage einmal kennen und schätzen gelernt hat, wird erhalten. So wäre es für mich von Interesse, zu erfuhren, ob der Kamerad Gustav Samuel des Payer. 5. R.J.R. derjenige ist, der etwa inj den Augusttagen mit mir im Gefechtsstand des Obersten von Haasy zusammengelegen ist, und zwar ziemlich in vorderster Linie vorwärts von Armenti&res. Ich kann mich erinnern, daß damals ein Leutnant Samuel im gleichest Loch mit dem Regimentskommandeur und istir, der ich Artillerieverbindungsoffizier der 2. : Abteilung des 2. Bayer. Feldartillerieregiments war, gelegen ist. Ohne in,den Verdacht zu kommen, dem Kam. Samuel ein unverdientes Lob nach so vielen Jahren zu machen, ist es mir noch ganz genau erinnerlich, wie man im Regimentsstab über den schneidigen Nachrichtenoffizier Samuel gesprochen hat. Es ist mir auch noch lebhaft die väterliche Fürsorge des schneidigen Obersten von Haasy in Erinnerung, der im dicksten Artilleriefeuer (es war nicht sehr gemütlich dort) immer wieder fragte: „Hat denn unser Artillerist auch etwas zu essen?“ Nun, der Artillerist hatte! nichts und dann wurde geteilt: Zwieback aus den bekannten Säckchen, eisenhart. Man hatte wenigstens etwas dabei zu tun. Dann schoß man uns aus dem Unterstand heraus (Der Unterstand war nur mit einer „splittetsticheren“ Zeltplane bedeckt), und wir legten uns etwa 300 Meter weiter vor in die erste Linie. Bei der Aufrechterhaltung meiner Verbindung zur eigenen Batterie wurde ich damals außerordentlich vom Regimentsstab unterstützt. Ich danke Ihnen für Ihre kameradschaftliche Vermittlung dieser Mitteilung und. begrüße Sie“... - 1914/18 Die Frage können wir aus eigenem Wissen beantworten. Der Verfasser der Erinnerungen im „Schild“ vom 11. 6. d. J. war Kam. Gustav Samuel, s. Zt. Offiziersstellvertreter im 5. Bayer. R.J.R., 3. M.G.K. Der Nachrichtenoffizier, den Kam. Schloß kennengelernt. hat, ist dessen Bruder Ludwig Samuel, damals Leutnant d. L. beim gleichen Regiment. Er selbst hatte uns unter dem Signum L. S. im „Schild“ vom 28. Mai 1937 interessante Erinnerungen an die Flandernschlacht 1917 zur Verfügung gestellt". („Als jüdischer Landwehroffizier , in den Flandernkämpf eh 1917“). Sicherlich wird Kam. Ludwig Samuel (Rodalben, Pfalz) sich sehr freuen, auf diesem Wege von Ihnen, lieber Herr Kamerad Schloß, zu hören. Der Name des Regimentskommandeurs Oberst von Haasy und dessen kameradschaftliche und fürsorgliche Art haben bereits in der Zuschrift unseres Berliner Kameraden Dr med. Feilchenfeld Erwähnung gefunden,. die im „Schild“ vom 4. Juni 193? unter der Ueberschrift „Gemeinsame Flandern-Erinnerungen veröffentlicht worden war. Kam. Dr. Feilchenfeld und Kam. Ludwig Samuel hatten einander gleichfalls einmal in schwerer Gefechtslage 1917 kennengelernt, und zwar am Vorabend des Jaum Kippur. Auf die Zuschrift des Kam. Dr. Feilchenfeld meldete sich sodann im „Schild“ vom 11. Juni unser Kam. Gustav Kahn, Pirmasens, mit näheren Angaben über den gefallenen Leutnant d. R. Hans Lewin, MGK -Führer beim gleichen bayer. R.I.R. Nr. 5, bei. welchem Kam. Kahn in der Minenwerfer-Abt. des 1. Bat), an der Flandernschlacht teilgenommen hat. In der vorigen Woche trug der Leitartikel die Ueberschrift „Das ist Erinnerungspflege!“ Wie sehr tatsächlich aus der Erinnerungspflege und Erlebnisgemeinschaft unseres Bundes persönliche und kameradschaftliche Beziehungen wieder erstehen, die in langen Jahren nicht verblaßten und immer ihren lebendigen Wert in sich tragen, das beweisen auch die Zuschriften aus den verschie-* densten Teilen des Reiches, die sich immer wieder aus unseren der Erinnerungspflege gewidmeten Rubriken „Damals 1914 18“ und t,Der unbekannte jüdische Soldat“ ergeben. grüßungsansprache des Vorsitzenden, j daß er die Angelegenheiten des ungarischen! Judentums stets mit wohlwollendem Verständnis unterstützt habe.! " Bei einem Besuch in der ungarischen Grenzstadt Salgotarjan erklärte der Innenminister Dr- Joseph Szell den ihn begrüßendien Vertretern der Jüdischen Gemeinde, er halte die Juden für ein durchaus staatstreues: Bevölkerungselement- Er besuchte die Synagoge und den Sitzungssaal der Jüdischen Gemeinde, wo ihm die Mitglieder des Gemeindevdrstandes vorgestellt wurden. Auf die Begrüßuijgsworte des Gemeindevorsitzenden antwortete! er: Ihr seid ein Bevölkerungselement, auf das der Staat sich jederzeit verlassen kann-i Der Präsident der Republik Argentinien hat anläßlich eines Besuches der Provinz Entre Rios auch die Kolonien der ICA Santa Isabel und Palmar besichtigt. Er und der Gouverneur der Provinz gaben ihrer Genugtuung über die allgemein günstige Lage der ICA-Kolonien Ausdruck- Der Präsident lud den Leiter dieser ICA-Kolonien, Herrn S. Kaplan, ein ihn in seinem Sonderzug zu begleiten und ihm die Aufgaben und Arbeit der ICA zu erläutern. Nach der Rückkehr in die Hauptstadt sandte der Präsident dem ICA-Vertreter en Telegramm, in dem er ihn zu der Entwicklung der Siedlungen beglückwünscht. Auf der in London abgehaltenen Jahresversammlung der Anglo Jewish Association ist Leonard G Montefiore einstimn ig zum Präsidenten der Vereinigung wiedergewählt worden. Der 63. Jahresbericht beleuchtet die Lage der Juden in einer Rdihe von Ländern. Er wurde nach Reden von 'Montefiore , und Oberrabbiner Dr. J. H. Hertz zur Kenntnis genommen. _, In Varna sind 140 Mitglieder der judenfeindlichen Organisation der „Fortschrittekämpfer Bulgariens“ verhaftet worden. Die Aktion wurde vom Innenminister geleitet. Man glaubt, daß unter den Verhafteten die Urheber der Bombenanschläge zu suchen sind, die in den letzten Wochen in Varna gegen die Synagoge und mehrere Häuser wohlhabender jüdischer Kaufleute unternommen wurden. Bei den Parlamentewahlen in Irland ist der bisherige Abgeordnete Robert Briscoe trotz heftiger judenfeindlicher Propaganda in seinem Wahlkreis wiedergewählt worden. Er ist Mitglied der Regierungspartei und steht dem Präsidenten de Valera sehr nahe. In der irischen Unabhängigkeitspolitik hat er eine führende Rolle gespielt. Ohne vorherige militärische Erfahrungen organisierte er die irischen Irregulären und war ihr Führer Im Guerillakrieg. Briscoe ist eine der markantesten soldatischen Gestalten aus dem heutigen Judentum. Die jüdische Legion Palästinas, die Vereinigung palästinensischer Frontsoldaten der englischen Armee, fordeit in einer Erklärung die Einführung des Luftschutzes Jn Palästina, wo es hieran bisher noch völlig mangelt 7

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