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Jüdisches Volksblatt · 1853-01-01 · 9 (1853) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
9 (1853)
Date
1853-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisches Matt. Kefeörung und A nt ex Haltung au I HerauSgegebea. von Rabbiner Dr. Ludwig Phili^psoU in Magdeburg. lRo. S.) von tiefer 3fiii<frrrf! »r-dyir.l o-0<tniiliO> ein» ü SUtrkljil’rirt "?/% N»r. JIM Qiuhbjnr'anijrm 4*p; mrn £cftrOmtiitn ir«r. Pifil i.'mkrr unb «R. 3» r jüdischem' Heviete: 6i fl IadrßanftA 1 tblr. *-■* migif,ofrmonf» nrtj- I _|4 a Wohin Du gelangen sollst? i! Dahin sollst Du gelangen, Israelit, daß Ta Deinen Theil Schmerz. Deine» Theil Mühsal, den Du sür^die Welt trägst, mit Freuden trägst, daß Du Dich innerlich fogati frrucfi, ihn zu tragen zu haben? . Während Du emsig arbeitest ffit Dein Halst, während Du dem Erwerbe nachgehest, wie jeder Andre, oijer währpnd Du der Wissenschaft, der Kunst obliegest, die Du zu Deirtem Lebensinhalte gewonnen — bist Du zugleich!deS gropen Vorzugs theilhaftlg geworden, für daS Hell der Welt, nämlich für die Erkenntnis der Wahrheit, für die Verkündigung VeS Rechts, und noch encbr, daß diese Wahrheit und diestS ^hßMNMngetastet. unverändert bleibe, während! die Menschheitthnech immer mehr und mehr zurritt, zu leben und — zu leiden. Wie kämest Du dazu, Dich darüber zu bcklagen? Vielmehr ist »S zu beklagen, wenn Du für solche Würde abgestumpft wärest, und sie unwillig empfändest! weil sie öfters unbequem ist, weil sie hie und da Leid schaffet, well Du darum von'der Welt Dich bisweilen zurückgeseht. beschränkt, ausgeschlossen siehest. Alles in der Well muß bezahlt werden, und AüeS wird bezahlj. DaS/«Hut. daS j Dir gegeben worden, mußt Du mit Schmerzen entgelten, afa daS Web, daS Du zu tragen, wird Dir mit großem Gu!te vergolten. Willst Du eS anders hab?n? £ \ Israel ward Knecht, weil er der Lehrer der Völker geworden. aber er ist ja doch nur 'N io? „der Knecht deS Ewigen." weil er Knecht ward um deS Ewigen willen. Sei ein freudiger Knecht, und Du hast die Freude deS Göttlichen in Dir, um bessentwillen Du Knecht bist . . . Noch EinS.l meine Brüder. Nicht die That. sondern der> Geist, auS deich die Thar entspring?. Nicht daß Du Jude tift ist Dein Äerdieast, sondern wie Du eS bist . . . ganf und freudigen Herzen-' Dahin sollst Du gtlaygen. ES siegt ' völlig tu Deines Hand. > ^«2 yro wm rra? bs r« zrpba arm Und Gott sah Alles, was er geipacht, und siehe, es war sehr gut. . <, Mos. i. 31.)! ' Die. heilige Schrift bezeichnet hiermit dit Welt als die beste, als die mit Allweisheit und in Allgüte, zu dem höchsten Zwecke jtitt den angemessensten Mittttn geschaffene, worin Alleauf'S Beste angeordnet ist, so daß vom dllgemttnen Standpunkte aUS kein Uebel vorhanden ist. AlleS Uel el und B> se ist nur im Bezug aüf! einen stinztlüen Me äschen jode mehrere derselben) solches, gehr! aber in den allgemeine > Zweck als gut auf.- Diese Lehre »nsrer Religion, die als, z. B. der altparstschen widerspricht nach welcher die Welt nur dadurch besteht, daß daS Hure E ch-se (Li ht und Fl! sterniß) in stetem Kampfe mit lin-ntveb begrif. fea sind, setzt aber auch voraus, daß die Welt noch!anderS cköglich gewesen, d >ß aberder Schöpfer die'st Weife,stiese Form uni Linrichtur z derWelt wählte, weil sie die beste war. Hier-! mit wie in al en ihren Lehren,, tritt unfr!e IRcliglo^ den ^ot-! ttS eugnern ei tgegen, welche die Welt azrS einer (freilich auch! für sie unerkl rlichen)NothweuLjgkeit hervorgeb»» lqffett. wo sie ,ann auch so sein mußte.' so recht oder st schlecht fit feii Was nur aber wohl zu beachten ist,! daS ist, daß, st weii ter stie Natur orschung vorwärts dringb desto, neh? ergiebt eS ffch. daß lllerdingS die Welt noch vielfach ander? hält? ** sei» können, ) aß sie vielstch andergedacht wert« kann, daß - - fie aber nur o. wie sie ist, als die besi^mv weisest eingericht trt? erscheint, st daß hieraub hervorgeht: daß im Weltalt eiüe weise ind allmächtige Gottheit lehr-ndig unh selbstbewußt waltet, dle in freier Wählest und nicht anherS die L elt gebildet hat.! Man körnte denken, daß wir diesen Sqtz?so auSspree che», und da >n glauben, baß wir .als Theowg' kein besvn^ bne» Gewit t dafür geben können — abir^dtr'Oesei irr« fitft die Wor e. die st eben in gesperrten; Dru!tk gegebeü wor deq, sind die eine» höchst nüchternen NaturforswerS in eia« jültgst erschit ltenen Werke, den.wir sogleich nenn«» werde» Dsthalb, u >d well eS unS überhaupt darum th»n if diese große Lehre unsrer Religion. näht all »inen dürr« 'AaSspruch b ter stehen zu lassen, stndem ihn durch' einen stbe»dlgen Eo mmeotor aüS der Wirklichkeit zu einer kräfttgn Anschauung zu bringen, folge unS bft steur bliche Leser n drtt große (tebiete der Natur, in welchen bi? Weisheit d S Schöpferg rade darum am eiudringlichsten u»S entgegenttl t, weil sie auf daS Ueberrafcheistste unter den schwierigsten D diuguogen \ ch daselbst bethärigr. Wir wählen hierzu dieKbmqken, dt« S tolargegbnd> und die Alpenwelt. j I... Dle Kometen4). —Die Kc inetrn sind Weltkörper von nebelhqste« Ansehtn, die sich in s l ') DaS Werke: Dir beituug »it -ogeu. hr ercenttischen Bahnen bewege». -(BemerkerjSwrjrth ist, d iß. während bet allen Völkern tlchsKomnrn ÄS B »rboten e neS großen Unglücks für die Meiss^brtt grsiirchtet wir hier mitthetle». ist auS einem! ^edea erfchir»e«e» Kometr». vo» I.Kusse! Htnd. st deutscher Da»- Zusätze» do» Vr. Mädlers vauchgärwer. «SSt.jge-

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