Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 19 (8.5.1936)
- Date
- 1936-05-08
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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m mmtmvwrn* fiilfsoertiiis ^-jmlrffnmmtona de» Hilfsverrms [Herr Marburg erörterte ferner Art u, d Be ö fl in Deutschland. «Ifswrtin brr Juden in Deutschland hielt -iiSeneraloeriammlung unter großer Beteiligung ^r.anilKi'“ in Berlin am 30. April ab. Bach ■ sitzende Herr Mar M. Marburg. I—tahr verstorbenen Mitarbeiter und i* »er Hilfsoereins Herr Marburg erörterte ferner Art utjb Be betitunfl bee jetzigen Arbeit de» Hilssverei, s. wo i!? - machte, das, aller Mahr slhrlNllchkelr nach mindesten'', ejne ebenso gro?e Än zahl von Auswanderern aus Deutschlan > iiqch lledersee ausgewandert ist wie nach Palästina Bach, dem er ein Bild von dem unseren Lesern bchannte» Ausbau Hsls-»vereiN'> gegeben, teilte das, sich der Hilfsverein auch mit der «rvrtf ves . n Z”:: —. .. :v' 1 ' ««u; um orr iu ÄJjüii Über die allgemeine Tätigte» der ystsr^ stellung von A , r w a n d eir>e r g r u p p e „ züte im Jastre 1935. die mit gfnieinsamen Jiel auswandern -- nn>".- der tfntmidiung, die die Ber . tei infolge der Entwicklung, Die die Jy. für die Juden in den letzten Jahren *"T, ' hatten, Hauptaufgabe der Hilfsoereins in der ganzen Welt Stätten ausfindig f .j..: an denen arbeitswillige, auswanderungs L^Zund -säliige Juden eine Jukunsl finden Mn Diele Förderung der Auswanderung ge oor allem durch die ständige Sammlung iffeiterleilting genauer Informationen. In den Iit.rleeischeu Ländern ergeben sich gewilse VUiiireiten für (Gewerbetreibende. Handwerler. üimüerte Arbeiter. Hauspersonal. Landwirte und Arbeiter, fi.ne g r ü n d l i.ch e Ausbildung ^tzuswandefer ist nötig, So hat der Hilfsverem " jiemubunaen der Reichsvertretung in dieser «diÄ, lehr begrünt. Und notwendig ist es, das, Z j, der13 » uIe eine Ausbildung gegeben Jrt die lei späteren Erfordernissen Rechnung i-iet Es mi iß feiner dafür geworben werden, u? «edei sü jüdi'che dnaben ausreichend Lehr hellen ge'-wilen werden. Auch eine Ausbildung I w ärau dür e nicht vernachlässigt werden. A« darf die Arbeiten der jüdischen Mande aiwuilitit. sa sagte Herr Marburg, nicht als Me; Umberirren betrachten. Die Manderung nach Mpiilästinenmchen Ländern ist nicht nur wegen le deschränkltn AninabmefShigleit Palästina« not ^ia. sje in auch ein Mittel zur Umgestaltung der jüdischen Lage außerhalb Pa Wws und [für den Aufbau Palästinas indirekt n Mler Bedeutung. -* einjtlnen dal-, eine jüdische Wanderung» Mü folgende v-rustdsatze zu beachten: In den jtzr-mlchen [Ländern mutz die Jusammendallung M Einvanlcrer in den Hauptstädten vermieden a, eine gleiiimoitige Berteilung über das gan ze anb angetrebl werden. Der Hilssoerein legt Mn größten : beit darauf, das, sich die Einwanderer Mieter pilitiidien Betätigung fern halten und die -chaifung einer neuen Eriltenz Ion ptnne». D e Auswanderung nach Palästina, die »« Palästina Amt betreut wird, und die Aus »»derxng n ich Uebersee, die der Hilssoerein leitet, ade» riitarber darmonisch ergänzen. Meder für M Lötung der Manderungspoliiit der Juden, »t l»r and:re indische Fragen kann das mecha »lide Iri in Jisiy Prinzip eine Lösung tagen, Ru falls man für das Durchdenken lind de Jiidrun. in diesen schweren Jragen wirklich Madige, I urch Begabung und Charakter quali iijierte Men chen ljudet, ohne Boreingenckmmenheil, «tte Unter hieb der Parteizugehörigleit, lönnen de vielen Probleme richtig gelöst werden. Nachdem Mt Seiner die Lage in Paläslina gestreift nl auf die Bedeutung der dortigen Ausgaben 5r die jüdische Gesamtheit hingewiesen hatte, gab r der Meinung Au-drud, auch die Jionisten mutzten . de große Bedeutung der überseeischen Man temng anerkennen und für diese Arbeit einer aus läge Sieht arbeitenden jüdischen Manderungs [Mil Me[n scheu und Mittel bereitstellen. r mit, Jusjnnmen besaßt, len, so ur die Unter hob er die mit gemeinsamen Jiel auswandern wo werden z.[ B. zurzeit geeignete Siedler JCA dolänien in Argentinien ausgesucht, dän lünstige» Aufgaben des Hilsvereins „ insbesondere die Entsendung von Sachoerst indigen in die verschiedenen Lander hervor, die po wendig se[, ui» Einwanderungsmöglichleiten ausfil big »rachen. Bei dieser, wie bei den übrigen Ai ' dfs Hilfsoereins werde auf die tätige . bft ausländischen C rganifationeu und Hilfst »mitees, insbesondere der JCA., der Hirem ui d dem Joint gerechnet, die schon bisher die dfs Hilssoerems weitgehendst unterhützt :Ter Hilfsoerein erwartet, das, das. (*» e jetzt von den Juden in der ganzen Mel Iibchherziger Esteiie gesammelt 'wird, ni'ch 's t i t i g Berivemdung linde», sondern iibeall da wo wirtlich dauernde Arbeitsstätte» >ur d e Aus wanderes geiuijden werden tonne», angele,1 wer. 1» afgaben 'Mithilfe Arbei, haßten, d, das in so e i n den wird. Mo nur irgendwie möglich ii | Bei her Sdiriftleitung de» „Schild" ging sol (Venler Brief aus Rlieine ». M. ein: „Beifolgendes kleines Eiedichtchen, welches ich. selbst gemacht habe, Mitte Bit), im Schild zu veröffentlichen. Ich bin ljO Jahre alt Mit bestem C,rusz Eva Metzger". Men» wir dieser Bitte entsprechen, glauben wir, des Einverständnisses unserer Leser sicher zu sein. /vvwd •3«i6d^vü£ /^iw^ i i ■ dfttv<6wiM3v*v) j ■Vi%va£»VwOhvv /! UÖ\jv\/ä4'ViK ^9ifetvs AAVl|t i 'Vww/ß nvvwiiwv Av sollen üelchent sollte in I» dse der Hilie tienenden E>elder nicht ab: genommen weri e», sonder» als 'Borichus,. 'aber auf ge ch a f t l i di e r (üriindlage itut ge'diatfe» werden, über das u. a. ditse Bor ujse geleitet werde». 4!on dein Ausi «anderer erwartet der Hillsverein, das, er sich ii i Aus lond als gutef Jude bewahren wird. Die judi sjt>eu Auswandfrer sollte» entweder da, wi bereits zudische C,emeiijde» erislicren. ihren volle» Beitrag fum jüdischen .Leben dieses Landes lieiein, oder wo noch keine jüdischen Einwanderer sind, die ersten Stuypgnkle jüdischen Lebens schaffen.! Dr. ' Mark >M i l ch n i t, e t ergänzte d e Aus lührungen Mar M. Marburgs, indem er im ein zelnen auf di« tägliche Arbeit des 'Bere ns und die von ihm in Jukunit zu befolgende Politik dinging. Cr ijnterltrich u. a. dze Tatsahe, das, der geeignete zseitpuntt der Auswanderung von der Borbereilung [hierzu abhängig ist. B e r u s s u in s ch i ch t u n g I und Sprachschulun >' seien toickitig. I» diesem. Jujummeniiuug erui leite er vuch die Bottvendigleit eines Jonds für 'B D r g eigeg^lMr und der Eröffnung für B r e d i t m ö gl i d) I e 11 e n für den Einwanderer, die Ent feudung von [Sachverständigen zur Unt irsuchung und lleberprufung von Einwaudeiungsmö, lidileiten sowie Aussichten und Umfang der Jamili»,wände rung. Er bot> herooz, das, in den lei len drei Jahren 35 [bis ckOVOli Menschen nah seiner Schatzung »ach Uebersee.ausgewandert seien. Jur 1036 sei eiife ^IJerftattung der Auswanderi ng schLii durd, die immer mehr einsetzende Jan i I i e n Wanderung vorauszusehen. Jur die Jörde rung der Cituppenwanderung sei notwendig, ihre (hrundlagen ganz genau zu überprüfen, und ins besondere die Jrage der Schaffung eines Zi o I o! n i, a t i o n s > n st i k u k e s zu erörtern. A n 2. Mai, so schlcks, Dr. Mischnitzer seine Ausiühru igen, de steht der .Hilfsoerei» 35 Jahre. Er ist h> ule leine Drganisatlon, sondern eine Bewegung. Da,» gehört, i dost er von der ganze» Masse der Juden izi Deutsd, land getragen wird. v^ivei ■OovG /vvw.vveent 'Xwö' 1i 'frUCv* n&tfSb /v^ <9iwVv 'WvnvA/xvWv JU*Av« (aw 'AÄwwwfJi/ . A/QSj&tAVW- •'0^1%’ "ÖtÄyW 'WvMv, nÄnC •ysv v^w«C 'tAvw 'Wprvw »sOrJML AaJ niy .'JjOvJnCW 1936 — Nr. 19 — Seite 5 Qcbanfecit zum Muttertag. Es ist ein hübscher und sinniger (Sebrntfe, mit dem Muttertag einen Jeiertaggeschaffen zü^haben, der an Innigkeit und Jeierlichleit manchem feli ■ giöse» Jesltage gleichkommt. Da» Lcknd aber, wo ruerst diese Idee ins Leben gerufen wurde, war Amerika. E-- war eine Jrau, Miss Anna Jarvis, die ihrem Sdimerz ein>n dauernd währende» An-: diud verleihe» wollte, als sie ihre Mutter im ersten Deienniiim unsere Jahrhunderts verlor. Ihre» Beinühungen gelang es, trotz der Dppo siilion, der lie sich mit dieser „sentimentalen Idee" n».gesetzt sah, den Muttertag zu einem geset; licke» Jeiettag eiklart zu sehen, und fOIst, a,n Mai, uzurde der. erste Muttertag in den 'Ber einigten Städten lestlidi begangen. Seitdem hat slid» die!ei (hedanle!o fort>»Iwidell, bast heute r er Muttertag in Amerika zu einein .Pol!-, fest geworden ist. Der erzieherstrhe . E,e>icht'spuiilt. den Mullertag zu einem »iedenltag für bie~.dinier zu machen, mit E>e!d>e»ten, Heine» D piern, freuad liehen Borbereilungen, hat den Muttertäg and, in^ainderen Länder» populär gemadif. Amerika aber, das .Land des. Muttertages, ist ja auch d«is Land, das schon in früheren Jahren grötze» Auswandereridiaren, vielen heimatlos C.e wordenen, die das Mutterhaus oder bas Eltern hau . verkaäien mufzten, die ~ii?ue Heimai bedeu tele, die neue Intimst und die neue Eristenz. -Jiod) heute findet man in den Heimen der Armen, der bbdihloien,. ein Sdiilt» mit der Auikdirifi: „Mann Iw» Du znm letzlen Male Deiner Minier iK'iliriebeii Eine ernste Mahnung an viele in die-er ,feit' Die jadisthe Mutier : ihr Mirlen und Malten geht durih die i>>e-ä>id»e hes Judentums Ihr Leben ist Borbild, ihre C pferfreudigleft, ihr stilles Dulden für die Binder, lur die.-Jamilie. Der Mutter Mirlen gehl über alle Jerne, der' Müller Segen reid>t über alle Pleite», aber alle LBege, über dasbE-rab hinan-.-. . -I. B. „Jüdische Müller" von Egon Jarobsohn und Leo Hirsch. Berlin 'Bortrupp 'B-rlag Der Muttertag üi gebotener Anlasz, audiesemit gutefi Bildern gesthmüdle, 101 Seite» 'flarte Biidl liiiizuweiien. st!.uh einer .einleitenden, ans die (üeitaltung traft der —Bil-el zurudgren.-ndeu Studie über die judisthe ststlnttee gibt r-, eine Beihe judistber Jrauenporlral. n uerer r!>>> un. sihliestl damit eine im ,udi!d>e.i Sdiriitlum , biahei' emplindlidl spürbare vuJe; beim bi. judisd>e Jrau i't darin > i lang, wie un scheinen will, ailzn .kurz u e.zg-tdmfnen. lur'er als ü everdient! Die wird nn . -ehr l ewuszt, u-enn,wir die Bihe von Bildern iraulid-er.P>rivnüdileilen.Hrllicher Eharaliere. an >and die-!e 'Budiean »nvoruberzieben sehen. '-Uift i',iIntel von Häme!» die NN i:z ihren Tage I ad ern Jein ii-,ei>ehI->!,- - duüurdutument hinter lie!,. begiuul -je Jrau iüudiila stioth'dlild, die Mutier der „iimt Jranlurzer", letzt den Neigen 'dri: Jr-.äa J:ii»ie! .i.>ieiibeh.solin, Maie Mendels!obn'- i>l>>ttin, die „Wutter der Emanzipation" Hi'art ilut weiter: Heinrich Heines, Menerdeers stli'utler iulgen. Sie Mutter Theodor Her,! und '.'Halter 'JKathenau , Jrau Mathilde, ichheste» ihn: iure Poftrut-. la»e> -n-elentliche stiud'diltltse auf die toutr,istreid>e Entwicklung gerade dieser beide,i Sohne zu, deren Mirkimg: bis in unsere Leben.-' tage reifte Den A!»'d»lufs bildet eine acks der Phantasie geldiöpste Sti.ive Mutter der Jü>ol> taii'cnd":' wir bedauern lagen;u ntuifen, dast dies« Studie nillil - weniger al r/pra' ntativ und dial rgfteriitiiil) für die Mutte: hei Jrontgeneration ist[ kliit großjer Jreude und besonderer An >rrf von [zwei Jrankfurler lTpernabe ililturbtindes stihein-Main , ..Fidrlio" im JranKfurtrr Kulturbund. Anertennung bei,den des l Hein-Main berichte! enden, leien schöner Verlauf all die Bedeuten intieMe, die »rauche gegen Aufführungen von f«tl»Dens| „Jidelio" außerhalb des eigentliche» IlMterroutzis gehabt haben mochten. Die Mieder M diefrs herrlichen Menschhei»wtrks, das im tziir der (j-atle»lfebe gipfelt, aber darübee hinaus!>uder des! „Mahren, Schönen, köuten" ist, brachte mebreren Tausenden Jreude und Entspannung, * erhob ckest über ben Alltag und erfüllte die dvrer mit [ Stal; auch aus das, was hier im «bmen ihrer ibeineinschast geleistet wurde. „Es M der Bruder seinen Bruder, Und kann er «fr», bilfi rr gern" hat uns die Ansprache *» gütigen Ministers nicht jetzt mehr, unendlich p> sagen als sonst, wo „Jidelio" den Meisten w» Ibefterabenb unter vielen bedeutete? . prder ejnzelne, ob er als Solist oder »Chor "grr dastund, ob er im Orchester oder hinter der «*j milwirlte, fühlte sich, da» war das eigent- »d "Hlluifende dieser Abende, ganz i m Dienst "* wetls, und so gelang eine Ausführung 6usz. die wahrhaft zum Herzen sprach. Wilhelm Steinberg, dem mit seinen «dlnn hach der meisterhaft gespielten 3. Leo ■JWj|CuBtrture im zweiten Akt starker Sonder- «r, brachte den Orchesterpart wie die Jv?* »oftbcupt einwandfrei heraus. Aus der 3 d, a m e s mit einfachen Mitteln S*!-tf T^lkncnbjlder zu schassen wühle, spielten - "°^9»nge reibungslos und lebendig ad :t» *tr Megie des Intendanten Dr. Mutt K»*irt-r u,lfc leine» Spielleiters Edgar L ihn er. - 1«-. Zumal der ergreifende Ciesbngenen- I? ■«"««e» sicher und diszipliniert: der tress- ^»ratzcher Aichard a r p hatte sorgsame Bor 7«mingiärdeii geleistet. Dazu Solisten, die dramatische „singende' Spiel" in seinen zarten gewaltigen Teilen in schönem Jusammen- Ausdruck brachten. Aull, Wolfs- »i, die schon der Erscheinung nach den- Jidelio »Ae S2r,rp,t!! fonntf' er8r*ff durch ihre be- M» erzielte miit ihrem schlanken, vor» Sopran starke gesangliche Wirr.an sl9> Partner, muhte ,eine nie hSu lrBi!,ri9e P»^ie (Jlorefton) stimmlich ">»«lteller,sch glaubhaft zu bewältigen. Ein Äbhhi,"». ldmpathisch eefahter Kerkermeister (im iirruf™ tinen Erab zu lebhaft) war Walker ftZ ^tn ««ch«' lyrischer Bah schön zur l Mil ftraft unb bramatischer Leiden- Mr » i,e!f Siegfried Urias (in der Maske ** 9re» als Bösewicht gezeichnet) den Don Pizzaro au;: Hans A i s e n Ii e i in gab d r »einen danlbaren Rollo des Ministers Ichoue an piediende E,eiaiigslo»e. Edith E i [ e n h e i in e r nur die liebenswürdig: ipielgewandle Marge.line md Mai Li p man» ein beneuder iidterer Jagwno. Der Erfolg entsprach dieiem Eiiziatz der anid in. herzlich.nl Ovationen lälbaren Widerhall. Auch kurzen kluger des dultiirbu bürste er Ickum tauben Obren gepredi.il Die beidest Abende haben nochmals bei dralle und Beteiligtest noch Dr. diut Singet in um die weil re Jördezung R o t w e is d erbradjt. JeitgenSIsis Dr. Jritz [E rellen Bekai Amateur, de: für die pollwertige lüiiltelrische Arbeit, "gleit des .Kulturbundes dam. für alle ,fls zuletzt 'ZHurten ides dal baben Beweifnr di, glanzenk gichche südliche Lueil und Preis« s e » b e t g im Rabmen Dei staltnngen, bei Weil". Ein am bellen wir», wenn er macht, wip-bei der schlichten. Erzähl» ('» o r i o ii s I fBerdyrzewsIis) „Junge am schwächsten, wenn - er die Berse zer W e r f e I » 1 „An den. Leser" und mei sich vom Melos der Dichter tragen Iah: den C-edichten H o s IN a n n S t b a 1 s< Der erste Teil, derneben Werfel find Lasier -Schüler hebräisch rnthmii erle dankenlyril Arno 9i a b e I s,. eintblumenbuft: ipiadi delltU mutiidiei iar nicht ig Bi> :be" uni piekt wi t eiiijail , wie be Hamburg, n! Hamburgl de: E> und g< Jato i ')!a[chbdrichai I sreunl (rivatest „Ruth" von Arthur S i l b e r g he i t fühlte, sormvolle Lanbschäfts Strophe, Picards brachte, litt unter der zweier Persemacherinnen, deren ein« eiste liehe Unbedeutenheit ist, und bereit andere ' pathelisierl. (gerne hörte man die Berse aus Hofistannslha „Terzinen über die Berganglichteit", d reu strophierung der Ahnen bei Beer-Hofi rann iits Positive gewendet werden sollte^ Berse, die heute schon klassisch anmuten, das Ciedichl „Dir Beideiv" ist «in „Boltslied" aus einem duuitma eiial, däs nicht polksliedhaft adgreifdar ist. Ist de nur van Juden abstammende aristokratische Dichte in seinen eigentlichen' Wesenszügen Oesterreicher Lestel reicher des versunkenen Hadsdurger-Rest >es, so ist das Bildungserlebnis des Wahl-Wien trs Erm'I L i f f a u e t, vornehmlich preuhisch gew:fen; diese Jucht hat seine Perse geprägt, in denen er oft die Ausgesetzthei't des dünstlers aneldoti ch bildhaft gestaltet. Das stärkste, das von diese n in dtr jüdischen dulturarbeil unverdient vern Dichter gelesen wurde, „(üesichl Bruck iers' mahnt an die Hauptfigur von Carl H luptmani Schauspiel „Musik". In der (ghetlo-ISeschichte Berdgrzewsl s wundert sich der Erzähler^ ein richtiger „Erzäller", darüber, dah er einem! jüdischen deist die biblische Schönheit Mädchen unserer ichlässigtstn begegnet. Stammes mutier Sara, Rebella und Raliel eignei- Manchem -vier a>ird enick der Sdionltz'it drrscr Er ziihsung »bnliih erganzea s-'in. iDi'eie Jeilstel!»»,, io», aber zu Ionier Jnvaiio» astjudficher Lileralnr suHern!» " Jiiin Schlnh ber . herriid); darl LB r> l i s! e b I. ' diegrohnrligste Olfenbarung neuen ,i,dii.h.n Dihlcrliims: mit Rcchl cridjwii die erweilorlo An?> gaui ieines E>edidilbnnds „Die Slimmc sprichl" (tmj Schoden Berlagi in der gleidK» Ausstatlnng wie[ Roienzwcigs Halevi llebertragimg: hier i!l einär, der wahrhaft religiös aut unier S,hidsa> , reagierte und iid> nid)l damit tu-'giiugie; eine i inihere ju-i>d> politische Partei zu ' nehmen. Endli.h l Ludwig S I r a u h mit seinen an Hölderlin ge sdiuflten Berjens ans dem Heiligen Lande und als Rachdid)ter jiddiidier Jthelie B i a l i l s, die ihh alsj den Berufensten zeigt, aud) die liehraiiche» E-edichle dieies (»»rohen dem Abendland zu ver dolmetschen. L. W. Die zweite Halste dÄ April braibte im : Hamvurger .dulturbund' eine Reibe >rbw'chsiung reicher Darbietungen auf verschiedeaen (gebieten. Da^ Schauspielen'emble bot unter Hans Burbanins Regie Molnars „Spiel im S d> I o h",^wol>ei Mär Ehrtid, als (gast die Rolle des Ämadn 'spieiten. Der kapriziöse Plauderion lag den Haupt dailstellern Jritz Melchior, dar! Heinz Jasfe unh Liselotte Eobn-Röse'ii vorzüglich, und dukt A p p e I, sowie der (gast Mar Ehrlich ver traie» das humoristische Element ii, äusgezeidmet.r Weise, sodah die Autführung in ihrer abgerundeten Darstellung viel Bella» errang. Sie lonnle mehr ' fad) wiederholt werden und wurde audi aus einer ausgedehnten Tournee im Reich atiele Mäl vor geführt. - Das musikalisihe Ereignis des Monats war ein: sorgfältig vorbereitete Wiedergabe von Ernest Blpchs Monunientalwerl '„Awodath dato d «if ch", das ja in Berlin und in Jranksurt schon mehrfach mit grohem Erfolg gegeben wurde. Dzeser Erfolg blieb ihm auch in Hamburg Ireü. Hans Wilbelm Steinberg mit bem veistarlten Orchester des dulturbundes Rhein-Main war ein sträffer Leiter, der die melodienreiche Jolge meiiter- '» beherrschte. Er fand beste UiUerstützung in Chor, dessen mühevolle' Borbereitung der Difigent des Hamburger Tempelchors (georg de Hth übernommen hatte. Als Solist war Hermann S ch e y aus Berlin gewonnen worden, der mit feiaer warmen unb hoben Baritonstinime den Soloteil zu hoher (geltung brachte. — Die durch ihr Auftreten ist Berlin bekannte Sängerin Beatrice Ire u b e n t h a I - W a g Halter holte sich auch hier -einen ganz grohen Erfolg. Ihre Bielseitigteil, verbunden mit ihren schönen St' l e :-'Plerici da - Bubi Inm bi zu" i»e-n^ i» l ii-g -onii ungewähnle» - i<-ra.-e, ,,„r s,endigen!Ieperra!>hun-: d-r H,,i|i.- er!-'l>le ingn lami »adi .vn1 lelil.n Tag , - nat- «ine* Abend mil I » S« p!': S ch ni i d? ..er Rie'eit'.raf re E»iw.n'-arle-i nu-pertautt wrr, da!; de. givtz.'!!e»:e Sänger bi-.", a.i-' Rahe iein.r Triumphe: w:t! tzi«, i -'.iu.l't e g i,l,i.h nicht .e >.'>i»t-- 'l:g-k -b. •>< D'h ^uii.'er lTlanl;u roeroen. dam. straff »aft deist Stimmitteln, und ihrem persönlichen Charme Mniil des 18. - Jahrhunderts r.rmiiteltg ei« don^rt, Pas das Daaiegiainil. d.-r >lniistleihi>ie ieinen Jorderern zu D.inl iieranjt.ille.e. Ein rei.h Iiattiger, ul'err.iich.nd gelungener Al-enh. lei Pest ivciit edilen und lunhleii.tK» Mniizierens mit dem Bestreben bilvollile. und 'alluralener Mieder gäbe iiiiH-ini.igito ocreiitigfe. Di«:- ist in' erster Lin-e ein 'Beid:e»il Dr .Hermann S ey > > c>^_ h e r g e r der es als erfahrener und histari-ch veriierte'r Muiiter an dieiem Abend verstand, dem unter ihm warm und nusdrudsvoll lpiesestden damnierorcheiler der diir.'tlerhijto nicht nur t>ie rivtweiidigen tl.iiiglidieii und tbptini'dieii Jtzipulsje zu geben, ionSern änch - vo> allem die ieiitgr Leitung anverl.duien Merle bei aller Heraus' arbeitung der Details za inippniere-idez, u.ip ge sdilosfener i'-esgmtwirlung zu biiugen. (»erlrud Merl beim ful:rie den Solopart am Cembalo aus. Sie war deren iublile .'lni.hlag-'tnnfl und bis ins letzle technisch äusgefeilte S viel weise den Dirigenten auss wirnamile unlerilützle, eine wohl jettlieh eniru.kle, doch jiii den Hörer keines meg^ erstorbene dl.ingwell Wiedererstehen zu la»en. Dem unerhörten donirail zwii.ben dem iiidrigen Rauldien des Cenibalos unö dem satten heriidenden LHolilliaiig der Streidier fn einem so herrlichen Merl wie dem Bach'ichen D.pioll donzert wird sidi nicht nur. Per hiiloriich Eiebildele, sondern leist iniiülerfüllter Harer jemalsenlziel,en ' toniten. Helga Hertz, die das Sopraniolv 1i| - Pergaleies „C rieu" sang, gehört zu den viel versprechenden Ä-ertreterinnen inrcs Jaches. - Die Belanntsthafl mit der ltMioierten Singweise ihres schöntimbrierlen O rgait* inujz als pviitiver ige.vinndezeichnet werden. dam. (g. (g. Brepla«. Im dulturbund Bk.s[au fand ein ein maliges (g.tllipie, von Beairire Jreudenthal (Mag Halt erl „Bunte Lieder au-, aller 41>elt" statt. Die junge dünnieri» uerslehD es, dank itzrer guten Stimme, ihrer glanzenden Mimst und ihrer ganzen sympathischen Periönlichleit ein Pulililum einen ganzen Abend glanzend zu unterhalten. AÜ-» ihrem vielseitigen und vielspradiigen Programm, bas durch mehrere Jugaben vermehrt-, wurde, iind- Wachsmanns „Allein in einer großen Stadt", Wal. Berg's „Rous relterons chez nous" und Ignatz tlstaghalters „(ghettolied" l.eionders Iiernorzuliehen. - L. L.