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Der Schild · 1937-05-14 · 20 (14.5.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
20 (14.5.1937)
Date
1937-05-14
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Ehrentafel ffidllcher Familien Eine Frontkämpfer-Familie trauert Mit tiefer Erschütterung hat die ganze zivilisierte Welt die Schreckensnachricht, von der furchtbaren Explosionskatastrophe entgegengenommen, der das LZ.-Luftschiff „Hindenburg“ zum Opfer fiel und mit ihm 34. Menschenleben. Oie Liste der Toten enthält 22 Namen der Besatzung, einen Angehörigen der amerikanischen Haltemannschaft und 11- Namen von Passagieren, unter ihnen den Namen Moritz Feibusch. Die Familie Feibusch, die aus ■Rogasen stammt, ist unseren Lesern nicht unbekannt; sie wurde in unseren Veröffentlichungen unter denjenigen jüdischen Familien angeführt, die eirie besonders große Anzahl von Söhnen an die Front entsandt haben. Es waren 12 Brüder Feibusch; der Aelteste von ihnen, Moritz Feibusch, das Opfer der Luftschiffkatastrophe, war 1896 nach Amerika ausgewandert, hatte sich in San Francisco in langen, arbeitsreichen Jahren zum Fabrikanten emporgearbeitet und weiltejetzt in Berlin, um' an der Hochzeit einer Schwester teilzunehmen. Auf der Rückreise, schon in Amerika angekommen, ereilte ihn das tragische Geschick.» Moritz Feibusch selbst war also nicht Kriegsteilnehmer, wohl aber seine elf Brüder, von denen allerdings der' Jüngste nicht mehr an die Front kam. Die übrigen waren Frontkämpfer und einer von ihnen, Arthur Feibusch, ist gerade an seinem 25. Geburtstage gefallen. Die Mutter dieser Frontkämpfer, Frau Minna Feibusch, lebt in-Berlin im Altersheim Siegmundshof. Acht ihrer Söhne leben noch in Deutschland. In ihrem "Kreise hatte Moritz Feibusch soeben anläßlich des frohen Familienfestes schöne Stunden verlebt. Mütter dreier Frontkämpfer JT Bguthen. Untere Kamrraden Felix, Hugo und Fritz I* i n c z o w e r , ond durch " den Tod ihrer« Mutter in liefe Trauer, verhetzt worden, an der die Kameraden der Ortsgruppe Beuthen O. S. innigen Anteil nehmen. Mainz—Am I. Mai entschlief, fast 77jihrig. Frau Jeanette Reichardt ged. .Rosenfelder,, eine Soldatenmutter, die drei Söhne unter den Waffen hatte, deren einer, Rudolf Reichardt. mit 22 Jahren 1913 gefallen ist; sein älterer Bruder Max. Inhaber des E.K. II und der Hess. Tapf. Med., war, verwundet. Cr ist Kamerad unseres Bundes in Kola. Büren L W. " Am 16. Mai, den» ersten Tag Schowuaus feiert Frau Rosa Silbvrberg geb. Heimann ihren 83. Ge* burfstag. Sie ist die Mutt.r des Kam. Herrn. Silberberg. Berlin NW. und Schwiegermutter des schwerkriegsbeseh. Kam. Adolf Wolff in Buren. Wir gratuTiereol Zur großen Armee Frankfurt a. M. Am 7. Mai nahm eine zahlreiche Trauerversammlijng und unter ihr eine stattliche^Abordnung unseres Bundes Abschied von unserem heimgegangenen Kameraden, Haupt-mann derReserve a. D. Alfred Grünebaum, der lange Jahre Mitglied des Vorstandes unserer Gruppe war. Vier Kameraden hatten als Ehrenwache neben dem Sarge Aufstellung genommen. Der frühere Feldrabbiner Kam. Dr. Salzberger zeichnete mit warmen Worten das Lebens- und Wesensbild des Verblichenen nach, das die Erfüllung des Wortes, „Recht üben, Liebe hegen und en Den St n der te t ei mit Deinem Gotte“ georsitzende des Landesverutschland und der Orts- »m Main, Kam. Dr. Felix ijgste Freundschaft seit den Toten verbunden hatte, ien Menschen, diesen tap- Kompagnieführer und allden noch einmal erstehen, n nahm er Abschied von treuen Freund. Mit dem ameraden, klang die stimier aus. bevor er in seine Vaterrickziehen wollte, ist Kam. längerer Krankheit ge- (jattung, bei der Landeseine ergreifende Traucr- 4. Mai in Eisenach statt, -rontbundes würdigte Kam. al die Verdienste des verder den Weltkrieg bei initgemacht hat und zum befördert war. Außer dem mit dem Eisernen Kreuz II Ä'eimar. Verdienstmedaille Frontbunde gehörte er Ortsgruppe . Eisenach an. 1937 ist Herr Dr. Kurt absarzt d. R. a. D. und igt, verstorben. Er ging 44 als Regimentsarzt mit Stargard aus ins Feld, er- Schlacht von Tannenberg den ganzen Feldzug im mit, erhielt dann als Chefjnsport-Abteilung der Bugagende organisatorische Leiind andere Auszeichnungen ich Kriegsschluß 1918 den der damaligen Revolte dat das Gewehr auf ihn m 30- 12. 1918 zusammen, mt aus Giatz; sein Vater t^sarzt d. R. die Kriege von mitgemacht und , ist mit ebnet worden. in Demut waodelr wesen sei. Der M< bandes Südwestde gruppe Frankfurt Kauffmann, den in Schultagen mit de ließ diesen wertvo feren und beliebten zeit guten Kamera ln bewegten Wort:: ■dem teueren und Lied vom guten Kl: mungsvolle Trauerte Eisenach. Kurz stadt Eisenach zu ‘itarl Schloss n storben. Die Bes rabbiner Dr. Wiss rede hielt, fand am -Als Vertreter des Berthold Spangentl ‘ storben en Kamera der Fußartillerie . Vizewachtmeister Ehrenkreuz war er und der Sachs ausgezeichnet, seit Gründung dei Berlin. Am 6. Mandowsky, 100»o kriegsbeschäjd bereits am 68. dem 9 L. I. R. von hielt schon nach das EX- II., mach Osten als Frontarzt Arzt der Krankentrj): Armee für hervorr stungen das EK- I. und leitete noch n Abtransport. Als ein meuternder Sei anlegte, brach er i Seine Familie starp hat bereits als Sta 1866 und lß70/71 dem EK. ausgeze Aus der Frontsoldatenbewegung das Auslandes Die-Konferenz des Verbandes der jüdischen Kriegsteilnehmer L tauens hat beschlossen, in Kaunas ein Denkm: 1 für die Juden zu errichten, die im Kampf für < ie Unabhängigkeit Litauens gefallen sind. Es wurde eine Kommission zur Durchführung dieses Beschlusses eingesetzt. Wie die Jüdische 7 elegraphen-Agentur erfährt, wird das litauische Kriegsministerium voraussichtlich einen wesentlichen Beitrag zu den Kosten des -Denkrrals liefern. Auf einem Delegiertentag der polnischen Frontkämpfervereinigungen wurde bescl Iossen, auf dem bevorstehenden Kongreß t es Verbandes der Teilnehmer an den Kämp en um Polens Unabhängigkeit den Ausschlull des jüdischen Frontkämpferverbandes zu vjerlangen. Der Verband .der französischen ^Priester, die im Weltkrieg! an der Front Dienst geleistet haben, wird seinen diesjährigen Friedenskongreß auf ' pinladung des Bundeskanzlers Schuschnigg in Wien abhalten. Der Verband, der als Spitzenorganisation der katholischen Frontkämpfer gilt, hat auch jüdische Frontkämpferorganisationen zu dieser Kundgebung eingeladen. * Der Verband jüdischer Kriegsteilnehmer hat in Paris eine Massenkundgebung gegen die Bedrängung der Juden in verschiedenen Ländern veranstaltet. Nach der Kundgebung marschierten die Kriegsteilnehmer zum jüdischen Friedhof, wo ein Gedenkgottesdienst für die im Krieg gefallenen Juden stattfand. Berlin und Mark Der Landesverband Berlin und Mark beabsichtigt auch in diesem Jahr das Ferienh i 1 f s w e r k „Stadtkind zum Landkind“ durchzuführen. Er wendet sich daher an die Kameraden ln der Provinz und ln den kleinen Städten mit der Bitte, auch ln diesem Jahr ihm möglichst schnell und möglichst viel Ferienplätze zu melden. Es sollen nur erholungsbedürftige Kinder minder- oder unbemittelter Kameraden und vor allen Dingen Kinder von Kriegsopfern und Kriegshinterbliebenen verschickt werden. Die Sommer-Ferien dauern in Groß-Berlin vom 25. 6.-4. 8. 1937. Um, wie Im vorigen Jahr, einen reibungslosen Verlauf des Ferienhilfswerks zu ermöglichen, werden die Kameraden gebeten, umgehend ihre Meldungen dem Landesverband Berlin und Mark, Berlin C 2, Königstr. 50, mitz»teilen. Mit kameradschaftlicher Gegenseitigkeit hoffen wir, wie ’ im vorigen Jahr, auch in diesem Jahr dafür im Winter Kinder aus der Provinz und den kleinen Städten bei unseren Kameraden unterzubringen. Frontkämpfer In den Gemeinden Hamburg. Die Repräsentantenversammlung der Deutsch-Israelitischen Gemeinde in Hamburg wurde satzungsgemäß konstituiert. Sie setzt sich aus 7 Vertretern der religiös-Iibiralen Richtung, 5 Zionisten, 5 Konservativen und 4 Vertretern der Wirtschaftspartei zusammen. Kam. Dr. Urias wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Er ist Vorsitzender der Ortsgruppe Hamburg im Reichsbund jüdischer Frontsoldaten und Mitglied des Führerrates. Cosel 0.8. Am 23. Mal feiert unser Kam. Max Brauer in Cosel O. S. - Heydebrek, seinen 40. Ge burtstag. Die Mitglieder der Ortsgruppe wünschen dem beliebten Kameraden auch fernerhin alles Oute. Für Reise-Auskünfte jeder Art steht unsere Schriftleitung den Kameraden und Sportkameraden gern zur Verfügung; jedoch werden Anfragen nicht in unserem Blatt, sondern brieflich direkt beantwortet. Für die Bearbeitung hat sich der Schriftleitung als Fachmann Kam. Gustav Mendelsohn zur Verfügung gestellt. H auptschriftleitung und verantwortlich für den redaktionellen Teil Dr. Hans Wollenberg, Berlin-Wilmersdorf; für den Anzeigenteil: Dr. Martin Benski; Berlin W50. Druck: Buchdruckerei R. Scberk, Berlin SW D.-A. I. Quart. 1937: 14 000. | FABRIKATION UND GROSSHANDEL [ Textilien ] [we Lachs & Einstein AUGSBURG ebwarengrobhandlu Berliner Krawetten-Fabrlk HERZ C. ». k. H. HRUM C t, RoMMlnl« (.11 Für SU du rlditlf« VaMndnnfl Uibvmln SU «Ich ulbw durch Masttnaidaiid. Wlnferleld Lispci — Orobbindtl B«rlla / Kr«fltitrilc 33 Feraipr.: » IS IS Albert Schäffer A G. Breslau I DamenschaU i W Damenmutzen L. &. 8. LEESER Dülmen (Westf.) Weberei für Leinen und Halbleinen J.S.Dispeker TuchgroBhabdlung seit 1833 MÖNCHEN, Kaufinger StraBa 26 J. Heillmmiier s BoggenheUur MÖNCHEN Kleiderstoffe u. Baumwoßwaren

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