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Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg · 1937-09-01 · 11 (1.9.1937) · p. Seite 91

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
Volume
14 (1937-1938)
Issue
11 (1.9.1937)
Date
1937-09-01
Page
Seite 91 (sequence 3)
Language
German
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XIV. Nr. 11 Jüdisches Gemeindcb'att für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 1. 9. 37 91 Council verurteilt die von der Königlichen Kommission als eine Politik zur Durchführung des Mandates vorgeschlagenen „P a 11 i a t i v m i 11 e I", welche eine willkürliche Einschränkung der jüdischen Einwanderung, die Aufgabe des Prinzips der wirtschaftlichen Aufnahmefähigkeit als Grundlage der Einwanderungspolitik und scharfe Beschränkungen der jüdischen^ Kolonisation verursachen wird. Der Council drückt seine schärfste Gegnerschaft gegen den Beschluß der Britischen Regierung aus, ein politisches Höchstmaß der jüdischen Einwanderung aller Kategorien für die nächsten acht Monate festzusetzen, und betrachtet dies als Verletzung der jüdischen Einwanderungsrechte und der von der Britischen Regierung in dieser Hinsicht wiederholt eingegangenen und vom Völkerbund bestätigten Verpflichtungen. 3, Der Council bestätigt nochmals die Erklärungen seiner früheren Tagungen, welche die Bereitwilligkeit ausdrücken, ein friedliches Uebereinkommen mit den Arabern in Palästina zu erzielen, gegründet auf die freie Entwicklung sowohl des jüdischen als auch des arabischen Volkes und die gegenseitige Anerkennung ihrer beider Rechte. Der Council beauftragt die Exekutive, ihre auf dieses Ziel gerichteten Bemühungen fortzusetzen, und im Hinblick darauf die Britische Regierung zu ersuchen, eine Konferenz von Juden und Arabern zustande zu bringen, um die Möglichkeiten eines friedlichen Uebereinkommens zwischen Juden und Arabern innerhalb und zugunsten eines ungeteilten Palästina auf der Grundlage der Balfour- Deklaration und des Mandates ausfindig zu machen. 4. Der Council sieht den von der Königlichen Kommission vorgeschlagenen T c i - lungsplan als unannehmbar an und bevollmächtigt die Exekutive, in Verhandlungen einzutreten, um den genauen Inhalt der von der Britischen Regiei ung vorgeschlagenen Schaffung eines Judenstaates festzustellen. In diesen Verhandlungen darf die Exekutive weder für sich selbst noch für die Jewish Agency eine Verpflichtung eingehen, sondern, falls ein endgültiger Plan für die Errichtung eines Judenstaates zustande kommt, soll dieses Projekt einer besonderen Tagung des Council zur Beratung und Beschlußfassung vorgelegt werden. _ 75 Jahre Verein israel. Lehrer Württembergs Anfang August hielt der „Verein israel. Lehrer Württembergs" seine alljährliche Mitgliederversammlung ab. Die Tagung fand in der schönen jüdischen Schule zu Heilbronn statt. Die Lehrer durften zwei Tage lang die Gastfreundschaft der dortigen Gemeindemitglieder genießen. Der Vorsitzende, Anstaltsdirektor Theodor Rothschild, Eßlingen, begrüßte die Anwesenden, besonders den Präsidenten des Israel. Oberrats, Dr. Qiimbcl, sowie die Herren Flegenheimer und Rosenthal von der Heilbronner Gemeinde und erstattete sodann den Tätigkeitsbericht: Am 2. Juni 1937 waren es 75 Jahre, daß der „Unterstützungsverein für israel. Lehrer und Vorsänger" gegründet wurde. Die Geschichte des Vereins erzählt von wackeren, fleißigen Männern, die immer bestrebt waren, die rechtliche und soziale Stellung der Lehrer zu bessern, und für die Zeiten des Ruhestandes sowie für die Hinterbliebenen Sorge zu tragen. So hat der Verein in den ersten fünfzig Jahren seines Bestehens RM 75 000.— den Witwen und Waisen seiner Mitglieder zugeführt. Die Dankbarkeit für die verdienten Männer des Vereins fand warmen Ausdruck. Der anwesende Oberlehrer Preß bürg er, Creglingen, der 60 Jahre dem Verein angehört und lange Zeit dessen Vorstand war, ward herzlich gefeiert. — Der in der Versammlung neugewählte Ausschuß setzt sich wie folgt zusammen: Anstaltsdirektor Theodor Rothschild. Eßlingen, Vorstand; Oberlehrer E. Adler, Bad Cannstatt, Kassierer: E. Samuel, Eßlingen, Schriftführer. Dem weiteren Ausschuß gehören an: Oberlehrer Krämer. Heilbronn. ()berlehrer Jaffe, Dr. Goldschmidt, A. Roberg, sämtliche Stuttgart. Der Versammlung schloß sich am darauffolgenden Tage ein Fortbildungskurs der jüdischen Lehrer aus Württemberg und Baden an. Beide Tage nähmen einen erfolgreichen und anregenden Verlauf.__ F. S. Aus den Gemeinden Württembergs Stuttgart. Sitzung des Vorsteheramts vom 12. August 193 7. Die Sitzung, unter der Leitung des Vorsitzenden Carl L e v i, stand im Zeichen der Kleinarbeit, kein Gegenstand von hervorragender Bedeutung kam zur Verhandlung. Um so mehr wurde der Reweis emsiger, zielbewufiter Arbeit erbracht. Solche ward nur ermöglicht durch die hervorragend geleistete Vorarbeit der Kommissionen, deren Vorsitzende erschöpfende Referate erstatteten. Für die Finanzabteilung berichtete deren Vorsitzender Theo C. Hirsch. Er teilte u. a. .mit, daß das Schulgeld für die 9. Klasse der Jüdischen Schule auf RM 200.— festgesetzt worden sei; zum Schulsportfest seien Preise im Betrage von RM 50.— für Einzelleistungen gestiftet worden. Ferner wurden ein Beitrag für den Hilfsverein und verschiedene Zuwendungen an Einzelpersonen bewilligt. Als Vorsitzender der Schulabteilung berichtete Vorsteher Oberrechnungsrat Max Meyer über die Errichtung einer Fortbildungsschule £V erfreut man mit süssen Gaben JAr aus dem, Haus feiner Schokoladen-Erzeugnisse Schenkt jüd.Bücher PHILO Lexikon, 4. Aufl. 26.-31. Tausend .... Mk. 4.80 Landsberger, Einführung in die jüdische Kunst . . Mk. 3.40 Kochbuchf.d.jUd.Küche „ 2.40 Sinsheimer, Maria Nunnez . . Mk. 3.25 Sinsheimer-Rabbi Golem und Kaiser ..... Mk. 1.10 Mlchelson, Jüdisches Kind aus dem Osten . . . Mk. 1.10 Machsorim u. jud. Literatur durch PHILO Jüdischer Buchverlag u. Buchvertrieb G.m.b.H., Berlin W15 ParlsetstraS« 44 Telefon Nr. 92 1375 Postscbeck Btrlln 83312 Wilhelm Jacobinski SchloBstr.68 (am Dreieck) Tel. 638 46 Poststr. 17 (am Postplatz) Pickchen nach dem In. und Ausland werden bereitwilligst verpackt und versandt. 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