Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XII (1935-1936)
- Issue
- 22 (16.2.1936)
- Date
- 1936-02-16
- Page
- Seite 178 (sequence 8)
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178 — Acker, in dem Jankel wurzelt wie ein knorriger Eichbaum. In diese Atmosphäre kehrt „der Sohn des verlorenen zurück, in die treue Hut der „versorgten P-.-je".-Zwischen Weltvel, dem frommen Onkel, und Jankel wird das (junge Reis wieder ins Judentum hu :inwach'-en [just zwischen Himmel und Erde wird ein Geschlecht] aufs neue erblühen. Und dies alleformt Morgenstern mit der Gestaltungskraft des rchts-n Dichters, mit dir heißen Liebe des bewußten Juden ZU seiner Gemeinschaft. Ein schönes, gutes Judtnöuch? di.-, in trüben T aeen glücklich und besinnlii macht. Stefan Zweig: „Baunnli-ter der Welt.“ Hcr- :-* rt R ,ebner v ,-riag, \X iiii-Leip/ig-Zürich. Schon oft haben wir in diesen Martern Stefan Zweig als den grollen Menselnndeuter gejvürdigt. Heute, da der Herbert Keichtter Verlag in [dankenswerter Weise eine preiswerte t n-amtansgabei der neun großen Lebensbilder: Hai.- w, Dickens. Ddstojewski, Hölderlin, K’eist, 'Nietzseh., r.as-mova, Stendhal und Tolstoi hcrausbrine:. t, .... man nur mxjh einmal zusammen fassend saceii. daß Stefan Zweig mit diesen Biographien den | he».hsten beweis seiner großartigen analytischen Be-! gahung erbringt. Selten hit man so fein geschliffene. Letzter aur ende Persönjichkeitsschilderungen in die Hane bekommen wie diesf. Wenn Zweig den großen Galan Gasanota nachformt. dann erweckt er gleicheilig die wanze Ahcritenrirgilde des 18. Jahrhunderts zu transparent« ster Wirklichkeit spricht er von Tolstoi.;o brandet .-bei:-:: der Urstrom alles Menschlichen. eingebettet in deil Willen ewiger Gottsuche, aus den Blattern auf. Funnervigste Tiefenforschung und vollendete Wiedergafje durch das Wort machen den Wert dieser geistvolleil Lebensbilder aus. Martin Buber: ..Das B[ic-h der Preisungen". Im Rahmen - Hier Ueüfrsetzung der Schrift läßt Martin Bub-r nur eine V «i-deutschung der Psalmen erscheinen, die aufs nefe die großartige Sprachschöpfens ,-hkeit Bubtrs und seine Einfühlungsgabe in den Geist de jüdischen j Schrifttums bezeugt. Auch der Laie erhalt einen Btfcrifl von der großen Problematik. vor die sich der Gebersetzer des hebräischen Urtext«.- ai- Wissenschaftler gestellt sieht, wenn er die. Erläuterung studiert, die; Buber dem Werke beigegehen hat. Im übrigen stillt dieses Buch die umfassende jütr-che kulturarbei des Schocken-Verlags wieder in besonders eindrucksvoller M eise vor Augen. Dr. Mark Wischnitzeri „Die Juden in der W e 11“. Als 2. Band der yom Erich Reiß Verlag, Berlin, herausgegebenen Sammlung „Judentum in Geschichte und Gegenwart", reiht sich das vorliegende, über Jt : Seiten starke Buch würdig an die vorausgegangenc Maimonides-Btographie von Heschel. Dr. Wischnitzer, der bekannte Leiter des „Hilfsvereins der Juden in Deutschland", 'beschreibt „Gegenwart und Geschichte des Judentums in allen Ländern“, ein außerordentlich« Unternehmen, wenn man die Größe des Stoffgebietes bedenkt! Aber der Versuch darf als durchaus gelungen betrachtet werden. Auf verhältnismäßig knappem Raum hat der Verfasser für alle, die sich über G« schichte und Tage der Juden in den Ländern der Welt orientieren wollen, ein großes und sehr ge . hickt behandeltes Material zusammengetragen, das ab Ganzes ein plastisches Bild der Weltjudeuheit ergibt und zur Weiterbeschäftigung mit vielen Fragen und Erscheinungsformen jüdischen Seins anregt. Man merkt der Darstellung an, daß hier ein Fachmann am Werke war, der literarische Methodik mit den Ergebnissen eigener Anschauung und Erfahrung : in produktivster Weise zu verbinden versteht. Das Buch enthält auch manchen beachtenswerten Hinweis auf die wirtschaftlichen «Möglichkeiten der einzelnen Länder. Dr.«ManfredSwarsensky: „Das jüdische Jahr“. Verlag Ernst Röstenbaum, Berlin. — Jüdisches Er- Familien-Nachrichten. Stuttgart. 22. 2. 36. Febr. 1036 Jan. >030. Fetir. 1036. 30, ll. 36 31J 1. 36. 31« 1. 36. 1.2. 36. 6« 2. 36. Barmizwah: Heinz. Sohn des Regierungsbaumeisters Oskar Bloch u. s. Ehefrau Alice geh. Rothschild, Honoldweg 25, Verlobung: Friedei Krämer mit Justin Gutmann. Nürnberg Frankfurt a. M. Eheschließung: Sally Bruchsalcr mit Luise Hirsch, Groß- Gerau. Sigmund Reis mit Julie Oppenheimer. Sterbefälle: Max Wertheimer, Feuerbach, 42 Jahre alt. Frau Bertha Stern, 71 Jahre alt. Jacob Feuerlicht, 54 Jahre alt. Oskar Liebmann, 52 Jahre alt. Frau Emma Schlachter Wwe., 70 Jahre alt. Bad Cannstatt. 81. Geburtstag: 8. 1 36. Lisette Ratz, Saarstr. 8. Buchau. Sterbefall: 16. 1. 36. Frau Cilli Einstein, 64 Jahre alt. H algerisch. 7 5. Geburtstag:^ Febr. 1036. Frau Amalie Hilb gcb. Bernheim. Schwab, nau. 31. 1. 36 Edith, Tochter des Julius Pfeiffer Ehefrau Rita geh. Weil. Barmizwah: Fritz, Sohn des Willy Mayer u. Ehefrau geh. Samuel, Roßkampfstr. 5 0. Geburtstag: Julius Heule, Klarastraße. Sterbefall: Privatier Gustav Weiß, 81 Jahre Sterbetal I: Lazarus Baer, 76 Jahre alt. 21. alt. Heilbronn. 3. 2. 36. 27. 1. 36. 20. 1. 36. Künzelsau. 30. I. 36. Oberdorf-Bopfingen. 7 7. Geburtstag: 27. 2. 36. Frau Amalie Leiter Wwe. Lfm. Geburt: 20. 1. 36 Stefan, Sohn des Jakob Loeb u. s. Ehefrau Lina geh. Levi. Zaberfeld. 81. Geburtstag: 7. 2. 36. Frau Fanny Jordan geh. Kaufmann. leben und Fühlen von Nissan bis Addar — alles, was dem Leben des bewußten Juden seinen tiefsten gottgebundenen Sinn gibt, was ihn trägt und getragen hat durch die Jahrtausende bis in diese Zeit, das alles hat Dr. Swarsensky (Rabbiner in Berlin) in seinem Buche festgehalten und mit schöner, edler Sprache geformt. Wie notwendig ist solch ein Sammelwerk! Es wird den vielen unserer Brüder und Schwestern, die jetzt den Weg zurück gehen, ein sicherer Geleiter in die Gefilde jüdisch-religiösen Brauchs und Denkens sein, es läßt auch die Wissenden und Tuenden aufs neue erfühlen, von welcher ethischen Kraft, die immer auf Bindung an den wirkenden Gott über uns abzieft, die jüdischen Feste und Gedenktage mit ihrer Vielzahl von zum Teil uralten Symbolen durchdrungen sind. Die ewige Kontinuität des Verhältnisses zwischen Gott und Judentum, errichtet auf dem Urgrund des Dienstes an Schöpfer und Welt und von Geschlechtern in Form und Spruch geprägt, strahlt aus dieser sachkundigen Darstellung in hellstem Lichte. Der Rhythmus des jüdischen Jahres, seine frohen und ernsten Stationen, das Leben des jüdischen Menschen von der Wiege bis zur letzten Ruhestätte haben in Dr. Swarsensky den trefflichen" Künder erhalten. Bücher für unsere Juxend. Ein Buch, das man als vorbildlich bezeichnen darf, hat S a I o Böhm in seinen ..Helden der K v u : a h" (Verlag Kedem, Berlin) unserer Jugend geschenkt. Beim Lesen dieses von Heinz Wallenberg ausgezeichnet illustrierten Buchs muss das Herz unserer jüdischen Jugend höher schlagen. Es erfüllt die uralte Sehnsucht junger Menschen nach Abenteuern und tapferen Taten, nach Gemeinschaft und spielerischer Freude. In 14 Kapiteln wird jungjüdisches Leben in Erez Israel geschildert; die Gefahren des Lebens in der Kwuzah» aber auch die Freuden unserer Jugend in Palästina werden in schlichter, packender Weise erzählt. Ja,: es sind jugendliche Helden, die sich hier für ihr Lachd einsetzen, die rechten, aus denen ein tüchtiges Volk wird. — Weniger können wir uns mit dem ersten Bändchen einer neuen Schriftenreihe für die jüdische Jugend des Vortrupp-Verlags, Berlin, befreunden, das „Die Flucht aus der Hölle" betitelt ist. Hier werden in der Bearbeitung von Erich Pincus die Erlebnisse eines jungen jüdischen Fremdenlegionärs aus Dortmund zwar recht spannend erzählt — aber das Jüdische bleibt so unbetont, dass wir uns keinen rechten Gewinn für die jüdische Jugend versprechen. Der Plan des Verlags selbst ist ganz hervorragend. Vorläufig warten wir aber auf das zweite Bändchen, in dem das abenteuerliche Leben des Sabbatai Zwi geschildert werden soll. — Sehr gut gelungen ist wieder der 5. Jahrgang des Jüd. Jugendkalenders, der diesmal als „J ü - disches Jugendbuch” erscheint und von Emil Bernhard Böhm gemeinsam mit Else Rabin herausgegeben wurde (Jüd. Verlag, Berlin). Dieses Buch ist ein treuer Begleiter unserer Jugend, ein jüdischer „Guter Kamerad”. Wieder enthält es in bfnter Folge Geschichten, Gedichte, Rätsel, -Frage- und Antworttexte, Bilder — und ein richtiges Purimspiel ist auch dabei. Mit einem Wort: Dieses bunte Jugendbuch atmet jüdischen Geist; es ist das rechte Geschenk für unsere Kinder. r GESCHÄFTS-VERLEGUNG Den verehrlidten Damen feilen wir ergebenst mit, d«l) sich unser Modtulorj (bisher Bed Cennstett) eb 18. Februar in Stuttgart, Cherloitenitrefre 26 (Haltestelle Linie* 3, 5, 1P. 16, 18), befindet. 24570 HILDE KAHN Modptafon für faiaa Maßarbeit J Gediegene Brautausstattungen für Auswanderer, Tisch- und Bettwäs^ie, Bielefelder u. Leidiingerhodiwertige Qualitäten , Damaste, Daunendecken liefert S. GUGGENHEIMER, Calwentr. 33,1. Der Auswanderer kauft PHÖNIX-NÄHMASCHINE Et, »«-•"RADIO Kupfer <£ Co. 6artsnstr»6o 19, Tal. 610 SS Rac fJturen sÄ^titChar Systan*. A HAYUM& SCHWARZ f£Ä J.S.HARBURGER VEREIN. BEKLEIDUNGSWERKE £: STUTTGART FILIALE DEGGINGEN/FILS S. KRAUTKO Strickwarenfabrik STUTTGART Vorbildliehe Mass-Konfektion Airfertigungspreis: RM. 39.- u. RM. 46.- | einschiießl. erprobter Zutaten. Garantie f. gute Paßform u. 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