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Der Schild · 1937-05-21 · 21 (21.5.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
21 (21.5.1937)
Date
1937-05-21
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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■ni>* •m' wwiwpp»i 11 ZI »iin.li ■ MJMfi i wi EkmtaM lüfcfcir fkMBtao Breslau. Am 13. Juni 1937 fe ert der* Kaufmann Salo Steinhardt mi seiner Ehefrau Martha, geh. Caspari das Fest der Goldenen Hochzeit. Bei Ausbruch des Weltkrieg es zogen die vier Söhne des Jubilars ins Fe d. Der älteste Sohn Max fiel 1915 in Rußlanc. Der jüngste Sohn Ewald starb 1918 in Frankreich den Tod für die Heimat. Der zweite Sohn Erich feriet in englische Gefangenschaft, der dritte bhn Wilhelm machte den Krieg von Anfang bis Ende mit, nachdem er be eits 1912/1914 aktiv gedient hatte. Wilhelm ui d Erich Steinhardt sind Kameraden der Ortsf ruppe Breslau. Wir wünschen dem greisen Paar von ganzem Herzen alles Gute für die Zukunft. Hildesheim. Am 13. d. M. verstarb hier unser Mitglied der Kriegsopfer- Abteilung Herr Louis Böhm. Er war ein Mr nn, der, trotzdem er im Leben ganz allein st: nd, sich seinen guten Humor und seine Herzensgüte bis in sein spätes Alter bewahrt ha. Durch seine dichterische Tätigkeit, besonders durch seine „Lieder eines fahrenden Lhasa d“ hat er sich Freunde weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus erworben. Dem Reichs bund jüdischer Frontsoldaten stand er durch len Tod seines;en Sohnes, der deii Heldentod im : i n z ig e n Weltkrieg fand, nahe. H :rr Böhm war bis zu seinem Tode für uns tätig. Wir werden ihm ein ehrenvolles, treues IGedenken bewahren. Zur groOen Armee Berlin. Wir beklagen den Verlust der Kame- Nord, Eduard eodor Baron, eim, Ortsgr. Idenburg, Ortsgr. Tli r he klage raden Emst Apt, Ortsgruppe Lichtenstein, Ortsgr. Süd, T Ortsgr. Zoo, Leopold , Löwe Prenzlauer Berg und Dr. S. I: Bayern. Stuttgart. In dem Kameraden Vaihingen a./F., dessen Heim angezeigt wurde, verliert die gart, der er seit dem 1. Juli einen guten Kameraden, der notleidenden Kameraden stet« Hand hatte. Die Ortsgruppe dem leider allzu früh Verschieß Andenken bewahren. veranstalteten einen Aufmarsc l in den Straßen \on Tel Awiw. Der Zug, an dessen Spitze «ine Musikkapelle des Makkabi marschierte, nachte auf dem Herbert Samuel-Platz Halt, liier schritten Bürgermeister Israel Rokach i n<J der Feldrabbiner der australischen Streit- Ijrijfte, Rabbi Levine, die Front ab. uläßlich der Jahrestagung der Union F6d6rhlfe, des größten französischen Kriegsteilr ehmer-Verbandes, fand in Aix-les-Bains ein i iternationales Frontkämpfer-Treffen statt, an t em Abordnungen aus 17 verschiedenen Staaten teilnahmen. Karl Schloß, Juig im „Schild“ gruppe Stult- 1935 angehörte, auch für seine eine offene Stuttgart wird enen ein treues Au* dmr Frontsoldai «flbmwmgung dm* Aualandm* An den Gedenkfeiern für cen ersten Marschall Polens, Joseph P i 1 s u d s k i, hat die jüdische Bevölkerung in groi er Zahl teilgenommen. In der Warschauer Großen Synagoge fand ein Gedächtnisg« ttesdienst statt, zu dem die Mitglieder des Verbandes der jüdischen Kriegsinva idien in geschlossenem Zug erschienen s n«U Die von der Stadtgemeipde Tel Awiw veranstaltete Festversammlung anläßlich der Krönung des englischen Königspaares nahm einen glänzenden Verlauf. In der Großen Synagoge von Tel Awiw hat ein feiericher Krönungs- §ottesdienst stattgefunden. [ »ie Angehörigen er jüdischen Legion, die an der Eroberung Palästinas teilgenomi nen hat, und die übrigen jüdischen Kriegsteilnehmer tete ' aal Frankreichs schwerste Krise Im Weltkrieg Vor nunmehr zwanzig Jahren erlebte das französische Feldheer eine Krise, von der man f deutscher Seite damals, wenn überhaupt, nur eine sehr ungenaue Vorstellung hatte, d deren Umfang auch heute noch nicht Allgemein bekannt ist. Verantwortlicher Leider französischen Operationen war zu er Zeit General N i v e 11 e, der noch als gimentskommandeur in den Krieg gezogen ' vhr, und dem man dann bei Verdun den Oberbefehl einer ganzen Heeresgruppe überlegen hatte. Ende 1916 war er an die Stelle o f f r e s getreten. Durch seine Erfolge erinuttgt, war er ein unentwegter Anhänger der Jurcnbruchsstrategie, in militärischen'Kreisen als „die junge Schule von Verdun“ bekannt. Unter diesem Gesichtspunkte wollte Nivelle ihm deutschen Heer den Tödesstoß versetzen, i s er nach zehntägiger Artillerietätigkeit am <i. April auf der ganzen Linie Soissons-Reims Mrstieß. Schon am Abend des ersten Kampfjges zeigte es sich, daß diesmal den Metho- 1;n von Verdun der Erfolg versagt geblieben war: der Durchbruchsversuch war gescheicrt. Daran konnten auch geringfügige Teil- : folge in den nächsten Tagen nichts mehr ndem. Nivelles Stern sollte fast noch schneller ’ erblassen, als er aufgegangen war. Als er ch weigerte, von sich aus sein Abschiedsjesuch einzureichen, wurde er am 15. Mai äfif Urlaub geschickt und später mit, dem berbefehl über die Truppen in Algier und unis betraut. Den Oberbefehl über die anzösisch-belgische Front erhielt General 4 tain, der ebenfalls an der Spitze eines;egiments ins Feld gegangen war, und Chef ss Generalstabs wurde General F o c h . ieser vom militärischen Standpunkt aus allmein als besonders glücklich bezeichnete Personenwechsel sollte aber andererseits hwere moralische Schäden im Gefolge ha- [en, die nur schwer auszubessern waren, und ie leicht hätten zu einer Katastrophe für das französische Heer führen können. Denn in eimat und Heer wurde er als das offene ingeständnis eines Scheitems der französl :hen Feldzugspläne aufgefaßt, was auf die hnehin nicht mehr sehr gefestigte Disziplin j;jn der Front seine Wirkung nicht verfehlte. IZunächst machte sich unter den Urlaubern nd in der Etappe Unruhe bemerkbar. Ueberall wurden Flugblätter verteilt, in denen der Friedensscl iluß gefordert wurde, und in den Zügen sargen .die Soldaten die „Internationale“. Es lauerte nicht lange, ins diese Stimmung auc i auf die Fronttruppen Übergriff. Man forderte bessere Behandlung durch die Vorgesetzt m, höhere Löhnung und regelmäßigen Heimaturlaub. Es kam vielfach zu offenem <1 ngehorsam und zur Bildung von Soldatenrä en. Besonders kritisch wurde die Lage dort, wo russische Truppenteile den französisch eu Verbänden eingeguedert waren. Lange Zei hat;e man ihnen den Ausbruch der russischen Revolution zu verheimlichen verstanden, srhließlich waren aber doch Nachrichten au« der Heimat durchgedrungen. Eine große Aniahl meuternder Russen mußte erst unter Arti leriefeüer genommen werden, ehe sie sich ergaben, * Schließli :h gelang es dem persönlichen Eingreifen O rneral Pbtains, eine weiter« Ausdehnung der Meuterei zu verhindern. Er ließ nur 25 ven den 150 gefällten Todesurteilen vollstrecke i und suchte durch Rücksprache mit den F -ontoffizieren nach Möglichkeit alle offensichtlichen U ebelstände abzustellen. c Schneller ils man annehmen konnte, schlug die Stimmung im Heer wieder zugunsten von Regierung und Heeresleitung um, und Ende Juni war das französische Heer wieder in dbr Hand der Führer. „Niemals hat die französische Armee eine so schreckliche moralische Kr! is durchgemacht wie Anfang Mai 1917.“ Mi diesen Worten kennzeichnete der damalige französische Kriegsminister P a i n - 1 e v. 6 spä er einmal die Lage. Nahe lirgt die Frage, warum die deutsche Heeresleitung diesen Augenblick nicht ausgenutzt h it, um ihrerseits zum Angriff überzugehen. Der wesentliche Grund war, daß die Franz «en es verstanden haben, über die Vorgänge an ihrer Front einen dichten Schleier zu breiter, sodaß der deutsche Nachrichtendienst erst Ende Juni davon erfuhr, zu einem Zeitpunkt also, als die Ordnung bereits wieder hereestellf war. Auch sonst wäre es nicht leicht gewesen, eine unvorbereitete Offensive einzuleiter, nachdem die seit über zwei Monaten tobenden schweren Kämpfe die-höchsten Anforderu igen an Menschen und Material gestellt hatt :n. Trotzdem nehmen die Sachverständigen im allgemeinen an, daß die Oberste Heeresleit mg bei rechtzeitiger Kenntnis von der Lage durch die tung des Rel i< Für Schriftlei raden Anfragen lieh direk: hat sich d Gustav an twi und ver Dr. Ham dort; Benski Druck: D.-A. I. FABRIKATION UND GROSSHANLEL die Gelegenheit nicht hätte ungenutzt v )rübergehen lassen, um den Krieg damals ziemlich sichere Vernichfranzösischen Heeres zu einem’ glückliche] Ende zu führen. H.J. «-Auskünfte jeder Art steht unsere den Kameraden und Sportkamezur Verfügung; jedoch werden licht in unserem Blatt, sondern briefbeantwortet. Für die Bearbeitung er Schriftleitung als Fachmann Kam. ndelsohn^u^Verf^ung^KtellL^ iti ing gern Mei fi r Hauptschrlftleituog örtlich für den redaktionellen Teil Wollenberg, Berlin-Wilmers- Dr. Martin den Anzeigenteil: Berlin W 50. Buchdruckerei R. Schierk, Berlin SW Juart. 1937: 14 000. TmxtHlim Oebrfider Bratt 0*1.4 Berlin N 65 Vaakaaf, PuUHap»— - Pinhanf, TextU-AMUl« akar Akt ab alla» Statlonan CAMNITZliR&CO. Engroa — ixport j Barlln C2, Könlgatr.. 46/47,Salamanderhaue itaaunr - ninmiorrr .;!‘ifi!ii!'i II iü liii! \LEWY & STRIC I BerUa, KSpaalckar Stra&a $ Kiafar sämtlicher Textilabfille and Lnp^a TUCHHANDLUNG Weinberg & Gutmann Gardinen- und Dekorationsstoffe BERLIN C Brflderstr. 4 aufm MOR ITZ HER MANN KÖNIGSBER G/Pr. ^ÖRSENSTRJ^I RICHARD BAER RASTATT Hadem - Sortler&nsfalt 024823535353534823234823485300

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