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Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg · 1938-03-16 · 24 (16.3.1938) · p. Seite 221

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
Volume
14 (1937-1938)
Issue
24 (16.3.1938)
Date
1938-03-16
Page
Seite 221 (sequence 5)
Language
German
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XIV. Nr. 24 Jüdisches Gemeindeblatt fflr die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 16. 3. 38 22r aufgeführt. Auch bei der Enthüllung der Gefallenen-Ehrentafeln in der Münchener Universität habe ich seinerzeit seinen Namen gelesen. Sein Tod hat einer vielversprechenden Laufbahn ein jähes Ende gesetzt.' Die dichterische Hinterlassenschaft Heinrich Kohns verdient es, unserer Gemeinschaft erhalten zu bleiben. Seine reife, plastische Sprache macht sein literarisches Werk heute noch lesenswert. Er war eine sonnige, dem Leben zugewandte Persönlichkeit, ein aufrechter gesinnungstüchtiger Jude". — Es wird uns weiter geschrieben, daß im ganzen sechs Gemeindemitglieder von Buttenhausen gefallen sind. Die Namen dieser sind: Eugen Adler, Siegfried Feldmann Moritz Isak Levi, Semi Levi, Hermann Le derer, Josef Lederer. In der Aufstellung fehlen auch, wie uns mitgeteilt wird, drei gefallene jüdische Soldaten aus Mühlen a. N. Diese israelitische Gemeinde ist kurz nach Kriegsende aufgelöst worden. Vor Kriegsausbruch wohnten dort noch drei jüdische Familien und zwar die Fa milien Sigmund Levi, Hermann Stein und Moritz Stein. Letzterer hatte vier Söhne an der Front, von denen drei gefallen sind. Fs waren dies die Brüder Bernhard, Karl und Otto Stein. Von der früheren Israel. Gemeinde Nürtingen fiel Alfred Landauer. Stuttgart. In Anwesenheit der Lehrerschaft sowie Damen und Herren vom Ortsschulrat bot die Jüdische Schule am 3. März einen Abschnitt Musikgeschichte, indem sie im Rahmen des Lehrplans eine Feierstunde mit Werken Franz Schuberts veranstaltete. Es war nur bedauerlich, daß die Eltern, von denen man doch des öfteren hören kann, daß die Arbeit der Schule nicht genug Pub lizität habe, zu dieser Feierstunde in so außer ordentlich geringer Anzahl erschienen waren. Ilse Herz gab einen biographischen Abriß des Komponisten und sang dann (begleitet Familienanzeigen In Gemeindeblatt. Stuttgart, FalkertstraSe 88, und Concepclon dcl Uruguay, 13. Min 1988 Unser lieber Vater, Orofivater und Bruder Berthold Rosenfeld Ist nach mit grofier Oeduld ertragenen! Leiden beute aaaft entschlafen. Die trauernd Hinterbliebenen: Theodor Rosenfeld u. Frau Lene geb. Merzbscher Ludwig DreyfuS u. Frau Frtedel geb. Kosenleid Frau Sylva Stern geb. Rosenleid und 4 Enkel Nach langem schweren Leiden wurde am 9. Marz unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Herr Siegfried Weiss Im 62. Lebensjahre durch einen sanften Tod erlöst. Die lief trauernd Hinterbliebenen Stuttgart — New York Julius Rothschild zum Abschied Ein „Lebewohl" fflr den scheidenden Vorsitzenden des J.S.V. „Schild" Stuttgart Am 5. März verabschiedete der J. S. V. „Schild" seinen 1.Vorsitzenden Juler Rothschild, der in diesen Tagen nach Amerika auswandert. Die fahrenden Persönlichkeiten der jadischen Organisationen ehrten Juler Rothschild, der sich um den „Schild" und die jadische Jugend so große Verdienste erworben hat, durch ihr Erscheinen. Leo Burckhardt, der Nachfolger des Scheidenden, betonte, daß der Satz „Jeder Mensch ist zu ersetzen" in Juler Rothschild seine Lebenswahrheit verliere. Denn er, der in selbstloser Opfeibereiischaft mit glücklicher Hand die Geschicke seines Vereins leitete, wird unersetzlich bleiben. „Juler Rothschild und sein J.S.V. „Schild" waren ein Begriff.. .1 In ehernem Zusammenhalt und in seinem Geiste wollen wir den „Schild" weiterführen". — Der Vorsitzende der „Hakoah", Samuel Richter, führte aus, daß Juler Rothschild auch aus den Reihen der „Hakoah" gehe und mit ihm ein Stück des Herzens aller seiner Freunde. In diesen Worten liegt die tiefe Freundschaft undVerehrung beschlossen, die Juler Rothschild im weiteren Verlauf des Abends aus allen Reden entgegengebracht wurde. Unzahlige Briefe aus allen Teilen des Reichs sind in den letzten Tagen und Wochen an den .Schild" und Juler Rothschild gekommen, Dank- und Abschiedsbriefe von jüdischen Behörden, befreundeten Vereinen und Sportkameraden. Sie alle wollten noch einmal dem Vorstand, Kameraden und Freund danken und ihre besten Wünsche zur Auswanderung ihm auf den Weg geben. Der J. S. V. „Schild" ehrte seinen scheidenden Vorsitzenden durch die Ernennung zum Ehrenmitglied, eine Würde, die erstmals Fot Westenlelder in der Geschichte des Vereins vergeben wurde. Sie hätte keinem Besseren zuteil werden können. — Von der „Hakoah", vom „Schild" Heilbronn und von den Abteilungen des „Schild" Stuttgart erhielt Rothschild sinnige Abschiedsgeschenke. Leo Burckhardt übergab ihm im Namen des Vereins eine Uhr; sie soll ihm stündlich und mmütlich die Verbundenheit mit seinen' zurückgebliebenen Kameraden vor Augen halten. Rothschild dankte in tiefer Ergriffenheit für alle diese Ehrungen. Und so wünscht der „Schild" und so wünschen alle, die Juler Rothschild nahestanden, daß ihm in der neuen Heimat das Glück zur Seite stehen möge, damit er auch dort wieder Mittelpunkt der sich bereits in New York befindlichen „Scbild"-Kameraden sein kann. Als Wegbereiter einer neuen Zukunft! von Hilde Schiessinger) Schubert - Lieder. Hilde Schiessinger brachte verschiedene kleinere Klavierstücke Schubeits zum Vortrag. Stuttgart. Auch das zweite gemütliche Beisammensein, das die Ortsgruppe des Reichsbunds jüd. Frontsoldaten" am 7. März veranstaltete, nahm bei überaus zahlreicher Beteiligung einen schönen Verlauf. Willy Gideon sprach über Fragen der Jüd. Kriegsopferversorgung, dann wurden Briefe ausgewanderter Kameraden verlesen. Dr. Richard Ney gab Proben aus der literarischen Hinterlassenschaft des gefallenen Stuttgarter Oberleutnants Heinrich Kohn. Der Vorsitzende, Adolf Emricb, dankte allen, die den Abend bereichert hatten. Stuttgart. Vor kurzem sprach. Hugo Schack (Stuttgart) in der Jüd. Kulturgemeinde Pforzheim über „Leben und Wirken Franz Schuberts". Der Redner demonstrierte jeden Schaffensabschnitt des großen Komponisten durch hervorragende Schallplatten am Lautsprecher. Die zahlreiche Hörerschaft dankte für den fesselnden Vortrag mit großem Beifall. Stuttgart. Unsere Leser dürfte die folgende Mitteilung interessieren: In Southampton schiffte sich kürzlich der 100000. Passagier der „Queen Mary" für die Ueberfahrt nach New-York ein. Die jetzt angetretene Reise ist die 73. Atlantikfahrt in 18 Monaten. Stuttgait. Am 12. März beging Direktor Gottfried Gumbel seinen 65. Geburtstag. Wenn wir auch wissen, daß der Jubilar jedweder Ehrung abhold ist, so nehmen wir doch gerne diesen Anlaß wahr, um dieses hervorragenden Mannes zu gedenken, der in ehrenamtlicher Tätigkeit unermüdlich und voll Hingebung für die Gemeinschaft wirkt. Was Direktor Gumbel als Leiter der .Jüdischen Winterhilfe in Württemberg", als Leiter der WEjnsnnsM Gardinen Damenwische Brautausstattungen Selma Halle Stuttgart,Olgastraße Nr. 109 Telefon 70310 Rentehäuser An- und Verkauf rasch u. diskrot durch J. 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