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Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg · 1937-10-16 · 14 (16.10.1937) · p. Seite 122

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
Volume
14 (1937-1938)
Issue
14 (16.10.1937)
Date
1937-10-16
Page
Seite 122 (sequence 6)
Language
German
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122 Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 16. 10. 37 XIV. Nr. 14 Uibeltexten, u. a. Psalm Ü6, die von Chor und Orchester (ca. 200 Mitwirkenden) dar- Keboten werden. Die Solistiii der Verartsta!- tBBC, Poldy Sperling-Üoiuitli. bringt ein Klavierkonzert mit Orchester zu (ieliör. Riith Hamburg. Muri-Klisa I liahnessiiiger. Karl Haas und (ierhard Löwe werdeti teils solistisch im ()rcliester, teils kammermusikalisch mitwirken. Hansi Einstein. Fritz Rothschild, Helene Zippert werden den CoDtinuopart ausführen. Die Veranstaltung, die unter Leitung von Karl Adler steht, lätit aus allen Kreisen in Stadt und Land ein starkes Interesse erwarten. Stuttgart. Die allgemeinverständlichen Lerrh ortrüge von Oberrechnungsrat Weser und Rabbiner Dr. Bamberger in der Pension Agulnik. Samstagabend ->>M Uhr. ha- Ik.ii wieder begonnen. Interessenten (Herren und Damen-) sind herzlichst willkommen. Buchau. An den Hohen Leiertagen \\ res unser Gottesdienst.einen sehr guten Besuch auf. Zahlreiche Besucher aus den Diaspora- Gemeinden waren erschienen. In diesem Jahr waren 25 Jahre verflossen, seit Ludwin Dannhauser. Lim (früher Buchau), als Hilfsvorbeter amtiert. Lehrer Zodick anerkannte in einem besonderen Mischenerach am Rosch Haschonoh die Verdienste des Jubilars, dem auch von seiten des Vorsteheramts Dank und Anerkennung gezollt wurden. - Arn 1. Oktober ist Rabbiner Dr. Schlesinger wieder naclr Stuttgart übergesiedelt, um daselbst seine Tätigkeit als Dozent am Jüdischen Lelirhaus aufzunehmen. — folgende Oemeindemitglieder sind nach L.S.A. ausgewandert bzw. stehen vor der Abreiso: Martin Hrhmger und Krau, Lrau \\ illielmine »langer. KCÖ Dannhauser, Jakob Bernheim. Ludwig Hernbach und Lrau Paula Hilb nebst Tochter. Mit Lrau Hilb verliert unsere Gemeinde eine begabte Organistin, die sich in unserem Synagogenchor sehr verdient gemacht hat. Frl. Anni Moos kehrt, nachdem ihre Urtaubsztit abgelaufen ist. in Kürze wieder nach Lrez Israel zurück. Ihnen allen folgen die besten Wünsche der Gemeinde. Göppingen. Mit dem 1. Oktober ist das Rabbinat Göppingen Dr. Luitpold Wallach aus Laupheim übertragen worden. Aus diesem Anlaß fand am Sonntag, den Oktober, in der schön geschmückten Synagoge eine Weihestunde statt, in welcher Die drei Gaben Rabbi Schimon ben Jochaj sagt: Teuer sind die Leiden; denn drei gute Gaben hat der Heilige, gesegnet sei er, Israel gegeben — die Völker der Welt sehnen sich nach ihnen — und nicht anders hat ers ihnen gegeben, denn als Folge von Leiden; diese sind es: Thora, das Land Israel und die kommende Welt. Thora — woher weiß ichs? Denn geschrieben steht: „Heil dem Manne ' den du (iott züchtigst / und aus deiner Thora ihn be- ' lehrst" (Psalm 94, 12); das Land Israel — woher weiß ichs? Denn geschrieben steht: ..Wie ein Mann seinen . Sohn züchtigt / züchtigt dich LR dein Gott", und dann ist gesagt: „Denn LR dein (iott läßt dich in ein gutes Land kommen" (5. B. M. 8, 5, 7); die kommendeW elt -woher weiß ichs? Denn geschrieben steht: „Der Weg zum Leben sind die Zurechtweisungen der Leidenszuchf (Spr. 6, 23). Welcher ist der Weg, der den Menschen zur kommenden Welt führt? Antwort: Die Leiden! Sifre Deateronomram in 6, 5. (Uebers. von N. N. CUtzcr.) Rabbiner Dr. Cohn (Ulm) Dr. Wallach in sein Amt einführte. Außer ihm waren Rechtsanwalt Dr. Tänzer (Stuttgart) als Vertreter des Isr. Oberrats und eine Reihe von Abgesandten auswärtiger Vorsteherämter, sowie die Familie unseres neuen Rabbiners erschienen. Unter den Klängen des „Boruch haboh", welchen der Synagogenchor in vollendeter Schönheit unter T. Lerners bewährter Leitung vortrug, geleiteten die Vorsteher Dr. Wallach ins Gotteshaus, worauf zuerst Dr. Colin mit einer meisterhaften Predigt die Einsetzung seines früheren Schülers vornahm Nach dem alsdann gesungenen „Matowu'n eicriff Rechtsanwalt Dr. Steiner namens des Vorsteheramts das Wort. Fr hieH alle Gemeindernitglieder wie auch die Gäste MriHkommen und entbot insbesondere Dr. WaKach den Gruß der Gemeinde, namentlich auch für die Jugend und die Jüdische Schule Dr. Steiner erinnerte sodann daran, daß die Gemeinde Göppingen in diesem Jahre auf ihr siebzigjähriges Bestehen zurückblickt, und .hob in herzlicher Dankbarkeit die großen Verdienste hervor, welche sich Dr. Wallachs Amtsvorgänger, unser im Februar ds. Js. entschlafener Rabbiner Dr. Tänzer s. A., in dreißig Jahren um die Gemeinde erworben hat. In diesem Sinne sprach auch der für den Oberrat erschienene Sohn des Verewigten, Rechtsanwalt Dr. Tänzer; er wies auf das innige Band hin, welches seinen Vater und die Gemeinde Göppingen umschlungen hatte, und beleuchtete dessen segensreiche Tätigkeit, deren weitere Ausübung das kostbare Erbe Dr. Wallachs bilde. Hieran anschließend bekannte Dr. Wallach selbst die Ideale und Ziele, welche er in seinem neuen Amte anstrebt, und legte das Versprechen ab, der Gemeinde stets mit seinen besten Kräften zu dienen. Nochmals hörte man den Synagogenchor mit dem 115. Psalm „Der Herr hat unser gedacht" zum würdigen Abschluß der erhebenden Feier. Zum Mittagessen vereinigten sich das Vorsteheramt sowie die im Gemeindeleben besonders hervorragenden Persönlichkeiten nebst ihren Frauen mit den auswärtigen Gästen bei „Dettclbacher". Auch hier fand die Bedeutung des Tags in verschiedenen Reden ihren Niederschlag; insbesondere ergriffen die Vertreter der Gemeinden, welche Dr. Wallach außer Göppingen als Rabb'ner zu betreuen hat, das Wort, so Gustav Mayer für Schwäbisch Gmünd und Oberlehrer Metzger für Ludwigsburg. Nicht vergessen werden darf auch die Ansprache von Jonas Weil aus Dr. Wallachs Heimatgemeinde Laupheim, deren Vorsteheramt vollzählig nach Göppingen gekommen war. So kann die Gemeinde Göppingen mit allem Stolz auf diesen schönen Festtag zurückblicken, der stets ein Markstein in ihrer Geschichte sein wird. Göppingen. „Heitere Szenen und ein bißchen Musik" war die Kennzeichnung des Abends, welchen Klaus Brill, Edith Hersslik und Max Koninski am 2. Oktober im Jüdischen Kulturbund Merkuria veranstalteten. Zu diesen Stunden wohltuender Heiterkeit hatte sich eine stattliche Schar von Besuchern eingefunden, und sie kamen alle auf ihre Kosten. Die abwechslungsreiche Vortragsfolge brachte einen weg vom grauen Alltag mit all seinen Sorgen und Nöten und löste den wärmsten Beifall aus. Mit dieser ersten Veranstaltung ihres Winterprogramms hat die Merkuria ihre alte Tradition, nur Gutes zu bieten, wieder bewährt. Als nächste Ver- STELLENGESUCHE Jüd Dame sucht per sofort Beschäftigung Büro d Lager Gehalt nach L'ehereiakunrt. Ang. u. C. 874 a. J. Jüd. Gemeindeblatt. VERMIETUNG Schöne, sonnige 7 ZimmcroWoling» mit heizbarer großer Veranda u. reich!. Nebenräumen, halbe Höhenlage, schöne Aussicht, 7 Minuten vom Bahnhof entfernt, zu vermieten. Dr. M. Wälder Kernerstriß» 28. Telefon Nr. 265 69 Möbl. Zimmer mit I oder 2 Betten, evtl. Wohni und Schlafzimmer, an einen Herrn za vermieten. Näheres Urban - •trade 6t, Telefon 272 59 Auf 15. November evtl. 1. Dez. schönes möbl. Zimmer mit Balkon, Zentralhzg. n. fließ. Waaaer, In Halbhöhentage. an soliden Herrn zu vermieten. Angebote un'er E. 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