Mannheim
Compact Memory

Der Schild · 1936-05-22 · 21 (22.5.1936) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
21 (22.5.1936)
Date
1936-05-22
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/4911661-5448578-5449599--202-4915874
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

9 entity mentions

_HEBAU8QEBEäi REICHSBUND dpQIBCHEW FRONTSOLDATEN E.V. |E KRAFT Einem groben Musiker zum Gedächtnis 3u Gustav Mahler» 25. Todestag. (18. Mat). Elnladungsturnier. Tennis-Club Leipzig E V", ,,Ko i - Markkleeberg' I. Leipziger am Sonnabend und Sonnr*f «1 ' Vo» Ham. H a r I Wiener. IlBoljl taunr jemals juvor ist in der Kunst geschichle ein derartiger Einschnitt erlennbar ge chtsen wie zwischen der «orlriegs- und Nachlriegs generalion. Pie eine ferne, oersunlene Welt liegen die Friedensjahre hinter »ns; bas reiche künstle der Verein Hot-Weift Mitglied des ÄA.A""' b“f. li<J> damals in wirtschaftlicher S« So »ic er bisher im allgemeinen?u*bl,|*n lonntegab eine H -;tjfb'l* Weunfloge, aus der sich der glanzende hu, srieg vrustav, Mahler» vollzog. Dah er gerade in TV 'L SA ra'm-cnen lahr konnte so 4"utschland begann und durch die 10jährige Direl- T l i e.noN. z ie l >e-- Me. «°n der «lener Oper abgeschlossen wurde. ist Torqier -K J_• jennbisnieler bezei.hi^*r(,ld» nicht ohne Bedeutung Denn die Musik d - 'imdschaft Europas ist durch das Beden gekenn * »ran.-taltet am sonnal; 5 Id 2V'd M. auf seiner Anlage, an- , säes U'j.ihrigen Bestehens, ein J u b i- . finhilunes-Turnicr. Seit An mdes. So. “porf » *•#»»■» ftv””"“’i rnbei<t« er au.h jetzt in unserem Sport- Abschied". Er enthält ein Orchesternoischenspiel von solcher Wucht, solch aufwühlender Tonsprach«. datz sich niemand diesem Eindrud entziehen kann: hier sagt ein schöpferischer Mensch das Letzte, Tiefste, was ein (fiottcrfüiltrr überhaupt zu sagen hat. — Ls ist bekannt, »atz Mahler Im Jahre 1307 sein Amt als Direkior der Wiener Hofoper nieder, legte, um nach Nsew-Porl zu gehen. Der noch - k Q»(st dss Judsntums »Die Sogen der Inden". Gesammelt von Micha Josek bin G o r I o n. Jsn Schoden-Verlag, .Berlin. IM bin Gorions grotz angelegte Sammlung der Mythen und Sagen des jüdischen Schrift tums umfatzte fünf Bände. Ihre Publitation de gannj1913; die beiden letzten «ich enen, nach dem Ableben ihres Schöpfers. 1925 und 1927. Und nun legen Rahe! und Emanue! bin Gorion, als treue Verwalter' des Vermächtnisses, einen Dünnnicht 51jährige starb in Wien an einer typhöse» druckband von fast 800 Seiten, ein geschlossenes'' - v...,r.<_ a»:.:- Ganzes vor, dem der Schoden-Verlag die fizr ' »d!n l>a>' H'ös auch kür das diesjährige 'nT«aci ^rden kann, bezeichnet das —jjilkne Nennungs-Ergebnis. Er den Damen spielen Frau Fnedleben, 1 as.rt Frau Ilenip-Weihermann, Frankfurt; jnt Oiilion. I rau Heiser, Frau Wolff, alle I Frau Rosenzweig. Leipzig u. a. m. Bei iHmen spielen Wolff, Lewin-Ooldschmidt, »et alle Tennis-Club Cirunewald, Berlin; Mann Mannheim; Sander, Köln; Rud. I «upuerial-Iiarinen; Lichtenberg, Ma-in- Brüclc, Lieber und Moser, Bar Kochba, puchwaller. Breslau; l)r. Bill Fuchs, Bsriihe u. a. m , fLriilt werden ein Herren-Einzel, ein »a- ErKinel Herren-IJoptiel und gemischte CJi Von den Doppel-Konkurrenzen ragen tolrre Hervor im gemischten Doppel die . Frau f nedleben-Dr. Bill Fuchs, Frau vBuchw'alter und von den Herren-Doopel te Hem VTolfr-Dr. Fuchs, Strauß-Sander (Rheinidi. Mann-I.ewin-Cioldschmidt, Katzenste'n •alter. ^s-Tennistumier in Frankfurt a. M. |to uv. Schild r ranklurl begann di» neue Tennob «» eni:m L, fknungstuenlee. «U* die Teilnehmer «ud »ui der Hohe irigtc, »eil ' wrt «cstt ist" endgültige Form erspielt haben i ib»tul ent»rf -h‘ keiae«weg« den wirklichen rrki:tai**eti •-•nlkr» \rrdient um die Durch- „ Mch Hintwanger und Frau Schmidt Dit Piat/an.an der Tiroler»tr«Be, die dein Sct^rr vematet wird. befindet «ich bereit« in jstsrirr Vetfs^irg F.ir die nächsten Monate stehen . «fcrrwjfltF ‘ Mubturmere mit autwirhgen Vereinen. \ JU*B»;hj‘t*kampfe. bevor. Crccbnbae de« Turnier»: lirrohEkuel: 1 kleine Nahm; 2- £ Hmtwangcr, |hd Htrvk und (k. £rnU Langenbach. ItawKEtael: I hratt Schmidt. 1 Frau Lowenthal; lfm KaÜoaan * IhimPpfprl 1 '••i:i\wan.s'er Nahm. 2. Hirsch- Oppen* 1 sbrtJt i)r l angtnbach und Kotbbart Sk hei ■d; I Trju - titelt^ Paul Hirsch; 2 FrL Kiefer zhafts-Spicle des Spielausschusses Jüdif Tmnis-Vereine in Berlin. znchnet, dos im Osten dmch Böhmen und Ungarn und im Westen etwa durch die Linie Salzburg- München-Augsburg abdegrenzt wird. Und in-de sondere hat der „böhmische Musilant" von alters her eine besondere Rolle gespielt. Dort, an de istährischen Grenze, stand auch die Wieg« Mahlers Ifer einst berufen sein sollt«, einer grasten Epoch seinen Stempel auszudrückeii. Dir Stationen seinewunderbar schnellen Ausstiegs sind gelennzeichne I durch die Heiden Tatsachen: mit 28 Jahren i|l Jt Direftor der füiugl. Oper in Budapest, mil )7 Jahren hält er seinen Einzug in dir Wien«: Hosoper, der Stätte seiner gröstten Triumplj«. Wa- «Inst Rich. Wagner vorgeschwebt und im stoizei Bayreuth seine Ballendung gesunden hatte — buk erlebte Wien in den Jahren seiner Leitung: eine his ins Letzte vollendete Lpernlunst. Mahler kannte nur «in Gesamthinstwerl und «rschöpste ded- Begriff vollständig. Mozart, Beethoven uiid Wagner galt seine Heist« Lieb«; aber auch Verdi pder die Neueren brachte er in nie erlebter Valkindung heraus. Es war di« hervorragendste Zeit her Wiener Oper. Aber dies alles, sv bedeutungsvoll es war, zeigt« Gustav Mahler blost als Dirigenten, als Rach fchöpfer, als Organisator. Unendlich viel gröstii Halslranfheit. Bon ssinrn dunkeln Visionen um-' rauscht, vom nahenden Unheil bedroht, hat er gleichwohl di« Zuhersichl und den Glauben nie verloren. Wenn w» Heutigen ehrfürchtig di« geistige Gestalt betrachten, so berührt es ganz wun derbar, wie sich in ihm .die Jahrhundert« begegnen und wie stefs bei einem Danz-Grahen, seine Bedeutung wächst,: je weiter wir uns von ihm und feiner Icit efitfernen. „Denn er war unser!" So tönnen wir heute stolz bekennen. Lange Zeit hindurch war der Blid getrübt durch die übermächtig« Erscheinung, durch das AIIzu-Menichl che feines Wesens, das im Grunde nur hohe Güte ausstrahlte, aber aus dem Gebiete der Munst nicht die geringste Monzesfion machte und dadurch sich viele Feinde zuzog. Wir haben auch inzwischeiv gelernt, das Streben ins Ungeheure und Ueberdimenfionale nur als Realtion auf die materiali tischen Tendenzen der Jahrhundertswende zu betrachten. Aber wir Juden haben noch «inen anderen Grund, in Gustav Mahler einen der gröstten Menschen zu sehen, der jemals aus jüdischem Stlamm entwuchs. Wenn in den 'jetzt so beliebten Unterhaitange» über schöpserisch« Menschen der Rome Mendels sohn fallt, so g bt man, auch van dksangenvr Seite ohne weiter 's zu, dah dieser zu den grasten Meistern zu zahl » ist. Nicht, ohne aber hinzu zufügen, dah-er! durch die >ung« Emanzipation gleichsam empargqragen wurde. Alles, was dieser Meister erreichte,! erschien von glückhaften Umständen besonder«! begünstigt. In der Tat, es schwebt etwas Unbewusttes um dieses groh« Talent der Nomantik, iqtabltr aber — wustt«. Er war , .. ... - ,, -- r-, Spalgeborener, ein Erde jenes zerrissenen st sein, «e^utung als Rompamst Er. der s,» zg, Jahrhundert , dos einen Nietzsche, einen n der täglichen Theaterorbeit verzehrte, hatte in einenlstrindbrrg cheroorg.bracht hatte. I >tai fanden d»e Mann* .iler'tner Me«stcr«chafte>» ihre Fortj. Sc-ncta*: jfcjfe an Ihr Efh'etsiix - HrrrtnipiHt Waren: 1 <«f I. Kllfv: luratiiU ichu^i K. rradee mit 8:1 Pkt. Ihr tji-cibj «h,a;t J'K mit 9:U Pkt. IfcrIZ Klatse: |)SK. p Kklvt Bar KVhba III mit 8:1 Pkt e4BX M p (irumwakl IV mit 7:2 Pkt Ile 6t» TestiifP.nJnwpielen am 17. Mai d. I«. achlug iBBtrh. 2. Mirnmhalt, d«n Tennis-Club Kaiaeraliee, [fawkaft ViFhutm« der Sat/e: lN:4; der Spiele ^r Puni.1« ’.i iur JSO. trnicf in Dresden. Ittttbrcaden lr„^ iul M-incm TenaispUt/ am 17. Mai V^Rjrr gegen SltiU-Chemnitz au«, da« nach trtlwriae P*<; Kämpfen mit 12^ für den Ua»t* r MiciitJcs »urde.‘ Drciden reizxte »tch vorwiegend fei [ Emewpiden überlegen, w&hrend Chemnitr im “ «id Gerat* ht kippel gut abschnitt in Brcilau. In den vom Sportbund au«- Maanv h^itk-pfbchtiptelen im Tennia, atanden |17. Mai n Breslau auf den Plltien de« neu- Tfom<k!ut>< Blau-Weifi-Oold ua R|F. Sport- -J Herrto-M tanvhaften de« 8{F. Breslau und de« , ^ErnCold «ee« *.ber. Die R)F.-Mannachaft siegte in luw). oad 3 D ppeUpielöi mit 8:1 Punkten, 16:S 11880 *';iekn ünd wurde ao niederachlesiacher _ Nachm.ttag de« gleichen Tage« trafen ' D*5ica-Hjnn«chaften beider Vereine auf dem l ttoe:” Kreundschaftskampf, wobei die Damen überlege* mit 4:0 Punkten. 8:2 Sltien ■»-^Spielen 'rf.lgrrach waren EP. 'itathletik '• vor Aachen und Bonn. * ** eckten sich dem neuen Be- ■ptitftiitkDlunann N,nnenberg— (Kisseldorf. tu den .7^—5* B<' tk«me,xter«chaften de« Mlttelrheina und u *»• ^zahlreichen Zuschauern ein bunte«, t if® . "Knilrndyei Bild. Dank der von Ftana m,t <*en Aachener Sport- ► aJ ,h auf*fe*ogenen Organisation wurden *1****f*fi I c hifhmer/ahl die 46 ausgeschriebenen l dtkx und in verhäKoism48ig kurzer i JJti r* ^oige war gfinzeode Stimmung »ytopftf Eine Irische Bnae war natürlich den irSf#?ef rmmen. weil sie auf ihre Leistungen JwLr* tmd unter diesem Oesichtswinliel k?fa zu —oten. »3 b-rk,r.,t„i Konnrm und Köanerianeii trhlUn W’crtuni der ErgebniHC »uch in , ff*?*” Wie erwartet doaiaierte Leo ir~n Kur«lrecken (100 m ln 114 vor 200 m in 24.3) und außerdem » u- Ä“1* ">i> •■04 m. Ebenfalla 3 Swge nira.h-Hoiu1 erzielen (Hochspninf 1,28 m; ■ T- Speerwerfen 20,10 m) und nveimal , bi“/ den Bonner Rudi Mari auf a~k >.» m; Speerwerfen *• Cffob# r ' °ß*laaflg.Düaaeldorf verzeicbnel zwei ' «3*. „.t**'1’ d'* 1M0 m Lauf in 4.4S.I Min. 14M 2S.J : T ‘-•“L u> 10.06.1 Min . letzteren 1 Cw. *“'*•*» begriffenen Aachener Moll 0° tz-, VS- <*" »«b nicht richtig In Form war. * - gewann die 800 m in 2.IAS Mm. Bose. fc.uurwerielhall der Ulenticrteate Mehr miiuiu.,1 J r^'~ ,,rT1 Oreikanipf für Frauen gelang Ike Dahl, Aachen, mit 76,5 Punkten, 'mrir.e^ü ir Hlraeh aui den zweiten —l Se~,„ lo Jugendwettbewerben hatten die nemlkh glekhmißige Erfolge. _Oo. H auptschrUtlcftung P ^?,7lic.h för redaktionellen Teil Gollenberg, BerUn-Wilmersffi'ikh nd^? Anzeigenteil: Dr. Martin [(!!•**: Benin W 50T t-Tl :fvidr!*c,cerd •*- Scherk, Berlin SW. H- L Wart 1938; 15492. täglichen THealerarbeit verzehrte. Halle in einer Seele ein« stärler« Fadel leuchten. 'Schon frühzeitig entstanden di« ersten, sehr eigenartigen 'ompositionen „Das Nagende Lied", ein grosteu horwerk, zu dem er auch die Dichtung verficht .tu, die vollsliederhaften Gesänge aus „Des naben Wundertraum" und die ersten Sympbo- >nien. Das besondere Merlmal der Mahler'fchen Musil ist di« Naturnähe. Oesters findet sich .in selben Partituten die Bezeichnung „Wir «in Natarlauk". Aber er schildert nicht die Naim, sondern er erlebt sie, transponiert sie in seine eigen« Sprach«, die durchsetzt ist von seiner eigenen Dämonie und von verzückten Beleligungen. Seine mitreistendsten Werk« sind die 2., 4. und 8. Sr»-»- 1 phonie, lauter Kompositionen, die entweder gßnz oder teilweise Singstimmen enthalten. Der göttliche Hauch, der sein Werk durchglüht, ist der Odem des Schöpfers, van dem demütigen Pewuhtsein getragen, teilzuhaben an dem gewoUiaen Kosmos. Und dir tiefe Frömmigkeit, die das Leven und das Werk des Meisters durchzieht, —!si« bat wahrlich etwas ausgesprochen Jüdisches. Isas Wissen um das Leid der Welt und gleichzeyig das Wissen um jüdisches Weh verband sich . in Ihm als den typischen Berlreler der Borlrieftsmuslker zu einer unlöslichen Einheit. — Die \ 4.! bis T. Symphonie bilden als reine Orchestermüsil eine Grupp« für sich; sie sind mächtig in der Fofm, schwierig im Inhalt- Dabei von einer ungeheuren Kühnheit de« Konzeption. Sie gehören nicht uim Lingänglichsten, was Mahler geschaffen, enthaUe» aber wegweisende Element!. Das reifste und ,e kanntest« Werk ist das „Lied von der Erd r", ein Zyklus von sechs Gesängen nach Gedich en aus Hans Belhge's „Ehinesischer Flöte". ' er Untertitel kautet bezeichnenderweise: „Eine Sr mphonie". Ls sind symphonisch gehaltene Ein etbilder voll unendlicher Leuchlkrast und Eigen« rt. Dabei ist die Orcheftersprache von solcher (Eindringlichfeil, datz wohl unschwer vorauszusagen ist, dah gerade dieses Werk stets als Mahlers Beiles gelten wild. Der sechste Teil ist betitelt: „Der Hifii!miiiiiii(imiTiiiituiiiitiiiiMiiimmifQiimmmiiiiiiHtiiii!mimtmiiii:uniiiimiin 1:111 ' Ein MoBten »01 tUsraell. Als zweite B-röffentlichung dieses Jahres dielet die Iudiche Buch-Bereinigung e. B. < IBB.) ihren Mitglied:rn den bedeutendsten Roman von Benjamin Disri eli „Tancred". Julius Eibau hat diesen Non an der im Jahre 1847 jn England erschienen ist, neuübersetzt und sorgfältig bearbeitet. Der Non an erscheint Anfang JunL „Wleaet Blal" von Johann Slrautz, konml im Berliner Kulturbunb-Theafer m der Bearlei* fung und Inszenierung von Kurt Singer unter »er musikalischen Leitung von Berthold Sander Herais. «In )unet«, begabter Morten,skanftler, der das 'Hort und den aen, die 'TUjltatton und ^as kle» dederrschr und zudem obinl<1<tmB »onzerthnus des Älesiens, mit vtetem .begrüß», vor die tübitw« Off »> ~IU Bewegung und .. .oder lehr «etdiat zur Wirtt», utfamMengeSelle«« Programm »u erjül en. das von Mathias Elaudlu« zu Dürger, »on »eine zu Mbriete, von Letwri« Seidel zu Eontnne, von S> irt. leben ui 5>»tMqr»ndtdaI. von JRotatnttem zu Ringet«»,, von Marti» Bußn« chalstdischen »efchichten di« zum °sttüdische» BotksUe» und zum Jargongedich», »om / r»d von «äset* zum kranzbfilchen Ehanfon und zu L< ra, führt». Mi« «st launig«, Worten diet« »e,en»H«. »u denen st» -noch eigene «tchtungen gefeMen. «rdindc nd. wußte Eilender, anch rezitatorische «Uinigteiten ' >zvoll zu wichen, und feine Begabung für wumorha trs trat zutaga, eine Begadmt-, die matt he«ta Ioniers degeüßr« Muß. Edens» erfreulich war lein Bünlni« stk' ~ - — - —- - Er ahnte das Perhänanis nur zu genau, ohne sich freilich van der Weltfatastroph« ein klares Bild machen zu!önnen. Umso sicherer empsand er als Jude die Vergeblichleit seines Strrdens i» 7 Nomanlil (die Berliner „Salons"), -Zwischen den die tvett' und Pie Tragil des Unverltandene-i. e Nevhlutionen iBörne, Heine, Zun,. Ganz die ihn tradttianeUe sarmvollende.e nutze:« Geitalt gab, Diele Neu-Herausgabe verdient, dauldare Anerlen» nung; sie verzichtet zwar auf all die.. Elemente, die der ursprünglichen bbändigen Sammlung ihren wissenschosttichen Eharalter und damit zugleich ihren Umfang gaben, erlchlietzt oder dafür dem intei esiierten Laien — und unter dielen Begriff mochte man mehr denn je jedes einzelne Glied unserer Gemeinschaft zählen — whllich das Sassengut, da-., mythische Bermächtnis seines Stammes. Und eine unendlich« Fülle solchen Gutes, durch Jahrhunderte geworden und gewachsen,. begleitet und uinrantt und ^araphrasiert und deutet jene grohartige Linie der Schrift, die von der Schöpfung und Sinlsiul. von den- Erzvätern uyd dem Joiefsroman, vom Auszug aus Aegypten und der Landnahme - in - Kanaan bis zu den Königen in Israel und 'Juda, den Propheten, dem Bdbylonijchen 'Erst und der Nückkehr führt. Ein umfassendes Quellen- und Literolurregister legt Zeugnis für di« imposante Arbeit M. I. bin Gorions ad, die dinier dieser fesselnden Lektüre steckt, wir wir sie 'der ltililtilche» Gestaltung Rahe! bin .Gorions danlen, dies die Geschichten übertragen hat. nb. Arthur Eloesser: „Lom Ghetto nach Europa" Das Judentum im geistigen Leben des 19. Jahr Hunderts. Berlin 1936. Jüdi'che Buchuereinigung. Jn der Neih« ihrer Publikationen chat die Ju bische Buchoereinigung als jüngste «inen statt lichen, fast 300 Seiten umfassenden Band vor gelegt, der am Beginn' einer neuen Periode ju bischer Eiistenzsorm idi« im Werden,' wenn ^ruih noch keineswegs klar ist> cteistesgelchichttiche Nuct schau Holken will aus den zurü^gelegten letzten Wegabschnitt. Allo etwa: Ein geiltesgelchichtlicher Längsschnitt durch das Judentuin in Deutschland während der Emanzipationsepoche. Deren zettliche Gliederung ist Nar: Bon der Aufklärung bis Kant lMqses Mendelssohn!!, Zwilchen Goellic und Und doch hat er siegreiche Töne anzuschlagen gewutzt wie noch feiner vor ihm, hat Trost und Hossnung aus eine andere Welt gegeben, er ist ei» grotzes Vorb ld geworden als Kämpfer gegen, eigene und srenwe Dämoiten. Schon jetzt, nach der kurzen Zeitspanne eines DierteljahrKunderts zeigt sich, dah -sein« ewige Melodie «ingfrewl werden wird unter di« der grohen Meister. Man mag noch zweisein, und noch kritteln, ' — «in Wert von anderen zu sondern versuchen — die überragende Macht seines Schöpfertums wird in naher' Zeit all« Neincn und kleinlichen Pinwändr überwinden. Das ist di« wahre Grütze Gtzstav Mahlers: obwohl er wühle, dah er sein unwiderrufliches Schicksal in sich trug, hat er unbeugsam und aufrecht, als Mensch, als Jude, als Schürfer dieses sein Schicksal getragen, mit Ihm gerungen und es bezwungen. Dieses vorbildlich« Leben erfüllt uns Nachsahrrnde mit höchster Ehrfurcht und unr danken seinen Manen, dah er srjy Streben in solcher Werse reinzuhalten wutzte von. allen irdischen Trübungen. Reform, Moritz Hartmann, Lasialler. Dann jener wichtige geistige Naum^ in welchemrücklchauend di« ^Entscheidungen unlerer Tage' schon vorangetün. digb waren: Kamps um die Emanzipation und national-jüdisch« Gegenwirlung — Nietzer, Geiger, Stahl, Hetz, Steinheim. Folgt ablchlietzend, dir Aer». des Liberalismus —: u-.- a. Kalisch und Aui rbach, Fanny Lewald, Heyle, L. A. Franll Sinckon, Laster, Bamberger. — Dies die Etappen des jüdischen Weges vom Ghetto ins europäische Gei tesleben, wie E. li« adstrckt, jeweils vertörpert- und dantzl verdeutlicht in'reprälentativen jüdische» Ges ollen.' Dos Kernstück des Buches bildet die mit sicheren Strichen gezeichnete Biographie'Heinrich Hei les. Der Verluch, eine geistesgeschichtliche Periode und ihre jüdischen Eiponenten disck em Aspekt zu umreitzen, ist heule unter ju eine Notwendig feit„ freilich n. E. «ine recht schwierige. Die Boraus «tzungen fpr eine Sinngebung, eine sruchtdarr und zuverläsiige Deutung scheinen uns zu mangeln; viel eicht, weil die Distanz zu kurz, vieljeicht auch weil der Horizont zu eingeengt ist. le. nn noch ost 'fei» eigener Dichte« und Rompoiikr sendenveise bald sterben mutz, — so bemerken wir, dah Schnitzler Rer »«Niger aus dem Leben des und deertts freundlich begrüßt, »or die lichkeit: »r. Art, E l f« » d « r a. Mit keben wußte er ein UMfangeriche«, ob« 'in den eckuirnliedern. deren Wort« md Weife"nmUrn 'auch "von Henderg' ftamnrten^und ldi« id« alsangeurdmen Sänarr zeigten, der Scher, tvte trnett dev Aeder ernwsindrnd durchzu^stallen wu»««i U daß* das ffehr bestrirdig«« Publikum mehrere Aug-F-"- erzwang. l »am. K. 2 Schai-leuEtnaliler im Äulturbund-Th«at«r. Dos Sfücklein von der „Komtesse M i Z; i" nennt sich, immei hin mit Recht, «me Komödie und führt den ironifi lächelnden Untertitel „oder der Familienlag", LLas für eine Welt korrupter und verrotteter Liebe - und Ledensbeziehungen! Innerlich längst zusaiimengebrochene Slandesvorurteile, di« nur durch eine dünne Maske der Heuchelei müde aufrecht »hallen werden! - Daneben dl« lraslvollen Töchter des Balls, die berühmten „kleinen" oder „lieben" Mädchen, der längst würdig geworden sind, m di« enlarlele Gesellschaft «inzudringen und sie wuszusrischrn! 4!ur das Vorurteil, „die konventionellen Lügen der Kulturmenschheit", wie Mar Nordast sagte, hält sie noch auseinander! Da ist der unckarisch« Aristokrat Pazmandy, ein alter, aber gutartiger Lobemann, der eine Lolo vom Theater zur Freundin hat, di« ihrerseits im gleichen Alter sieht wie die Komteh Mizzi, die Tochter Pazmandys, di« er immer noch als sein Heines „Madel" tbelrachtel. Da ist der brsreundelc Fürst Navenstein, der noch zur Zeit seiner Eh« ein Verhältnis mit eben diesem Madel, der komtetz Mizzi, i inging, von dem der Herr Papa, de» Lebemann, nichts roeltz! Und» wenn dies Verhaltni» nicht ohne Folgen bleibt, und dies« Folgen in Gestalt einen hübschen „natürlichen" Jungen im Verborgenen ouswachsen; wenn diesem Jungei eine bürgerliche Mutter erfunden wird, die pas; an, Mar - ~aa«Mtan B6ril«r and avch aadara hSoncB I f wmaTd^di. Bodhhnndlnna MARTIN im NO an H - Tal.: neunzehnten Jahrhunderts als aus der-- Literatur des achtzehnten Jahrhunderts fühl, die von geheimen Liebesbc Ziehungen hoher, Personen und ihren im Verbot jenen oufwachl.enden Früchten wimmelte: Vorstellungen und. Motive, von denen später di« „Kolportage" genannte, niednae Literaturgattung leite. Schnitzler benutzt, in der Gestalt von Ravensteins und Mizzis Sohne Philipp, einige dieser B »rstellungen, um die Situation ironisch zuzuspltz' n. — Dann prallen alle dies« Element« zusammen. Lolo kommt, um Abschied zu nehmen, weil sie aus dem' Thea er scheidet und bargerlich-legitim, wenn auch bescheiden, heiraten will; sie findet überraschendenoelse -- die Scheidewand beginnt zusammenzubrechen — an der liebeserfahrenen Komtetz Mizzi soft eine Freundin. Der im Verborgenen blühtmde natürliche Fürstensohn Philipp wird adoptiert, triff« t und sichtbar und tritt — Nein« Sensation — Irfner Mutt« gegenüber, von der « nichts weitz. Er, der sich für das Kind einer büranllchen Mutter hält, bringt frische und lebenskräsiige Töne in dies« sterbende Well und durch schaut fast,, in richtiger Ahnung, aber in falscher Verknüpfung, die Kolportage" viele d«'er Be ziehtingen. Lchlletzlich, nach diesem so ironisch b« trachteten „Familientag", vereint ^in Abteil im Zuge, eine gemeinsame Neise unlv «in Hriratsanttag Navensteins an Mizzi die beteiligten Familien und stellt di« gestörte Orduung vieler (leinen Welt wieder her. — Das „A b s ch i « d s s o u p er" ist nur eine wohl polierte und facettierte, humorhaltig« Kleinigfeit aus! dem «inst so geschätzten, heute" völlig veralteten „Anatol"-Zyflus. Es sind die fröhlichen unm leichtsinnigen, wenn auch mit. Grazie barg«, bot^nen Junggesellen-Abenteuer, dir den Staff adgeb m: wie Anatol und Anni, jeder ünd jedes für sich, mit dem Entschluh, sich zu trennen, zum Zusimmentrefsen kommen, wie keiner recht weih, wie er es dem andern, den er noch „in heitzer Lie!>' entbrannt" wähnt, deibringen tonnte. un> wie es dann über Erwarten gut geht und lie Sp itz daran haben, sich ihre beiderseitige Untreue ins Gesicht zu schreien: ein sür uns fragwürdiges Vergnügen. ie Spielleiter Fritz Jetzner (Komtetz Mizzi» Fritz W i ft e n (Ablchiedssauper) ' bemühten ~ den dicken Staub sortzublasen, den dir Zeit iischen aus beide Stücke gelegt Hai. Ls gelang völlig: es hätte dazu auch eleganterer und schwereloserer Darstell« — die Darstellerinnen fanden sich eher hinein — bedurft. Bei aller künst^ lerischen Bemühung um gedämpften Lustspielftil waten die Konturen nicht ausgeprägt genug; aus denf angestrebten „Zart" wurde das wirtliche „Schwach". Immerhin mutz anerkannt werden, datz Arthur Lew In und Fritz Wisten ihre Grafen Arpad und Fürsten Egon recht würdig repräfen tietten, dutz Jenny Bern st ein-Schaffer eine anmutige und lebensernst« Komtetz Mizzi und Lilly Kann eine sehr sympathische Lolo war. Saftig«e Tine brachte, sich an die Art Vittor de Kowas anlehnend, Jose' Ernesto SJ e n> q als der natürlich« Sohn. Im „Adschirdssouper" war daun Jenny Bern ft «in-Schaffer recht verwandelt zu einem derben, volkemätzigen. austern- und champagnervertilgenden Wesen, während Fritz W.i st e n > den Anatol wohl etwa» zu schoer nahm. - Keck«« parodistlsch« Spritz« würden dieser Welt vielleicht gut tun, di« man doch nicht mehr ernst nehmen kann. Dem Publikum schien es oNrrdings auch so zu gefallen. Kam. Leo Rein

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.