Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 47 (20.11.1936)
- Date
- 1936-11-20
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/4911661-5448578-5449655--446-4916094- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
11 >»#«■>«* iw Die BtrSdjUd HEBAUSOEBE»! »EICHSBUNP JÜDISCHER E Oegok dei„SdUU"Stuitt£ükd des Oie ersten Reichsmeisterschaften im Sportkegeln Zun- Listen Mal sei I a l> ..» .Illand gibt, nn K. ein ansgetra*] einig: - <SKV.) im Rrii' -b .ndes judi-sef im „angenen So Berlin ihre diesjähri; p äeiitatt füt S/ied und Jugend Nt. 47 — Stile 5 jichstLee ftonUoidoiek cs einen jüdischen Sport wurden Meisterschaften en. Die Sportkcglerver- Schild“, Sporthund des er Frontsoldaten führte uitag, 15. II 1036, in cn k t i c h s Meister- A's der -Reichsobmunn für Kegeln morgens um S I hr die Hahnen frvigab. traten ZOO S p o r t k c g I c r aus I I M a d t e n an den Mart: Hern hur g Heuthen Hrem e n H r e » I a u Danzig I s s e n F r a n k f ur t a M. Halle Mamburg Hannover Minden bürg Berlins] Man Die Erg RelJ-tm^ister ßer „Ha ..Rollende ’stkreu/ moni.v monia“, H schaft sehle-ien, Rcid stt: Frankfurt S a I o nt <i h a g e n . b e r g , in a n n s c f u r t a. 5 Mittelr e Reictsm: lieh, „JSC 3 lti.iu f i r k s in Berlin M Im sohn „H dtaff wurde lieidismeister 1036 au) Bohle Springer, 7arot]r>g.‘r. Kerpel, SdtiUhf. Ruko'zer, Bnrknws^i. Irwin, Kempner. Jeruthim, I) ihm I k II im S p <|.r t k c d c I n durch. In!-inger Vorhcieitungsjcit war die •aike der Mannschaften gewachsen, dilrciche Auss|heidunj|skampfe in allen -!■.-» Reiches djj: besten Sportkegler er worden Körperbau und Charakter / I AlC h.ifc*n ''pDftUirt M um riticn i » 11 r " gt IhiJ-i *thaitrfun kef v.jum »eiteren il rUicr a(,» V r L c I 11 u n k Vrbinduntf der ' - „!*n. ~ in «Jt*r; { ekhuttb l* ~ \effctichtn .' haraktervolle Er/i du sieh jeder Sporte Bttreuung seiner ihm w -I ist, auf die F H-.'tellung einer ha ' a Körper und tu geglichenheit körp Leipzig Stettin und insbesondere selbstverständlich auch Berlin. Unaufhörlich rollten fast einen .ganzen Tag lang die Kugeln, fielen die Kegel, spannende und erbitterte Kampfe Wurden ahgevvickelt. In. vveillcm KeglcrdrcB traten die Mannschaften an inm , v . ararhnisse: 19.36 auf Bohle wurde Sp Ha“, Berlin 2 J e r u c h i Kyigel“. Berlin 3. H a r k o vv k i Berlin l. Rübe n-, ,,f I ierfin 5 fworoger. ,.f rlin I >ie beste li e z i r k s m a in eilte Berlin vor Breslau, < >1 er Hannover, Danzig und Hamburg istcr 1936 auf Asphalt wurde Röse, M vor f e r n i e h . Leipzig, 3.il)r Frankfurt a M. I Dr Koni- Mitteldeutschland und 5 Gr ii A e - I eipzig. Die beste Bezirk afl auf Asphalt stellte F r;n vor Berlin, 3. Stettin. I •-ach utschland. ' . is!e- 1936 auf Schere wurde Fjfih- 33“ Berlin »or B r ii k . Be , (>heis.hlesien. Die beste n ii s c h a f l auf Or Obers-'hLsivn Ein r-MannschaLskampl Ha.“, Berlin, Berlin. n z i g e r ,Kc:iiir vi .iren be---u angetreten, utn einen stad in p t gegen die Berliner Manns i Berlin konnte not Tlul p den stadtek impf .1 ir se i, schaftskar ipf gewannen „JSG. 33"r " ’ “ ' Die D zahlreich R u c k k ., .lU'/ntrag Holz kn sein iden. Bel der des . Schl und uhe gellt. Ka Verdienste im Sportb Reichsine silbern Besondere Rüben i nd F r o h 11 c li Ihi der Vorbereitung d> Se here und Essen, s egle I) im Zweier-M Fröhlich Kronl k - n. Iin.; ücl- . m i ch tat! Hl »tsie'erehrnng sprach der V or-n/v Kain. Dr. I eo I nvv i no nt-i'chte dem Reftchsobmmn für ■llorwitz für seine hee.ond lim den Aufbau des »port-kc. nd und die Durchführung der < i* terschafieii iin S.port-Krgcln Ihr e n n a d e I. des Sporthun Dank wurden den Karner: n kV -•M Ins n die I.»!, ii Von Spnrtkame\i Jugendleiter des id Dr. Hermann Weil. TSV. Schild Frankfurt a. i» ii. itr«4 .. I der hun'-tliofl mit den lik .. », rminn Wnl. Frank* -rpcrbiu und einen N'tcdcruhl»£ r< hj|jn< de* T">V* eit .prperbau und tt/unj* iporf* •r l'VM -M t»rt*cinr an Dr Wett aufpriktsh-. ti tr1 th* and JA» '»p iftartm hung“ ist die Losung, i rein, dem es mit der anvertr ulten Menschen hne gi schrieben hat monisc ien Einheit S e e 1Streben nach rlicher und seelischer die oft zitierten etzungtn der jüdischen ich ist dieses Ziel so Ipas kaneradschaftlichc. Verhältnis zwischen i iefuhrt^n einer Gruppe, vor alljcm im Jugendaktor idcr Gharakter- Sportlerkreisen leutund und Tiefe gealler Sportarten müssen wenige i Stunden, die oder io der Turnhalle tkampf mit ihren Mcn- Wt'.igen upd Fähigkeiten sind fo grammatischen Ziel "T rtverbande. Und s.l -.ver zu erreichen.' g“ Neins.haftsfordernde J di :n < ihmann und den ' di ses Verhältnis, das ( a ter den zentralen iehung darstellt, ir v»ll in ehr und mehr an Be anen Die Obmänn,er lierhalb der relativ *•■ auf dem Sportplatz 1 un Training und We ' hen zusammen sind] didseu ihnen anvertr.iuten jungen Kameraden geistig und seelisch niher kommen. Sic dürfen nkht nur ein Ciet 11 sportlicher Leistungen d; rstellen „jeder- /.-it bereit abzugeben'f (wie es einmal ein 1936 Nove ber 30 Tage Sonrta BOXKA Berlin / Dortmund, Krefeld, Köln, Düsseldorf,Wi pperthal 19 Uhr - Tarnh»ll* Jot shitmfcalorStr.13 Vorverkauf: Hl MM (Kaiserallee 157. Lax) 41 U7r (K irfür» eadamm 200 Relchsb. üd Frontsoldaten) junger Freund mir gegenüber aullerte), ..sondern sie müssen die Natur des Sportkameraden verstehen! Und das können sie nkht, indem sie den jungen Kameraden imiper neue Regeln und < iehote aiifhiirden. Sondern sie ■missen ihnen geistig und seelisch naher kommen!“ Erst dann wird das Verhältnis zwischen Körper und Seele ein inneres und harmonisches Werden können! Hierzu gehört jedoch Kenntnis einiger wesentlicher Tatbestände des.Seelenlebens des Jugendlichen Der jugendliche Mensch hat von seiner Kindheit bis zur Reife .Erttwkklungsphasen zu durchlaufen, die. wenn1 ein innerer Kontakt zwischen „Lehrer“ und „Schüler“ vorhandensein . soll, verstanden werden missen. Jugendliches Seelenleben hat andere Merkmale als das Seelenleben Erwachsener Die jugendliche Wahrnehmung und Vorstellung i't plastisch :und bceiiiflttllhar Vorstellungsvv eit imiE'-.Wahrnehmungsvv eit sind beim lugcndlichcrf nicht voneinander getrennt: die Vorstellung, die üppig wuchernde Mhantasic vieler junget Menschen kann Wahrten o in in e n e s [ entscheidend beeinflussen Große psvchologische Versuchsreihen, - an vielen hunderten von Jugendlichen von mir durchgefuhrt. — ergaben immer und immer wieder das gleiche Resultat; das zunächst überrascht und kauiy glaubhaft erscheint: Die Vorstellung kann buchstäblich sichtbar werden (eidetischc Jugendphase); so haben wir -~ ganz im Gegensatz zum Erwachsenen — eine ungegliederte Einheit von Wahrgenommenem und Vorgestelltem Erst beim Reifungsprozeß trennen sich die beiden ineinander durchdrungenen seelischen Schichten — den beiden Aesten aus einem gemeinsamen Stamme herkommend vergleichbar — und wachsen auseinander. Wer hat noch nicht die starke Biegsamkeit jugendlicher Aussagen beobachten können? Zu der weiter oben angeführten starken Beeinflußbarkeit jugendlicher Wahrnehmung kommt dieser zweite Faktor: die wandelbare Form der jugendlichen Aussage hinzu. Die Beeinflußbarkeit (Suggestibilitat) jugendlicher Aussagen — auch aus dem Verlauf von Prozessen, in die Jugendliche verwickelt waren, genügend bekannt!— die Phantasietätigkeit und Pnantasielüge (wohl zu unterscheiden von der echten Lüge, also der absichtlich falschen Aussage) dies alles sind Merkmale der Jugendpsychologie; auf die die Obmänner a ifmerksam gemac'it w« den müssen, damit sie die charakterlichen Anlagen ihrer jungen Kameraden verstehen lernen. Erst dann wird ein klares Urteil z. B. über einen bestimmten Fall oder ein bestimmtes Vorkommnis möglich sein. " ( Es muß erkannt werden, daß jugendliches Wesen auf den verschiedenen Altersstufen nicht verjüngte und sich allmählich nur ausweitende Bilder von der seelischen Verfassung des Erwachsenen innere Fo zum l.rw Schritt wir jetzt . Reifezeit z und See Aufsätzel’sychologi gesehen, anderen; auf hingev Stellung Ju oft ein Bu male Entvv i der ..negat Einstellung perlich-seel Aus den Prozeß du T y p en Merkmale Wicklung formen nach der Gharakter od< r von seiner i Menschen struiert, tigkeit kc nungsform w jeder auf seelische Sportbund düng diese lagen und Typenlehre Zusamme trachtung werden: chiaters K Rahmen Krctschm r tungen sich bände ko errichtet ihm und I. Der I Mensch zartem Köi als schizoid Einstellung Uebersteig bezeichnet Charakter der Ober scheu, fei sprechen, s c he T y fassung g Untersuch ähnliche — beiten andei s, f.ir ihre Tage» Mit.ir in: Gusti Weissbrod, JSG. 33, um fi'ochreek, die beste Tut nt rin im SrjJtetump/ lierlin-Rresiou Bild. [Jiubit , Breslau gewinnt 6as Städre-Turnen I in turnerische- I rt-it-tn- .'= - “ wnk.inipf Berlin Br- -i - - di- M.iu'i-“ -chaflen der JSi, . fl rlin ,: I- >" gruppe Bre-'.iu vergän^eu--n 1 s -silig-l oje in Breslau .i-.l-nu liehe Leiter 13' si.iu- Kdcn I - Clullte die M e-.lk.imp1- I irr ’ K.ul R 1.1 li.. : i i'u r s » 111IIg wurde von k : , luhrr k;ul. K.n.r . „u üvi I Bi! .». - ne-ile- H> :r Ri-.- u De v. ■ e - Jt'dvrr k . er - au. I, M ir r K 1 re ' *11. i .1111 Ri 1.Ulla IIr I i: IO M. darbiete), sondern ganz eigenar inen aulweist Vom Jugeiidlic »in hstnen ist ein! großer und v*4ttr nicht nur körperlich, sondern, lieh sehen werden seelisch- >u igt neue Zusammenhänge voll leib Es wurde, den Rahnun d eit sprengen, wollte ich Im-r tun der Reifezeit, körperlich-seel -e!i darstellen: das kann spater in Rühmen gcN, hehtn Es muß nur > ar i werden, däß die seelische endlicher in der Pubertät. v i, len mit .sieben siegeln, eine , or- .klung dar.stelllt. die langsam Oll ven Einstellung1' über die . po-r iv zur -eigentlichen beendeten K ur- Cht-n Reife ununterbrochen ablä ift erschiedenen Menschen, die die i n ihmathCnr werden verschied-ne icvv iß sind die Persönlichke ts schön in der jugendlichen f uterkennen, die eigentlichen Gm-d Tvpen kristallisieren jedoch , rsl teifung heraus Temperament i nd hei jedem Mens, heil versctiiei vn Na,hbär, und doch bei vie en n einem ähnlichen Bauplan k >n tn teil hervor Trotz der Manniglalöi perlicher und seelischer Erscfei stoßen wir immer und immer gewisse gleiche körperliche tnd Anlagen und Fähigkeiten In ein :m dem es eben auf die Ausljil körperlichen Und seelischen ,;.n- Fahjgkeiten ankommt, muß he die sich denkörpcrlich-secliscl en nljang zum Ausgangspunkt ihrer llcewählt hat, eiwas genauer studiert Tvpologi^ des Marburger P>yetschmer. Sie kann in diesf-m ■ kurz angedeutet werden hat, .— auf klinische BeobaAh- D e i - : i. B i - - \..s: iiii.-.i . ■ .LCCil . -! C l'.lllk’ - -.! . I .: -1;:::. - It. rlin 1 Frauen gvl.iii. rend B - .i i ' um 'Dl Rden Eri'i '• .i-.'gerne-iris-li i rn « : ,*tp Harri-n iv aber ui der u - - i . ' >i Rankt > '. I > ' b c s i c ::; o n i M - Bu - i. n.r . 1 R. : :*.■r - )ln na- . Heran t: ■' R der Ei.-. >>. ro - 13-! :: i .Bre-I.O: 1111°!;: mit 1 »0 I’t.-' ’• a.d’a. ordenlli. d, »lei ist zu ..t.:r Tarr.--' .oneisteis-lialicr, 4Zufuhren, um d. > Wir gerade im I n lordern und -u-zn! . i.d’w .ordenili. f lall da» r.,1- D lern JI -Ilse! I; .3 ' st ZU ilotlftl. -■’* : .1:0 \\ - : i - :-»• ’ ..-.4.- .. R 1- M 1'- ri .. cd ki •i" stutzend,.— ein kompliziertes Gcrherlich-seelischer Zusammenhär ge rei Haupttypen werden von seiner Scnule herausgeaibeit :tj ptosome oder asthenisc le n typ u s mit langgliedrigen uiid rjierbau, dessen seelische Einstellung bezeichnet wird Die seelische dieses Tvpus, der in krankhaf er <frun& als schizophren (spaltsinnig) *jrd, drückt sich durch bestimn te ei {enschaften aus, die wir — v an fl: che her betrachtet als ungese/l g, nf .ihlig. empfindlich, nervös usw inyjuch der 2. Typus, der atHIetiüber dessen seelische Grundvi rerjade in den letzten Jahren weitere stattgefunden haben, zxi N wenn auch in gewissen Einzi Iartige Züge. Wir erkennen weit :r ui gen einen 3 Typu». den de- R gidrun„i riem K .rj; ri,au u f.ingsiutw i. Klung; den „l:.»k> dth vorher autgeziteil f.p n ii: körperlich, ...ndert: au,!i -er' h . 111 -. —c andersartige Einstellung .'- t M »r nennen P sechs.he- Entstellung d l- Korprbautv p.u als zvkloid Im normalen M-eieiile .Art! sind e» die gesel'.igen, gutherzi-ireunüluh-u und gemütlichen Typen, zum T-d ir. t eiru-r heiteren, humoristischen. . zuin Tcmit eine: ruhigen, Schwernehnundcir ‘n-mntsart l nii doch ist sö schwer, die einzelnen Mens hrn dem einen oder dem and-. 1 Tvpu» zuzuordnen. veeil die meisten Mcn-che.n ■ ./eri.m.i:- Misc'htvpen darsteüeit und von dem e.; n . oder andern o!>en.aufgezeigten Typus gewjs-e Erscheinung-formen haben soll ein Sportler, der andere fuhrt, v-»n all dem etwas wissen? Bedeutet es nicht eine Intellekiualisitrung der sportlichen Einstellung, eine Vergewaltigung dieser seiner ihm eigenen form glaube: Nein! Ein i'bmann ist - das nicht zuletzt. Er z i e-h e r! Pädagogische | Einflußnahme auf andere setzt aber Voraus, daß man um den andern etwas Besehen, weiß Wir sahen das im ersten Teil unserer Darlegungen bei den besonderen Entwicklungsstadien der Jugend, wir setft-n. di« Jf,/I wieder beim Erwachsenen durch seine Typenzugehörigkeit. Auch hier muß ein äbgevyogenes Maß das Richtige sein „In einem gesunden Körper steckt eine g - sunde Seele“ heißt der oft zitierte Satz, uer auch für den jüdischen Sport grlt Sollt » . _ ■ r__i. ..u__ «f»tn f j Nur eine d e n F a h r n i s s e n, u * »,-Jf l.hl und 1 auch seine Umkehrung möglich sein: N u r e i n e d e n F a h r n i > s c n “ f *u tags standhaltende 5 e «D y e r. den Menschen in den Zu* -»szusr ti-tn, körperlich sich so „ie bilden und wTiterzuö't“ lhn) es das Gebot der Stunde verlangt. AJ'rr~~