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Der Schild · 1936-07-31 · 31 (31.7.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
31 (31.7.1936)
Date
1936-07-31
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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l§« Der HERAU8QEBE», REICHSBUND ßdrtlö > jOowohkb FRONTSOLDATEN .E. V. Rr. 31 - StHt 7 Heroische Oestalten Mischen Stammes ..II.Illl.IHllllllllllllllllllllHllllfltllllHIIIIlLlI.IIIMIIIIIIIIIIIIIMIIIIIIIH^^ / Eine Aufsatz-Folge €mU £09l(! (Gefallen am 26. Mai 1915). Jm „Schild" 91t. 27 vom 3. Juli 1936! wurde ermaSnt, daft der Philosoph Emil Las! als erstes Mitglied des Lehrkörpers der Universität Heidelberg im Weltkrieg« gefallen ist. Dar folgend« Lebensbild ikijt die Gestalt «ine» bedeutenden D« n fe t s, in denen Brust ein heroische» Herz schlug. Tj Schr. {mit La»k war am 25. September 1875 als iSohn niifi reiqsdeutschen Vaters in Oesterreich geboren. Seit i,— »hnten! Iahre wuchs er in Falkenberg in der - Mark I-i ld bat der brandenburgifchen Heimat, deren Schön- I5L er genau kannte, zeitlebens leine Liebe bewahrt, Nach IE, Besuch des Gymnasiums in Freienwald« aO widmete l.bi in Freiburg i. B. MnSchjt juristischen, schon bäld aber. I»« dem b «glimmenden Cinfluft seines Lehrers Heinrich I«-t philosvphischen Studien. In dem schönen Nachruf ILats auf seinen Schüler und Freund Lask heiftt es:, „Daß llaffl den deutschen Idealismus*) erschliehen durfte, wird I»mmer stifden schönsten Erinnerungen meines Lebens ge- Iliwl für die ich nicht dankbar genug fein kann. Mit, einem I«dervollen Enthusiasmus lebt« er sich in diese Welt hinein. Iwmich oerhältnismätzig kurzer Zeit gab es niemand, mit dem Ift Heber über meine wissenschaftlichen Pläne und Arbeiten Ibuch als mii ihm. Schon früh habe ich von ihm gelernt." ^sk genügte als Zwanzigjähriger in Leipzig bei der »tene sciuer Militärpflicht. Er studierte dann in Straftbei Wimelm 'Windewand und Paul Lensel und kehrte S“ nf nach; Freiburg zurück, wo er 1900 promövierte. ,k 1902 erschienen« umfangreiche Döktordissertation " t!es Idealismus und die Geschichte" ist nach Nickerts nl ein völlig selbständiges und reifes wissenschaftliches 3m Januar 1905 habilitierte sich Lask auf! Wndel- Ilads Befürwortung mit der schon erwähnten Sckrist „Nechts- Ichloioudie" nn der Universität Heidelberg. Er entwickelte Ichteld. im fiolleg wie im Seminar, eine rege und erfokg- Iwie Lehrtäfigleit. Dabei ging er nicht in wissenschaftlicher Iveit auf und knüpfte mancherlei persönliche Beziehungen I» oertvollen Menschen an So stand er dem Kreise um l|a und Marianne Weber nah«. I 5s folgten die Jahr«, über die tLask selbst in einem I-riefe an seine Schwester vom 10. Oftober 1910 gesägt hat: .Lest etwa Herbst vorigen Jahre» beginnt di« Zeit,, in der ich I ui) sehr-langer Korbereitung»- und Schweigenszeit vflillich anliaz« z» schassen. Und jetzt bin ich zum Glück so stark davon ge- I nö, datz nur die Verlegenheit entsteht, mit all dem, was ich sagen Igvüe, im Formulieren und Ausarbeiten Schritt zu hasten." I Ende isjo vollendete er sein Werk ..die Logik sder Philo- | I äfftie und hie Kategorienlehre". und schon ein Jahr später lujtien „Di^ Lehre vom Urteil". Die beiden Bücher zeigten. Ihier erne der stärksten philosophischen Begabungen un- Ilmr Zeit ait der Arbeit war" fRickert). Nach der Veröfsenb- Ittmg des letztgenannten Werkes wurde Lask die feit Zuno IMer; Tohc (1907) nicht besetzt« zweite philosophische Pro- -!- *) D. i.;hit aus Kant zurückführende philosophisch«, Schule. fesiur >n Heidelberg angeboten. Aas äufteren Erfolg kam es i'hm freilich nicht an. Er konnte ich seit der StudenteRzeet nichts Besieres denken.» als sein L den ganz der Wissenschaft 5U widmen, und deshalb schien ihm auch das Leben eines von gewesen sein. Wir haben noch immer Winte nach:«, tags dagegen strahlende s srühlingssonne, und die Gedirgs landichaft erichelnl in voller Schürftest. Sie ist hier vielleicht so groft und weit,' m e a» . r ..--.-t - ----- „„„ auf keiner der anderen Höhen, aber die Ruh« der Beichauung fehlt«» Amtspslichlen freien Dozenten oie; verlockender. Ja. in dem jetzt mehr denn je. Der Dienst verschärft sich d»-aan;e Siluaiiot, Briefe an seine -chwester, der be eits erwähnt wurde, hatte spitzt sich zu er geschrieben «Immer mehr wird zu allein an leren al» zur Produktion das Leben zu kurz. Und auch den Dozei ienberuf würde ich, trotzdem ich ihn höchste»«, ausgeben, wenn er i» ganzen produktionshemmend erscheinen würde." t So ^[,«1 stark geschwankt, ob ir die ehrenvolle Berufung nicht adlehnen solle. Schlieftlich nahm er.an, und die kurz« Zeitspanne, die ihm iin neuen Aul« noch vergönnt war, bewies die Richtigkeit seines Entschlusses. Als der Krieg ausbrach, wurde Lask sogleich zum Landsturm einberusen. Er kam bc ld als Führer einer kleinen “n*cr‘>'fl3,ersnjad)e zur Brückeiwewachung in di« Provinz Brandenburg. Von dort schrieb er am 21. September 1914: „fttlir selbst sind ja leider durt i ein« Halbinvalidität meiner Füftr gewisse Schranken gesetzt, aber ich werde meine Leistung^ sähigleit erprobe» und dann dafür sorgen, dah ich meine Kraft Roch sind wir nicht ins Gefecht lelommen, aber unfele bi» zur Grenze meiner Fähigkeit vo Dann heiht es in einem Briefe l ausnuhe." vom 25. November: Nachdem ich sah, daft meine Knochen mindesten» noch irgend . X etwas aushallen, meldet« ich mich Landwehr. Ob ich di« Strapazen a Gepäck aushalten kann, das kann aber «s war mir einfach unmöglich, sreiwillig zur selddienstfähizzen s gemeiner Mann mit vollem ich freilich nicht Voraussagen, in kugelsicherer ungefährdeter idhllischer Landsturmstellung zu bleile».' Lask kam vom Landwehr-Ei satz Bataillon in Wittenberg Ende Januar 1915 als Unters fizier de« 224. Rtserve-Jnfanterie-Regimenls, 5. Kompagnix, ins Feld. Am 16. Februar schreibt er: „Ichkauere hier auf der (£rb'i in einem winzigen, entlegenen Karpathendorf. Seit 8 Tagen im Bereich der sausenden und singendest Kugeln. Dies Geräusch ist «inem sofort vertraut, als hatte man!es immer gehört. Im Unte Itand, im Schützengraben, im Waldstsdickicht ist mein Aufenthalt. : tachts in Scheunen und Bauernhutte», 23 Mann gedrängt in d> r Utinen Stube. Mit vollem Gepäck glatt« Berge hinauf und l inunter. Und doch /geht Alles. Man l ist jünger und rüstiger al» mc n glaubt. — Herrliche Gebirgslandschaft jeden Tag. Zur Besin, ung kommt man nicht. Heut« einmal Ruhestunden, gewaschen im kalten Gebirgsbach. Ader jetzt ruft der Dienst wieder." Als Vorgesetzter war er in bei! ganzen Kompagnie beliebt. Nach seinem Tode schrieb einer seiner Kameraden: „Er war im Felde mein Baker.... Gab es einmal etwas <rn Liebesgaben. so verzichtete er immer zu Gunsten unserer Gruppe. Unerschrocken ging er in den stiersten Stunden seiner Gruppe mit gutem Beispiel voran." Mit hohem Fieber verlieft er den warmen Unterstand, um stach feiner Gruppe zu sehen. Last selbst berichtet am 6. Rai: j.Vor kurzem fieberte ich 8 iTage lang etwas, hatte sogar eine» Abends 39.4 und glaubt« niich schon typhusverdächtig. Aber es ist alles wieder oorübergeaanst»n| die ungewohnte Lebensweise — 1215 m hoch bei jedem Wetter — wird wohl Schuld daran Patrouillen stohen mit den feindlichen öfter zulanimen, vorgeschobei en Unterofsizierposten müssen sei r wachiam lein. Das meiste spielt sich in der Dunlelheit ab und al es vuf steilen Hänge». Kein Bergl ügen für Vierzigjährig«. Bog dl n benachbarten Höben hören wir zehr oft in der Nacht die schauerlich schöne Musst des Gewehrnt Geschützseuers. Bis jetzt ist alle; gul gegangen. Ferne Siegesnach, ichten dringen jetzt zu uns. Wie u ird e; weiter werden?" Unmittelbir daraus ging infolge der gro-hen Osfensio« und der Zurü kdrängung der Russen auch Lasks Truppenteil in die galizis he Ebene hinunter. Nach einen! ersten Gefecht Mitte Mai. bei dem er ganz leicht verwundet wurde, ist Emil Lask am 26. M n 1915 bei e i n « m S't u r m c n g r i f f in der Nahe von Doliiia gefallen. Die Deutschen nermochten ihre Toten nicht zu xerdigen. und so war sicher« Nachricht über sein Schicksal ängere Zeit nicht zu erhalten. Erst im Herbst 1915 konnte ke n Zweitel mehr darüber-best ehen, dah der grofte Denker du Heldentod gestorben war. In den Jahren 1923 und 1924 sind Lasks gesammelte Schriften in drei Bänden herausgegeb« n worden. Der dritte Band enihält den wissenschaftlichen Ncchlaft: Lasks Platon- - Vorlesung und die Stücke „Zum Snib m der Logik", „Zuni. Snstem der Philosophie" und „Zum Sntem der Wissenschaft". tDie'De öffenttichung des Nachlasses i t nächst dem HeraAs geber Euzen Herrigel, dem vertraulestei. Schüler Lasls. seiner Schwelte. Fräulein Helene Lask, zu oirdanken, die auch die Güte halte, mir die hier wirdergegebenc »-Briefauszüge zu über lassen). HeinrichMickert hat das Werl mit dem mehrfach erwähnten Geleitwort geschmückt, an dessen Eide er in ergreifend.-ir Worten )en Charakter Cmil Lasks zeichnet:^,In diesem ernsten schwerfälligen Mastn mit der harten kantigen Stirn, dem scharfgest stiittenen Profil und den grob u melancholischen, meist etwas v »rschleietten Augen lebte ein iartes, weiches, unsagbar güt ges Gemüt und ein fester, bi »weilen geradezu kindlicher Gaube an das, was gul und gcoft am Mensä-en ist." Und Ri lert schlieht: „So war dieser scheinbar Tchroise und „unliebeiswürdiae" Mann in Wahrheit der gröftien Liebe würdig, und allen, die Lieb« und Tieue von ihm erfahren haben, iruh die Wielt um vieles ärmer und kälter erscheftten, seit er r ichl mehr lebt." Dem solcher 9 achruf zuteil wurde er hakt« sich in dem wiederholt angeführten Briefe an seine Schwest x anläßlich eines Unfalls auch iber den Tod geäuftert: „Der Gedanke der Kürz« des Lebens bestimmt überhauvt immer me >r meine Lebens - führung. Es bewährt sich, war Siiitmtl in einem Aussatz .Zur Metaphpsik des Todes' in der Zeits hrift ,Logos' sagt, daft der Tod nicht der plötzlich« Parzenschnitl ist, lindern gliedernd and z« st altend ins ganze Leben hineinragt. Ich mseine damit aber nicht« Trauriges, sonder njB erobe das Glückliche, kas in an am besten mit Goethe so ausdrückt: ° Noch ist es Tag. da rühre sich der Mann. 1 i Tie Nacht tritt ein, wo nicmai d wirten kann.". Aintsgerichtsrat a. D. Dr. Guido Leser. ZTWE des Judcamtum: Maktin Bubrr zur Stunde. »li« Stund« und di« Erkenntnis" Im fid) eine Sammlung von Neben und Aufi'q» Naiii, Bub er», die der Schocken-Verlag I lnvugedrach I hat. Dies« 181 Seiten, di« sich iMch und ueistig an de» Verfasser» Verdffent- Irnnä „Kamps um Jrrael" anschlirften, welche |R -chriftei, und Neben zwischen 1921 und 1932 I^UIl, ist ein Buch der Rückschau und der «anilung jür den Leser, der Lehr« und der «ä itr den Mann, der es geschrieben hat. l bgedni; von Bubers eigener rellgiöser Ent- «»nfl, de en Weg über «inen * vertieften und ^a'stdirmii» ging, geben diese Tagesdie eben mehr al» nur für den Tag l Ausschluft über die Frag«: „Wo 7"..dai Judenlum heute?" Sie vewegen sich mni»disch aus die gemeinsam« Mitte zu. nicht ein liompromift liegt, sondern jener Höhen- I m. p denf die verschiedenen „Richtungen" führen l™*- d/resi Bester erst ein ganzheitliches Judenm ergibt, i Man könnte sich auch für Nichtjuden 2*,“! Werk oorstellen. daft ihn aber Wesen 77 des Judentum» bester unterrichtet« als Tf "uiviftilchen Betrachtungen zwischen den beiden gesicherter Standpunkt und aufgerühtt« .E üilt nicht nur von der Diskussion mit «r chrislüchen Theologen Gerhard Kittel und den Mrungsn über „Kirche, Staat. Doll und r?“!■ die kurz vor der deutschen Umwälzung einem neutestamentlichen Universitäts-! gegenüber gemacht worden sind. d'rvor,^uhebe» verbietet die Beschrän-? ” “aums: man müßte unendlich viel zi- " «ege» seiner endgültigen Prägung. Ei» Hinda; muß genügen, wa» uns an diesen "^»ngen über Kuttur. Pädagogik. Tradition ^?><na»sanc« de, Judentum» besonder» wichtig £*>: »>«. Erkenntnis der Situation de» Juden- Uj,, ." eistem völkischen Jahrhundert; de» Judes der zusammengebrorhenen Welt der Sichei »Js? ~ «ne für bas Jugendpr«blem nicht zu nicht ju untrrschätzeud« «kntslheidung: uw k? i."8 5ur Tradition, di« sich nur und ge- ^-?ich.d«e Wandlungen «halte» konnte; di« L^^ürdigung und Kritik d« Emanzipation, L,,. ochlerquell« «» war. daß nicht Israel al»! Emanzipiert wurd«, sonderni «in« Summ« WZ* Individuen; di« einmalig« Uneinreihbar- I w ^..Jndentum» unter dl« Begrifl« Konfession! ÄrthTw*0”konservatioen und di« religiösen! 7^5 Judentum» als Ausdruck de» gleichen Gott«,"; die religiös-ethisch« Bedeu-! Palästina-Aufban» für eine tüdisrh« Er> »»«. Und endlich: „nicht Wblösung vom zu dem wir «in innere» Berhäitni» . da» durch Irin verhaUen der Deutschen zu un» abgeändert werden kann — diese Feststiellung hat aber nicht» zu tun mit den ... Liebeserklärungen und sTreueschwüren ins Leere , ländern Verdichtung de» Judentums, Reulnüpfung der Urverbundenheit!in der Hoffnung auf den Punfi. ... Wir erziehen für Palästinas wem es das Land sein darf. Für irgendein« Fremd«, wem st« da; Land sein muh. Für Deutschland, wrm <B das Land sein kann. Es ist ein Bild, «i n tjieri ein« Erziehung!'. " Dies einige der uns stetig beschäftigenden Fragen, juf die Martin Bubri in diesem Buche Problem- «isafsend Antwort gibt. L. W. „D», siebenfache Licht". Gestatten und Stoffe des Judentums in der deutschen Dichtung. Ein Lesebuch. Zusammengestellt von Emanuet bin Gosion. 390 S. Schocken-Berlag, Berlin 1936 Das Hauptoerdienst des Herausgebers dieser vorbildlichen Anthologie ist. daß er sich nicht etwa in kleinlicher Weise aus di« Ausnahme solcher stücke deüischer Dichtung veschränlt hat, die alttestamentarisch« Stove behandeln (und im übrigen womöglich sehr wenig vom Geist des Judentum» haben), sondern daß er mit feinem Verständnis, gestützt auf «in« erstaunlich« Belesenheit, von allen denkbaten Gesichtspunkten an die im llnteristel seines Buches angedeutet« schwierige Ausgabe heran gegangen ist, wodurch beim Leser ganz unwillkürlich der — eben dunhäur richtig« — E«ndr>tck einer genuiiien, unauslörlichen Berschmelptng ,a> bischen Gedünlengutes mit der abendländischen Kultur «ntstieht. Das bin Gorion dabei innerhalb der Gliederung in Bers und Prosa in bunter Folge Wissens-Haft i nd Dichtung, Htstoriographi- und Mythos, Jnterp «tation und Dokument, Kunstdichtung un > Solls! ed ausgenommen hat, ermöglichte rüden sein« tankenswert« Beschränkung au waklich nu! „Gül kg«»" —.„b« ftt'l'ch nm auch «rireul cherweise in emer gtwissen BollstSnvigker vertrete» is — un!> mackst diese» echte Lesebuä i nicht nur z> einer a,genehmen, abwechslungsreiche, Lektüre, so« >ern auch zu «inem schier unentbchrlichei! Luellenwer! für »den Halbweg» Jnterest'erten Rur »i« Umstand ist an der sonst wahrhas fruchtbaren Arbett bin Gorion» zu bemängeln, d« jedoch nur de« wistenschastlich emgesteltte i Leser ein w mig ärgmlich stimmen wird: da» Fehle eine» Ouellennachwiise». da» umso schmerzliche« empfunden Iwkd. je h»i«r der Wert >«n«r solch" ^Mit* Mim Rechl beginnt da» Buch mit de, > „ivestobrürtner Geb it" fda» man nebenbeibemeri t lieb« «infäch Wessibrunn« Fragment n,nn«> ilüll« da gerade d,» hier wiedergegeben« und r i där iat wesentlich«i Stück kein Gebet ist!), gilt dann — um nur w nigstrns Einig«» anzudeuten Rlatthias Claudius' derb-gemütvolle Ballade „David und Goliath", Lenaus Gedicht „Der arme Jude", das zum Besten der Lenauschen Lyrik gehört, das wunderbare Volkslied von »er Judentochter aus Arnims und Brentanos Sammlung, einige Epigramme des unübertrefflichen Friedrich von Logau, Fritz Reuter» bekannt« Verse „Dat tümmt mal anners", die Puppenspielftelle au» „Wilhelm Meisters Lehrjahre", die berühmt« Schilderung des Brandes in der Judengasse aus „Dichtung und Wahrheit", die kulturgeschichtlich sehr interessante Beschreibung desselben > Frankfutter Altstadtwinkels und seiner Bewohne^ in Jung-Stillings Autobiographie, einen Auszug aus Gregorovius' schöner- Darstellung des Ghettos in Rom, einige von Johann Peter Hebet» köstlichen Judengeschichten, Aeufterungen übel Bibel und Judentum von Lessing, Herder. Goethe, Schiller, Jean Paul, Hebbel — allein, es ist nicht möglich, in dem knappen hier zur Verfügung stehenden Raum den ganzen Reichtum dieses Buches aufzuweisen: man lese es! H St. „Jugend al» Konfliktsttueti«»" Jugeiidpsychologi« mit Bekü<ksichtigung de» gudischen! Kindes. jüdischen Kindes betont, tung, etwas Anderes, ziön müht dazu belonders n«ch di« Berücksichtigung de; dann hat er die ^«erpslich indes! mehr zu geben als Walter Blumenfeld, od« aber^auf den Anspruch, den er in dem Titel seiites Werke; erhebt, zu oerzichten. So werden wir ille, die um des Beiondern des Themas und der liituation willen das Buch ergreifen, enttäuscht keil. Wir finde» nur wenige neue Anschauungen, u. z im Schluftoaragrapsten 16 „Das jüdische Kind" aus 8 von 113 Seiten. Hätte Blumenfeld se n Werk «ine „allgemeine Einführung in die Jugendpsychologie" genannt, so hätten wir die Be rrbeitung von käst 160 Autoren, die er in seinim Literaturverzeichnis angibt, außerordentlich bezrüftt. So aber suchen wir vergeblich noch einem pud). das uns Wegweiser sein sollte, um jüdischer auf die Biumenfeld mit aber leider nicht zu füll:» vermochte Jugend in ihrer Konfliktsituation zu helfen. So bleibt weiter die Lücke. seinem Titel hinwies, di« er pym. Do» Walter Blumenfeld, Phito-Verlag G. Wenn von jüdischer Seite aus der Versu nommen wird, «ine Jugendpsychologie mit sichtigung des jüdischen Kindes zu schaffen, fen wir erfreut zu diesem Buch, um E m. b. H. h unter- Berückso greikenntnis und Verstehen für die besond«« Konflittsituation de» jüdischen Kindes zu gewinnen; denn daft di« Ereignisse des letzten Jahre» mit ihren indirekten und diretten Einflüssen (Schulwechsel Berufswahl u. a. m.) hier «in« ganz -besonder« Lag« für das »he Kind und den jüdischen Jugend! chen geen hat. die sich nicht nur äufterlich Ivon der anderer Jugendliiher unterscheidet, ist oft genug gesagt worden.' ' Wenn nun ein jüdischer Autor in dieser Situation sich um einen Beitrag zur ^Jugendpsycho ogi« dejüdische Boltsdildung e. B." veranstaltet am Sonntag, lutobus-Fahrt nach gung der jüdischen Gastdigkeilen unter sachkundiger können auch Richtmilglieder ich« Preis kür Hin- und Verbindliche Anniel- 15. August an das Sekreäurdan: Frankfurt a. M. NMHIHNMOMIIIi luiHiuimiii imiNiiiiiHii Äbendtted Nun leg' ich meine Hände Still in den SchoS.! , Was schlecht war, macht am ^nde Des Tages Wende , Noch scnöA und groB . Es haben der Gesichte Viele mich verstört; Sie gehen zunichte, Damit dem Lichte Die letzte Stunde zugehöri! O still, nur stillt Die herben Gedämpften Licht« färben Den dunklen Saum der Nacht Wie traurig ist dies Sterben, Das alle Dinge heilig macht... Kam. George A. GoMschlag (s A.) Di« „KeiellZchast für Franksurt^a. M. 30. August —«in« Worms zur Belicht statten und Sehenswü - Führung. An der Fahr! teilnebmen. Voraussich II Rückfahrt: RM. 2,50 düngen bi» spätestens tariat (Frau L. I Friedrichstr. 26) erbet,» Dom Jüdischen Mnskw». Das Judiiche Museum, Berlin R 4, Lranienburgerstr. 31 bleibt, im Gegen satz zu früheren Jahren, - in diesem Sommer -ohne jede Unterbrechung g|e öffnet, um lpeziell den durchreisenden Fremdest Gelegenheit zu bieten, die reichen Sammlungen <an palästinensischen Ai.sgra düngen, jüdischem Kuskurgerät und modernen Bildern und Plaftilen irNnenzulernen. Lefsnungsztiten: Täglich, auch Sonntajgs 10—14 Uhr. Sonnabend geschlossen. i ', Urtzeberreehee ttMNM «atetta. Der?iel>t>»vcidand der Züdtichen Rulturdünpe in DeuNibland teilt mit: .«< bestehen bei den lüdifcdcn » o m p o n i sie n ,n» Autoren in -Deutk-dsand dinti-btiild veetretunq ihrer Urhederrechte bei mujtraltt-hen Aussüdruna e n noch UnklardeireN. IUdikche stomponisren un» Autoren, deren Kompvsttionen and Diederterte no<d nickt urheberrechtlich von irgendeiner AutorrngrfrNschakt vertreten werden, wollen - stch;we<t« Auokuniloerteiluva de»U»ltch der Wahrung ihrer Intrresten an den Tirjchoverdand der Züdischrn: Kulturbünde, Ärrlin §W >9, Stalllchretderstr. 14 wenden.- Hanptscdriftteftnng und verantwortlich lür «len redaktionellen Teil Dr. Hans Wollenberg, Veritn-Wilmersdori; kür den Anzeigenteil: Dr. Martin Benski; Berlin w 50. Druck: Buchdruckerei R. Scherk, Berlin SW. D.-A. II Quart 19p6: 15 052.

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