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Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg · 1938-10-02 · 13 (2.10.1938) · p. Seite 110

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
Volume
15 (1938)
Issue
13 (2.10.1938)
Date
1938-10-02
Page
Seite 110 (sequence 6)
Language
German
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110 Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 2. 10. 38 XV. Nr. 13 des Redners, in der er die gewaltige Leistung des Palästinaaufbaues umriß. Handelt es sich in Erez Israel doch m eine Kolonisation ohne Mutterland, die nur unter größten Opfern durchgeführt werden kann. Das Jü dische Volk muß hier das Mutterland erset zen. und in dieser Generation noch sind die Grundlagen eines kraftvollen Palästina zu legen, das heute schon einen neuen, bodenständigen jüdischen Typus hervorgebracht hat. Der Redner forderte zum Schluß mit hin reißenden Worten zur Förderung des großen nationalen Werkes auf und erinnerte an die Schaffung des ..Sefer Sikaron", ein Gedenk buch, das für spätere Zeiten von dem Opferwillen der Juden in Deutschland zeugen soll. Dieses Buch soll eine Urkunde neuen Lebens werden, das sich in einem starken, in und an der Not gewachsenen Palästina do kumentiert. — Lehrer David, der "bei der Vorführung des Filmes am Nachmittag vor der Jugend sprach, dankte dieser für den Einsatz, den sie bei der Werbung für die Veranstaltung bewiesen hat. — Zu der Aufführung selbst: Man darf sagen, daß man Bilder sah. wie man sie bisher noch nicht kennengelernt hat. Dieser Bildstreifen muß als großes histor.sches Dokument ange sprachen werden, das auch späteren Generationen das Heldenepos des jüdischen- Volkes kündet. Wir erinnern nur an die Repor tage von der Landnahme im Galil — mit die eindrucksvollsten Abschnitte des Filmwerks.- Man sah. wie in wenigen Stunden der neue Siedlungspunkt errichtet wird, wie kugelfeste Mauern geradezu aus dem Boden wachset!, wie der Wachtturm mit dein Scheinwerfer aufgerichtet wird und wie stärkstes Erlebnis — jüdische Menschen mit geschultertem Gewehr die Heimat schützen Ein ebenso spontaner Ausdruck jüdischen Lebenswillens die Bilder von der Schaffung des Hafens Tei-Aviv und den kolonisatorischen Anfängen im Hulegebiet. Dazwischen Großaufnahmen jüdischer Arbeiter in selbstsiche rer menschlicher Geschlossenheit, von Kin dem. denen die Lebensfreude auf den Gesichtern -steht, herrliche Landschafts- und Städtebilder - alles Zeugen eines ungeheu Ten auch durch die Unruhen nicht zu erschütternden Lebenswillens eines Volkes, das einen „neuen. Weg1* mutig und voll Vertrauen auf seine eigene Kraft geht. Ein besonderes Lob verdient noch die das Filmgeschehen pla stisch untermalende! Begleitmusik. Wir sind überzeugt, dal.! dieser {"ihn der zionistischen Arbeit in Deutschland wertvollste Dienste leisten wird und fordern von l:us aus nochmals alle Leser auf. das nationale Werk unseres Volkes durch einen Eintrag in das ..Sefer Sikaron" zu fordern, über uas uns vom Sekretariat des 'K.K.L. nrch folgendes geschrieben wird: „Sefer Sikaron" — Erinnerungsbild! der Juden in Deutschland . in diesen l agen werden alle in Deutschland lebenden Juden aufgefordert, sich in das „Sefer Sikaron"' des Keren Kajemeth Lejisrael einzutragen, um auf diese Weise die Namen der Letzten einer Kette von vierzig jüdischen Generationen, die jüdischen Gemeinden und Vereine für eine spätere Zeit im Gedenken des jüdischen Volkes zu bewahren. -Die Eintragung in dieses Buch, das in der Nationalbibliothek in Jerusalem aufbewahrt werden wird, soll zugleich die Voraussetzungen schaffen für die Errichtung Gottesdienstzeiten Hauptsynagoge Hospitalstraße. 2. Okt. 8.00, 17.30 Uhr. 3. Okt. 7.15. 17.30 Uhr. 4. Okt. Erew Jaum Kippur 7.15. 14.30 Uhr. Jaum Kippur 18.15 Uhr, Kol nidre. Synagoge: Rat*. Hanns Harf; Gustav-Siegle-Haus: Rabb. Dr. Auerbach. 5. Okt. 8.00 Uhr. Synagoge: Predigt Rabb. Dr. Auerbach; Gustav-Siegle- Haus: Rabb. Hanns Harf. Gedächtnisfeier für die Verstorbenen 16.00 Uhr; Schluß 18.36 Uhr. 6. Okt. 7.15. 17.30 Uhr. 7. Okt. 7.15 Uhr, Freitagabend 17.30 Uhr. 8. Okt. Sabbath 9.00. 18.31 Uhr. 9. Okt. Erew Sukkoth 8.00. 17.30 Uhr. 10. Okt. Sukkoth 9.00. 17.30 Uhr. 11. Okt. Sukkoth 9.<i0, 18.24 Uhr. 12. bis 14. Okt. Chol hamoed 7,15. 17.15 Uhr. 14. Okt. Freitagabend 17.15 Uhr. 15. Okt. Sabbath Chol hamoed 9.00. 18.16 Uhr. 16. Okt. Hoschanoh rabboh 8.00. 17.15 Uhr. Synagoge Bad Cannstatt: Königstraße. Freitagabend, Sabbathraorgen, Sabbathausgang wie Stuttgart. Samstagnachmittag — Minchagottesdienst 15.00 Uhr. Jaum Kippur 4. Okt. 7.00. 15.00. 18.15 Uhr (Predigt). 5. Okt. 7.30. Thoravorlesung, 11.45, Seelenfeier 16.45 Uhr. 9. Okt. Erew Sukkoth 17.30 Uhr. 10. Okt. Sukkoth 9.00 Uhr (Predigt), 17.30 Uhr. 11. Okt. Sukkoth 9.00 Uhr (Predigt). 16. und 17. Okt. 17.(10 Uhr. 17. und 18. Okt. 9.00 Uhr, 18. Okt. Ausgang 18.11 Uhr. Israel. Religionsgesellschaft, Gartenstr. 30. 2 und 3. Okt. 6.00. 17.30 Uhr. 4. Okt. Erew Jaum Kippur 6.40. 14.30 Uhr. Jaum Kippur 17.50 Uhr Kol nidre. 5. Okt. 6.25, Fastenende 18.37 Uhr. 6. Okt. 6.45, 17.30 Uhr. 7. Okt 6.45, Freitagabend 17.35 Uhr. 8. Okt. Schabbos 8.00. 16.00, 18.35 Uhr. 9. Okt Erew Sukkaus 7.15, 17.30 Uhr. 10. Okt. Sukkaus 8.00. 18.00, 18.30 Uhr. 11. Okt. Sukkaus 8.00, 17.55, 18.25 Uhr. 12. bis 14. Okt. Chaul hamoed 6.30, 17.15 Uhr. 14. Okt. Freitagabend 17.20 Uhr. 15. Okt. Schabbos 8.00, 16.00. 18.20 Uhr. 16. Okt. Hauschano rabbo 6.25, 17.15 Uhr. 17. und 18. Okt. Sch'mini azeres und Simchas Thauroh 8.00, 17.45, 18.15 Uhr. 19. bis 21. Okt. 6.45, 17.00 Uhr. 21. Okt. Freitagabend 18.00 Uhr. 22. Okt. Schabbos 8.30, 17.15. 18.05 Uhr. 23. Okt. 7.15, 16.45 Uhr. 24. bis 28. Okt, 6.45. 16.45 Uhr. 28. Okt. Freitagabend 17.00 Uhr. 29. Okt. Schabbos 8.30, 17.00, 17.55 Uhr. 30. Okt. 7.30, 16.45 Uhr. 31. Okt. bis 4. Nov. 7.00, 16.45 Uhr. Synagoge Heilbronn. 2. Okt. 7.00 Uhr. An den Wochentagen 7.00, 18.00 Uhr. 4. Okt. 15.00 Uhr, Erew Jaum Kippur. Jaum Kippur 18.00 Uhr. 5. Okt. 8.30 Uhr (Predigt), Seelenfeier 16.30 Uhr (Predigt). Ausgang 18.30 Uhr. 6. Okt. 7.00. 18.00 Uhr. 7. Okt. 7.00. Freitagabend 17.45 Uhr. 8. Okt. Sabbath 8.30, 15.00. 18.30 Uhr. 9. Okt. 7.45 Uhr, Hüttenfest 17.30 Uhr. 10. Okt. Hüttenfest 8.30 (Predigt), 15.00, 17.45 Uhr. 11. Okt. Hüttenfest 8.30. 15.00. 18.20 Uhr. An den Halbfeiertagen 7.00, 18.00 Uhr. 14. Okt. Freitagabend 17.15 Uhr. 15. Okt. Sabbath 8.30, 15.00. 18.15 Uhr. 16. Okt. 7.45, Schlußfest 17.15 Uhr. einer neuen Siedlung von Juden aus Deutschland, die den Namen „Tel Sikaron" — ..Hügel des Gedenkens" tragen wird. Aus diesem Grunde wird die Eintratmg von einer Spende an den K.K.L. abhängig gemacht, deren Höhe von Fall zu Fall verschieden ist. so daß jedem Juden die Einragung ermöglicht wird — Da somit die Eintragung eine alle Kreise umfassende Hern.-ssache sein soll, ist es n;cht möglich, diese Aufgabe allein durch Besuche ehrenamtlicher Mitarbeiter durchzuführen. Wir richten ieshal'n an alie Freunde und Förderer die Bitte, die Eintragung selbst zu beantragen und zu diesem Zweck das örtliche Büro des K.K.L. aufzusuchen oder dorthin mitzuteilen, daß eine Eintragung gewünscht wird. Wir möchten, daß dieses Werk Kunde gibt von unserem Willen zum Leben. Möge es verewigen, was Juden aus Deutschland dem Judentum gegeben haben, möge es unser Leben einmünden lassen in das Leben des jüdischen Volkes, an dessen Ewigkeit wir glauben. - - In Stuttgart wende man sich bitte an das Büro des K.K.L.. Schloßstraße 54, part. (Telefon 66284). Aus den Gemeinden Württembergs Stuttgart. Eine Vollsitzung des Isr. Vorsteheramtes fand am 14. September statt Zunächst wurde der neue Vorsteher Julius Stern in sein Amt eingeführt und von dem Vorsitzenden durch Handschlag in Pflicht genommen. Nach Mitteilungen des Vorsitzenden über die Regelung des Aufrufens während der Feiertage sowie über die Verteilung des Dienstes der Vorsteber in der Synagoge und im Gustav-Siegle-Haus wurde Stern der Finanz-, der Gottesdienst- und der Unterrichtsabteilung zugeteilt während er im Ortsschulrat eine Stellvertretung übernimmt. Hierauf erstattete Hirsch den Bericht der Finanzabteilung. Ein erneuter Antrag der Isr. Religionsgesellschaft auf weitere Erhöhung des ihr gewährten Bauzuschusses für den Betsaal wird abgelehnt. Die Rechnungslegung der Gemeinde Bad-Cannstatt während der letzten Jahre ihrer Selbständigkeit wurde geprüft und stimmend gefunden. Dem Rechner, Emanuel Adler, wurde Entlastung erteilt und ihm gleichzeitig der Dank für seine Sorgfalt und Einsatzbereitschaft ausgesprochen, die er auch nach der Vereinigung mit der Gemeinde Stuttgart bewiesen hat. Ein der Gemeinde angebotener Synagogenplatz wird nicht erworben; die Gemeinde hat auf ihr Vorkaufsrecht verzichtet und wird auch bis auf weiteres von dem Ankauf von Synagogenplätzen absehen; hingegen wird sie geschenkweise überlassene Plätze gern in Verwaltung nehmen. In diesem Zusammenhange berichtet Em. Adler über die Behandlung der Frage freier Synagogenplätze in Bad-Cannstatt. Der Sportverein „Hakoah" hat für auf dem Sportplatz geleistete Arbeiten, Ueberdachung des Zwischenraumes zwischen der Schild- und der Hakoahhütte sowie Erdarbeiten, als Ersatz für verauslagte Materialkosten eine Beihilfe von je RM 100.— beantragt; die Arbeiten selbst sind in freiwilligem Arbeitsdienst geleistet worden. Beide Beträge werden bewilligt; bei

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