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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1936-02-02 · 21 (2.2.1936) · p. Seite 170

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
21 (2.2.1936)
Date
1936-02-02
Page
Seite 170 (sequence 8)
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— 170 — < liehen Habe mitgenommen oder .verwertet. Vieles 'Cheinbar wertlose Material wird vernichtet. In Wahrheit befindet sich unter diesem der Vernichtung preisgegebei en Ballast häufig wichtiges jüdisches Kulturgut. ,n-!„ sondere alte Handschriften, Briefe und Bilder. I in Abteilung für Autographen und Portrats der Nation.!1- und l imv ersitats-Bibliothek in Jerusalem iSjiiinil.iiii. sehwadrof.i sammelt systematisch Hand- -cliritt.i und; u t *, g r a p h i s c h e Schriftstücke (Briefe, Zitnl, Aufs.it/g, Konzepte. Dokumente u. dgl.i und .r.iph-.-w'lu Portr.it> Lithographien, Lichtdrucke. Sti- . ne. Photos ii. lj /..! aller auf irgendeinem Kulturge- '■igg i nierh Ib v.der außerhalb des Judentums, hcr- \-irtas.« i.Icit 1‘crstiiilichkeiteii jüdischer Herkunft. Jeiter, de.- ■' ubf. creignetek Material /ü besitzen, wird n.-ti i es utueder direkt an Dr. Abraham Schwait. :i. Iichr ii>»he löii.--rsitat' Jerusalem, zu senden. .« i r . r s.infnuNicllc für die Hebräische NationaliiV' : l , natsbibliotl'ek» Berlin. Meinekestr. >l>. zu- Neues vom jüdischen Sport. Stuttgart. Am >>>. Januar v..-In die- R.j.F.-Sport- ■;; . I' t : z Ii c i in bei der hiesigen ,.H a k o a Ir-, .im - >- i.-ilige \ .-rbandsspiel auszutragen. Leider wa- -!-> > ia-ti kein ebenbürtiger tiegner und iintcr-;ü m:' mcl-.t weniger .als U:l'l Toren. Mit diesem -n> -he ..Hak, ih" Wenter an 2. Stelle hinter der ■t;.F Ne! j- StuttL.Vt. h» Rückspiel der beiden hie -:e,: i■ L eo ine wird mcfierlich die Entscheidung um die M, etilhart bringn. Stuttgart. Ergebiiis.-e vjim I z Januar l'ÜO. F u ii b,. II: f \X -m- I R.j.F. Stuttgart I ti: i; Hand- II: - \\ . rm» I R.j.F. Stuttgart II 0:1: R.j.F. ■ ioiioi::.a u.I R |.F. Stuttgart 1 2:4. F : g. in -.OM >0.-Januar Id io. F uh ball: R.j F. l.us Niiru'. rgl 2:3: Schild Frankfurt A ll R;.F Stuttgart A.H. 1:4: Schild Frankfurt Jugeiid R.j.F Stuttgart Jug> nd 1:0. Handball: R F ->• tte.irt II R.j.F. Laupheim I 2:3. Stuttgart. Wh une mitgeteilt wird, siedelte Erich S h i i d . b -ter jüdischer Kurzstreckenläufer und Vt eitst ruiig-Rekordmaiin in Deutschland, zum Besuch det Sp.irisehule Bloch über. Er schloß sich der hiesigen R.j.F.-Sportgruppe an. für die er ein großer sportc inr ■ ivwinn bedeuten wird. Stuttgart. Am Sonntag, den 2. Februar, stehen sich du I. Mannschaften der „H a k o a h" und des „B arte o e h b a" Mannheim gegenüber. Da beide Mannschaften Sich schon immer harte Kämpfe geliefert haben, steht den Stuttgarter Sportfreunden wieder ein tiroßkampf bevor. Vor diesem Spiel treten die 2. Mannschaften beider Vereine an. Am 9. Februar stattet R.j.F Mannheim der ,.H a k o a h“ einen Besuch ab Da auch den Gasten gegenüber die Stuttgarter bisher immer nur knapp Sieger blieben, verspricht die neue Begegnung wieder sehr interessant zu werden. Die Mannheimer bringen auch ihre 2. Mannschaft. Jugendmannschaften, ihre Alte Herren sowie ihre 4 famci-Handballelf mit. Die Parole für . die beiden nächsten Sonntage heißt also: Auf nach Degerloch! Heilbronn. Einen besonders starken Gegner hatten sich die Hiesigen für den 5. Januar ausgesucht! ..Schild" Frankfurt, der R.j.F.-Reichsmeister, erwartete die Heilbronner in Frankfurt und brachte Heilbronn i-nie ' :u-\iederlage bei. In der ersteh Halbzeit war der Kampf ziemlich ausgeglichen und mit 2:0 für Frankfurt wurden die Seiten gewechselt. Doch dann kam Frankfurts besseres taktisches und technisches Können g, buhlend zum Ausdruck, sodaß Heilbronns schwacher Tom achter noch 5mal den Ball aus dem Netz holen mußte. Auf eigenem Platz fertigte eine kombinierte Jugendmannschaft von Heilbronn eine komb. Jugen Iclf > on Mergentheim mit 6:0 Toren ab, während du Damen-HandbaJlmannschaft von Heilbronn einen a:l-Sieg aus Stuttgart vom Spiel gegen die Dann n Vom R.j.F. mitbrachte. Auch gegen „Hakoah“ Stuttgart schlug -ich die 1. Fußballmannschaft von i\i:urm!i; Oil Minuten lang sehr wacker und konnte bis zu de sem Zeitpunkt das Resultat auf 2:2 unent- -cluden hallen. Doch dann übernahm Grünfeld bei „H.V-ojh" du- Sturmfuhoitg und sorgte dafür, daß ch'es, - Pflichtspiel im Endspurt doch noch 5:2 für ..Hakoah" endete. Eine l.'eberraschung brachte die 2. Mannschaft von Heilbronn zustande, die erstmals einen knappen 5:4-Sieg gegen „Hakoahs“ Zweite he rausholen konnte. — Am 19. Januar leisteten die hiesigen Fußballer einer Einladung von „Itus" Fürth Folge. Nach ziemlich ausgeglichenem, überaus fairen Kampf blieben die Heilbronner mit 2:1 Toren Sieger. Die Bayern erzielten ihren Treffer bereits in der 1. Minute, doch konnte Heilbronns Rechtsaußen bald darauf aufholen. Die zweite Hälfte sah Heilbronn meist im Angriff, doch nur durch ein Selbsttor der Fiirther Verteidigung konnten die Heilbronner den Sieg sicherstellen. Die Heilbronner wurden in Nürnberg von den Fünfter Gastgebern außerordentlich herzlich aufgenommen. Das Rückspiel gegen Fürth findet am 16. Februar in Heilbronn statt. L.B. r v -^ Sei dankbar, wenn Du Dein Brot hast! Opfere für die Jüdische Winterhilfe!’ _ Familien-Nachrichten. Stuttgart. 15. 1. io Jan. B'Äi. Jan. 1° (,. I. S. 30. 15. 2. 36. ■2t. 1. i(:. Geburt: Peter Michael, Sohn des Siegfried Sander ii. s. Ehefrau Ilse geb. Frankenstein Verlobungen: Gretel Schmidt mit Dr. Simon Schmal, Bad Cannstatt. Jenny Haimanu mit Martin Neustädte', Darmstadt. Eheschließung: Karl Weil mit Edith Oesterreicher. Barmizwahs: Helmut. Sohn des Victor Strauss u. s. Ehefrau Marianne geb. Metzer, Degerloch, Eschenweg 2. Herbert, Sohn des Fritz Mautner u. s Ehefrau Elsa geb. Wolff, Kornbergstr. 39. , \Sterbefall: Ixarrnda Berlinger geh. Astruck. 02Jahre alt. Buttenhausen. Verlobungen: Jan. 1936. Berta Berlinger mit Rabbiner Hermann Mayer, Stuttgart-Frankfurt a. M. Jan. 1036. Dr. Jakob Berlinger, Mainz, mit Martha Hess, Frankfurt a. M. Braunsbach. Sterbefall: 9. 1. 30. Frau Nanette Adler Wwe., 83 Jahre alt. Schwab. Gmünd. Verlobung: Jan. 1936. Elfriede Neumayer mit Kurt Stein, Hamburg. ’ Göppingen. Eheschließung: 19. 1. 30. Sali Simon, Karlsruhe, mit Bianka Ottenheimer. 6 5. Geburtstag: 30. I. 30. Bez.-Rabbiner Dr. A. Tänzer. Schwäb. Hall. 7 0. Geburtstag: Jan. 1936. Victor Meir Schwab. Heilbronn. Verlobung: 12. 1. 36. Friedei Gersinski mit Max Eauffcr, München. 23. 1. 36. Künzelsau. 7. I. 36. Laupheim. 9. 1. 36. 19. 12. 35. Michelbach 4. 1. 36. 24. I. 36. Ulm. Jan. 1936. Jan. 1936. 26. 1. 36. 2. 2. 36. Eheschließung: Friedei Krämer mit Willy Katz, Lyon. Sterbefall: Frau Hannchen Würzburger, 62 Jahre alt. 8 5. Geburtstag: Frau S. Stern Wwe. Sterbefall: Vorsteher Jakob Adler, 60 Jahre alt. a. L. Geburt: Kurt Jakob, Sohn des Hugo Gundclfinger u. s. Ehefrau Selma geb. Künstler. Goldene Hochzeit: Benny Stern u. s. Ehefrau Jeanette geb. Wassermann. Verlobungen: Trude Robert mit Max Keil, Berlin. Albert Nathanson mit Trudel Bloch, Frankfurt a. M. Eheschließung: Alfred Lebrecht mit Marie Jeanette Tentler, Hamburg. 8 8. Geburtstag: Frau Fanny Kahn Wwe. geb. Rotschild. Hausfrauenberatung durch den Isr. Frauenverein-Frauenbund. Aus Kreisen des Isr. Frauenvereins-Frauenbundes erhalten wir die folgende Zuschrift: Die am 1. Januar in Kraft getretenen gesetzlichen Bestimmungen haben die Lebensbedingungen der jüdischen Familien bedeutend erschwert. Nur einem winzigen Bruchteil gelingt es, Ersatz für die ausscheidcndeu Hausangestellten zu bekommen; die Mehrzahl sieht sich genötigt, den Haushalt mehr oder weniger umzuorganisieren. Da sich dieser Vorgang jeglicher Schematisierung entzieht und von Fall zu Fall durchdacht w erden muß, d i e Hausfrauen aber, die bisher wenig praktisch mitgearbeitet haben, es besonders schwer haben, die richtigen Maßnahmen zu treffen, hat der Isr. Frauen Verein-Frauenbund eine Hausfrauenberatung eingerichtet. Sic findet Dienstags und Donneistags von 16 18 Uhr im Hause Hospitalstr. 36 pt. statt. Die eigentliche Arbeitsvermittlung ist und bleibt Sache der im gleichen Hause untergebrachten Stellcn- \ermittlung, die mit dsp Beratungsstelle in engstem Kontakt arbeitet. Wären genügend Hilfskräfte vorhanden, so bedürfte es nicht der Ergänzung ihrer Vermittlungsarbcit durch die Beratungsstelle. Diese will mit ihren Mitteln gerade dort einsetzen, wo die Stellenvermittlung mangels Angebot nicht weiter kommt. Wenn beispielsweise einer Hausfrau in der Stellen- \ermittlung eröffnet wird, daß ihr Wunsch nach einer Hausangestellten oder einer Tageshilfe keine Aussicht auf Erfüllung hat, wird sie sogleich auf die Beratungsstelle aufmerksam gemacht. Hier versucht man zunächst gemeinsam, die Obliegenheiten der bisherigen Hausangestellten zu zerlegen. So kann z. B. das Kohlentragen, Heizen und ähnliches gegebenenfalls von einem arbeitslosen jüdischen Manne übernommen werden, der seinerseits bisher ebensowenig an diese Erwerbsmöglichkeit gedacht hat wie die Hausfrau von selbst darauf gekommen wäre, ihn deswegen zu befragen. Man verhandelt also nach beiden Seiten hin und versucht, mehrere Haushaltungen für ähnliche Arbeiten miteinander zu verbinden, um das Angebot für den Mann einigermaßen lohnend zu gestalten und die einzelne Hausfrau nicht mit den vollen Fahrtspesen zu belasten. Dieses Beispiel zeigt schon, daß häufig nicht sofort geholfen werden kann, sondern erst nach etlichen Bemühungen, die nicht von von heute auf morgen zu glatten Ergebnissen führen. Je mehr aber die Hausfrauenberatungsstelle aufgesucht wird, je mehr Bedarfsanmeldungen hier Zusammenkommen, umsomehr Aussicht, ein bestimmtes Bedürfnis in absehbarer Zeit befriedigen zu können. Sobald z. B. in einer bestimmten Stadtgegend genügend Nachfrage nach Fensterputzen, Bezug fertiger Mahlzeiten oder Kosttisch vorliegt, können im Zusammenwirken mit der Stellenvermittlung geeignete Menschen gefunden werden, denen vielleicht bisher nichts fehlte als die begründete Aussicht auf einen ausreichenden Kundenkreis. Besonderes Augenmerk wird auf die Kräfteschonung der Hausfrauen gerichtet. Da es sich zum großen Ten um Frauen handelt, die schwerste Hausarbeit nicht gewöhnt sind und sich schon in einem Alter befinden, in dem der Körper Mühe hat, sich noch umzustellen, ist dies unbedingt nötig. Die Besprechungen in der Beratungsstelle werden hoffentlich'auch vor mancher unzweckmäßigen Ausgabe bewahren. Für wirklich kräfteschonende Erleichterungen setzen wir uns mit Nachdruck ein. Da ja zunächst der Lohn, die Verpflegung und die Soziallasten für die Hausangestellte fortfallen, ist in diesem Augenblick wirtschaftlich wie psychologisch der Zeitpunkt für Neuanschaffungen günstig. Eine enge Verbindung mit der Hauspflege ermöglicht in Fällen einer akuten Notlage durch Erkrankung der Hausfrau oftmals eine momentane Erleichterung. Wir hoffen, unseren Hausfrauen in der hier nur kurz skizzierten Weise doch mancherlei Erleichterungen zu verschaffen, die sie davor bewahren, von der Arbeitsfülle ganz. überschwemmt zu werden und nicht mehr das sein zu können, was sie heute mehr denn je sein müssen: Gestalterinnen des Heims. H.G.S. Oie nächste Nummer erscheint am IB.Februar Letzter An nah me tag für Anzeigen : 10. Februar Letzter Annahmetag für Berichte: 7. Februar \ Marie Rothschild KemerstraSe 11. II. / Telelon 42104 fiartliNCii* und Deoken-5#annerei i_jng .!rir. pr«*!. crftVLiif. Efs1'* kr-fer*' 2- 1 Au er. m vs-rt gc AjII'Ij;- werden prompt Gottesdienfoeiten für die Synagoge in Göppingen. 1.—16. Jebruar Freitagabend. 6.30 Uhr Samstagoormittag 9.00 Ußr „ -Lamstagnachm. Zugendgottesdienst 3.00 Uhr Gollesdienslzeiten für die Synagoge in Cudrotgsbnrg 31. Zan. Freitagabend 5.15 Uhr 7. Febr. Freitagabend 5.30 Uhr 14. Febr. Freitagabend 5.30 Uhr Sabbathmorgen jeweils 9.00 Uhr LANDAUER das Haus für Aussteuer' Stoffe und Konfektion! Stattgart Marktplatz 17/18 GRAB- DENKMXLER liefern In jeder gewünschten Ausführung und Steinart zu billigsten Preisen fix und fertig versetzt Marmorwerke Offenau JoMf Hschar Offenau a. Neckar Korsattklinik Korsetts u. Leibbinden. Maftan* fertigung, Rep. und Reinigung. EmitWaiMtaiRf<r27 Telefon 742 70 KBrparpftog« Bestrahlg.. Bfld. 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