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Jüdisches Volksblatt · 1856-01-01 · 11 (1856) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1856-1857)
Issue
11 (1856)
Article
Beilage zu Nr. 11
Date
1856-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Reitage zl No. ll Des Jüdischen VMEattes 7 Glthu Kanavi'S LSnnderuugen auf der Vrde. f Von In jener Well, te noch kein Sterblit^er geschaut, Sind ewig die «nennbaren Geister vereint; Wohl denkbar ttn, der auf- Jenseits vertraut. Wo nicht mehrwird das Irdische beweint; Wo der allmä eigen Gottheit Wieder chein SluSfüller da-Weltall mit strahlenden Licht — Dorr schweigetder Kummer, dort Selenpein, Die oft daS ^wankende Leben brick>k. 2a, von ist ewiges, heiliges Glück. Der heimgeangenen Seelen Wohnung: Kein eigenuöig' Auge schaut dort zurück Auf Tha.te., gelhan nur für Belohnung. Die Religon! . . . Ueberall himmliftier Glan; -. Vom Thvne Gottes nur überstrahlet Ties unter der feurigen Gönnen Kranz. Wie ari' azurenen Grund gemalet. rete», M iir.v i‘ö ft aus Semstn d en. „Als ich der Erde Bali b^ „War'S grad deS.heil'gen ^abbakhS Schluß „Im Gotte-Hause hörte laut ich beten; „Hört' noch den alten Wunsch und Gruß. „Einem Armen folgte ich in'S Hau«, „Höne-ihn „„Elihu hatischbi"" fingen; „Er machte gläubig Habdala auö, „Um Gotte seinen Dank darzubringen." „Auch zu den Reichen war in dieser.Nacht. ..3n'S HauS erfreut ich einstegangen — „Der goldenen Gefäße Pracht, „Die knnigen Lieder, die st» sangen^. „All' hieseS thgk mir mächtig kund, ,.— Eah'S an der Herzen bangem Beben — „Daß noch in weiter Rund' „Gläubige in Israel leben." Uno vm dem unendlich fernen Kreise Worin die Erde gebt ihren Lauf, Aufschoebt, nach der Engel Weife l Zum Himmel eine lichte Gestalt heram: ES nar Elihu. Don seinem Geist«fluge Bei ren Erdgebornen kehrte er zurük^. Reitte sich jetzt an dem Engelzuze, I Zu Melven der Sterblichen Geschick! > „ES thal mir wohl, was ich gesehen, „Zuwiilen >jvirt man auch gekränkt — „Ellhu — mag - doch niozmermehr geschehen „Wider Willen man am Pessach tränkt, „Wo um den Tisch im festlichen Kleid' „Eitzen die fröhlichen Zechelr, „Stellt man ängstlich-wartend belhjt „Elihts Hanabi'S schäumenden Becher." „vieles noch da unten ist beim Ältest," H-b er an. „Bei jenen stolzen Werfen, ,.Wo der Sinne Triebe herrschend wstlren, .Die den Reichthum immer Glück noch heiße». „Wenige denken an da- Seelenheil, ■ „Nur Genußsucht schnöd' ist ihr Pastier — „Bieten Religion willig seil. „Dem, der ihnen Lohn verheißt dafür." „Auf Heiliges tritt frech ihr Fuß^ l „Sie wähnen sich voll schöpferischer (Macht — „Dem heiligen Sabbath keinen Grujß! — „Wird er verhöhnt doch nur/'verladt! „Auch machen'- arg die stolzen Frästen — „Ueberall. wo ich bin hingekommeul „In Zuda'S Land,' in deutschen Gauen, „Sind Wenige von den ächten Frommen." „Still erglänzte de- Monde- Scheibe, „Bestieg ich meinen lust'ge» Wagen, „Hoch über der Menschen Hetreibe, „Die im ruhigen Schlummer lagen. „AIS Israel- Freund bekastnt ich ^biu, __ „— Die Guten möchte ich j gerne belohnen — „Weckdete ich de-halb mich hin, '£ „Wo große Gemeinden wohnen?' r „Der Ruhetag war im Beginnen, „Als ich vor einem hohen, Gebäude stand, „WaS ging denn vor da ßrinnen, „Hinter der'verschlossenen Wand? _ „Früher hatt' ich diese- Hau» gekannt, „Und war. oft vorbei gekommen. „„Spielhölle"'^ wärealgemein genannt. ..Ein Abscheu allen wahres Frommen."

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