Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 13 (1866)
- Issue
- 15 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Jüdisches Bolkßblatt. Zur r •Bc 1 e0r 11 nq imi) llnteröaftung auf jüdischem Gebiete. v Heran-gegeben von Rabbiner Or. Ludwig Philippsou in Bon».. «;' ■»■ rikt 4- »db Mtk» üeittortft «lAciBt »MfitUA ciw^ibbr. Jlr«# »c» 9ati* r. n , .. . - lilifl. 10. löOO. *«««* i 16U. «imeliäW« Mle vBchhBBdtBB-eU. flJ. Isnrü.2 Vuarit«. LVkV* »w. avmv.j UBD HritBB8l«r»*bitieBni Be^wm ©eflenangtB an. . * *= * » t:"““'"* Sioch eine Antwort ans den Brief in Nr-10 dieses Blattes.*) erlauben No. 10 an Sie gerichteten Brief zu Ich muß jedoch auch Sie, geehrtes Frl., um Ent« fchuldigung bitten, wenn ich mir-erlaube eine Antwort auf »ine nicht an mich gerichtete Frage zu geben. Sie haben inbeß Ihren Brief der Oeffentlichkeit übergeben und richtig darin hervorgehoden, baß „Ihr,'Frage, ein allgemeines Interesse einschließk"; mithin glaube ich mich bkrechtig't, auch meine Meinung darüber auS-nfprechen. Können Tie, geehrte« Frl., wirklich zweifeln sber gar bestreiten, daß der Grundzug de- Menschen wirklich nur Liebe und Wohl» wollen ist r Haben Sie nicht in Ihrer Tante ein Ideal von Liebe, Wohlwollen und Seelengröße trotz dem thr widerfahrnen Ungemach Seiten- Ihrer Mitmenschen? Und .■j . Hier sieht man de» natürlichsten Grundzug bei eine« Schlage Menschen. Ivelche. weil sie kefi^tzrziehung ge» nossen, ihrer aagednrnea Natur treu geblieben sind. Sollte jedoch, nach Ihrer.Snnahme, der Grundzug de- Menschen Ä.,hi„r H-ir Rcvokkeur! W.U.n Ä (£, fr 3*»TS»1«7"n ud-" auf ,.i»n, laut Km s«f*- k‘"«i 3pt. SolMK.! An«..«^udig. aDcin, fontarn g-4„ /.in. Mi.n,rnsch.n . 10 an Sw gerichteten Br.ef zu antworten. k». fv,* tntsZ3b Jk überhaupt zeigen, denn Haß, Mißgunst upd Bolheir kennen kein, Nationalitätoverschiede^hsirk ja 'noch mehr solche Charaktere — und wattim so^o rt nicht auch unter den vielen Millionen Vkenschen^stlche geben — sind nkcht nur gegen Andere, auch gegen sich iiedtps. ' Mürben Ihre christlichen Mitbürger an wobtttzcktigen Zweck« überhaupt sich betheiligen, wenn Zhr^Prinrip bei/ihnen vorherrschend wäre? und'noch mghr, würden dieselben die jüdische» Be» wohner %<|c TheilNphmeö dazu ausfvrbern, wemv.sie nicht bei denselben Liebe väeÄtßfetzleak Die sonstige gesemge Trennung kann.schlecht« Erziehung allein Hervorbringen, haben wir doch heute. Ge» sei Dank, »ur noch eütige Städte und Städtchen, wo ei», so schroffe Adgeschiedeicheit zwischen Nichtjudrn und-' Juden herrscht Sie, ja selbst Sie. die Sie Haß, Mißgunst und Abneigung alden Grundzug des Menschen betrachten, geben doch U||ö au(fe <n „ie|fn kt> ^mählig verschwinden. Mb selbst Zeugniß für da- Gegenthe.l, indem S.e den Be» l wird die Menschheit, freiet vowVoturthefip, besser schimpfungen der Mißgunst Ihrer chnstl,check Mitbürger; un„ ^„viler-untereinander werden. So «psch ipt, Sie nur Liebe, Srfunt>li<ht,U und Wohlwollen entgegensetzen. H wünschen, geht da/freilich nicht. .Hat bte- Zafietzua. Doch auf 2b" Frage näher eingehend, muß ich Sre zu» bfc Humanität »ichr goiug die Scheid,w«tz ^wischm nächst auf bi, Entwickelung der Menschen hmwruen. Rationalitäten verdtängtk da- LichL der Freiherr Gßd Welche Liebe, welche Herzensgute, welch« Anschuld blickt f«äi9t«{t und da- Bewußtsein - Kinder e i n e - KtrerS ztz uns nicht in jedem K.nde entgegen, und dl.seje.gr doch uin wUt> Mitdß^ern die Augen öffnen, und die Grundzüg. d,S Menschernhums. Daß- Ktzder m , Vokurthrkl wird immer mehr w iem ewigen Vorurtbeilen auferzogen, al- Männer bann m bi^en Vor» > unö Lichlstrahle' verschwinden. — * '■ .!»h»n bnn fliehe. .luffaÜtn . weNN nitNt V0N ‘ Höch»chttlpg " urtheilen fortleden, kann nicht auffallen, wen» nicht von; ' denselben wegen ihrer gründlichen Bildung liberalere Gesinnung zu erwarten ist. Diese noch'hie und,da ringe» wurzelten Dorurtheile lassen sich jedoch leicht au? ihren! Ursprung zulückfübren und zwar bi< zur Entstehung des Chri»! i^tzenthums. Im Alterthum war man barbarisch, aber dieser barbarische Sinn war doch nicht Gruqdzug der Menschen,! im Gegentheil finden wir erbabene Zdge von Großmuth, j Menschenfreundlichkeit und heute noch finden wir bei den \ rohen, uncultivirten, ich mochte sagen wilden Menschen in Amerika uud Australien eine .seltene Güte, Freundschaft \ und Aufopferung für jeden Fremdling, sd. man ihnen nur nicht feindlich entgogenrrilt. * Wir ichähen eine aktive Theilnahme de» verebtt-P-^ikuman den Fragen und Ägsgaben des Blatts., zu lebh; uür nicht hier noch eine, uns-aus dem Norden zugekvmmcn« Antwon auf den au. Brief zu geben- Dir Redbklion. B. G. » Die Ldndoner Inden. Aus dem EvgÜschrn tti William Gilbert V H. Zirndorf. (Fortsetzung.) itfeGeleherrnschule in jhrrnMauern die ' hesammte Geistesdlüte Iber in London sich befindenden jüdischen" Jugend. Einen großen Tdeil diesis VrrtrAuenS verdankt bi«. Anstalt ihren Professoren^ Auf ben au-ländfichon Uni» So vereinsgt denn o versitälen glänzt brr sicherlich' aufhöchst' Jude nicht besonder, obschon man rühmliche Ausnahmen,stößt. Di« geistig begabtesten Juden, welche wir außerhalb Englands a»getroff,n. sinh° unstkritig die franzSsischen; Mein auf den Schulen überragen sie keineswegs ^e Christes Entfernen 4