Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 13 (1866)
- Issue
- 17 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Jüdisches Vottsblatt. Zur Belehrung und Anterhattung aus jüdischem Hebieie. HerauSgegebeu von Rabbiner vr. Ludwig Phili-Pson in Bonn. Mo. 17. 1866.] von dieser AeilsckrNl «richrldt »SchenUich eine Nummer. Prei» de» Jahr» gang» l Tdlr. virnelj-drid 714 Ngr. HO« Bu»b--vlnugrn. Postämter und Zeirung-rrvebitione» nehmen Bestellungen an. [13. Mrg. 2. Quartal. Ausruf. Don Seiten der israelitischen Bibelanstalt. Trotz der vielfachen Ausgaben der h. Schrift in größerem und kleinerem Formate, die aber zumeist für die de»; mittelteren Klassen geeignet waren, batte sich langst das Bedüefniß nach wohlfeilen und zu allgemeiner Verbreitung bestimmten Bibeln für Israeliten fühlbar gemacht. Für die Schuljugend und da« Volk mußte zu den Bibeln der christlichen Missionsgesellschaft gegriffen werden, die allenfalls für den Text genügen konnten, in der Ueberfetzung aber, weil diese selbstverständlich nicht bloS auS christlichen Gesichtspunkten, sondern auch szu besonderen Missionszwecken verfaßt und diesen gemäß beschaffen ist, völlig untauglich waren. ES mußte dem jüdischen Publikum eine wohlfeile Bibel mir korrektem Texte und guter deutscher, auf jüdischer Exegese beruhender Uebertragung geliefert werden. Zu diesem Zwecke wurde am 14. März 1859 eine Aufforderung zu freiwilligen Spenden veröffentlicht, die von dem Grundsätze ausging, daß von diesen Gaben frommen und wohlthätigen Sinnes der Satz, die Stereotypirung, die Correk- »ur und die Urbersetzung getragen werden sollten, so daß; der Preis der Bibeln nur für die Kosten des Abdrucks, Papiers und Einbandes mir einem kleinen Aufschlag für die Commissionäre berechnet würde. Je tiefer die Noth» Wendigkeit eines solchen Unternehmens gefühlt ward, desto thatkcäftigeren Anklang fand der Aufruf, und eS waren bald einig, Tausend Thaler eingelaufen, so daß bereits am 5. November 1880 die Unterzeichneten als leitendes Co« mits zusammentraten, die Grundsätze für die Ausführung feststellen und veröffentlichen konnten (Allg. Zeitung, b». Judenrh. Jahrg. 24. No. 46.). Die Namen und.Gaben der Spender, Einrrahmemonb Ausgaben wuram fortlaufend veröffentlicht. Mit dem 12. Fedr. 166»^ Würbe der Satz des hebräischen TexKs begonnen jmf .betritt im März 1862 tonnren,wir dusch den Haüptcommissionär der Anstalt, Herrn Buchhändler LouiS GerWri in Berlin, dem Publikum den hebräischen Theil' b«? güßzen h. und die deutsche Ueberjetzung der fünf B^che^-Mosis zu», Verkauf darbieten. Gegen Ende dessMry- Jahres war auch die Ueberfetzung" defsgapzen h. -Schriftvollendet. Die Preise sind so Äedritz, daß,.z. B. -der -hebräisch« Text der fünf Bücher Moses -$ Hgr., der ganze» h. Schrift 19 Sgr., Text und Urbersetzung „daS Doppelte kosten. Um dieses Ziel zu erreichen, durfte allerdings der Umfang diese» Werke» nicht aA^ugroß," folglich auch'*die G'röß» der Typen (Buchstaben) nur eine mäßige sein. auS, daß mit dieser Ausgabe doch nur U ergab sich hierin Theil des Bedürfnisses, nämlich das der äußersten Vohlfrilhrit brfrie digt war, und wir schritten daher zu iuer zweiten Ausgabe mir großen Typen, die natürlich riir größeren Kosten verknüpft, einen etwas höheren Preis er orderte, dafür aber der Bequemlichkeit für da» Auge und der Eleganz mehr Rechnung trägt. Von dieser wirklich ai -gezeichneten AuS gäbe waren im November 1863 bereit, die fünf Bücher MoseS hebräisch' und deutsch auch mi den Haphtarotd und den Sabbarhgebeten vollendet; un ward auch die ganz» hebräische Bibel mit großen Typen fertig. Haben wir dürfen, somit unsere Aufgabe mit Hingebung und nach besten Kräften gelöst, so war auch der ( rfolg ein glänzender, und e» sind in .dieser kurzen Zeit be Exp. unserer Bibeln im Publikum ve, mehreren Gegenden die Missionsbibrl Kreisen gänzlich verdrängt worben .ist. Ziel wir verhaltnißmäßig so geringen Michaelis 1865 in dieser Ausgabe wie wir glauben eit» über 100,000 breitet, so daß ln aus den jüdischen Wir haben dieses Mittel», welche gegen die riesigen Kräfte der Mission-Gesellschaft gänzlich verschwinden, djrrch die Zweckmäßi'gkei drS Gmnde liegenden Gedankens zu erreichen vermoc t. Wie au» dem Obigen hervorgeht, zieht die Bibelanst ilt auS dem Verkauf« ihrer Bibeln keinen Vortheil, so idern ist in ihrem Fortbestände und Weiterwirken nur au den angewiesen. Dennoch .haben wir unser Ziel noch Wie gesagt, ist von der Ausgabe mit hebräische Tept der ganzen h. Schrift Ueberfetzung der fünf B. MosiS beendet gestellt. Es' fehlt also noch von, Hieser schönen Ausgabe die Usbersichung der Propheten und? der Hagiographen Zu gleicher Zeit war es nsthwendig, ett^^Stevotyprn^katten-Revision, der ganzen h. Schrift mit kleinere Typen vorzunehmen, thell» um alle stehen, geMebewrn Jncvrrectheitty und Fehler zu verbessern, theils um die dujsch pie .starke- Benutzung angegriffenen Platten völlig wieder-h-rzustellen. Dieselbe wurd^gegenwärtig mir '^KynMosteÄufwande von fast-500 Thalern beendet, so daß die. Ausgabe unserer Bibeln mit kleineren Typen jetzt an Correkthrit nichtzu Wünschen übug laßt. Hierdurch wurde» aber ün^re letzten Mittel avsorbirt, und wie müssen ' uns wiederum an .'dir Opferwilligkeit Unserer GlausentzK^fsi» wenden, um-den letzten Theil der Ausgäbe öckt Typen zu Ende zu führen. Wir de» bLxfrn^erpi ca. 1006' Thalir,^urch deren Erlangung freiwillige Spen, nicht, ganz erreicht, zroßen Typen der und di« deutsche und zum Verkauf